Compression - Geräte

Dieses Thema im Forum "Studio" wurde erstellt von Anonymous, 19. September 2012.

  1. Anonymous

    Anonymous Guest

    Hallo Liebe Musik-Freunde,

    ich bin der Herry und produziere Techno und House, Semi-Profissionell.
    Ich habe schon einiges Veröffentlicht, und möchte mich aber klanglich verbessern.

    Ich habe bereits viel ausprobiert und bin mir meiner Verkabelungen schon ziemlich sicher wie ich es will.
    Habe aber eine frage die meine Geräte betreffen.

    Ich benutze einen EELA-Mixer als Summierer.

    Ich habe drei verschiedene Kompressoren wo ich euch fragen will, was ihr denkt welcher Kompressor für was am besten ist.

    Sprich, am besten für die Kick, Bass, Synthesizer, Drums oder Summe.

    Meine 3 Geräte sind folgende....

    DBX 1066 Compressor/Limiter/Gate - Momentan benutze ich die Linke Seite für die Kick und die rechte für den Bass
    FMR Audio RNLA 7239 - Momentan auf der Summe
    Behringer Autocom MDX 1000 - Momentan für die Drums (Bongos und Co.)

    Für eure Meinung wäre ich sehr dankbar.....

    Grüße der Herry
     
  2. mink99

    mink99 bin angekommen

    Hoi,

    Ich weiss, es ist doof, auf ne Frage mit ner Gegenfrage zu antworten, aber kannst du was mehr über Deinen Mixer erzählen ?

    Gruss Mink

    Ich frage, weil Kompressoren oft eingesetzt werden, wo ein eq und ein bisschen Overdrive schon ausreichen...
     
  3. Anonymous

    Anonymous Guest

    Was soll ich dir über den Mixer sagen...

    Analoger EELA-Mixer mit folgenden Kanalzügen....

    2 * Mono EELA S221
    5 * Stereo EELA S222
    2 * EELA S231
    1* EELA S421
    1* EELA S422


    Ist ein altes Mischpult, denke es kommt aus dem Broadcoastbereich.
     
  4. mink99

    mink99 bin angekommen

    Zunächst einmal,

    sind alles nur persönliche Statementes, gerade Diskussionen über Kompressoren werden schnell religiös....

    Grundsätzlich solltest Du dir ne Patchbay besorgen, und nicht fest verkabeln, so kannst Du jederzeit ohne Kletterpartie was ändern. Dazu gab es etliche Threads hier im Forum. Mit geschickter Verkabelung kann so jedes Gerät sowohl als Insert, als Aux oder im Master eingesetzt werden...

    Zu den Geräten... Kompressoren werden sowohl für das Mastering als auch Klangformend (den Klang modifizierend) eingesetzt.
    • Das DBX ist ein Brot- und Butter Kompressor, ist im Master wohl sehr musikalisch und kann auch klangformend eingesetzt werden. Die spektakulären Sounds kann man nicht unbedingt erwarten, aber solide Wertarbeit....
    • Wenn der DBX Brot- und Butter ist, so ist der Behringer Toast und Margarine. Auf eine Summe oder Subgruppe einsetzbar, aber nicht als Effekt, nur zur Pegelangleichung. Ich weiss aber nicht, ob man ihn übersteuern kann und er dann oberaffentittengeil (tm) klingt....
    • Der FMR ist m.E. der am ehesten klangformende Kompressor.


    wenn meine Annahmen stimmen (ich hätte so nen FMR gerne mal persönlich angetestet, meine Aussagen dazu sind nach "Aktenlage") würde das zu folgender Verkabelung führen:

    • Behringer auf die Summe, nicht weil er da besonders gut ist, sondern weil die beiden anderen an anderen Stellen besser sind.
    • DBX auf nen AUX, für flexibles routing, Drums und / oder Synth etc.... Diesen aber in einen der Stereokanäle zurückrouten, dann kannst Du das komprimierte Signal besser kontrollieren und ggf mittels EQ nachbearbeiten.
    • Den FMR über die jeweiligen Inserts auf die gerade für House kritischen Instrumente, Bass und Kick. Der FMR kann hier wohl am meisten ausrichten...

    Aber wie gesagt, ist alles Glaubenssache, und kann man evtl auch ganz anders machen....

    Gruss

    Mink
     
  5. Anonymous

    Anonymous Guest

    Hallo Mink,

    vielen dank für die ausführliche Antwort.

    Ich habe vor meine frage natürlich im Forum ein bishen rumgestöbert, und natürlich auch die Diskussion um Kompression.
    Und das ende am Lied, war immer das gleiche.....

    Deshalb wollte ich auch die Meinung wissen welcher Kompressor sich für was am besten eignet.

    Eine Patchbay werde ich auf jedenfall nutzen, da ich sehr viele Outboard-Geräte habe, und gerne flexibel bin.
    Da ich bereits viel gelesen habe, fange ich genau da an, das ich erst mal mein Grundsetup zusammenstellen will, und von da aus dann die Patchbay Organisieren möchte.

    Deshalb auch dieser Thread.

    Deine Erklärung zu den Geräten gefällt mir sehr gut, und damit komme ich auf jeden fall weiter.

    Jedoch habe ich eine frage zu deinen Anschlussmethoden.

    Da du schreibst über die Aux-Wege, geht es darum das Signal beizumischen oder es durchzusenden? Routing könnte über den Rechner laufen.

    Beim FMR schreibst du über die Inserts, habe momentan ein Mono Kanal für Kick und ein Mono-Kanal für den Bass, der FMR ist ein Stereokompressor, wollte Kick und Bass eigentlich Mono lassen?????!!!!!

    Ich vertraue diesen Behringer Dingern immer nicht, deshalb hatte ich ihn immer auf einer Subgruppe.....aber eigentlich kann er ja nicht viel kaputt machen? oder?
    Er soll ja nur das ganze Zeug ein wenig zusammen bringen (Hast du da Einstell Tipps?)

    WOWW, text ist ja doch lange.....

    Danke schon mal!!
     
  6. mink99

    mink99 bin angekommen

    Antwort kommt morgen ....
     
  7. Anonymous

    Anonymous Guest

    super, danke
     
  8. mink99

    mink99 bin angekommen

    ok....

    Ich schreib mal ein wenig ausführlicher, nicht dass ich glaube, dass Du das nicht schon kennst, aber ander lesen jetzt auch...

    Klassisch werden Kompressoren als Inserts auf einzelne Instrumente (oder auf die Summe) geroutet. D.h. man hat folgenden Signalfluss

    1.) Instrument --> Mixer(Preamp) --> Kompressor --> Mixer (Rest)

    oder

    2.) Mixer(Out) --> Kompressor --> PA oder Bandmaschine (DAW)

    Dieses Konzept(1) ist noch aus der Zeit, wo Instrumente per Mikrophon aufgenommen wurden. Kompressoren/Limiter dienten primär zur Pegelangleichung und nur ein wenig zum Soundformen. Heutzutage, wo ein Synthesizer oder eine Drumbox den Sound weitgehens selbständig erzeugen kann, wird dier Bedeutung des Kompressors zur Klangformung im elektronischen Bereich wichtiger. (Texno Kiddies nennen das "Bums machen", im Fruity loops gibt es dafür vorgefertigte Effekte).Damit ist zu den Möglichkeiten 1 und 2 noch eine Dritte gekommen, Parallel-Kompression, d.h. der Kompressor wird auf einen AUX-Weg des Mixers gelegt.

    Jeder Mixer, der etwas auf sich hält, und kein reiner Summierer ist, hat 1-n AUX-Wege. Bei den Aux-Wegen wird (pro Kanal) ein Anteil des Signals, dass auf dem Mixer-Kanal anliegt, auf einen Sammel-Bus gelegt , und dieser Sammel Bus wieder in das Master-Signal zurückgespielt (auch ggf auf Gruppen-Kanäle, aber das ist irrelevant hier). Dieser Bus hat einen Einschleifpunkt, in den ein Effektgerät eingehängt wird. Dieses erhält nun anteilig alle Signale, die auf den entsprechenden AUX-Kanal gegeben werden, bearbeitet diese und gibt das bearbeitete Signal in den Master. Der Haupt-Unterschied zu den ersten beiden Szenarien ist, dass bei 1 und zwei das Mischungsverhältnis Effekt / Original im Effekt eingestellt wird, während bei dem AUX das Effektgerät auf 100% wet (reines Effektsignal) steht. Das Verhältnis Effekt / Original wird in dem Mischungsverhältnis Originalkanal vs Aux-Kanal eingestellt, also über den AUX-Pot geregelt.
    Das Einschleifen erfolgt hier üblicherweise über die AUX-SEND und AUX-Return Buchsen. Aber es geht auch anders.
    Man schliesst die Ausgänge des Effektgeräts an einen normalen Mixerkanal an. Achtung, vorher 5 mal checken, ob der AUX-Send diese kanals auch wirklich auf 0 steht, gibt sonst eine Rückkopplung, die Boxen töten kann...
    Dann bestimmt der Fader dieses Kanals den Anteil des (in deinem Fall komprimierten) Signals. Du kannst damit dann das Effektsignal weiter bearbeiten, d.h. mit dem Equalizer "tunen" und ggf auch über den Gain des Kanals eine angenehme oder angemessene (leichte !) Verzerrung ergänzen.

    Ich habe Dir dieses Vorgehen vorgeschlagen, weil Du hier eines der Probleme, das man beim Einsatz von Kompressoren hat, zu einem Feature machen kannst. Kritisch bei Kompressoren ist immer die Attack-Einstellung, d.h. wie schnell der Kompressor auf- und zumacht. Je nach Perkussivität des Signals geht da schon mal was verloren, der Anschlag der Snare z.B. und dann hast Du nur noch eine Matsche. Aber wenn man den Anschlag erhalten möchte, verliert man eventuell wieder die Dichte des Signals, kann also nicht so anfetten, wie man es für nötig hält.
    Da das Originalsignal aber noch erhalten ist, kann man hier beide Signale unter Zuhilfenahme beider EQs mischen. Der Click kommt vom Original-Kanal, der Bums vom Effekt-Return Kanal. Die EQs wären beispielhaft so eingestellt, dass die Bässe und Tiefen Mitten im Originalkanal abgesenkt werden und im FX-Return um den gleichen Anteil wieder angehoben. Du teilst also die Frequenzen des Instruments in "zu komprimierende" und "nicht zu komprimierende"

    Signalweg:
    Code:
    Instrument ===> Mixerkanal +===============================> Master
                               +===> AUX SEND ==> FX ==>+
    ............. +<===================================<+                                                
    ............. +===> Mixerkanal +===============================> Master
    
    Das Beispiel geht von einem Original-Kanal aus, in Reality gibts dann natürlich mehrere, bei denen man, abhängig vom Signal eq'ed. Wird ne verdammte Frickelei, aber ist es wert....

    Jetzt hab ich wieder den Klugscheisser-Orden verdient....

    Mink
     
  9. Anonymous

    Anonymous Guest

    Huhu Mink,

    vielen Dank für die wiedermal ausführliche Antwort.
    So habe ich mir das mit den Kompressoren noch gar nicht angeschaut, AUX-WEGE....
    Habe jetzt erst mal schnell durchgelesen........
    Verstanden habe ich es noch nicht 100%, das wird sich aber jetzt am Wochenende rausstellen, wenn ich vor den Geräten stehe und ausprobiere.
    Ich würde mich dann nochmal melden, bei Rückfrage oder Positivem Feedback (nicht vom Auxkanal :))

    Vielen Vielen Dank

    Und Klugscheisser kannst du ja gar nicht sei, da es ja kein anderen gibt der eine andere Meinung hat.....harr harrrrr

    Herry
     
  10. mink99

    mink99 bin angekommen

    Gerne
     
  11. Zolo

    Zolo Tach

    Oh weia!! Ich hatte den Behringer auch mal und hab ihn verschenkt weil der meiner Meinung nach echt mehr Sound ruiniert als das er irgendwas bringt. Und ich nutze auch gerne mal Billigkompressoren wie den Alesis 3630. Ich würde da eher den FMR auf die Summe legen wenn es sein muss. Ich denke auf die Summe gehört aber ein etwas soliderer und teurer Kompressor meiner Meinung nach. ;-)

    Arbeitest du nicht auch mit dem Rechner, daß du den Mitschnitt mit nem Softwarekompressor premastern kannst ?
     
  12. mink99

    mink99 bin angekommen

    Hast ja recht, aber es ging mir darum, mit den vorhandenen das maximale rauszuholen.

    Natürlich wäre ein zweiter DBX oder FMR besser, aber man kann auf jede Equipment frage nicht Antworten, "dein Zeug ist Müll Kauf dir was anderes"

    Ich bin sicher, der Behringer ist bereits auf der Abschuss-Liste.
     
  13. Anonymous

    Anonymous Guest

    Ja, der Mini hat mir geholfen, mittlerweile sind es 3 FMR, der DBX und der Behringer, der Behringer ist aber tatsächlich auf der Abschuss-Liste....
     

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