Neu

Analoge Synthesizer haben ausgedient..

  • #452
Vielleicht kann man sich einigen, dass es noch immer tolle Musik und Acts gibt und auch junge Leute Musik mögen und hören, und danach direkt gern zum Thema zurück.
Es gibt genug "Alte Leute" Threads mit "früher war die Musik besser" und die Leeeeute ;)

Bisschen Amüsant ist das schon. Aber irgendwann glaubt es noch jemand.

Du kannst nicht das Wechselwirkende einfach ausblenden, nur weil dir die Frage nicht gefällt. Dann wirst du auch keine wahren Antworten finden, sondern nur Rauschen, das dir genehm ist.

Wie die Jugend agiert, ist erheblich für die Relevanz und denen sind Analoge resp Hardware egal, bis auf ein paar, die sich von alten Säcken anhypen lassen, weil sie glauben, es läge am heiligen Gral.

Gibt etliche Studien darüber, die sehr genau zeigen, wie sich die Jugend verhält, wie sie Musik konsumiert und wie sehr sie sich für Musik interessiert und vor allem welche.
 
  • #453
Falls ich den Zeitraum noch etwas ausdehnen darf: Ich werde ja immer wieder mal auch von etwas jüngeren Hörern gefragt, welches Equipment ich auf den ersten Steril-Releases 1989 bis 1994 genutzt habe. Die Erwartungshaltung ist dann immer, dass da Pro-1, Jupiter-8 & Co. im Studio rumstanden. Tatsächlich waren damals aber digitale Synthesizer und vor allem Sampler zumindest in meinem musikalischen Umkreis viel mehr gefragt. Ich habe damals einen Jupiter 6 für 1000 Mark verkauft und mir für 800 Mark eine Speichererweiterung von sagenhaften 8 Megabyte für meinen Sampler gekauft. Und das war aus kreativ-innovativer Sicht rückblickend auch die richtige Entscheidung. Denn der Umstieg von 12bit 30 kHz Mono mit unter einem MB auf 16bit 44khz mit 16 MB und tollen Digjtalfiltern hat so viel neue Möglichkeiten geboten.
Das einzige, was ich im weiteren Verlauf für mich dann noch wirklich innovativ fand, war die Entwicklung der DAW.
 
  • Zustimmung
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: Synth und goorooj
  • #454
Gibt etliche Studien darüber, die sehr genau zeigen, wie sich die Jugend verhält, wie sie Musik konsumiert und wie sehr sie sich für Musik interessiert und vor allem welche.
Kannst du eventuell ein oder zwei persönlich empfehlen? Ich würde mich da gerne mal einlesen, ich finde da Thema sehr spannend.
 
  • #455
Du kannst nicht das Wechselwirkende einfach ausblenden, nur weil dir die Frage nicht gefällt. Dann wirst du auch keine wahren Antworten finden, sondern nur Rauschen, das dir genehm ist.

Wie die Jugend agiert, ist erheblich für die Relevanz und denen sind Analoge resp Hardware egal, bis auf ein paar, die sich von alten Säcken anhypen lassen, weil sie glauben, es läge am heiligen Gral.

Gibt etliche Studien darüber, die sehr genau zeigen, wie sich die Jugend verhält, wie sie Musik konsumiert und wie sehr sie sich für Musik interessiert und vor allem welche.
Also erstmal - ja. Aber wir landen dann überall. Will nur erinnern,
wo es hin geht. Auch auf die Gefahr, dass das ggf. sogar was abwürgen könnte.
So generalisiert und so wiederholt wie genau dies auftaucht wird das nicht sein, zudem es wohl nur wenige wirklich so sehen - also als Behauptung. Das soll natürlich keine "wo ist die Quelle"-Wissenschaftsbeitrag sein - dennoch ist ja noch immer wichtig, wie wir hier das beurteilen, vermutlich kann man das einigermaßen allgemein aber auch persönlich versuchen - das du so denkst ist akzeptiert, dennoch -
ließe sich denn irgendwie so etwas wie Innovation überhaupt messen und einschätzen?

"Die Jugend" ist ja auch keine Einheit, e
mpfand damals eher eine Nichtübereinstimmung, da ich eben Elektronisches bevorzugte, viele ethische Grundlagen waren in den 70/80ern noch extrem altmodisch und man musste ständig kämpfen, dass Synthesizer überhaupt "Instrumente" sind etc.
Da war DAS NEUE auf meiner Seite - es war auch gut für die, die gar nicht mal viel "drauf" hatten, denn Struktur und Musik wurde damals aus einer wunderbar punkig autodidaktischen sich emanzipierenden Weise neu belegt, die etablierten waren wirklich aus allen Rohren verschlossen.
Da war schon ein Juno Teufelszeug, heute spielt Nils Frahm einen, ist alte Schule und nicht der Inbegriff neuen Sounds, sondern ok.

Heute wie gestern gab es total verschiedene Leute in allen Alterskohorten. Das würde ich noch immer sagen, homogene Gruppen gibt es sogar eher weniger, eher mehr und kleiner.
Also - ja, du hast Recht - es ist schwer zu erfassen, wie das "alle" denken - im 2fel also einfach mal schreiben was du denkst was passt und das was du selbst davon hältst.

Ich kann es selbst nicht ganz beantworten.

Ggf. ist es fair mal selbst was zu sagen, ggf in einem eigenen Post. Das darf und soll auseinander genommen werden.
 
  • #457
Ach komm ... Einfach Google, da gibt es direkt mehrere Artikel, mit expliziten Studienbezug, sowie Studien selbst. Man muss es nur lesen.
eben drum, da gibt es einige Artikel und einige Studien, die sich vermutlich qualitativ und in Bezug auf Seriosität und Aussagekraft durchaus unterscheiden. Deshalb hätte ich gerne eine persönliche Empfehlung gehabt (da du dich ja anscheinend schon tiefergehend damit beschäftigt hast). Egal, dann mache ich mich mal so schlau...
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: elbonzoseco
  • #458

Aktueller Versuch das Thema Analog-Innovation JETZT einzuordnen mit den aktuellen Synths von Dmno bis Muse, Magnolia und Co.


Aktuell ist der Innovatator wohl auch mal hybrid, sehr viele Hersteller bauen Filter oder Amps/Zerrstufen/Sättigung bewusst ein, inkl Elektron.
Man nutzt also analoge Technik, um Features zu haben, kann aber Oszillatoren und Modulation digital halten, wo offensichtlichst analog nur in Teilen noch innovativ sein kann.
Sehr gut gemachte analoge Designs wie die Hüllkurven des Sunsyn oder auch der Verlauf und Reaktion solcher Baugruppen werden allerdings hart von guten digitalen Synths erreicht, ggf. langfristig sogar übertroffen. Dennoch sind aktuell noch die schönsten Verläufe analoge Synths wie Cwejman, Jupiter 4 und Co - aber die Reaktionen eines System 1/8 oder eines SH01 finde ich absolut gut, noch optimierbar aber verdammt gut.

Synths wie DMNO und Muse aber auch Spezialteile wie Vectra sind alle absolut hybrid, aber nach Definition analog im Signalweg. Die Hüllkurven und LFOs sind lange lange schon seit Jupiter 6 und Co. auch hier digital, es geht also offensichtlich um Pegel/Gainstaging™, Klangveränderungen im Subtilen, Fehler und so weiter, was die digitale Welt immer besser erfasst und steuerbar macht.

Diese Synths sind allerdings interessanterweise im analogen Bereich noch verbesserlich, haben Prozessoren für Stabilität und Modulation, tolle Sequencer und sind mit BBDs, FX und Co. schon ggü einem klassischen Synth wie Prophet 5 etc. (gutes Design!! Wirklich schwer zu schlagen) eher bei Features und Variabelität und Kreativ-Ideen wie bei Moogs kleinen Synths etc. zu finden. Sie greifen auch inzwischen WDR Studio / Hainbach-artige Ideen (Joranalogue Modul!) auf, also Magnolia von Frap Tools wäre sowas, mit echter FM - oder sagen wir mit schneller Modulation (sicher richtiger) - und Westcoast und stabilen Thru-Zero Elementen hat er einen angenehmen Sound und ist damit auch mit allen obigen neu - polyphon und bisher so noch nicht da gewesen. Ein Xpander konnte aber auch schon viel - aber nicht in dieser Tiefe und eben nicht so krass.

Will sagen - man müsste aktuell noch immer - mehr als ich bei Erstellung dachte - sagen - ja, noch sind die Innovationen mit analoger Technik da, bestehen aus optimierten Kombinationen und haben Luft nach oben, was also für die Zukunft interessant ist.


Wie ist es jetzt 2026 denn nun? Gut!

Ob das mal endet, weiss ich nicht -

ein Rechnermodul eines Synths in 10 Jahren wird noch mehr Dampf haben und mehr können, einiges dafür ggf. für MIDI 2.0 benötigen und aber auch für analogähnliches Verhalten - zB wie in Diva, Cypher 2 (früher fxpansion, heute Roli) - meiner Ansicht gut gelungen und würdig, besonders für die Zeit als sie neu waren.
Heute ist da nicht mehr ganz so viel Arbeit zu erkennen in neuen Soft-Synths oder Digitalen, die versuchen das zu toppen, eher so wie Roland mit dem Gaia 2 verflacht manches ein wenig oder diffundiert in die Massenwelt, Korg macht bessere Filter für den Multipoly und kombiniert *logue SDK mit Analogem, hoffentlich auch bald mit einem neuen Polylogue Nachfolger.

Denke, dass bei Synthese durch analoge Vorteile zwar Dinge möglich sind, sie werden aber klein sein, vielleicht modular intern sodass man sie gezielt hier und da nutzen kann, siehe Elektron A-Serie und Analog Heat. Ich nenne mal nur die - wenn ich mit Modulen loslege, wird es krasser - da würde ich behaupten, dass digitale Module sehr vorn sind, analoge Elemente oder Teile aber sehr geschätzt sind und damit beliebt, innovativ als Kombi - teilweise neu kombiniert - also so ähnlich wie sonst.

Fazit: Sprich - ja, analog ist aktuell innovativ.


Meinung: 2005 hätte ich gesagt…​


…da kommt nicht mehr so viel, mal hybride Filter - die oft sogar schlechter klingen als digitale Emulationen, weil die die es machen eben nicht den Klang schaffen, den ich mir wünsche von "analog" - die samtene SEM - Erfahrung bis Xpander Filter, Roland SH/System 700 und so weiter - nur als Beispiel. im Quantum oder Super 6 ist das nice, aber kommt an diese Qualitäten nicht heran. Derweil kann man das noch besser machen.
Also Innovation war denkbar. Ich fand Andromeda und Sunsyn damals aber auch den S1 als Spitze damaliger Teile.

Nur Synths - bei Kompressor und Co - würde ich sagen: die Topmodelle, die waren auch schon noch sinnvoll.

Genug gesabbelt - bitte gern kritisieren, zerlegen andere Meinungen… Das hier ist ein Dauerthread - will nur nicht selbst hier fragen und nix liefern.

Haltung 2005 vs 2025​


Ich war wesentlich skeptischer 2005 und hätte daher eher NEIN, ist nicht mehr innovativ gesagt, auf "etwas wie den Muse" hätte ich schon gehofft, weil es geht.
Noch weiter gehend aber - mit Minimoog und Matrix 12 KLANG aber mit Features eines Granularsynths und Co als hybrid. quasi.


So - genug Outing, oder?
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #459
jetzt "du"!

Ich mache das auch am Sound div. Musik fest, die Leute haben eine Mischung aus BodenFX, analogen Verzerrern, analoge kleine und große Synths auf Bühne und Studio, sind teilweise noch immer "Geheiminstrument" für das Besondere, Sonderkisten, Japanische Noise Kisten, Lyra 8, Amps aber auch, aber eben doch mal DER VCO oder DAS TOLLE FILTER vom XY oder ein super toller VCA mit Abstimmung und FM und etc..

Gehört bei echt vielen Bands live und Studio - egal was, von Lorn bis Depeche Mode, von Neue Musik / Stromspiesser™ bis Pop.
Ich hab da tolle Sachen anhören und erleben dürfen, eigentlich sollte man die auch listen - es geht am Ende ja darum - nicht nur um Technik. Wer nutzt es, wie - und hört man's? Ja, ich hab da Freude, sonst würde ich das bisschen Kult auch verkaufen.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #460
"Die Jugend" ist ja auch keine Einheit
Wollte ich auch gerade schreiben. Und sie ist auch nicht so berechenbar.
Ich würde Erkenntnisse über durchschnittliche Hörgewohnheiten nicht auf das eher nischenhafte Interesse an Synthesizermusik runterbrechen wollen. Wann hat sich denn "die Jugend" in den letzten 30 Jahren für analoge Synthesizer oder gar deren Abgrenzung zu digitalen interessiert ?

Ebenso würde ich die Frage nach der Ausgedientheit nicht an Fragen der Innovationskraft knüpfen. Siehe Gitarre. Diese Dinge haben einen Platz und stehen für etwas, wenn das auch für analoge Synthesizer nicht so stark gilt wie für Gitarren.

Als Träger für Innovation haben sie mehr oder weniger ausgedient, das kann man schon so sagen denke ich.
Bei neu auf den Markt kommenden Geräten wird man also lediglich eine Anpassung an aktuelle Features und Trends erwarten dürfen.
Aber als hands on Musikinstrumente mit "diesem" Sound haben die ihren Stand, und das ist auch so verankert, dass das erstmal bleibt.
Um es (sinngemäß) mit Dr. Spree zu sagen "Nichts ballert so wie analog", und dabei ist es egal, ob dass theoretisch und im wissenschaftlich mit Hörtest nachgewiesen werden kann oder nicht, es ist gefühlt so und das ist es wofür analoge Synthesizer stehen.
Und wer braucht schon Innovation, wenn es ballert ? ;)
Oder mit Funny van Dannen "Wenn der Groove stimmt, ist der ganze Rest egal".
"Groove" hier dann im übertragenen Sinne: Wenn der Sound aus der Kiste die Zuhörer sofort erreicht und im wahrsten Sinne des Wortes elektrisiert, und diese Fähigkeit würde ich analogen Synths prinzipiell schon zuschreiben, natürlich in Abhängigkeit der Fähigkkeiten des Menschen dahinter.
Und: Die Möglichkeiten für Innovation nicht bezüglich der Synthese aber bezüglich der Art und Weise, wie man sie präsentiert und in den musikalischen Kontext einbindet sind sicher noch nicht ausgeschöpft.
 
  • #461
Falls ich den Zeitraum noch etwas ausdehnen darf: Ich werde ja immer wieder mal auch von etwas jüngeren Hörern gefragt, welches Equipment ich auf den ersten Steril-Releases 1989 bis 1994 genutzt habe. Die Erwartungshaltung ist dann immer, dass da Pro-1, Jupiter-8 & Co. im Studio rumstanden. Tatsächlich waren damals aber digitale Synthesizer und vor allem Sampler zumindest in meinem musikalischen Umkreis viel mehr gefragt. Ich habe damals einen Jupiter 6 für 1000 Mark verkauft und mir für 800 Mark eine Speichererweiterung von sagenhaften 8 Megabyte für meinen Sampler gekauft. Und das war aus kreativ-innovativer Sicht rückblickend auch die richtige Entscheidung. Denn der Umstieg von 12bit 30 kHz Mono mit unter einem MB auf 16bit 44khz mit 16 MB und tollen Digjtalfiltern hat so viel neue Möglichkeiten geboten.
Das einzige, was ich im weiteren Verlauf für mich dann noch wirklich innovativ fand, war die Entwicklung der DAW.

Ich hatte auch damals... so Ende der 80er... die Empfindung dass die Klänge der Digitalen Synths einfach besser waren.... sie waren halt schneidender, schärfer... einfach neu. und neu ist immer gut.
Zusätzlich zu den Sampling Möglichkeiten, z.B. ganze Orchester/Strings oder Chöre viel originalgetreuer abzubilden... das ging ja mit den Analogen nicht.
Viel was in den 90ern gemacht wurde, wäre rein Analog nicht möglich gewesen. Auch mir wäre damals nicht in den Sinn gekommen noch was analoges zu kaufen.

Was da dann gefehlt hat wurde erst später klar, als dann auch die "neuen" Klänge gewohnt waren.
Mir persönlich hat dann irgendwo einfach die "Erde" in den Sounds gefehlt, und so ging es vielen anderen auch die ihre analogen Synths wieder ausgegraben haben. Ein recht bekanntes Studio im Münchner Raum hat mir schon gegen Ende der 90er stolz alte Oberheims und Minimoog gezeigt die sie sich günstig geschossen haben und jetzt wieder für die Produktionen einsetzen, zusätzlich zu den ganzen Samplern, Waldorfs, DSP-Farmen und weissgott was da alles digital rumstand. Und ich weiss noch dass ich mir dachte... "warum?"

VST Synths im Cubase waren so 2004 rum tatsächlich eine Weile mein einziges Arbeitsmittel.
Anfang der 2000er war auch bei mir ein Virus noch das nonplusultra, aber das ändert sich ja dynamisch mit dern Hörgewohnheiten.
Wenn man sich an klaren Klängen totgehört hat brauchts einfach wieder ein bisschen Dreck, und analog liefert halt einfach.

Alles was nicht analog ist, kann ich per DAW unbd VST abdecken. Isso. Dazu brauche ich keine Hardware. Das würde ich aber Live im Bandkontext auch nicht bringen. Das ist eher privater Kram.

Ich würde jetzt mal mal nicht konsequent ausschliessen dass sich einige Digitalpuristen in ein, zwei Jahrzenhnten auch umorientieren... genauso wie ich auch.
Das Vorrecht der Jungen "nein, niemals" zu rufen, werde ich nicht in Abrede stellen. Das muss so.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: Feldrauschen, micromoog und Steril
  • #463
Es gibt eben nur auch Leute, die Digital bevozugen. Die, die Analog bevorzugen, müssen wohl oder übel Hardware benutzen.
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: Moogulator
  • #465
So ist es , aber die Frage ist warum immer noch hunderte Hardware Analog /Hybrid /Wavetable Synths auf den Markt kommen Z.B in Form von alten Klonen vom sog ollen Uli ?? . Die Nachfrage scheint evtl da zu sein ,auch noch im Jahr 2026. Die Preisrange erstreckt sich von 100 -10k. .€.

Da ist auch ein Teil Nostalgie dabei. Musik ist ein Hobby. Wenn ich mit Musik der 70er und 80er musiksozialisiert wurde und den Sound mag, meine Musik dem auch Rechnung trägt, will ich auch die entsprechend passenden Instrumente dazu, die meine Heroes auch gespielt haben. Oder Nachbauten derselben. Ich nehme mich da nicht aus.

Auf ein Rockabillytreffen mit Tolle und Lederjacke fährt der durchschnittliche Elvisnachbau auch mit irgendwas aus den 50ern oder 60ern, und wenns ein Käfer ist. Und nicht mit einem Tesla.
Auch wenn dies eigentlich fürs Autofahren an sich mehr Sinn machen würde. Aber da gehts halt nicht nur ums Autofahren.

Auch der Classic-Rock Gitarrist der etwas auf sich hält hat eine Vintage Gibson aus den 60ern.

Jetzt gibts natürlich viele reine Kopfmenschen für die der Synth nur ein Werkzeug ist und überhaupt keine anderen Assoziationen hat, wie ein Akkuschrauber, da macht Digital sicher mehr Sinn. Oder wenn ich eh nur Spuren in die DAW klopfe sogar VST, was bei Digital dann eh egal ist, weil digitaler als Digital wirds nicht.
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: robworld, Jenzz und Scenturio
  • #466
Hab's ja schon etliche Male vorgeschlagen.

Es gibt unzähliche Möglichkeiten diese Auseinandersetzung spielerisch zu lösen.

Rekonstruktion einer Vorlage mit bereitgestelltem Midi, Vorproduktion wahlweise rein Itb oder rein Hardware oder hybrid und nur Klangerzeuger Hardware vs Plugins.

Diese Ergebnisse wären hochinteressant, weil es sehr deutlich Stärken, Schwächen und Schwierigkeiten offenbart.

Resonanz darauf war immer dünn, lieber schlägt man sich aus unterschiedlichen Perspektiven die Köppe ein.
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: Chris
  • #467
Hab's ja schon etliche Male vorgeschlagen.

Es gibt unzähliche Möglichkeiten diese Auseinandersetzung spielerisch zu lösen.

Rekonstruktion einer Vorlage mit bereitgestelltem Midi, Vorproduktion wahlweise rein Itb oder rein Hardware oder hybrid und nur Klangerzeuger Hardware vs Plugins.

Diese Ergebnisse wären hochinteressant, weil es sehr deutlich Stärken, Schwächen und Schwierigkeiten offenbart.

Resonanz darauf war immer dünn, lieber schlägt man sich aus unterschiedlichen Perspektiven die Köppe ein.

Das ist bei meinem Nostalgiebeispiel dann ungefähr so wie vorzuschlagen bei der Fahrt auf ein Rockabillytreffen statt des 57er Chevy einen VW-Up mit angeklebten Heckflossen, einem V8 Sound aus Lautsprechern auf dem Dach und einem Aufkleber "dies ist jetzt ein Bel Air" zu nehmen.
Sicherlich günstiger. Und ich kann auch schnell die Heckflossen abpopeln und stattdessen "ich bin jetzt ein Brabus" draufpappen mit anderem Sound aus den Lautsprechern.
Also auch vielseitig.
Die Tolle kann ich mir auch ankleben und eine 30-Euro-Plastiklederjacke im Rocker-Stil gibts bei Shein vielleicht auch, um beim Beispiel zu bleiben.

Und es gibt sicher Menschen die jetzt denken " jo warum nicht, 50s sind eh überbewertet, Plastik ist vegan und V8 gehört eh verboten" aber die haben da ja auch nix verloren.

( Nur um das mal klarzustellen: Ich bin auch kein Rockabilly aber das Beispiel ist einfach schön ).
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #470
Hab's ja schon etliche Male vorgeschlagen.

Es gibt unzähliche Möglichkeiten diese Auseinandersetzung spielerisch zu lösen.

Rekonstruktion einer Vorlage mit bereitgestelltem Midi, Vorproduktion wahlweise rein Itb oder rein Hardware oder hybrid und nur Klangerzeuger Hardware vs Plugins.

Diese Ergebnisse wären hochinteressant, weil es sehr deutlich Stärken, Schwächen und Schwierigkeiten offenbart.

Resonanz darauf war immer dünn, lieber schlägt man sich aus unterschiedlichen Perspektiven die Köppe ein.
Machen! Öffne einfach mal einen neuen Sat und wenn das ein bisschen länger läuft, kann man den auch mal an pinnen. Kann nicht schaden.

Eins nur -
schwafeln, tun wir hier immer das ist so der Sinn von so einem Forum
Mich interessiert zum Beispiel hier ein bestimmter Aspekt oder mehrere Aspekte hier in dieser Diskussion und mit diesem Impetus. Mir ist eigentlich egal, ob jemand wild wird oder nicht. Das ist eher so ne Frage des Stils.
 
  • #471
Diese Ergebnisse wären hochinteressant, weil es sehr deutlich Stärken, Schwächen und Schwierigkeiten offenbart.
Vielleicht habe ich das falsch verstanden. Aber würde es nicht viel mehr die Stärken und Schwächen des Machers offenbaren? Es sind ja nicht alle auf demselben Level, schon gar nicht in unterschiedlichen Technologien. Wie soll man das im Ergebnis neutral bewerten können?
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: Teiko und elbonzoseco
  • #474
Naja, wir reden ja von Synths, wenn jemand einen RCA Synth aus den 50ern da hat - Gratulation an den neuen Museumsstand.
 
  • HaHa
M.i.a.u.: HairyHands
  • #475
Synths wie DMNO und Muse aber auch Spezialteile wie Vectra sind alle absolut hybrid, aber nach Definition analog im Signalweg.
UDO schreibt: Both DMNOs (timbres) are driven by two ultra high sample rate, high resolution FPGA-powered digital oscillators, each routed through an exceptionally powerful and versatile stereo analog filter (read on for more on the filters). Was ist daran bitte analog im Bereich der Oszillatoren?

Sehr gut gemachte analoge Designs wie die Hüllkurven des Sunsyn
Hüstel. Hast Du die mal kalibriert? Das sind richtige Diven. Klanglich toll, aber was die Kohärenz zwischen den Stimmen betrifft, eine Katastrophe.

Naja, wir reden ja von Synths, wenn jemand einen RCA Synth aus den 50ern da hat - Gratulation an den neuen Museumsstand.
Damit kann ich in der Tat nicht dienen. Gedacht hatte ich einen Klopfgeist (Korg Minipops 7 von 1966), ein Dynacord Tube Echo und die ein oder andere E-Klampfe.
 
  • #476
Ich hatte auch damals... so Ende der 80er... die Empfindung dass die Klänge der Digitalen Synths einfach besser waren.... sie waren halt schneidender, schärfer... einfach neu. und neu ist immer gut.
Zusätzlich zu den Sampling Möglichkeiten, z.B. ganze Orchester/Strings oder Chöre viel originalgetreuer abzubilden... das ging ja mit den Analogen nicht.
Viel was in den 90ern gemacht wurde, wäre rein Analog nicht möglich gewesen. Auch mir wäre damals nicht in den Sinn gekommen noch was analoges zu kaufen.

Was da dann gefehlt hat wurde erst später klar, als dann auch die "neuen" Klänge gewohnt waren.
Mir persönlich hat dann irgendwo einfach die "Erde" in den Sounds gefehlt, und so ging es vielen anderen auch die ihre analogen Synths wieder ausgegraben haben. Ein recht bekanntes Studio im Münchner Raum hat mir schon gegen Ende der 90er stolz alte Oberheims und Minimoog gezeigt die sie sich günstig geschossen haben und jetzt wieder für die Produktionen einsetzen, zusätzlich zu den ganzen Samplern, Waldorfs, DSP-Farmen und weissgott was da alles digital rumstand. Und ich weiss noch dass ich mir dachte... "warum?"

VST Synths im Cubase waren so 2004 rum tatsächlich eine Weile mein einziges Arbeitsmittel.
Anfang der 2000er war auch bei mir ein Virus noch das nonplusultra, aber das ändert sich ja dynamisch mit dern Hörgewohnheiten.
Wenn man sich an klaren Klängen totgehört hat brauchts einfach wieder ein bisschen Dreck, und analog liefert halt einfach.

Alles was nicht analog ist, kann ich per DAW unbd VST abdecken. Isso. Dazu brauche ich keine Hardware. Das würde ich aber Live im Bandkontext auch nicht bringen. Das ist eher privater Kram.

Ich würde jetzt mal mal nicht konsequent ausschliessen dass sich einige Digitalpuristen in ein, zwei Jahrzenhnten auch umorientieren... genauso wie ich auch.
Das Vorrecht der Jungen "nein, niemals" zu rufen, werde ich nicht in Abrede stellen. Das muss so.
Interessant . Bei uns Mitte Ende 90 ern als wir anfingen mit Elektronischer Musik waren es weniger die Klänge an sich als einfach das abgenervt sein von Folientastern Synths ohne direktem Zugriff - daher wollten wir eben dann die Teile mit den ganzen Knöppen . Im live Betrieb war das dann einfach auch wichtig was sich dann später änderte mit Novation, Virus und co . Der Unterschied von Analog zu Virtuell Analog zb. wird immer kleiner , beides hat und wird seine Berechtigung und seinen festen Platz in der Produktion oder live haben . Digital hat ja auch seinen Charme , gerade die 12 bit Geschichten von daher brauchen wir beides was sich ja auch zum Teil in der Hybridisierung wiederspiegelt . Auch i d Zukunft mag ich echt Analog nicht missen und bei den aktuell günstigen Preisen wird sich das in Anlehnung an die goldene Analogzeit weiter bestens verkaufen ;) .
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: Scenturio und goorooj
  • #477
Damit kann ich in der Tat nicht dienen. Gedacht hatte ich einen Klopfgeist (Korg Minipops 7 von 1966), ein Dynacord Tube Echo und die ein oder andere E-Klampfe.

Das älteste was ich habe ist tatsächlich aus Mitte der 60er, ein Orgaphon 75MH Röhrenverstärker, den ich einfach umsonst zu einer Farfisa 110 professional dazubekommen habe ( die in quasi fast neuwertigem Zustand auch nur 70 Euro gekostet hat... der Typ hatte einfach null Plan was er da hat, ich denke das war ein Erbstück das nie das wohnzimmer verlassen hat ).
Alles sauber dokumentiert
 

Anhänge

  • 20260303_222335.webp
    20260303_222335.webp
    351 KB · Aufrufe: 10
Zuletzt bearbeitet:
  • #478
UDO schreibt: Both DMNOs (timbres) are driven by two ultra high sample rate, high resolution FPGA-powered digital oscillators, each routed through an exceptionally powerful and versatile stereo analog filter (read on for more on the filters). Was ist daran bitte analog im Bereich der Oszillatoren?


Hüstel. Hast Du die mal kalibriert? Das sind richtige Diven. Klanglich toll, aber was die Kohärenz zwischen den Stimmen betrifft, eine Katastrophe.


Damit kann ich in der Tat nicht dienen. Gedacht hatte ich einen Klopfgeist (Korg Minipops 7 von 1966), ein Dynacord Tube Echo und die ein oder andere E-Klampfe.
1) nichts - das war ein Beispiel für Digital kann gut
2) Nein, ich habe keinen Sunsyn, habe den nur im Test gehabt. Da war das gut.
3) Ja, aber die sind "nur" aus den 70ern - Is' aber auch nicht wild - Aber das Prinzip ist natürlich - wie viel besser kann analog sein und ich habe hier natürlich den Digital-Anwalt gemacht. Der Thread heißt ja entsprechend.
 

Neue Beiträge

Zurück
Oben