alte Sample-CDs 90er - Format Audio-CD

Dieses Thema im Forum "Sampler" wurde erstellt von virtualant, 22. November 2012.

  1. virtualant

    virtualant eigener Benutzertitel

    ich frag mich schon länger wie man diese CDs wirklich sinnvoll einsetzen kann. Ich mein heutzutage bliebe mir doch nichts anderes übrig als die einzelnen Audiospuren manuell zu zerschnippelt, um z.B. die einzelnen Samples eines Multisample-Setups zu bekommen oder um an die unterschiedlichen Drumloops zu kommen. Ja, ich kenn wirklich solche CDs :selfhammer: Und wer bitte macht sich so ne Mühe? wo es ohne Ende AKAI und EMU CDs gibt, oder aber Daten CDs mit bereits geschnittenen einzelnen WAV-Dateien.
    War das früher anders, ich mein, konnten z.B. AKAI Sampler damit umgehen und haben automatisch die unterschiedlichen Samples in einem Audiotrack erkannt und an verschiedene Stellen im RAM geladen? Oder wie hat man das früher gemacht?
     
  2. motone

    motone recht aktiv

    Stell dir vor, die Leute haben damals tatsächlich vor den Kisten gesessen und haben von Hand die Samples getrimmt. Dabei war eine SampleCD schon ein Segen, weil man nicht mehr DIE Stelle in einem Musikstück abpassen musste, die man samplen wollte (von den rechtlichen Hürden mal ganz zu schweigen), sondern das Sample ganz komfortabel freistand.
     
  3. virtualant

    virtualant eigener Benutzertitel

    Steinzeit :lollo:
    Wer von Euch hat das früher tatsächlich gemacht, und welche Sample-CDs hattet ihr?
     
  4. Mr. Roboto

    Mr. Roboto positiv eingestellt

    Wie alt bist Du?
     
  5. virtualant

    virtualant eigener Benutzertitel

    alt genug um schon Musik zu machen ;-)
    ich hab '90 angefangen, aaaaber einen Sampler hab ich nie besessen. '96 alles verkauft, 2004 wieder angefangen. Meinen ersten Sampler von EMU hab ich mir vor 2,5 Jahren gekauft.
     
  6. Anonymous

    Anonymous Guest


    stell Dir vor:

    Da kostet ein Kompressor 3T€ und ein Hall fast nochmal... wirken lassen ...

    nun: so manche CD haben eben dieses Equitment benützt u nun könnte es jeder haben ... :mrgreen:
     
  7. virtualant

    virtualant eigener Benutzertitel

    ok, verstehe... will mich da auch keinesfalls drüber lustig machen.
    Also, outet euch: wer hat früher Sample-Audio-CDs zerschnippelt? Und welche CDs waren das? Welche Highlights gab es nach den damaligen Maßstäben unter den CDs? Das interessiert mich jetzt wirklich.
    Und noch etwas interessiert mich: wie hat man dann die Dateien (und in welchem Format) in die Sampler gebracht?
    AKAI kenne ich nicht, kenne nur EMU.
     
  8. Anonymous

    Anonymous Guest

    AKAI Format
    EMU Format

    heute ist zumindest AKAI super duper einfach in Ableton ladbar ;-)

    selber gemacht hab ich es nicht so, aber die Metoth of Mayhem ist :phat:

    p.s. wenn man eben synths Sampled und ordentlich Mühe investiert beim Mappen...nur wer macht das heute schon noch, wenn 12GB Libary schon zum guten Ton dazu gehört :floet:

    Ein Held im Zerschippeln ist und bleibt Squarepusher.
     
  9. Ermac

    Ermac -

    Frag doch deinen Zivildienstleistenden, ob er dir die CDs einliest.

    Heute ist es doch so unglaublich einfach, mit Sampling CDs zu arbeiten. In Ableton merkst du kaum noch, dass die Sachen nicht von der Festplatte kommen, sondern von CD. Sehr gut ist auch die Batch-Import Funktion von Kontakt. Das läuft einmal durch und danach sind die Files auf der Platte. Einfacher geht es überhaupt nicht mehr.
     
  10. virtualant

    virtualant eigener Benutzertitel

    Ich glaub wir haben ein Mißverständniss, ich mein den umgekehrten Weg und wie das damals gehandhabt wurde.

    ich versteh's noch nicht so ganz...
    Ich setzt mich mal inne Zeitmaschine.... Hab n Mac mit OS 8.5 und ein internes oder externes CD-Laufwerk. Da pack ich die CD rein und komm an die Audio-Files ran. Die kann ich zerschnippeln, mein Gott, wie hiess dieser Editor damals? Sound Edit!!! ich hab's. Grad mal durch meine alten Backups geschaut :cool:

    Btw., ich sollte mir mal wieder so einen alten Mac besorgen, aus Nostalgie.

    So, nun hab ich höchstwahrscheinlich mehrere AIFF-Dateien auf meinem Mac unter OS 8.5.

    Und nun? wie kamen die damals in den AKAI oder EMU? wie wandelte man das Format um? irgendein Spezialprogramm?
     
  11. Jörg

    Jörg |

    Ich hatte (und habe) die Sampling-CD "Xtatic Goldmine" und habe ziemlich viel Zeit mit Samplen, Schnibbeln, Loopen verbracht.
     
  12. Anonymous

    Anonymous Guest

    glaub Du hast da einen kleinen Denkfehler. Denn wer einen Sampler hatte, kaufte zumeist direkt im passenden Format.
     
  13. Jörg

    Jörg |

    Jo. Nämlich Audio. ;-)
     
  14. virtualant

    virtualant eigener Benutzertitel

    ok und was hat man dann z.B. im Jahre 1992 am Rechner mit einem Audiofile von einer Sample-CD gemacht, welches hintereinander 10 Samples in unterschiedlicher Tonhöhe hatte, also ein ganzes Multisample? Was konnte man mit den 10 geschnittenen Samples machen wenn nicht in den EMU oder AKAI importieren?
     
  15. virtualant

    virtualant eigener Benutzertitel

    Ich hab z.B. die "Überschall nr 2", die dürfte so von 1990 oder 1991 sein, da sind ohne Ende solche Dateien drauf.
     
  16. Anonymous

    Anonymous Guest

    ach, ansich war schon jeder sound im octamed AMIGA 500, vorzugesweise mit 1MB Ram ladbar, abgespielt von nem CD-Player und auf REC :phat:

    man muss ja auch noch unterscheiden im: one shot und multisample...wenn wir von "richtigen Samplern" reden.
     
  17. Physical Evidence

    Physical Evidence er leuchtet fast

    ´92 hat man am Rechner samplingtechnisch garnix gemacht---und EMU oder AKAI- Format bezieht sich nur auf CD-ROMs.
    Man hat einen CD-Player an den Sampler angeschlossen und die "Files" der Audio-CD mit der Funktion "Record" direkt audio in den Sampler reingesampelt und dort mit den dafür zur Verfügung stehenden Editfunktionen geschnitten und sonstwie bearbeitet und die Ergebnisse einzelnen Tasten oder Tastaturabschnitten zugewiesen.
    In dem von Dir genannten Beispiel mit den 10 gleichen Samples unterschiedlicher Tonhöhe wurde es genauso gemacht---
    C5 Sampeln, schneiden mit "Truncate" und der Taste C5 zuweisen, danach das ganze mit C4 usw usw.

    Aus diesen und anderen Gründen hat man an manchen Stücken auch gerne mal 2 Monate gesessen...
     
  18. vds242

    vds242 -

    Hallo!

    Habe Ende 1989 meinen ersten Sampler gekauft. HOHNER HS1 mit 1MB Ram.

    Erst wurde heftigst von diversen CD´s bekannter Bands abgesampled.

    Dann auf Masterbits gestoßen. Habe heute noch die 500er und die 800er Audio CD´s
    Dann kamen immer mehr CD´s dazu, wie Electroshock 1-2, L.A. Riot, Robots & Computers......

    Alles noch Audio CD´s. Es gab ja eh keine andere Möglichkeit. SCSI gab es beim HS 1 ja nicht.
    Für ATARI ST hatte/habe ich noch den Casio FZ Editor.
    Mit dem kam ich aber weniger klar, als mit dem HS 1 selbst......und Midi Übertragung war schon immer sau lahm....

    Alles auf 1,4MB Disketten abgespeichert......

    1996 habe ich dann den HS1 verkauft und nen E-mu E4k gekauft......Quantensprung........
    Aber auch mit dem E-mu habe ich immer mal wieder viel selbst gesampled......Macht auch heute noch riesig Spaß.....

    Vor zwei Monaten bekam ich über Umwege MEINEN damals verkauften HS 1 wieder!
    Da ich noch ALLE Disketten hatte, wurde erstmal ein WE lang, alles durchgetestet und gehört. Nicht selten mit einem Schmunzeln im Gesicht.
    Von ca. 60 Disketten funzen bis auf Zwei, noch alle!!!

    Und jetzt spielt mein Neffe die "Full Hand" Technnik auf dem HS 1:

    http://www.facebook.com/photo.php?fbid= ... =1&theater

    :phat:

    Chris
     
  19. Michael Burman

    Michael Burman ★★★★★★★★★

    Naja, der Vorteil einer Audio-CD ist, dass man sie mit jedem Sampler benutzen kann, der sampeln kann. CD-Player anschließen, sampeln. Und das, stell dir vor, so ganz ohne PC. Als ich mit Samplern angefangen habe, da gab es Sample-Futter bereits in passenden Formaten. AKAI-Version war z.B. viel teurer als eine Audio-Version. Ich habe trotzdem keine einzige Audio-Version gekauft. Wenn man aber selber sampelt, dann ist das so ähnlich wie mit einer Audio-CD, weil man einzelne Noten schneiden muss. Es gibt zwar Automatiken, aber ich mache das lieber manuell. Und auf vielen Sample-CD's waren/sind Samples nicht optimal geschnitten, weil die Macher da auch entweder keine guten Tools oder kein Know-how hatten. Leise nicht normalisierte oder übersteuerte verzerrte Samples waren/sind ebenfalls an der Tagesordnung. Und wie die Samples meist benannt sind... Und dann hat jeder (Hardware-)Sampler noch seine eigenen Vorstellungen, wie lang der Sample-Name sein darf, welche Sonderzeichen erlaubt sind usw. Ach ja, Sampeln von einer Audio-CD hat natürlich einen großen Nachteil, dass man alles selber loopen muss! Früher war Loopen ganz wichtig, weil Speicher sehr knapp war. Bei lang ausklingenden Noten wie Klavier, Streicher usw.
     
  20. virtualant

    virtualant eigener Benutzertitel

    jetzt versteh ich das alles schon viel besser. Da muss man erst mal drauf kommen: einfach den CD-Player anschliessen. :phat:
     
  21. Michael Burman

    Michael Burman ★★★★★★★★★

    Analog oder per S/PDIF. Im zweiten Fall umgeht man die zusätzlichen Wandlungen.
     
  22. Ich hatte damals eine EPS bzw. kurz später einen Ensoniq ASR. Ich hatte zwar schon einen CD Player für Musik, aber kein CD Rom Laufwerk für den Sampler weil viel zu teuer. Daher war klar das ich die Samples nicht als Rom sondern als Audio brauchte.
    Ich hab früher Nächteweise von allem möglichen gesampelt. Von Audio CD zwar weniger, aber von Tapes, Synt, Platten, Videokassetten...
    Hab die Samples aber im ASR geschnibbelt und nicht am Computer. Hatte damals später den Atari ST mit Cubase.
    Rom ist klar besser. Aber früher kostete halt ein Romlaufwerk plus HD ein Vermögen.
     
  23. ARNTE

    ARNTE Ureinwohner

    kinners, die audio files einlesen und automatisch schneiden und benennen konnte schon wavelab2 perfekt. :roll:
     
  24. Anonymous

    Anonymous Guest

    und wir reden hier von um die 1MB!!!

    Ja Disketten (HD oder sogar nur DD) kamen dann in den FZ10 oder in den Amiga.

    Dann kamen mal 100MB Zip, die 700MB CD ansich auch erst zu dieser Zeit , 1GB MO Laufwerke, 250MB Zip, dann SCSI GB Laufwerke 1,2 4 und dann ging es mit IDE los und ich kaufte meine erste 6GB IDE HD für 90DM :mrgreen:
     
  25. Jörg

    Jörg |

    Mein Commodore 64 konnte das nicht...
     
  26. ARNTE

    ARNTE Ureinwohner

    gab es zu C64 zeiten schon CDs??? :shock:
     
  27. Anonymous

    Anonymous Guest

    die 5 Zoll Disk sah ja fast so aus :sowhat: in Zeiten von Bolderdasch :floet:
     
  28. mookie

    mookie B Nutzer

    Ich hab sehr viel gesamplet, geschnitten, etc. Allerdings hatte ich nicht wirklich Sample CDs, ich hab das alles von Platte gesamplet.
    War eine Heidenarbeit hat aber auch viel Spaß gemacht. Alles am Akai S2000 mit Mini Display. Das hab ich aber gar nicht mehr gebraucht, hab die Kiste blind bedient da ich fast nur mit Samples gearbeitet habe (DnB)
     
  29. Jörg

    Jörg |

    Ja, die kamen dann gerade, Mitte der 80er, aber ich rede eher von der Zeit um 1990.
    Mein erster Sequencer war Supertrack auf dem C64. Der C64 war damals schon ein alter Gaul und Atari war das Maß der Dinge. C-Lab Creator und Steinberg Twenty-Four, die waren schon geil!
    Aber den 64er hatte ich halt... Atari war teuer für einen Schüler.
     
  30. Es gab/gibt für Windows auch ein Freeware Programm zum Slicen von Wav-Dateien. Weiß nicht mehr wie das hieß.

    Kennt jemand sowas für Linux? Mit Ripper X gibt es ja schon ein Super Tool um die CDs auszulesen.
     

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