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Analoge Synthesizer haben ausgedient..

  • #421
Ich verstehe immer noch nicht, wie man Geräte als innovativ bezeichnen kann.
Warum sollen Synths oder sonstige Geräte nicht innovativ sein können?!
Neue Technik, neue Bedienkonzepte, neue Klänge, usw..

Denkst du nur Musiker/Künstler bzw deren Musik/Kunst kann innovativ sein?
 
  • #424
Genau

kurz gesagt: Menschen

stell mal einen Synthesizer in einen Raum. Schließe die Tür und komm nach 3 Wochen wieder. Es wird nichts innovatives passiert sein
 
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M.i.a.u.: unse Jung
  • #425
Ich verstehe das so:

- Innovation ist die Umsetzung einer neuen Idee.
- Geräte setzen nichts um, sie bieten etwas an womit Menschen etwas umsetzen können.

Ein neues Werkzeug setzt auch nichts um.

Innovationen können auch mit Werkzeugen entstehen die es so schon seit Jahrhunderten gibt.
Genauso sind Dinge die mit neuen Werkzeugen umgesetzt werden nicht automatisch innovativ
 
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M.i.a.u.: Horn
  • #426
Genau

kurz gesagt: Menschen

stell mal einen Synthesizer in einen Raum. Schließe die Tür und komm nach 3 Wochen wieder. Es wird nichts innovatives passiert sein
Wenn ein generativer Sequencer und die Aufnahmetaste läuft kann dabei auch spannende Musik entstanden sein,
vielleicht nicht die ganze Zeit aber u.U. reicht der Output für einen 5-Minuten langen innovativen Track.
Möglicherweise innovativer als wenn ich 3 Wochen davor gesessen wäre :-D


Ich verstehe das so:

- Innovation ist die Umsetzung einer neuen Idee.
- Geräte setzen nichts um, sie bieten etwas an womit Menschen etwas umsetzen können.

Ein neues Werkzeug setzt auch nichts um.

Innovationen können auch mit Werkzeugen entstehen die es so schon seit Jahrhunderten gibt.
Genauso sind Dinge die mit neuen Werkzeugen umgesetzt werden nicht automatisch innovativ

Es gibt doch zig Werkzeuge, die autonom arbeiten:
Eine Überwachungskamera, die nur aufnimmt, wenn sie Bewegung von fremden Menschen erkennt,
eine Drohne im Follow Modus, Saugroboter...

Aber das ist nicht der Punkt. Es geht ja um Innovation, nicht um Autonomie.
Produkte können doch fester Bestandteil "der Umsetzung einer neuen Idee" sein.
Oder was verstehst du unter technischer Innovation?

Und ja, dass man aus innovativen Instrumenten langweilige Musik machen kann
oder aus simplen 100 Jahren alten Instrumenten innovative Musik erklärt sich doch von selbst.

Und du schreibst es ja selbst"...Dinge die mit neuen Werkzeugen umgesetzt werden" bzw.
"Innovationen können auch mit Werkzeugen entstehen..."
Das heisst am Ende gibt ein Produkt (Maschine, Synth, Musik, Kunst...),
das innovativ sein kann oder eben auch nicht
 
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  • #428
System 1m und System 8 klingen sowas von Analog, Roland hat hier gezeigt das es geht, wer behauptet unterschiede zu hören, dem glaube ich einfach nicht :)

Mag teilweise stimmen, aber finde die vom Sound/Möglichkeiten stinkelangweilig. Wollte mich für den S8 begeistern , aber er hat mich soundmässig nicht abgeholt.
 
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M.i.a.u.: AcidDiver
  • #430
System 1m und System 8 klingen sowas von Analog, Roland hat hier gezeigt das es geht, wer behauptet unterschiede zu hören, dem glaube ich einfach nicht :)
Ich fand*, dass der System 1 ziemlich digital klang, weil er glatter als diesjähriges Glatteis war.

*Gedächtnisprotokoll vor ca. 6 Jahren
 
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M.i.a.u.: AcidDiver
  • #431
Der Wunsch nach ewigen Wachstum in allen Bereiche ist uns wohl in die Wiege gelegt.

Höhen, schneller, weiter und nun immer noch innovativer?

Ich bin der Meinung, dass es auch Sachen gibt, die sind einfach zu ende entwickelt. In der IT ist das wohl gerade bei klassischen CPUs und auch GPUs der Fall, da geht nichts mehr, außer Skalierung und noch ein klein wenig kleiner. Gibt sicher noch bessere Beispiele. Um in der Musik zu bleiben denke ich so eine Akustik Gitarre oder ein Piano wird auch nicht mehr groß von Megainnovation getrieben werden, oder? Da sind einfach Sachen fertig entwickelt, und an der Sache selbst wird nicht mehr so viel passieren.

Bei den Synthesizer wurde jetzt auch jegliche Klangformung irgendwie gefühlt tausendmal ausgeschlachtet. Jetzt versuche alle eher alles was geht in einen Synth reinzubrettern. Die Innovation geht eher in den Bereich, wie bediene ich das am besten und weniger welche neue Klangsynthese könnte es noch geben? Auch wenn ich mir neuere Klangsynthesen anhöre, am Ende kommen dann noch immer wieder die ähnliche Key, Pads, Stabs, FX Sounds dabei raus.

Was nun im Speziellen die reine Analoge Klangerzeugung angeht. Die scheint mir schon lange extrem festgefahren zu sein, was soll auch da noch groß passieren, außer bei der Bedienung? Die interessanten Sachen in Richtung Klangsynthese sind meiner Meinung nach doch eher in der Digitalen Domäne passiert.
 
  • #432
Bedenken: So etwas wie den Muse gab es allerdings "früher" nicht. Der hat FM und Fähigkeiten, die man so in einem Polyphonen so vorher nicht hatte.
 
  • #433
Man braucht weder Synthesizer, noch Fender oder Gibson, um gute Musik zu machen und Rechner schon gar nicht.

Egal wie innovativ oder altbacken ein Instrument ist, das was dabei rauskommt liegt immer in der Hand des Musikers und wenn man beim Musizieren auf Technik angewiesen, ist man wohl keiner.
 
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M.i.a.u.: goorooj
  • #434
Man braucht weder Synthesizer, noch Fender oder Gibson, um gute Musik zu machen und Rechner schon gar nicht.

Egal wie innovativ oder altbacken ein Instrument ist, das was dabei rauskommt liegt immer in der Hand des Musikers und wenn man beim Musizieren auf Technik angewiesen, ist man wohl keiner.

Sagt der Liedermacher in einem Synthesizerforum. Für Musiker gibt´s das Musiker-Board, für Nicht-Musiker das Sequenzerforum.

Gerade Techno ist durch die Technik, resp. technische Abhängigkeit, entstanden und durch musikalische Ahnungslosigkeit.
Bei Vielen, nicht bei jedem, da gibt´s genausogut sehr viele mit klassischer Musikausbildung - und sie sind dennoch abhängig von Technik. Und nun?
 
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M.i.a.u.: ganje und Telefunker
  • #436
Egal wie innovativ oder altbacken ein Instrument ist, das was dabei rauskommt liegt immer in der Hand des Musikers und wenn man beim Musizieren auf Technik angewiesen, ist man wohl keiner.
das kommt drauf an, was man als Technik definiert. Ich kann zwar leidlich singen, aber ich musiziere lieber (und besser) mit Instrumenten wie Bass, Tuba oder auch auf einem Tasteninstrument. Das ist ja streng genommen auch Technik.

Dass die benutzten Instrumente bzw. Technik keine bekannten Markennamen haben und nicht Tausende Taler kosten müssen, um damit gute Musik machen zu können - da bin ich voll und ganz Deiner Meinung. Aber wenn man Spass an einem speziellen Werkzeug gefunden hat, dann darf man es sich auch leisten wenn man kann, man ist dazu nie "zu schlecht". Hauptsache man hat Freude daran und es kann einen inspirieren.

Auf der anderen Seite kann man sich mit Technik, Automation und modernen Mitteln einerseits Arbeitsabläufe vereinfachen und andererseits neues Zeug entwickeln.
 
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M.i.a.u.: robworld und ganje
  • #437
Sagt der Liedermacher in einem Synthesizerforum. Für Musiker gibt´s das Musiker-Board, für Nicht-Musiker das Sequenzerforum.

Gerade Techno ist durch die Technik, resp. technische Abhängigkeit, entstanden und durch musikalische Ahnungslosigkeit.
Bei Vielen, nicht bei jedem, da gibt´s genausogut sehr viele mit klassischer Musikausbildung - und sie sind dennoch abhängig von Technik. Und nun?

Dann wäre die logische Weiterführung die Nutzung von KI-Musik. Dann musst du gar nix mehr wissen oder können, und die Programme auf deinem Rechner können sich auf einen Browser beschränken.
 
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M.i.a.u.: ganje
  • #438
Dann wäre die logische Weiterführung die Nutzung von KI-Musik. Dann musst du gar nix mehr wissen oder können, und die Programme auf deinem Rechner können sich auf einen Browser beschränken.

Im Gegenteil. KI-Musik wird alles ablösen, was bisher da war. Das macht alles, was man musikalisch lernen kann, wertlos.

Dem kann man nur mit naiver Unwissenheit entkommen. Nur da kann Neues entstehen, was die Hörerschaft auch annimmt.

Genialität oder Können hören die Meisten doch lange nicht mehr. Das stirbt weg.
 
  • #441
Ich würde mir keine reinen analogen Synths mehr kaufen. Ich mag zur Zeit mehr die hybriden Konzepte. Minilogue XD, Prologue die digitale Einheit dort ist eine sehr schöne Ergänzung. Diverse günstige VAs wie den Mininova oder Microkorg 2 und meinte alte Workstation. Kleine Grooveboxen, Korg Gadgets etc. Zur Zeit aber will ich Hardware bei mir in der Wohnung reduzieren und hab Interesse auch in Richtung Software zum Beispiel Massive X und Absynth 6. Aber jeder soll selber entscheiden was er mag , es werden ja auch noch genug akustische Instrumente gekauft. Ich könnte mir auch vorstellen, dass es in Zukunft ein KI Synthesizer oder Software gibt, die auf Knopfdruck Millionen Klänge erzeugen kann aus zig tausenden Kombinationen von verschiedenen Syntheseformen und man nur noch ein paar Regler hat, wo man den Sound verändern kann . Man muss dann nichts mehr über Klangsynthese wissen, das wird dann alles intern mit der KI abgewickelt, da fragt dann keiner mehr ob das analog oder digital erzeugt wird. Und denkt an 2045 Singularität und so…..
 
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  • #442
Im Gegenteil. KI-Musik wird alles ablösen, was bisher da war. Das macht alles, was man musikalisch lernen kann, wertlos.

Dem kann man nur mit naiver Unwissenheit entkommen. Nur da kann Neues entstehen, was die Hörerschaft auch annimmt.

Genialität oder Können hören die Meisten doch lange nicht mehr. Das stirbt weg.

Hat man beim Schachcomputer auch gesagt.

Die Realität hat dann gezeigt, dass sich Menschen keine Schachspiele angucken wollen, sondern Schach spielende Menschen.
 
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M.i.a.u.: goorooj und robworld
  • #446
Erstmal stellt sich AI auf keine Bühne und die Massenverbreitung von AI-Musik mit einer möglichen Verringerung der Anzahl tatsächlich fähiger Musiker würde Liveauftritte doch eher aufwerten.
Zweitens gibt es immer noch Schmiede in Deutschland obwohl man Ringe auch billig aus China auf Amazon bestellen kann.
Für Fahrstuhlmusik- und UmpfUmpfproduzenten wirds aber eng.
 
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M.i.a.u.: ganje
  • #447
Schau dich auf Konzerten um. Fast nur alte Leute.

Außer bei vlt Taylor Swift.

Viel Wunschdenken hier, dabei klopft die Realität recht laut.
 
  • #448
Naja, der extreme Hype und Mainstream wird auch teilweise nicht nur musikalisch sondern aus anderen Gründen belebt, wobei man heute fast schon sagen könnte, dass dieses anhimmeln heute weniger ist als andere Zeiten es brachten - siehe Boy George Fans in den 1983ern … Befremdlich wenn da laute 13 Jährige sind mit dem gleichen Look. Das ist heute fast schon entspannt.

Nur - hat es nichts mit Analog-Synths und Innovation zu tun.
Ich würde ja durchaus bestätigen, dass diese und auch viele reine Hörer sicher nicht wissen werden, was und woher Sounds kommen, da wäre egal ob da eine alte Böhmorgel stehen würde oder ein hochmoderner Muse. Wer wusste schon als Hörer, wie ein Minimoog funktioniert? Ist das ein Computer? Und der Unterschied zu einem CDJ heute oder so?

Nur - ist die Frage natürlich auch eher an uns und die die es beurteilen können gerichtet.

Das, was ich hier suche ist wirklich eine Art "Verlauf" über die Zeit mit dem Gefühl was überhaupt innovativ empfunden wird und weshalb.
Um Antworten wäre ich froh, andere Talks unverboten…

Vermutlich wird kaum jemand diesen Unterschied zu analog machen außer Nerds,
das ist natürlich klar,
mich würde aber interessieren, ob und wie stark ihr da noch Potenzial seht.

 
  • #450
Vielleicht kann man sich einigen, dass es noch immer tolle Musik und Acts gibt und auch junge Leute Musik mögen und hören, und danach direkt gern zum Thema zurück.
Es gibt genug "Alte Leute" Threads mit "früher war die Musik besser" und die Leeeeute ;)

Bisschen Amüsant ist das schon. Aber irgendwann glaubt es noch jemand.
 

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