Clavia G2: Grain Cloud Delay

Dieses Thema im Forum "Demos / Reviews" wurde erstellt von Tim Kleinert, 15. März 2010.

  1. Ein Effekt-Algorithmus. Das Eingangssignal durchläuft ein 2-Sekunden-Delay (mit Feedbackschlaufe), welches von einer Grain-Engine "ausgelesen" wird, und somit daraus eine granulare Klangwolke generiert. Das Delay kann auch "eingefroren" werden, um stehenbleibende Backgrounds zu generieren. Lustiges Live-Tool.

    Durch Multiplexing von 96kHz auf 48kHz und einem effizienten Grain-Trigger/Envelope-Generator konnte ich 8 Grains aus einem 4-Tap-Delay quetschen. Kombiniert mit "Pseudo-Pitch-Jittering" via subtiler Pitch-Modulation des Eingangssignals (für echtes Grain-Pitch-Jittering fehlte die Rechenpower auf einem DSP) sowie Position- und Panning-Randomisierung ensteht somit eine dichte stereophone Klangwolke. Reverb drauf und fertig ist die Ambient-Suppe. Bon Appetit.

    Das Patch ist, wie alle meine Sachen, auch auf e-m.com publiziert (http://www.electro-music.com/forum/post-287983.html#287983), da steht noch die eine oder andere kleine Info mehr. Ich erlaube mir hiermit auch faulheitshalber, die englische Bedienparameter-Auflistung hier einfach 1:1 zu kopieren.

    Das Ganze passt auf einen DSP.

    :idea: Wer eine kürzere Delay-Zeit bevorzugt, kann dies im Patch ohne weiteres ändern, das Funktionieren des Patches wird dadurch nicht beeinflusst. 2 Sekunden sind jedoch das Maximum, es sei denn man entfernt das Reverb-Modul. (Interessanterweise hat es auch bei den maximalen 2.7 Sekunden immer noch ein paar Millisekunden Speicher übrig, denn das 5ms-Mod-Delay für die Pitch-Modulation des Eingangssignals geht da noch rein.)

    Das Patch ist nicht sonderlich flexibel. Aber wer jegliches Source-Material in Ambient-Suppe verwandeln will, wird damit bedient. Ich steh' halt auf sowas.

    cheers,
    t
     

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