Neu

Access Virus B - Historische Trance-Musikmaschine

  • #62
MOD: wenn möglich macht hier bitte zum Virus B und ansonsten sachbezogen weiter. Gegenseitiges Bashing bitte wenn es denn sein muss, per PN (oder am besten Zähne zusammenbeißen und gar nicht) - danke!
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: niere und Akai
  • #63
Leute, ich sag's mal so: Ich hab mir Virus gekauft, nachdem ich Ostrius im Betatest hatte. Ich verstehe nicht, wie man mit so einer instabilen Software arbeiten kann.
Die hat keine Presets gespeichert, den Prozessor zum Absturz gebracht oder irgendwelche Fehler verursacht. Ich hab's aufgegeben und mir Virus B geholt, und wisst ihr was? Ich war total begeistert! Es war genau das, wonach ich gesucht hatte. Ich bin wahrscheinlich einer von denen, die Dinge hören, die anderen entgehen, aber für mich ist der Klangunterschied zwischen TI und Software glasklar. Ja, es sind vielleicht nur Kleinigkeiten, ABER! Schönheit liegt im Detail!
Ich achte immer auf jedes Detail, um den bestmöglichen Klang zu erzielen, und auch wenn es manchen egal sein mag, mir ist es wichtig. Manche sagen vielleicht, man hört den Unterschied in einem Mix nicht, aber habt ihr das Unterbewusstsein vergessen? Wenn Leute aus irgendeinem Grund bestimmte Musik auswählen und sie diese immer wieder hören wollen, dann sind das die „Details“.

Übrigens, ich habe mal eine Soundbank in Omnisphere erstellt und damit drei meiner Hardware-Synthesizer gesteuert. Es dauerte etwa zwei Tage, bis die Automatisierung annähernd so funktionierte wie meine manuelle Erstellung. Ich meine, ich konnte meine eigenen Handbewegungen mit der Automatisierung praktisch nicht nachbilden. Wie groß ist also der Einfluss von Live-Aufnahmen? Und außerdem arbeite ich seit 25 Jahren mit Software und habe es einfach satt, ständig mit der Maus herumzuhantieren.
 
  • wunderbar
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: DeepSea und Klinkenstecher
  • #64
Leute, ich sag's mal so: Ich hab mir Virus gekauft, nachdem ich Ostrius im Betatest hatte. Ich verstehe nicht, wie man mit so einer instabilen Software arbeiten kann.
Die hat keine Presets gespeichert, den Prozessor zum Absturz gebracht oder irgendwelche Fehler verursacht. Ich hab's aufgegeben und mir Virus B geholt, und wisst ihr was? Ich war total begeistert! Es war genau das, wonach ich gesucht hatte. Ich bin wahrscheinlich einer von denen, die Dinge hören, die anderen entgehen, aber für mich ist der Klangunterschied zwischen TI und Software glasklar. Ja, es sind vielleicht nur Kleinigkeiten, ABER! Schönheit liegt im Detail!
Ich achte immer auf jedes Detail, um den bestmöglichen Klang zu erzielen, und auch wenn es manchen egal sein mag, mir ist es wichtig. Manche sagen vielleicht, man hört den Unterschied in einem Mix nicht, aber habt ihr das Unterbewusstsein vergessen? Wenn Leute aus irgendeinem Grund bestimmte Musik auswählen und sie diese immer wieder hören wollen, dann sind das die „Details“.

Das stimmt schon was du schreibst und ich denke das war ein guter Schritt, dass du dir ein Original zugelegt hast. Oft sind es Nuancen, manchmal nimmt man es wahr und oft aber auch nicht wirklich. Mir ist damals aufgefallen, als ich damals angefangen habe, hatte ich meine ersten Tracks mit meinen damaligen Geräten gemacht. Mit Softwaresynths/Plugins kanne ich mich noch nicht so aus und die Auswahl war recht überschaubar. Irgendwann bin ich dann (auch aus Bequemlichkeit) auf Synth Plugins umgestiegen und habe eine Zeit fast ausschließlich damit produziert. Als ich dann irgendwann mal wieder meine alten Tracks angehört habe, hat mich der Synthsound irgendwie mehr "beeindruckt" (ok, das Mixing damals war noch kacke). Es war einfach mehr Räumlichkeit und Tiefe zu vernehmen, und wie gesagt, trotz miserablem Mixing. Und diese Tracks habe ich halt ausschließlich mit Virus, Roland Rompler und JP8000 gemacht. Und die Drums kamen aus dme Akai Sampler.

Und um auf den Virus zurückzukommen, das ist halt einfach die Maschine mit der du z.B. den Leadsound einspielst und dann sitzt der...zumindest bei mir. Bei Plugins muss ich da schon ziemlich herumnudeln. Und da war/ ist der TI2 für mich halt perfekt. Sound der Hardware mit Steuerung über Plugin.

Und was den Virus B angeht, so habe ich schon des Öfteren gelesen (vielleicht war es sogar hier im Forum, weiss nimmer), dass der wohl der Beliebteste sein soll. Ich hab mich damals für den C entschieden, weil der einfach das moderene Gerät war und mehr "Power" hatte.

Wie auch immer, dein Soundset beinhaltet wirklich die typischen Sounds von damals (die ja teils immer noch beliebt sind und verwendet werden). Hast du gut hinbekommen. 👍
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: ModernerPurist und NatLife12
  • #65
Das stimmt schon was du schreibst und ich denke das war ein guter Schritt, dass du dir ein Original zugelegt hast. Oft sind es Nuancen, manchmal nimmt man es wahr und oft aber auch nicht wirklich. Mir ist damals aufgefallen, als ich damals angefangen habe, hatte ich meine ersten Tracks mit meinen damaligen Geräten gemacht. Mit Softwaresynths/Plugins kanne ich mich noch nicht so aus und die Auswahl war recht überschaubar. Irgendwann bin ich dann (auch aus Bequemlichkeit) auf Synth Plugins umgestiegen und habe eine Zeit fast ausschließlich damit produziert. Als ich dann irgendwann mal wieder meine alten Tracks angehört habe, hat mich der Synthsound irgendwie mehr "beeindruckt" (ok, das Mixing damals war noch kacke). Es war einfach mehr Räumlichkeit und Tiefe zu vernehmen, und wie gesagt, trotz miserablem Mixing. Und diese Tracks habe ich halt ausschließlich mit Virus, Roland Rompler und JP8000 gemacht. Und die Drums kamen aus dme Akai Sampler.

Und um auf den Virus zurückzukommen, das ist halt einfach die Maschine mit der du z.B. den Leadsound einspielst und dann sitzt der...zumindest bei mir. Bei Plugins muss ich da schon ziemlich herumnudeln. Und da war/ ist der TI2 für mich halt perfekt. Sound der Hardware mit Steuerung über Plugin.

Und was den Virus B angeht, so habe ich schon des Öfteren gelesen (vielleicht war es sogar hier im Forum, weiss nimmer), dass der wohl der Beliebteste sein soll. Ich hab mich damals für den C entschieden, weil der einfach das moderene Gerät war und mehr "Power" hatte.

Wie auch immer, dein Soundset beinhaltet wirklich die typischen Sounds von damals (die ja teils immer noch beliebt sind und verwendet werden). Hast du gut hinbekommen. 👍
Du hast mit den alten Tracks einen wichtigen Punkt angesprochen. Ich kann dieses Gefühl in der Trance-Musik beschreiben, sowohl im hardwarebasierten Genre der späten 90er bis frühen 2000er als auch in allem, was nach 2005 entstanden ist. Alles nach 2005 ist nur noch Lärm, kein Trance mehr, einfach nur noch ein Durcheinander. Und der Trance, den damals alle liebten, hatte diesen dichten und tiefen Klang, eben wegen der Hardware. Sowohl Virus B als auch Virus A spielten dabei eine Schlüsselrolle, und das wurde mir klar, als ich diesen Synthesizer zum ersten Mal in den Händen hielt. Das ist genau der Klang, den ich in der Trance-Musik gesucht habe, der mit der Software verloren gegangen ist.
Ich habe viele Soft-Synthesizer ausprobiert und viele Supersaws und andere Sounds erzeugt, aber erst mit Virus B habe ich wirklich den Klang gespürt, der mich einst in diese Musik hineingezogen hat.
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: darsho
  • #66
Für den einen liegen Welten zwischen Plugins und Hardware, für den anderen nicht, so ist das halt mit den Meinungen🤷‍♂️
 
  • Daumen hoch
  • Zustimmung
M.i.a.u.: NatLife12 und PWM
  • #67
Als ich dann irgendwann mal wieder meine alten Tracks angehört habe, hat mich der Synthsound irgendwie mehr "beeindruckt" (ok, das Mixing damals war noch kacke)

Ja, das kenne ich nur zu gut.

Das seltsame daran: Obwohl der Mix kacke war, bei mir fand praktisch kein EQing statt, klang es "ok". Nicht veröffentlichungsreif, aber gut genug für diese Umstände.

Ich denke nach wie vor, dass ein reiner Hardware-Mix etwas in sich hat, was ITB nicht erreichbar ist, auch wenn
reine ITB Produktionen objektiv betrachtet schon lange gut klingen, so ist da eine grundsätzliche ästhetik, die mir nicht gefällt und dieser Unterschied liegt m.E. am unterschiedlich notwendigen Umgang.

Sicher ... Mit genug hochwertigem Gear wird der Sound
ebenso "perfekt", wie mit Software - und ich denke, dass hier das Problem ist. Software versucht nicht
Hardware mit Charakter zu kopieren, sondern hochwertige (perfekte?) Hardware. Erstmal das und die mathematische Perfektion der Linearität raubt dem Sound jegliches Leben.

Dazu rein digitale Probleme, wenn alles in Sync läuft.
Ich meine nicht musikalisch, das wollen wir ja, sondern
gesyncte Abtastraten. Samplegenaue Sync, keine kleinen Abweichungen, alles samplegenau reproduzierbar. Probleme im Mix summieren sich, daraus folgen Bearbeitungen, die man rein analog nicht machen würde oder müsste, um das auszugleich.

Spaßeshalber kann man ja mal ne SAW 20 mal aufnehmen und überwinanderlegen im Vergleich
zu einem Softsynth. Das verdeutlicht das Problem schon recht gut.

Die Folge daraus:
- Sehr viel Sidechaining und wegducken. Analog gemischt finden
eine getunte Kick und Bass fast von selbst zueinander
- Layering: Ich kenne Leute, die einen simplen Bass
mit Plugins 5-6 fach layern. Analog macht man, mit selbem Ergebniss vlt 2-fach max. 3, wenn überhaupt, und layert im musikalischen Sinne. Technisch eher Ausnahme, in populären Genres werden fast alle Sounds gelayert: Kick, Bass, Snare, Claps, Hihats, Synths - Nicht 2-fach, sondern 4,5 oder 6fach. Warum hinterfragt da niemand warum das gemacht wird? 😉
- Transient Designer. Nicht als "problemlöser", sondern auf fast allen Spuren, die Transienten haben.
- Tools wie Soothe. Nicht offensichtlich hörbare Resonanzen werden rausgezogen, sondern breitbandig als Notwendigkeit des digitalen Processings. ITB neigt
immer noch dazu Resonanzen zu fördern, vermutlich durch samplegenauer Sync?

Kommt auch immer aufs Genre an, aber für mein Empfinden klingen Künstler, die viel analog mischen und viel HW Synths einsetzen, besser.

Aber ... Wie gesagt ... Kommt aufs Genre an. Gibt auch Könner, die digital saustarke Mixe abliefern, aber durch Einsatz von oben genanntem und sicher noch ne Menge Punkte, die ich vergas.
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: NatLife12
  • #68
Mein erster Synth war ein Virus A. Ich habe ihn immer noch, ich verwende ihn immer noch, ich liebe ihn immer noch. Mehr weiß ich dazu nicht zu sagen. :huhu:
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: NatLife12 und PWM
  • #69
Ich denke nach wie vor, dass ein reiner Hardware-Mix etwas in sich hat, was ITB nicht erreichbar ist, auch wenn
reine ITB Produktionen objektiv betrachtet schon lange gut klingen, so ist da eine grundsätzliche ästhetik, die mir nicht gefällt und dieser Unterschied liegt m.E. am unterschiedlich notwendigen Umgang.
MEn liegt das vor allem am Umgang, weniger am Prinzip an sich. Wenn das Signal gut ist, was reingeht, bleibt es auch gut.
Das Problem seh ich eher im inflationären Gebrauch von PlugIns. Am Pult hast nen 80Hz HP und nen rudimentären EQ. Entweder er hat zufällig gepasst oder blieb schlicht im Bypass. Comp pro Spur gabs erst recht nicht. In der DAW hast du plötzlich 1000 Möglichkeiten und die Anwendung verschiebt sich automatisch zu "fix in the mix".
Das liegt aber nicht an der DAW oder der dahinterli3genden Digitaltechnik an sich, sondern an menschlicher Ignoranz.
Ich persönlich will keines der bezahlbaren Pulte aus den 90ern wiederhaben. Ein richtig hochwertiges Analogpult nehm ich aber natürlich gerne...

Ich hab tolle, hochwertige Mixe gehört, die 100% ITB waren. Aber die kommen von Leuten, die sich zB vorher Mühe beim recorden gemacht haben.
Seinen Signalen vor dem Mischen einmal echten Strom zu gönnen, wirkt oft schon kleine Wunder. Dann kann man auch mit PlugIns weiterarbeiten. Gute Signale brauchen auch nur noch minimal EQ und evt Kompression (Synths eher nicht). Und genau da liegt der Unterschied
Sicher ... Mit genug hochwertigem Gear wird der Sound
ebenso "perfekt", wie mit Software - und ich denke, dass hier das Problem ist. Software versucht nicht
Hardware mit Charakter zu kopieren, sondern hochwertige (perfekte?) Hardware. Erstmal das und die mathematische Perfektion der Linearität raubt dem Sound jegliches Leben.
Das ist mE Unsinn. Ich hab über Jahre ein Masteringstudio betrieben, mit den hochwertigsten PlugIns am Markt und richtig teurer analoger (Charakter-)Hardware. Beides hat sich wunderbar ergänzt und waren klanglich definitiv nicht miteinander verwandt.
Software KANN halt keine analoge Hardware kopieren (vor allem keine hochwertige) , so sieht es aus. Aber analoge Hardware kann auch keine Digitaltools kopieren...

Dazu rein digitale Probleme, wenn alles in Sync läuft.
Ich meine nicht musikalisch, das wollen wir ja, sondern
gesyncte Abtastraten. Samplegenaue Sync, keine kleinen Abweichungen, alles samplegenau reproduzierbar. Probleme im Mix summieren sich, daraus folgen Bearbeitungen, die man rein analog nicht machen würde oder müsste, um das auszugleich.
Analog gibts auch keine Abtastraten. Ich verstehe nicht was du hier vergleichen willst?
Du meinst Jitter klingt gut? Klar, wenn man gute Räumlichkeit hasst, dann vielleicht.. :D

Spaßeshalber kann man ja mal ne SAW 20 mal aufnehmen und überwinanderlegen im Vergleich
zu einem Softsynth. Das verdeutlicht das Problem schon recht gut.

Die Folge daraus:
- Sehr viel Sidechaining und wegducken. Analog gemischt finden
eine getunte Kick und Bass fast von selbst zueinander
Da bin ich voll bei dir. Ducking ist Mix FX, kein Standardmittel beim Mixing.
- Layering: Ich kenne Leute, die einen simplen Bass
mit Plugins 5-6 fach layern. Analog macht man, mit selbem Ergebniss vlt 2-fach max. 3, wenn überhaupt, und layert im musikalischen Sinne. Technisch eher Ausnahme, in populären Genres werden fast alle Sounds gelayert: Kick, Bass, Snare, Claps, Hihats, Synths - Nicht 2-fach, sondern 4,5 oder 6fach. Warum hinterfragt da niemand warum das gemacht wird? 😉
- Transient Designer. Nicht als "problemlöser", sondern auf fast allen Spuren, die Transienten haben.
Schrecklich. Ein gut aufgenommenes Signal braucht kein TD. Ich denk die Leute benutzen es weil sie falsch und inflationär komprimieren.
- Tools wie Soothe. Nicht offensichtlich hörbare Resonanzen werden rausgezogen, sondern breitbandig als Notwendigkeit des digitalen Processings. ITB neigt
immer noch dazu Resonanzen zu fördern, vermutlich durch samplegenauer Sync?
Schrecklich. Sowas sind Spezialisten für üble Problemfälle im Mastering, keine Mixingtools
Kommt auch immer aufs Genre an, aber für mein Empfinden klingen Künstler, die viel analog mischen und viel HW Synths einsetzen, besser.
Ja
Aber ... Wie gesagt ... Kommt aufs Genre an. Gibt auch Könner, die digital saustarke Mixe abliefern, aber durch Einsatz von oben genanntem und sicher noch ne Menge Punkte, die ich vergas.
Ja.

Thema schlechtes Mastering hast du noch vergessen. Da hab ich echt üble Sachen gehört, auch von bekannten kommerziellen Studios.... Der Mix war kaum noch wieder zu erkennen danach. Das ist natürlich auch ein übler Fauxpas.
Aber leider gibts auch genug potentielle Kundschaft, die genau das erwartet und so quasi dazu nötig den halbgaren Mix mit Gewalt auf *Amtlich zu prügeln".

Genauso aber auch gutes Mastering, was aus einer mottelprächtigen 90er HW Produktion was anhörbares zaubert.

Das Thema an Equipment fest zu machen, greift für mich aber auch deutlich zu kurz. Klar, wäre natürlich total nice; man nimmt nur etwas Geld in die Hand und ist soundmässig vorne mit dabei.... :D
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: NatLife12
  • #70
Analog gibts auch keine Abtastraten. Ich verstehe nicht was du hier vergleichen willst?
Du meinst Jitter klingt gut? Klar, wenn man gute Räumlichkeit hasst, dann vielleicht.. :D

Ich meine nicht Jitter, sondern eher die Phasenbeziehungen zwischen den Signalen. Wenn Wellenformen samplegenau und phasenstarr laufen, können sich bestimmte Signalanteile dauerhaft verstärken. Bei freilaufenden analogen Oszillatoren gibt es dagegen immer kleine Abweichungen, wodurch sich die Phasenlagen ständig verändern. Überlagerungen sind dadurch weniger statisch, was den Mix unter Umständen organischer wirken lässt. Ist natürlich kein grundsätzliches Analog-Digital-Ding, sondern eher eine Frage der Korrelation.

Würde das sogar weit über die Vorstellung von Ostillatoren ausweiten, aber daran kann man es einfacher versinnbildlichen.

Es betrifft im Grunde alle Elemente.
Ich vermute, dass das mit ein Grund ist, weshalb sich Hardware-Klangerzeuger oft leichter in einen Mix einfügen und weniger Bearbeitung nötig ist. Das ist natürlich kein grundsätzliches Analog-Digital-Problem, sondern eher eine Frage der Korrelation.

Digitale Hardware ist, aufgrund der analogen Sognalwege, losgelöst von samplegenauer Sync.

Würde aber auch stark annehmen, dass dieses Phänomen auch mit Hardware Relevanz bekommen könnte, wenn Midi nicht so instabil wäre und jede Unit
eine Eigenlatenz hat. Das bringt ausreichend Bewegung
noch weit unter der Schwelle die man als "is nicht tight" wahrnehmen könnte, aber ist ja leicht messbar. Kriegt jeder mit, der sein Zeug in der DAW aufnimmt.

Und in der DAW würde ich mein Zeug nicht zu genau zurechtschnibbeln 😂😜
 
  • #71
Wäre doch ein leichtes solche Schwankungen auch in alles Digitale einzubauen und bin mir sicher dass dies auch einige Pluginhersteller machen und auch in der DAW kann man ja MIDI durch humanize etc. vom starren Raster abbringen.
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: Scenturio und ModernerPurist
  • #72
Wäre doch ein leichtes solche Schwankungen auch in alles Digitale einzubauen und bin mir sicher dass dies auch einige Pluginhersteller machen und auch in der DAW kann man ja MIDI durch humanize etc. vom starren Raster abbringen.

Jupp. Aber es ist nur ein Punkt von vielen.

Ich machs mir einfach und nutz Hardware.
Bei 20 Spuren spare ich mir 20 VSTis und min 60 Plugins,
nur um die Nachteile von ITB auszugleichen.

Das macht doch keinen Sinn?!
 
  • #73
Kommt immer drauf an. Wenn ich Digitales durch so simple Sachen wie "Ich baue überalll kleine Schwankungen ein" schon mal besser machen kannst, warum nicht? Nicht jeder hat Lust auf Hardware.
 
  • #74
Simple? Es geht ja nicht nur um kleine Schwankungen. Analoge Schaltungen bringen an vielen Stellen Nichtlinearitäten, harmonische Verzerrungen, Phasenverschiebungen und zeitliche Variationen mit. Das beginnt bei Oszillatoren, geht über Filter und Verstärker bis hin zur Summierung. Diese Effekte beeinflussen sich teilweise gegenseitig und verändern das Signal abhängig von Pegel, Frequenz und Zeit.

Natürlich lässt sich das digital nachbilden. Aber einfach überall ein bisschen Zufall einzubauen, bildet dieses komplexe Verhalten noch lange nicht ab. Wir sind noch
weit davon entfernt, dass die Rechenleistung dafür ausreiche
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: NatLife12
  • #76
Simple? Es geht ja nicht nur um kleine Schwankungen. Analoge Schaltungen bringen an vielen Stellen Nichtlinearitäten, harmonische Verzerrungen, Phasenverschiebungen und zeitliche Variationen mit. Das beginnt bei Oszillatoren, geht über Filter und Verstärker bis hin zur Summierung. Diese Effekte beeinflussen sich teilweise gegenseitig und verändern das Signal abhängig von Pegel, Frequenz und Zeit.

Natürlich lässt sich das digital nachbilden. Aber einfach überall ein bisschen Zufall einzubauen, bildet dieses komplexe Verhalten noch lange nicht ab. Wir sind noch
weit davon entfernt, dass die Rechenleistung dafür ausreiche
Und ich glaube nicht, dass dies digital umgesetzt werden kann, denn um als analoger Synthesizer zu fungieren, muss Software selbst ein analoger Synthesizer sein und Strom erhalten! Am Beispiel des Korg Minilog XD möchte ich verdeutlichen, wie groß der Frequenzbereich ist – kein Equalizer auf einem VST-Synthesizer kann ihn abdecken.
 
  • #77
Natürlich kann man analoge Schaltungen digital nachbauen, das ist nur eine Frage der Rechenleistung und wie genau man das macht. Und nicht jedes Bauteil trägt zum Klang bei.

Ich bin sogar der Meinung, dass es einfacher ist, ein altes Bauteil, das es nicht mehr neu gibt, digital so zu modellieren, dass es näher ans Original rankommt als jeder Hardware-Nachbau. Wenn dem so ist, kann man im Digitalen dem Klang der Klassiker näherkommen, als jede neue Hardware es vermag!
Wenn 99 % der Leute nicht mehr sicher sagen können, ob da nun ein Analogsynth oder ein Plugin spielt, dann ist der Drops gelutscht. Und mal im Ernst: Wen interessieren die drei Leute, die auf einem Smartphone, das beim Nachbarn gerade abgespielt wird, noch "deutlich" den Unterschied hören?

Aber schon witzig, wie hier die Leute auf ihr "deutlich" pochen, als ginge es um Leben und Tod. Wenn ihr der Meinung seid, das zu hören, na dann bleibt doch dabei, und gut ist.

Andere hören etwas anderes, wo ist das Problem? Muss man dann immer so auf die Kacke hauen und erzählen, was man für eine tolle Ausbildung hat und dass man seit 100 Jahren der krasseste Masteringingenieur ist? Das ist doch für andere Leute, die das nicht hören, komplett und völlig irrelevant!

Ja, es gibt drei Nasen, die da was hören. Wen interessiert's?

Für niemanden ist es wichtig, was andere hören! Für den eigenen Spaß muss Jeder selbst testen, ob und welche Nuancen er wahrnimmt!
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
  • #78
Natürlich kann man analoge Schaltungen digital nachbauen, das ist nur eine Frage der Rechenleistung und wie genau man das macht. Und nicht jedes Bauteil trägt zum Klang bei.

Ich bin sogar der Meinung, dass es einfacher ist, ein altes Bauteil, das es nicht mehr neu gibt, digital so zu modellieren, dass es näher ans Original rankommt als jeder Hardware-Nachbau. Wenn dem so ist, kann man im Digitalen dem Klang der Klassiker näherkommen, als jede neue Hardware es vermag!
Wenn 99 % der Leute nicht mehr sicher sagen können, ob da nun ein Analogsynth oder ein Plugin spielt, dann ist der Drops gelutscht. Und mal im Ernst: Wen interessieren die drei Leute, die auf einem Smartphone, das beim Nachbarn gerade abgespielt wird, noch "deutlich" den Unterschied hören?

Aber schon witzig, wie hier die Leute auf ihr "deutlich" pochen, als ginge es um Leben und Tod. Wenn ihr der Meinung seid, das zu hören, na dann bleibt doch dabei, und gut ist.

Andere hören etwas anderes, wo ist das Problem? Muss man dann immer so auf die Kacke hauen und erzählen, was man für eine tolle Ausbildung hat und dass man seit 100 Jahren der krasseste Masteringingenieur ist? Das ist doch für andere Leute, die das nicht hören, komplett und völlig irrelevant!

Ja, es gibt drei Nasen, die da was hören. Wen interessiert's?

Für niemanden ist es wichtig, was andere hören! Für den eigenen Spaß muss Jeder selbst testen, ob und welche Nuancen er wahrnimmt!
Ich denke, ich habe sehr deutlich beschrieben, dass alles viel komplexer ist als „Ich kann den Unterschied erkennen oder nicht“ – es kommt genau auf die Details an, aber Sie haben das offenbar nicht verstanden und vertreten Ihre eigene Hypothese; der Unterschied in den Details bestimmt den enormen Unterschied im Endergebnis.
 
  • #79
Schluss aus ihr Zankapfel. Ich geb ich euch jetzt einen Warnschuss. Und wenn es im nächsten Beitrag nich wieder um den Virus B geht spiele ich eine Stunde lang Vipersounds und film mich dabei.
 
  • #81
der Unterschied in den Details bestimmt den enormen Unterschied im Endergebnis.
Details, ich habe das jahrelang probiert, also zwischen Analog Hardware und Software zu unterscheiden, den dicken Unterschied zu finden. Wenn ich an den Geräten geschraubt habe, habe ich mir eingebildet dass ich da ganz klar unterscheiden kann. Sobald das einmal im Rechner und im Mix war, klangt das wie ein komplettes ITB Produkt, mit guten VST wohlgemerkt.

Wenn andere andere Erfahrungen gemacht haben und und die den großen Unterschied hören, kann das alles sein, bringt mir natürlich nichts. Wenn ich nicht zwischen Analog und Plugins ganz klar unterscheiden kann, dann brauch ich kein Analog, jedenfalls nicht für den Klang.

Ich hole mir trotzdem Analogkram weiterhin, aber nicht für den Klang, sondern um mal vom Digitalen ne Pause zu machen.
 
  • #83
Hast du dir nie überlegt, woran das liegen könnte?
Doch, an meiner Einbildung, dass Analog groß anders klingt.

Die KI sagt:

Wahrscheinlich gibt es schlicht kaum einen hörbaren Unterschied. Das liegt nicht an deinen Ohren, sondern daran, wie gut die Plugins inzwischen geworden sind.

Warum moderne Plugins so nah dran sind
  • Circuit Modeling statt einfacher Näherung: Plugins wie u-he Diva/Repro, Arturia* V Collection, Softube oder Cherry Audio simulieren heute die Schaltungen selbst. Die Filter sind Zero-Delay-Feedback-Filter mit nichtlinearen Stufen, etwa tanh-Sättigung in jeder Transistorstufe. Die frühen VAs bis etwa 2010 waren dagegen oft nur „lineare Filter plus Distortion danach“.
  • Aliasing ist praktisch gelöst: Dafür sorgen BLEP/PolyBLEP-Oszillatoren und Oversampling. Das war früher das deutlichste Erkennungsmerkmal digitaler Synths.
  • Gezielter „Dreck“: Oszillator-Drift, Unterschiede zwischen den Stimmen, ungenaue Hüllkurven und Bauteiltoleranzen werden absichtlich eingebaut.
  • Am Ende ist alles digital: Sobald der Analog-Synth durch den AD-Wandler in die DAW geht, bleibt nur der Klang übrig, und genau den kann man modellieren.
  • Viele „Analoge“ sind gar nicht ganz analog: DCOs, digitale Hüllkurven und LFOs oder digitale Effekte sind sehr verbreitet.

Dazu kommt: In Blindtests liegen selbst erfahrene Leute oft nur knapp über Zufall. Im Mix verschwinden die restlichen Unterschiede sowieso fast komplett.

Wo man noch etwas hören kann (eher in Extremfällen)
  • Filter mit hoher Resonanz plus Overdrive am Eingang: Das ist der Bereich mit der stärksten Nichtlinearität, und dort sind Modelle am ehesten vereinfacht. Zum Beispiel Self-Oscillation, die in die Sättigung kippt.
  • Hard Sync oder Cross-Mod in hohen Lagen: Hier zeigt sich Restaliasing, oder umgekehrt das „Chaos“ echter Hardware.
  • Sehr schnelle Hüllkurven: Bei kurzen, perkussiven Attacks klickt manche Hardware schärfer.
  • Polyphone Akkorde ohne Unison: Echte Stimmen klingen leicht unterschiedlich. Plugins können das zwar nachbilden, tun es aber nicht immer standardmäßig.
  • Verhalten über die Zeit: Aufwärmen, Temperaturdrift, Rauschen und Netzbrummen.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
  • #84
Was ich den Viren immer sehr stark fand war die Tastatur. So wie der Kollege Natlife hab ich da abends einfach nur immer Hypersaw und Filter und dann alle 5 Oktaven(die reichten manchmal gar nicht) bespielt.
Kann keiner nachvollziehen. :)
 
  • #85
Die Tastatur war auch klasse, irgendwas von fatar glaub ich und angenehm gewichtet. Leider fand ich das Design des großen Keyboards aber nicht so wirklich gelungen
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: NatLife12
  • #87
Ich bin mir ziemlich sicher dass ich mit der Einschätzung nicht allein bin.
 
  • #90
Sobald das einmal im Rechner und im Mix war, klangt das wie ein komplettes ITB Produkt, mit guten VST wohlgemerkt.

Das mag für diese Arbeitsweise stimmen, aber dann liegt es daran wie es im Rechner ankommt und wieder rausgeht.

Sicher für die meisten Dinge komplett nutzlos, wenn man es dann über Handy Lausprecher, Billigkopfhörer oder Plattformen abhört.

Und ja viele Plug ins kommen dem Nahe aber Nahe ist nicht gleich. Und man könnte vieles Programmieren wie sich Jahrzehnte gealterer Bauteile oder Konstrustionsfehler anhören. Nur die Frage ob es Sinn macht wenn es in solchen Rechnern landet oder.

Von daher ist es sicher einem gewissen Prozentsatz her, egal.

Die KI sagt:

Wahrscheinlich gibt es schlicht kaum einen hörbaren Unterschied.

Wahrscheinlich, ... also hat keine Ahnung davon. Hat auch keine Intuition und Fähigkeiten das zu fühlen.

Kann nur das nachsprechen und zusammenfassen was in Foren, Webseiten gesprochen wird.




  • Am Ende ist alles digital: Sobald der Analog-Synth durch den AD-Wandler in die DAW geht, bleibt nur der Klang übrig, und genau den kann man modellieren.
  • Viele „Analoge“ sind gar nicht ganz analog: DCOs, digitale Hüllkurven und LFOs oder digitale Effekte sind sehr verbreitet..


Im Prinzip wird nur erklärt wovon wir oben sprachen.

Und zeigt das er, es? keine Ahnung hat. Nur weil ein DCO, Chips für Keyboard Adressierung oder Patches oder Effekte drinnen sind ist es nicht automatisch, kein Analoger. Ein Semi, Hybrid. Möglich.

Aber vieles Analog aufzubauen ist anstrengend, Schwer und Kosten intensiv (CS-80) und der ist nicht Vollanalog.

Vielen ICs sind auch verkleinerte Analoge Schaltungen.

Fakt ist das viele Digitale keinen Spass machen, wegen Menü Diving, das zu viele Potis fehlen, oder keine da sind, oder Taster oder diese einfach nicht den Klang haben wie viele Analoge.

Und es auch Analoge gibt, die trotzdem sie teuer, oder billig sind, nach nichts klingen.

Trotzdem ergänzt sich beides.

Und wenn in den nächsten Jahren alle Synths als Emulation im Rechner verfügbar sind, werden die Produktionen so klingen wie sie aktuell klingen.

Hör Dir einfach mal 80er, 90er Sountracks oder Songs an und zeig mal ein paar aktuelle, die so klingen. Und das trotzdem sie als Video Digital sind.

Das hat auch viel mit dem Produktions und Wiedergabe Equipment zu tun, dieser Zeit.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: NatLife12
×
Dir gefällt Sequencer.de? ❤️ Lasse dir unsere neuesten Inhalte in der Google-Suche ganz oben anzeigen!

Zurück
Oben