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Sammlung Algorithmische Synthesizer

Wir sammeln hier (steht im ersten Beitrag) - bitte nur das hier posten…
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Hatte gestern beim Hannover-Stammtisch die Gelegenheit kurz mit dem Sonicware ELZ_1 play von @Wellenschlag rumzudaddeln. Kannte ich vorher garnicht und war überrascht, wie viele verschieden Synth-Engines zur Auswahl standen.
Schon wirklich sehr ähnlich zu Konzepten im MicroFreak oder MiniFreak, aber schon auch anders umgesetzt.
Was gibts denn da eigentlich noch so für Synths, die mit unterschiedlichen Algos bestückt sind?

Den Microfreak hatte ich selbst schon, fand bei dem aber das Keyboard fürchterlich. Leider auch nur maximal Paraphon.
Der Sonicware hat auch ein sehr, sagen wir mal, gewöhnungsbedürftiges Keyboard. Auch so hatte er glaube ich einige Defizite was die Modulationsmöglichkeiten anging. War aber auch nur ca. eine halbe Stunde am Spielen, da hab ich sichtlich nur an der Oberfläche gekratzt.
 
Mir fallen da spontan folgende Synths ein:

Korg Z1
Waldorf Quantum und Artverwandte
Roland V-Synth
Yamaha EX5 Reihe
 
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M.i.a.u.: laux
MiniFreak wäre an sich schon eine gute Wahl wegen Vielfalt. Bedienung ist von der Beknopfung her recht gut. Die Tasten sind gar nicht mal so übel und lassen sich mit etwas Übung recht gut spielen. Die fallen auch gar nicht mal so klein aus, wie man meint und ich habe relativ dicke Finger. Ich komme mit dem Minidisplay nicht klar, die Schrift ist mir viel zu klein und man braucht das Display aber ständig. Deshalb habe ich nur die Pluginversion davon.

Gerade wenn man für Oszi2 den FM-Algo mit Oszi1 nimmt oder den Combfilter können viele Sounds entstehen, die man so gar nicht erwarten würde. Die FX sind klasse auf den Grundsound abgestimmt. Mit den vielen Distortionalgos kann man auch interessante Färbungen erzeugen ohne die Sounds stark zu verzerren.

6 Stimmen müssen halt ausreichen.
 
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M.i.a.u.: Scenturio, laux und Audiohead
Ich verstehe den Begriff algorithmisch in dem Zusammenhang nicht ganz, ist nicht alles was Software ist auch algorithmisch?
 
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M.i.a.u.: Lauflicht und noir
Ich komme mit dem Minidisplay nicht klar, die Schrift ist mir viel zu klein und man braucht das Display aber ständig. Deshalb habe ich nur die Pluginversion davon.
Geht mit leider ebenso. Ich hab aber mit diesen Lupen das Problem für mich deutlich entschärfen können:
https://www.amazon.de/dp/B0FG32QKRR?ref=ppx_yo2ov_dt_b_fed_asin_titlekrdis*

Aber ich ärgere mich schon gewaltig über die Ignoranz von Arturia*, solche altersdiskriminierenden Displays zu verbauen.
 
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M.i.a.u.: VEB Synthesewerk und exitLaub
Ich verstehe den Begriff algorithmisch in dem Zusammenhang nicht ganz, ist nicht alles was Software ist auch algorithmisch?
Gemeint ist, dass man eine "Soundquelle" mit verschiedenen Algorithmen (Wavetable, FM, Sample, Granular etc.) zur Auswahl hat und diese austauschen kann. Der dahinterliegende Signalpfad (Filter, Amp, Enverlope, Effekte) bleibt unverändert. Beispiel MicroFreak.
 
Gemeint ist, dass man eine "Soundquelle" mit verschiedenen Algorithmen (Wavetable, FM, Sample, Granular etc.) zur Auswahl hat und diese austauschen kann. Der dahinterliegende Signalpfad (Filter, Amp, Enverlope, Effekte) bleibt unverändert. Beispiel MicroFreak.
Das würde dann auch für den Roland SH-4d oder Access Virus TI (PCMs/Oszillatoren/Wavetables mit Granular und Formant Algorithmen) sprechen, vielleicht sogar Korg Multi Poly und div. Synthese Workstations von Kurzweil, Korg und Yamaha? Die verschiedenenen Operator Modelle vom Opsix?
 
Im Grunde bietet ja jede hybride Kiste (üblicherweise sind damit digitale Oszillatoren gemeint) verschiedene Synthesemodelle an.
 
Im Grunde bietet ja jede hybride Kiste (üblicherweise sind damit digitale Oszillatoren gemeint) verschiedene Synthesemodelle an.
ja, aber unterschiedlich viele. Ein Summit kann "analoge" Wellenformen plus Wavetables. Ein Super-6 kann "analoge" Wellenformen plus diverse Single-Cycle-Waves.
Auch der 3rd Wave beschränkt sich auf "analoge" Wellenformen, Wavetables, Samples und etwas FM/Crossmod.

Ein Minifreak hat dagegen mehr als eine Handvoll recht unterschiedlicher Modelle an Board - inkl. FM, Ringmod, Supersaw, Wavetables, Karplus-Strong, additiv, Samples ... beim Sh-4d ist es ähnlich. Quantum/Iridium sind natürlich auch Multi-Engine-Synths, ebenso zum Teil ein Virus TI.
 
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M.i.a.u.: laux
  • #10
Hatte gestern beim Hannover-Stammtisch die Gelegenheit kurz mit dem Sonicware ELZ_1 play von @Wellenschlag rumzudaddeln. Kannte ich vorher garnicht und war überrascht, wie viele verschieden Synth-Engines zur Auswahl standen.
Schon wirklich sehr ähnlich zu Konzepten im MicroFreak oder MiniFreak, aber schon auch anders umgesetzt.
Was gibts denn da eigentlich noch so für Synths, die mit unterschiedlichen Algos bestückt sind?

Den Microfreak hatte ich selbst schon, fand bei dem aber das Keyboard fürchterlich. Leider auch nur maximal Paraphon.
Der Sonicware hat auch ein sehr, sagen wir mal, gewöhnungsbedürftiges Keyboard. Auch so hatte er glaube ich einige Defizite was die Modulationsmöglichkeiten anging. War aber auch nur ca. eine halbe Stunde am Spielen, da hab ich sichtlich nur an der Oberfläche gekratzt.
"... Keyboard fürchterlich." - Da hilft doch ein gutes Masterkeyboard als Controller, oder?
 
  • #11
Gemeint ist, dass man eine "Soundquelle" mit verschiedenen Algorithmen (Wavetable, FM, Sample, Granular etc.) zur Auswahl hat und diese austauschen kann. Der dahinterliegende Signalpfad (Filter, Amp, Enverlope, Effekte) bleibt unverändert. Beispiel MicroFreak.
Ah, mehrere Syntheseformen mit einfachem Zugang.
Algorithmen könnte da wirklich etwas irreführend sein.

Da ist dann - je nach Ansatz die Methode "wenig Parameter" auf div. Syntheseformen von Electribe, King Korg / Neo bis Minifreak aber auch ElasticOSC und somit Mutable-basierte Synths (da gibt es einige) mit im Boot.

Wenn verschiedene Syntheseformen genutzt werden - gibt es noch mehr - da wäre dann auch Opsix und Co mit drin, weil da mehr als die reine FM Idee zum Einsatz kommt und Iridium oder die Modal Synths bzw - besser umgesetzt im Vibes von Mayer, da fährst du quasi durch verschiedene Angebote von "Veränderungen" also eine Synthesemethode.

Bei den Grooveboxen gibt es da auch noch einige, die das Konzept auch verwenden.
Tonverk zB hat da einiges anzubieten.

Den Minifreak statt Microfreak zu verwenden hat Polyphonie, 2 Oszillatoren mit 3 Parametern zur Folge und einer sehr schnell bedienbaren Matrix. Das Keyboard ist dann normal.

Die Frage ist - liegt dir was an Einfachheit oder wenig Parameter viel Wirkung oder doch eher der Vielfalt verschiedener Syntheseformen?
Selbst zB der Kronos und seine Kinder haben ja mehrere Synthesemethoden, es gibt also schon eine ganze Reihe solcher Synths.
 
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M.i.a.u.: caro und laux
  • #14
Naja, es gibt eine sehr ungewöhnliche aber sehr coole Wavetable-Engine, ebenso Granular und natürlich normales Sampling, dazu einige Effekte, die schon sowas wie eine Engine sind, da sie sequenzierbar sind.

Da passierte schon einiges. Interessant dabei ist, dass du gewöhnliche Samples als Grundlage dafür nutzen kannst, bei Wavetables ist das idR ja anders.

Ah - aber aktuelles, nichtwahr? Also nicht mit Altkäse wie Z1 kommen, sondern eben schon aktuell. König an Vielfalt sind schon eher Iridium und Co, einiges ist wirklich Synthesevielfalt, anderes ist eher eine so coole Anwendung der Synthese, dass man das auch als andere Methode nennen kann, weil man es sich quasi zusammenbauen kann was womit reagiert - so wäre das beim Opsix, während die Minifreak Synths eher der anderen Idee folgt.

Sehr cool ist auch sowas wie der Synclavier Regen, weil der hat nicht nur FM sondern auch additiv, Re-Synthese und mehr. Sampling ist auch da. So gesehen ist auch der "Multisynthese" tauglich. Algorithmen nenne ich das nicht, das würde zu ElasticOSC und ähnlichem viel viel besser passen. Das sind nämlich sehr verschiedene Engines mit "wenigen Parametern" aber sehr exzessiver Wirkung. Gibt es so noch nicht aber immer mehr Hardware DigitalSynths bieten das an, da Mutable Sachen heute immer mehr überall rein gebaut werden. Und das ist auch gut so.

Das würde also ggf. fast noch mehr zu deiner UrIdee passen?
Nina hat da entsprechend zugelegt. Behringer* Grind auch, Denke die Logue-Synths wären auch was, was da passt - da gibts offene Digital OSCs - auch von Fremden anbietern (also nicht nur Korg)

Es gibt auch Eurorack Sachen, aber die nenne ich mal nicht, da du ja eher nach Hardware im klassischen Sinne suchst, oder?
 
  • #15
immer mehr Hardware DigitalSynths bieten das an, da Mutable Sachen heute immer mehr überall rein gebaut werden. Und das ist auch gut so.
Ja und nein gleichzeitig.

Ich würde es vorschlagshalber "Macrosynthese" nennen. Die MI-Algos klingen gut, große Klangpalette, sehr schnelle Verfügbarkeit / Einstellbarkeit, weil vereinfachte / reduzierte Parameterauswahl. Bisschen abfällig könnte man auch "Presetsynthese" dazu sagen. Hat durchaus seine Vorteile, solange man nicht an den klanglichen Nukleus ran will.

Die werden vermutlich auch aus Bequemlichkeit eingebaut, weil frei verfügbar. Dafür klingts dann halt immer irgendwie gleich. Und die Algos sind eben auch auf die ursprüngliche Plattform (Rechenleistung/Speicher) optimiert. Fängt damit an, daß z.B. bei den 2 und 3-Osc-Modellen so essentielle Sachen wie Lautstärkemischung fehlt, was so manche Klänge unmöglich macht. Oder bei den FM-Algos, daß der FM-Index nicht besonders hoch geht. Die Wavefolder hören auch da auf, wo es z.T. spannend wird. Das bleibt immer im eher freundlichen Bereich. Oder daß die umfangreichen Chordtabellen wie im Braids und die Bit-/Sampleratenreduzierung nicht eingebaut werden.

Da könnten die Entwickler gerne auch mal einen Schritt weitergehen und die MI-Algos bisschen aufbohren bzw. weiterentwickeln statt immer nur copy&paste. Oder so ähnlich wie beim MiniFreak, daß die auch eine Interaktion zwischen zwei Oscis / Algos (FM/PM/Ringmod) einbauen, wenn es die Grundzutaten schon für umsonst gibt.

Als direkte Faulheit würde ich es bezeichnen, wenn bei Plugins / Apps nicht mal die tatsächlichen Parameterbezeichnungen des jeweiligen Algos entsprechend angezeigt werden, sondern wie beim Ur-Plaits nur die Potibezeichnungen (Harmonics, Timbre, Morph).
 
  • #16
Ja, da wären wir uns schon einig - aber als Starter und im Sinne von "mit 2-3 Parametern alles superschnell erreichen" ist bei mir für Spontan änderndes Zeug dann schon eine gute Wahl oder im Modular-Kontext. Ich bin sicher eher nicht der Presettenkapitän. Daher ist mir bei FM ein richtiger Synth auch lieber - Opsix aktuell. Aber du kannst eben schnell mal einiges machen, so wie in der Electribe MX etwa, so sehe ich das - die ist das ideale "leere Maschine zum Gig mitnehmen" Ding. Weil alles in 0 Zeit bereit ist. Du weisst genau wie es klingt und hast sofort Ausdruck und Sound in Kontrolle. Klar, ein Jupiter 6 der Digitalecke ist das quasi - ein Schneller.

Microfreak ist faktisch die Synthgewordene Idee die genau so funktioniert. Es gibt da ja auch einige Mutable Sachen. Das mit den Begriffen ist bei so wenigen Parametern idR nicht so schlimm - aber in der Tat wäre es klarer, wer macht was.
 
  • #18
ist bei mir für Spontan änderndes Zeug dann schon eine gute Wahl oder im Modular-Kontext. Ich bin sicher eher nicht der Presettenkapitän.
Braids und Plaits sind für mich im Eurorack mit eine der besten Erfindungen seit dem Hosenträger. Da noch ein FM/Wavefolder/Resonator dahinter und es geht ab. Deswegen paßt für mich ein Warps wie Arsch auf Eimer zum Plaits.

Wundert mich eigentlich, daß es - außer MicroFreak, zumindest im Ansatz - keinen eigenen polyphonen Hardwaresynth mit den MI-Modellen gibt. Ein "MI-Osc" plus ein Modosc mit Grundschwingungen für FM/Ringmod plus Filter mit Comb und 8 Stimmen im schicken Desktopgehäuse würde mich schon fröhlich stimmen, solange das Display größer als eine Briefmarke ist.
 
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M.i.a.u.: Moogulator
  • #19
Der Microfreak wird natürlich keinen DX7 ersetzen, aber er ist eben schneller im nächsten Moment ein Pferd und dann ein Haus. Zack.
Uund ja - ich glaube, dass einige Musiker genau diese radikale Umstellungsoption ziemlich gut finden und daher ist sie auch sinnvoll. Es ist ja auch so, dass man es kombinieren könnte. Opsix mit zB Mutable Modi pro OP - nix dagegen. Nina mochte ich schon ohne, aber mit ist es eben "noch mehr gut".
 
  • Gute Idee
M.i.a.u.: exitLaub
  • #20
Der Microfreak wird natürlich keinen DX7 ersetzen
Musser auch gar nicht. Cool ist aber mit z.B. Dexed eigene DX7 Sounds zu bauen, wo man u.a. mit Scaling Modulatoren ein-/ausblendet und die sysex auf Plaits oder etwa ElasticOSC importiert. Wenn man das dann wie quasi ne Wavetable durchfährt und/oder FM-Index moduliert ...
 
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M.i.a.u.: Moogulator
  • #21
für malebenschnell oder unterwegs
Nicht nur da. Es ist im entscheidenden Augenblick unbezahlbar, wenn man den anvisierten Sound zumindest in groben Zügen mal ganz schnell reindrehen kann, bevor die Idee wieder weg ist.
 
  • #22
Musser auch gar nicht. Cool ist aber mit z.B. Dexed eigene DX7 Sounds zu bauen, wo man u.a. mit Scaling Modulatoren ein-/ausblendet und die sysex auf Plaits oder etwa ElasticOSC importiert. Wenn man das dann wie quasi ne Wavetable durchfährt und/oder FM-Index moduliert ...
Ja, genau - das ist dann wie ein FM Patchmorph in der Wirkung.
 
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M.i.a.u.: exitLaub
  • #24
Übrigens ist da noch der Leviasynth interessant, der eigentlich eine FM Maschine mit VA Hülle ist, was aber hier nicht gefragt ist, denn der ist natürlich kein Macro-Synth, sondern eher das Gegenstück - es gibt und gab aber etliche Macro-Synths, die komplexere Synthese abkapseln können aber viel anbieten oder anböten, so wie beim Prophecy oder Z1 etwa - die Einstellungen der Macros machen dann das eigentlich spielbare Patch "aus" - allerdings ist das nur eine Anekdote - da wirst du dann nicht zum Presettenkappetäään, sondern bist dann Controlfreak Deluxe, und kannst alle Ranges und so weiter einstellen, der Iridium macht das in der Kernel-Betriebsart auch, um FM für einfache Bedienschritte bereit zu stellen - sehr viel Arbeit machen kann man sich da um sehr spielbare Templates zu bauen. Ggf. sind Templates auch eine Zukunft, zB Korg macht das auch zunehmend, Ensoniq hat das auch mal gemacht, um einfach schneller Basics einzustellen - aber sowas ist meist umständlicher als das hier gewünschte Macro-Interface. Das nur als Metaebenenbeitrag dazu.
 
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