Bitwig - soll ich?

Dieses Thema im Forum "DAW / Komposition" wurde erstellt von Polarelch, 6. Januar 2015.

  1. Ich überlege gerade ernsthaft, auf Bitwig umzuschwenken.

    Erstmal meine DAW-Historie:
    Cubase (mochte den Workflow nicht; Dongle) -> Logic (mochte den Workflow nicht; zu kleine buttons und schrift etc) -> Studio One (besserer Workflow, aber verbesserungsbedürftig hinsichtlich Mixer/Tracks-Zusammenspiel) -> Ableton Live (mag ich eigentlich, aber lineares recording / arrangement view ist sch###e)

    Bitwig hat nach kurzem Testen die Sachen nicht, die mich an anderen DAWs gestört haben.
    Besonders mag ich das Look & Feel, die Kombination von Scenes und Arrangement view (lineares gedöns).
    Grundlegender Workflow scheint auch sehr flüssig zu sein. Automation ist auch sehr gut gelöst, finde ich - einfacher geht's kaum.
    Und das Mixing scheint in Bitwig auch komfortabler machbar als in Ableton (Plugin-Übersicht im Mixer).

    Nun ein paar Fragen an die Gemeinde:

    * gewöhnt man sich schnell an die vielen verschiedenen Ansichten und deren kleine, im Raum verteilten Symbole?
    * was sind die weit verbreitesten Beschwerden / Feature requests?
    * wie erwachsen findet Ihr Bitwig im Moment, bzw. wie schnell wird es Eurer Meinung nach erwachsen und wirklich solide?
    * Würdet Ihr es noch einmal kaufen?
    * Welche DAWs habt Ihr für Bitwig hinter Euch gelassen, bereut Ihr den Wechsel?
    * Das einzige, was ich auf den ersten Blick an Bitwig wirklich nicht mag, ist der Browser. Ist da Besserung in Aussicht?

    Das Sonderangebot endet ja bald, und ich überlege mir, ob ich zuschlagen soll, oder erst die NAMM abwarten soll.
     
  2. Bitwig ist gut, hat aber auch noch Luft nach oben. Allerdings bietet es jetzt schon einige Sachen, die ich bei Ableton vermisse. Insgesamt denke ich aber, dass bei Bitwig sehr stark auf User Feedback gehört wird. Ableton macht da eher ihr Ding, was sie aber gut machen. Momentan bin ich noch zu 95 % bei Ableton, was aber auch an der guten Integration von Push liegt. In den Momenten, in denen ich mit Bitwig arbeite merke ich immer wieder, dass mir das Handling und auch die grafische Umsetzung auf Dauer mehr zusagt. Jetzt bräuchte ich nur die Zeit, um mich intensiv damit auseinanderzusetzen und es ähnlich flüssig bedienen kann wie Ableton.

    Den Vergleich mit anderen DAWs kann ich jetzt nicht anstellen. Da kenne ich nur noch Logic einigermaßen.
     
  3. nicogrubert

    nicogrubert aktiviert

    * gewöhnt man sich schnell an die vielen verschiedenen Ansichten und deren kleine, im Raum verteilten Symbole?

    Ich hab jetzt 2 Mal das komplette Handbuch durchgelesen, muss aber nach einigen Tagen mit-Bitwig-arbeiten immer noch hin und wieder mit der Maus auf den kleinen Symbolen bleiben, um den Tooltip zu lesen. Ich denke aber, auch das lernt man dann irgendwann und kann es blind bedienen.

    * was sind die weit verbreitesten Beschwerden / Feature requests?

    Am meisten stört mich, dass im 2 Monitor Betrieb das Bearbeiten von MIDI Daten nicht komplett unabhängig von den 2 Bildschirmen erfolgen kann.

    * wie erwachsen findet Ihr Bitwig im Moment, bzw. wie schnell wird es Eurer Meinung nach erwachsen und wirklich solide?

    Hat noch einiges an Luft nach oben. Aber die wichtisten Dinge, die ich brauche, sind da.
    MIDI mässig vermisse ich eigentlich bei jeder DAW das Piano Roll von FL Studio.

    * Würdet Ihr es noch einmal kaufen?

    Jep. Ich hab fast weniger bezahlt, als mich das aktuelle Cubase Update kosten würden.

    * Welche DAWs habt Ihr für Bitwig hinter Euch gelassen, bereut Ihr den Wechsel?

    FL Studio, Cubase und Ableton Live. Ein bisschen fehlt mir die Schlichtheit und Aufgeräumtheit von Ableton, aber dafür hat Bitwig viele Dinge, die Ableton seit Jahren nicht auf die Reihe bekommt.

    * Das einzige, was ich auf den ersten Blick an Bitwig wirklich nicht mag, ist der Browser. Ist da Besserung in Aussicht?

    Was würdest du denn genau verbessern?
     
  4. moss

    moss -

    Definitiv. Mit der Arranger-Ansicht in Ableton bin ich noch nie warm geworden.

    Ja.

    Momentan eigentlich nur noch 2 Dinge:
    - Gruppen (kommt demnächst)
    - Fades im Arranger

    Seit dem Release hat sich unheimlich viel getan und die aktuelle Version läuft mitterlweile sehr rund. Außerdem wäre anzumerken, dass Fehler sehr schnell gefixt werden.

    Ja.

    Ich bin bekennender Multi-DAW User:
    - Meine Haupt-DAW ist immer noch Cubase. Wenn ich aber heute noch einmal bei Null beginnen würde wäre es nicht Cubase. Den Dongle hasse ich genau so wie du.
    - Zum Aufnehmen im Proberaum ist Reaper am Start. Läfut ohne Mucken auf einem Pentium 4 und braucht keinen Dongle :)
    - Ableton als Kreativwerkzeug und für einige Bühnengeschichten. Wird aber mittelfristig von Bitwig abgelöst werden. Momentan fehlen mir dazu noch die M4L-Features, hierzu wird aber Bitwig 2.0 etwas ähnliches liefern.

    Freu dich auf die NAMM.
     
  5. es gibt tausend kleinigkeiten, die noch nicht funktionieren oder fehlen, und genau so viele kleinigkeiten, die wahrlich großartig sind. wobei ich live nicht kenne, und deswegen den direkten vergleich nicht beurteilen kann.
     
  6. Steven Hachel

    Steven Hachel aktiviert

    Klingt großartig. :) Bin gespannt, wie sich das noch so entwickelt. Ich bin ein Cubase Fan und weniger der Ableton Typ. So ein Mittelding wäre ganz cool. :)
    Wenn das Midi-Timing auch noch stimmt, bin ich dabei. ^^
     
  7. monoklinke

    monoklinke Komme später.

    An der Stelle möcht ich auf diesen Thread hinweisen: viewtopic.php?f=75&t=98734

    Ich suche dringend jemanden, der Bitwig mit Motu-Treibern benutzt.
    Bitte melde Dich!
    Bin mit BW in regem Austausch. Aber wir finden den Fehler nicht.

    Ich möchte aber anmerken, das es am internen Timing von Motu nichts auszusetzen gibt.

    Ansonsten bin ich mittlerweile von Bitwig überzeugt.
    Der Workflow ist fantastisch.
    Wer sich mit Live auskennt, sollte sich einfach ein paar Tutorial-Videos ansehen.
    Dann geht alles nach einem Tag schnell von der Hand.
    Ich habe noch nie ins Handbuch schauen müssen.

    Wenn das Problem mit dem Motu-Interface gelöst ist, werde ich Logic und Live nicht mehr oft benutzen.
     
  8. Ich bin schon etwas verknallt in Bitwig.

    Es hat die professionellere lineare Geschichte, die Ableton nicht hat (timecode display, bunte Marker, genial einfacher Automatisierungs-Workflow im linearen Betrieb, Kanal-informationen LINKS statt rechts, nach stop geht's mit play an derselben stelle weiter (und nicht ab Start wie bei Ableton).
    Und dann der Clip-Betrieb (session view bei Ableton), auf den ich auch nicht verzichten will. Bei Bitwig gehen beide "Systeme", sogar nebeneinander, gefällt mir sehr sehr gut.

    Das Interface sieht dabei auch sehr sexy aus, und mittlerweile habe ich mich schon an die verschiedenen Ansichten gewöhnt.

    Was mir nicht so gut bzw gar nicht gefällt, bzw was ich verbessern würde:

    An erster Stelle, wie gesagt, der Browser.

    Bei vielen dritthersteller-Plugins wird es schnell sehr unübersichtlich. Ich bin es von Ableton so gewohnt, dass ich User-Ordner erstellen kann und da Sachen reindroppen kann. Bei Studio One ist es auch sehr gut gelöst. Ich würde den Bitwig-Browser komplett erneuern... was mir dabei wichtig wäre, ist dass man zumindest seine Lieblings-Plugins als Favoriten markieren könnte, die dann einen eigenen Tab bekommen, zum schnelleren Zugriff. Gerne auch größere Schrift. Auf Gearslutz hatte ich mal allgemein visuellere DAW-Browser angeregt, die Vorschaubilder der Plugins zeigen, oder ein Symbolbild, Logo etc. Ich weiß nicht ob das realisierbar ist, aber eine gute Idee fände ich es auf jeden Fall, da mich das durchlesen der Plugin-Namen (inklusive Firmenname und Nachgeburten) doch oft vom kreativen Fluss ablenkt.

    Was ich bei Bitwig mir sonst noch wünschen würde:

    * dass man für Quantisierungsbefehle nicht erst in den Midi-Editor wechseln und alles auswählen muss, sondern dass es auch einfach schon geht wenn man nur den Clip in der Timeline ausgewählt hat. Das hat mich schon bei Ableton gestört und würde doch den Workflow stark beschleunigen. Einfach Clip anwählen, q drücken, der Inhalt ist quantisiert, fertig.

    * intelligentere Werkzeug-Auswahl, also z.B. wenn ich in den Midi-Editor wechsele, dass der Zeiger zum Stift wird. Kann ja optional sein.

    * Crossfades

    * shortcut oder controller-zuweisung für "instrument-plugin-fenster der aktuell ausgewählten Spur öffnen" (vielleicht geht das schon und es ist mir entgangen, ist mir auf jeden Fall sehr wichtig, und bei vielen DAWs leider grauenhafter Störfaktor im Workflow)

    * eigener Knopf für Tap-Tempo (zuweisbar)

    Da meine Demo-Version nicht mehr speichern und laden kann, weiß ich nicht wie es sich da verhält, daher sind diese Wünsche auch vielleicht schon Wirklichkeit, wäre cool wenn Ihr mich da aufklären könntet:

    * So wie bei Ableton würde ich gerne ein Projekt festlegen, dass bei Programmstart geöffnet wird - oder noch besser, templates anlegen können, die bei Programmstart ausgewählt werden können. Alles optional, versteht sich.

    * Erinnert sich Bitwig an Position und Größe von Fenstern, auch im mehr-screen-Betrieb? Wäre cool.

    * Wie ist die Filestruktur beim speichern und bouncen von Projekten? Kann das leider nicht mehr testen.

    Insgesamt bin ich von Bitwig doch sehr angetan, ein paar Sachen sind noch holprig, aber sie sind wohl mit der ersten Version schon weiter als andere DAWs es waren bzw. teilweise in der aktuellen Version noch sind, halt jeweils in verschiedenen Punkten.

    Das einzige, was mich am Kauf noch zurückhält (obwohl ich weiß dass die Bitwig-Leute wohl sehr aktiv sind), ist dass meine größten Probleme mit Ableton (arrangement-view) und Studio One (design, track/mixer-continuity) vielleicht bald gelöst sind, dann wäre der Kauf vllt unnötig gewesen.

    Weiß jemand wie tight die Integration mit Nektar Panorama P1 läuft?
     
  9. monoklinke

    monoklinke Komme später.

    Du kannst im VST-Ordner Verzeichnisse anlegen. Die werden übernommen. Zumindest am Mac.
     
  10. Meine DAW Historie:
    Ableton 4 -> 7 -> 8
    Logic 8 -> 9 -> X.
    DP8, S12.

    Jetzt arbeite ich mich gerade in Bitwig (Windows 7 64) ein, Logic kenne ich aber zu gut, als dass ich kurzfristig komplett umsteige.
    Ich finde vor allem das Konzept mit der ausgelagerten VST Engine plus integrierter BitBridge in Bitwig GENIAL und ein Ausschlusskriterium für ALLE anderen DAWs.
     
  11. øsic

    øsic aktiviert

    Ich weiß es echt nicht. Hab es auch aber naja...working ist schon anders nd noch nicht flüssig, komm ich mit FL besser zurecht. Kleine MAcken hat BW immer noch. ich würde n halbes Jahr warten und es nochmal probieren
     
  12. BBC

    BBC -

    wäre schön, wenn Bitwig irgendwann mal REWIRE unterstützen würde.....scheinbar ist das nicht geplant. Ich finde das Programm nämlich ansonsten auch ganz interessant.
     
  13. øsic

    øsic aktiviert

    Also die Modulierungsmöglichkeiten sind echt fett. Samplebearbeitung ist umfangreich aber workflow-mäßig nicht so toll. Rewire ist vermutlich schwierig vor allem bei Crossplattform-DAW. Geplant sei es wohl nicht.
     
  14. Anonymous

    Anonymous Guest

  15. øsic

    øsic aktiviert

  16. nullpunkt

    nullpunkt aktiviert

    Ich bin von meiner ersten Stunde des Musikmachens an Ableton-User und habe nie wirklich ausgiebig andere DAWs getestet. Ich nutze fast ausschließlich (bestimmt zu 95%) die Arrangement-Ansicht - mit der linearen Zeitschiene mache ich nur abschließende Arbeiten.

    Was mich daher interessieren würde:

    1. Was genau stört hier so viele an der Arrange-Ansicht in Ableton? ...und: Was macht Bitwig da besser, wo unterscheidet es sich in der Arrange-View?
     

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