Computer als Effektgerät?

Dieses Thema im Forum "Studio" wurde erstellt von DarkFrank, 4. Januar 2018.

  1. Hallo Zusammen,

    vielleicht schon mehrfach gefragt. Wenn ich mir die Preise für Effektgeräte anschaue wie z.B. Eventide ....
    macht es Sinn einen dedizierten Computer zunehmen, Software drauf, Audio INterface anschliessen und Synthis durchrouten. Plug Ins als Effekt Prozessoren zu benutzen.

    Bin ich damit kostengünstiger?

    Da ich eher spiele, als produziere, und gerne die Effekte nutze wäre die Alternative ich packe an jeden Synthi ein paar Gitarreneffekte....

    Was macht Eurer Meinung mehr Sinn?

    Viele Grüße

    Frank
     
  2. olliolli

    olliolli ....

    um erst die sachen zu kaufen nö. wenn du einen laptop und ein interface über hast, probiere es aus.
     
  3. Bei einer nativen Computer-Lösung (sprich, wenn Effekte auf der Computer-CPU berechnet werden sollen) musst du halt auf die Latenz aufpassen, d.h. eine geeignete Computer-Hardware und ein gutes Audio-Interface werden gebraucht. Des Weiteren gibt es Lösungen, wo über den Computer nur gesteuert wird, und Effekte auf spezieller Hardware berechnet werden. Siehe z.B. UA Apollo oder Sonic Core.
     
  4. carboncell

    carboncell ★★★

    Habe beides schon gemacht, bevorzuge aber irgendwie Gitarreneffekte, konkreter mein delay-pedal. Das schließt aber nicht aus, das ich den synth auch mal trocken aufnehme und dann im Computer Effekte drauflege.

    Aufwendigere Effekte im Computer können aber eine spürbare Latenz beim Live-Signal verursachen, muss man testen.
     
  5. Lauflicht

    Lauflicht x0x forever

    Wenn Du lieber spielst und weniger in der DAW Spuren oder Laufzeiten korrigieren willst, dann wäre Hardware sicherlich direkter und "einfacher". Gute Gitarreneffekte gibts auch deutlich unterhalb dem Eventide oder Strymon Niveau, z.B. von TC (digital, reverb, delay) oder EHX (analoger Spass, ...). Wenn Du mehrere Klangerzeuger hast, dann wäre ein kleines Mischpult praktisch, weil Du damit die Pedale via AUX auf die Kanäle routen könntest - dann bräuchtest Du ggfs. nur ein Pedal pro Effekt.

    Alles im PC machen ist aber sicherlich günstiger, auch weil jede DAW schon mit ausreichend Effekten daherkommt.
     
  6. Denke auch, dass du mit einigen schönen Pedalen und nem Mixer mit 4-6 Effektwegen oder alternativ einer Patchbay besser fahren wirst. Gerade die TC´s (Hall of Fame, Flashback) gibts ja gerade als Auslaufmodell für je nur 99€ - und die sind echt klasse! Auch der Corona Chorus für ca. 130€ klingt richtig, richtig gut - und diese drei TC´s sind zudem alle "stereo" - somit perfekt für Synths geeignet. Ein Lexicon MX400 (ca. 280€) kann zwei gertrennte Stereo-Effekte liefern (auch anschlusstechnisch getrennt) und hat neben Standard-Reverbs, Delays, Chorus, Phaser, Flanger, etc. auch noch Dynamikeffekte wie Kompressor und Co an Board. Ebenfalls ein tolles Reverb im Mittelklassebereich ist das EHX Cathedral für ca. 230€. Für das gleiche Geld bekommt man auch die neue Mooer "Ocean Machine". Das Ding hat nen tolles Reverb und zwei Delays - alles getrennt schaltbar. Einziges Manko - ist anschlusstechnisch nur 1x Stereo - also nur als Multieffekt nutzbar, aber dennoch ein geniales Teil...gerade für den Preis. Ach ja, und es hat sogar MIDI, was sonst bei allen anderen nur die Top-Modelle für um die 500€ bieten! Wenns teurer sein darf, da gönn dir ein Blue-Sky oder Big-Sky (beide Reverb) und ein El-Capitan, Time Line oder DIG (alles Delays) von Strymon oder das Eventide H9 (drei Modelle). Das sind edel klingende Anschaffungen fürs Leben, aber die Qualität spricht für sich und man wird damit sicher nicht doppelt kaufen ;-) Wenns etwas günstiger sein soll, gehen auch wunderbar die Tretminen von Boss - einmal das DD-7 Digital Delay sowie das RV-6 Reverb - die liegen je zwischen 140€ und 160€. Oder das Zoom MultiStomp MS-70CDR mit gleichzeitigem Chorus, Delay, Reverb für ca. 100€. Noch günstiger gehts Behringer (ab 30€) - da ist dann aber meist eher mono und klanglich dann doch nicht so gut - aber zum rumklimpern reicht sicher auch das.


    Ansehen: https://www.youtube.com/watch?v=1vlr5QpDA3w



    Ansehen: https://www.youtube.com/watch?v=0ozOeNfPyZs



    Ansehen: https://www.youtube.com/watch?v=dKdt82d1YxI




    Ansehen: https://www.youtube.com/watch?v=TvbF2D5Kpys



    Ansehen: https://www.youtube.com/watch?v=ZCgSc2324Xw



    Ansehen: https://www.youtube.com/watch?v=rLu1WYvmXJU


    Ansehen: https://www.youtube.com/watch?v=BWmqP_-XJKU
     
    Zuletzt bearbeitet: 5. Januar 2018
    cellbiol und carboncell gefällt das.
  7. Kommt drauf an was du machst.
    Wenn du wie ich mit PC als Herzstück und Analoge Synths produzierst,
    dann sind Computer Effekte die beste Lösung.
    Wenn du da Rat brauchst kann ich dir gute in allen Preislagen nennen.

    Wenn du eher ohne PC jambasiert arbeitest, dann werden Hardware Effekte wohl besser sein.
     
  8. carboncell

    carboncell ★★★

    Man, hab ich jetzt Bock auf weitere Pedale kaufen :sowhat:
     
    studio-kiel gefällt das.
  9. hehe ;-) ja, die klangquelle ist fast schon egal für geile sounds. da reicht auch das 50€ keyboard von ebay, wenn geile pedale dahinterhängen :)
     
  10. Meine Synthis haben eigentlich alle eingebaute Effekte, und die sind auch ok bis auf die Reverbs.
    Deshalb habe ich jetzt drei Stück Lexicon MX400 für Reverbs und Delays.
    Gitarreneffekte habe ich zwar auch, aber die nutze ich nur für E-Gitarre und E-Bass, nicht für Synthis.
    Was bei mir aber irgendwann wahrscheinlich noch hinzu kommt, wäre ein digitaler Mixer mit vielen I/O's, um viele Send-Wege für Effekte zu realisieren.
     
  11. Das kann man so nicht sagen. ( in sachen: zitat: .......besser fahren wirst )



    ich meine auch: wenn ein lappy plus VSTs schon da ist.........dann probieren !
    ich hatte das vor ein paar Wochen mal ausgetestet auf nem macbook mid 2010.
    hmm, ich denke als audio out nutzte ich dann das Es-8 ( euromodul ) . zuerst aber ohne Audio interface. Geht am mac prima.

    meine rückschlüsse:
    hardware fest verkabelt fühlt sich *für mich* einfach wohliger an. Ich tu mich da noch sauschwer mit PCs als fX nutzen.
    .....sicher einfach nur ne frage der gewöhnung.
    Klang: ......da kannste die hardware vergessen. sorry
    ein paar heutige gute VSTs blasen mein Space weg und machen eigentlich auch das schon relativ spezielle BAM obsolet.

    wichtigster rückschluss was mir auch schon vorab klar war:
    wegen den unvermeidlichen latenzen ist die lappy-FX geschichte speziell prädestiniert für Hall und Delay.
    logisch nicht ?.....ausser man hat fette hardware und top AIs (RME) denk ich mal.

    ich selbst bin dann soweit gegangen und hab mit dem modular, welches meine Klangsource war, feedbacks gepatcht.
    Also modular ---> Lappy-FX ----> modular.
    das war dann elends geil ! .....und wäre mit modular allein sooo nicht gegangen.

    müsste ich mir heute nen hardware Hall ala Space oder BigSky oder BAM kaufen müsste ich mir das SEHR gut überlegen ob mir eine stompbox noch 500€ wert wäre.
    Ich sags mal so: es wäre auf jeden fall dumm das geld in ne stompbox zu knallen.
    Die zeiten, zumindest fürs studio, haben sich jetzt einfach geändert. Man muss nur erst mal drauf kommne ;-)
    (sagt der, -eigentlich eigentlich-, PC Hasser )


    ich selbst nutzte Live 9 als host, hatte dann mein live intro mit viel mühe auch auf suite upgegraded,
    was heisst ich konnte dann auch M4L devices benutzen.
    Da gibts delays und hall im 30 euro bereich was sowas von dermassen arschgeil ist, da kloppste ne ganze menge an hardware mit in die tonne......gewissermassen.


    ich hab hier also Stompbox FX, modular FX und VST FX im vergleich.
    Ich meine: man arbeitet mit allem einfach anders !
    auch haben die FXe in allen plattformen ihre eigenen stärken und schächen bzw. limitierungen.
    Ein, Das und Das ist das beste gibt es so nicht !.....solche aussagen sind stumpfsinn.
    Das ist Anwender- und im speziellen auch Anwendungsspezifisch. punkt


    weitere Bemerkungen:
    mein macbook mid2010 brachte etwa die DSP power von mehreren Eventide stompboxen. ich lag dann IIRC bei gegen 60% last. Dass ist schon recht geil so.
    das routing was ich mir auf die schnelle in Live9 gepatcht hatte kannste in hardware rauchen............ausser man patcht sich die FX auf ein eigenes Mix wizard oder so.


    end-Fazit: lohnt sich definitiv in richtung lappy oder PC als FX Box aufsetzen ---> zu schielen !
     

  12. Warum so verbissen? Gerade wo du doch selbst - laut Profil - ohne Rechner und mit toller Hardware arbeitest? ... Niemand hasst PCs oder Musik machen am Rechner. Da hast du etwas völlig in den falschen Hals bekommen. Mein "Tipp" war und ist auf die vom Threadstarter beschriebene Lieblingsarbeitsweise - das "Spielen" statt Produzieren - bezogen und mit dem "denke ich" immer noch offen und klar als "eine" Möglichkeit gekennzeichnet, die womöglich gut zum Live-Jammen passen würde. Zudem steht da nicht, dass er bereits einen Laptop mit Interface, Controller, etc. hat - er fragt, ob er mit einem dedizierten, also eigens dafür vorgesehenen Rechner besser fahren würde. Und "nein", das würde er kostentechnisch wohl nicht unbedingt. Da er gern live jammt, ist es ja nicht nur mit Laptop und Software getan - und ein guter Hardware-Hall als Tretmine kostet auch keine 500€, sondern ist - wie in meine zahlreichen Beispielen aufgezeigt, auch bereits für unter 100€ locker möglich. Mit nem kleinen Mixer könnte er diesen dann sogar für alle Instrumente benutzen. Der Eingriff in den Sound ist durch die Haptik ebenfalls - aus meiner Sicht - passender für seine Bedürfnissen. Das Mausgeschiebe und die unendlichen Möglichkeiten überall noch mehr Effekte draufzuklatschen, ist zudem auch ein nicht ganz zu unterschätzender Aspekt - zu viele Möglichkeiten sind oft nachtteilig für das eigentlich gewollte "Spielen" ohne Sorgen. Mit einem von der Leistung her passenden Laptop plus Controller und eventuell noch anfallenden Kosten für gewünschte Plugins liegt man schnell bei sehr viel mehr Geld, welches investiert werden muss. Somit bitte nicht direkt alles als "gesetzt" bezeichnen/aufnehmen. Meine Empfehlung war "eine" Möglichkeit von vielen, aber nicht sofort "das Beste" - denn wir sind ja hier in einem Forum und wollen diskutieren und unterschiedliche Meinungen abgfreigen, die uns vielleicht bei unseren Problemen helfen ;-)
     
    Zuletzt bearbeitet: 6. Januar 2018
  13. micromoog

    micromoog Poggio delle Faine ist fein

    Wenn eh noch investiert werden muss, warum nicht ein Mixer mit internen Effeken.

    Wenn es etwas betagter aber mit tollen Effekten sein darf, zB die Roland VS 2xx0 Serie (2000, 2400, 2480 etc.), da gibt es dann noch ein Digitalmischer mit Recordingmöglichkeit gleich dazu.

    Oder was vergleichbares von Yamaha, Tascam, B., etc.
     
  14. swissdoc

    swissdoc back on duty

    Diese Kisten hatte ich noch nie auf dem Schirm, aber was die FX angeht, sieht es so aus, als hätte Roland dort so etwas wie ein best of der 330er Serie verbaut. Also SRV 330, SDE 330 und SDX 330. Wenn man bei eBay so schaut, so findet man die aber meist in fernen Ländern. Und Roland braucht beim VS2000CD satte 440 Seiten, um die Bedienung zu erklären. Dazu dann noch weitere Docu für z.B. die FX. Einfach geht anders...
     
  15. Moogulator

    Moogulator Admin

    Das ist eine Option, genau so wie die eines iPads als FX - aber es gibt auch wieder und zunehmend sehr gute kleine Effekte in HW, die den Job machen oder ansich ein Computer mit Gehäuse sind - wie man ja schon 3-4 Posts weiter sehen kann.

    Es wäre nur eins wichtig - Latenz - die muss wegen des Jobs 2x genommen werden und dann doch besser einstellig sein, damit das cool ist, so der Klangkram außerhalb passiert und nicht schon im Rechner. Dh - Audiointerface muss sein und zwar ein GUTES. TB nutzen ist hier vermutlich sehr sehr sinnvoll.

    eine "beste Lösung" gibt es nicht, Computer FX sind natürlich flexibel, aber du hast das Latenzproblem und das was immer ein Problem sein kann - Haptik. Aber die Vielfalt ist kaum zu schlagen - aber - viele verschiedene FX zu machen bedeutet auch viele Audiosignalwege zu haben und auch das bedeutet - Audiointerface muss cool sein, klingt sehr nach Motu AVB oder RME oder andere "bessere" - weniger einfache USB 2 Lösungen oder sowas.
     
  16. micromoog

    micromoog Poggio delle Faine ist fein

    Das stimmt grundsätzlich mit der Bedienung, jedoch legt die Doku ja auch ein Schwerpunkt auf das Recording. Nur Mischen und Fx sind da relativ intuitiv, bzw. schneller wie den ganzen 2x 16 Zeichen Displays.

    Die VS Kisten sind in letzter Zeit etwas rar geworden, vor 3 bis 4 Jahren war das relativ inflationär, habe dort auch einen 2480 mit FX Karten für unter 500 geschossen. Für dieses Geld hätte ich allein diesen Fx Umfang nicht in 19 Zoll bekommen.
    Einen 16 Kanal Digitalmischer gab's dann somit kostenlos dazu.
     
    Zuletzt bearbeitet: 6. Januar 2018
  17. Hallo ZUsammen,

    am Wochenende war ich leider offline. Wahnsinn, soviele Antworten und Tips. Einen Mixer von YAMAHA MG 16XU habe ich. Für mich sind sicher die Alternativen zu den teureren Effekte sehr wichtig. Ich werde mich durchhören.
    Meine alten Rolands (JV, XP) haben einiges an internen Effekten, hier fehlt mir noch die Ansteuerung über einen Midi Controller.

    Danke noch mal, ich werde mir die Geräte mal anschauen.

    Viele Grüße

    Frank
     
  18. Mein Onyx 1640i kann Effekte vom Rechner über FireWire übers Pult einschleifen, funktioniert ganz gut.

    Soundcraft 16/22 MTK sollte das auch können.

    Ich steh ja auf diese pult/interface lösungen. Schade, dass es da nicht so viel gibt.
     
  19. !!! GROSSARTIGE PEDAL-SCHNÄPPCHEN !!!

    Bei Woodbrass gibt es gerade die großen "CORE DELUXE"-Effektpedale von NUX mit bis zu 69% Rabatt! Gerade das TIME, das TAPE und das MOD sind, denke ich, für uns Synthfreaks sehr zu empfehlen. Ich hab nach dem Studieren diverser Tests und Videos alle drei Pedale plus ebenfalls herabgesetztes Originalnetzteil geordert - denn günstiger wird man wohl so schnell nicht wieder an diese Top-Pedale kommen...

    TIME DELUXE (38.80€):
    https://www.woodbrass.com/de-de/e-gitarren-effekte-rvrb-dlay-nux-time-core-deluxe-p238827.html

    MOD DELUXE (56.15€):
    https://www.woodbrass.com/de-de/boutique-pedale-chorus- -vibrato-nux-mod-core-deluxe-p238826.html

    TAPE DELUXE (40.40€):
    https://www.woodbrass.com/de-de/e-gitarren-effekte-rvrb-dlay-nux-tape-core-deluxe-p238828.html

    ORIGINAL NETZTEIL (4.80€):
    https://www.woodbrass.com/de-de/key...nux-acd-008a-ac-dc-power-adapter-p208342.html

    Alle Produkte der NUX-Aktion:
    https://www.woodbrass.com/de-de/advanced_search_result.php?keywords=nux
     
  20. beppo

    beppo ...

    Vielleicht noch wichtig, falls du dich für den Weg mit den Bodentretern entscheidest:

    1) Die sind in der Regel für die Pegel und Impedanzen von Gitarren ausgelegt. Einige vertragen auch echte Line Pegel, andere haben etwas mehr Headroom aber spätestens im Aux-Weg vom Mixer zerrt es, bei sehr vielen kommst du um eine Impedanz-/Pegelanpassung nicht herum, sprich du benötigst eine Reamping Box. Es muss bei falsch angepasster Impedanz auch nicht immer gleich Zerren, oft wird auch der Klang unerwünscht verfärbt, manchmal hat das auch seinen Reiz.

    2) Jeder digitale FX verursacht Latenzen, wenn du mehrere hintereinander hängst kannst sich das schon bemerkbar machen, je nach dem, wie empfindlich du da bist. Achtung: je nach Bypass Implementierung hast du die Latenzen auch im Bypass Mode (buffered, true analog usw.)
    Bodentreter immer mit einem ordendlichen Netzteil betreiben, das erspart dir einiges an Problemen und Fehlersuche (Brummen usw.)

    3) Steuerung über Midi: da mußt du oft mehr Geld ausgeben, das haben die günstigen Modelle eher selten

    4) Bedienung: der Reiz an den Bodentretern ist auch die einfache Bedienung und der direkte Zugriff, dem sind aber aus Platz-/Kostengründen oft Grenzen gesetzt. Manche Hersteller haben das gut gelöst (z.B. Zoom beim MS-70CDR), bei anderen lässt du am besten das Handbuch gleich in der Nähe liegen.

    5) Qualität der Effekte: da gilt, bis auf wenige Ausnahmen: mehr kostet. Nimm mal die Qualität der Reverbs beim Zoom und die von einem Eventide: beim Zoom scheppert es, Eventide kann schöne dichte Reverbs liefern die selbst bei langen Reverbzeiten immer noch sehr musikalisch und nicht verwaschen klingen, auch wenn es nicht unbedingt die realistische Raumsimulation ist. Aber: beim Zoom kannst du das Reverb mit bis zu 5 weiteren Effekten kombinieren, und damit wirklich interessante und auch relativ gut klingende Ergebnisse erziehlen. Und du kannst ja auch mehrere Pedale kombinieren und damit spannende Sachen machen. Und oft ist es ja auch einfach nur Geschmacksache, die einen mögen den Sound von A, die anderen lieber den von B.


    Die Frage ist halt: Was kosten z.B 4 Bodentreter + Netzteil + Reamping Box im Vergleich zu einem der gehobenen Preisklasse und wie klingt es dann? Und steigts du da nicht evtl. bei einem Rackgerät besser aus, z.B. mit einem Lexicon MX400, da hast du sogar 2x2 Prozessoren.
     
    6Slash9 gefällt das.
  21. Oh, super - da sprichst du etwas Interessantes an, was ich die Tage wohl auch nochmal hier im Forum als Frage geäußert hätte. Das schnelle Zerren ist mir beim Zoom MS-70 in Zusammenarbeit mit der Volca FM auch öfters aufgefallen. Muss das Volume am Volca bei manchen Effekten um 50% zurückregeln, um es zerrfrei zu bekommen - aber dann wirds halt auch schon echt leise am Ausgang des Zooms. Wie hängen denn Pegel und Impedanzen zusammen? Dachte eigentlich, dass alle Stereo-Pedale auch Line-Inputs gut vertragen und habe am Zoom auch schon vergeblich einen Input-Regler in den Parametern gesucht. Wie sind denn die Impedanzen und Pegelunterschiede bei Gitarre und Synths? Das Problem scheint jedoch eher weniger bekannt zu sein oder? Ich recherchiere wirklich viel und ausführlich, aber das Thema Reamping habe ich noch nirgends zu lesen oder sehen bekommen. Besonders in den ganzen Live Jam- und Demovideos zur Nutzung von Pedalen an Synths (wirklich hundertfach geschaut) habe ich noch nie so eine Reamping-Box mit im Setup gesehen. Gibt ja auch laute und nicht so laute Synths - vielleicht sind die Volcas einfach zu "heiss". Werde das nachher nochmal mit anderen Synths am Zoom testen... Und wie verhält es sich damit eigentlich, wenn ich später meine Pedale über ein Mischpult einschleife und dann den Input über die Sends an die Pedale verschicke? Wie verhält es sich da mit der Impedanz und dem Pegel?

    Beim Zoom scheppern aber diverse Hall-Varianten überhaupt nicht (einige Reverbs schon). Gerade die Emulationen der Eventides, wie das SpaceHole oder Particle, sind butterweich und sehr musikalisch - auch bei extrem langen Hallfahnen. Auch der HD-Hall ist für glasklare Glockensounds ein absoluter Traum, wie ich finde. Hab dazu ja auch im Bereich Demos ein paar Sounds mit der Volca FM und dem Zoom hochgeladen. Für knapp nen Hunni ist das Gebotene qualitativ wirklich top. Man muss jedoch gewillt sein etwas Zeit zu investieren, rumzuschrauben und auszutesten, um das Optimum zu erreichen. Aber das ist bei uns Freaks ja eh meist Standard ;-) Und am Ende ist es - wie immer - auch eine Frage des persönlichen Geschmacks...
     
    Zuletzt bearbeitet: 16. Januar 2018
  22. beppo

    beppo ...

    Ich hab mal nachgesehen: bei mir hängt das Zoom am Modularsystem und ich geh vom VCA raus ind einen aktiver Mixer mit max. -6dBu in das MS-70CDR rein. Darüber fängt es an zu zerren. Wenn ich also mit "echtem" Line Pegel reingehe, dann zerrt es wie verrückt. Aber es reicht den Pegel runterzunehmen, ich muß die Impedanz nicht anpassen. Am Mixer muß dann jedoch die Eingangsempfindlichkeit hoch.

    Prinzipiell sollte es ja bei hochohmigen Eingängen nicht notwendig sein, Impedanzen anzupassen. Der hochohmige Eingang ist ja dazu da, dass die "passive" Elektronik von Gitarren/Bässen/Tonabnehmern nicht mit einem niedrigen Widerstand (wir reden von Wechselstrom, daher Impedanz) belastet wird. Die bildet ja einen Schwingkreis, also sowas wie einen Tiefpass und die Grenzfrequenz hängt wiederum von der Impdanz ab, wenn die niedrig ist, geht die Frequenz runter und der Ton wird dumpf.

    Bei Ausgängen von Synths sollte es in der Theorie egal sein, denen ist ein hochohmiger Eingang egal, sie brauchen ihn auch gar nicht. Wenn man nun einfach den Pegel runterregelt, sollte das mit dem Bodentreter schon funktionieren. Geht bei mir bei einigen Bodentretern nur leider nicht wirklich (z.B. TC Flashback), aber da hilft dann eben eine Reamping Box. Da kann ich dann mit einem weit höheren Pegel reingehen, ohne dass es zerrt. Und ich hab zusätzlich noch eine galvanische Trennung, für den Fall das was brummt. Frag bitte nicht, warum das so ist, ich hab meine E-Technik Vorlesungen in der Unizeit gehasst wie die Pest und alles so gut wie möglich wieder verdrängt :mauer:

    Ich glaub nicht, dass du immer noch so denkst, wenn ein Space zum Vergleich daneben steht. :P

    Aber das Zoom ist schon eine coole Kiste, Delays und Modulation FX klingen gut und die Kombination mach wirklich was her, und für den Preis ist es ein Nobrainer. Ich hab das MS-70 und das MS-100BT, zweiteres würde ich nicht empfehlen, die Amp-Simulationen sind wirklich nicht gut und den Rest der Algorithmen hast du für weniger Geld auch ím MS-70.
     
  23. cool, danke für deine ausführungen :) das ist bei stereo dann aber auch schnell sehr teuer mit dem reamping per di-boxen :sad: beim flashback und hall of fame hatte ich es bisher noch nicht, aber die hatte ich auch noch nicht an den volcas dran :D

    och, ich kenne auch strymons, eventides, etc. - kann sie mir aber nicht leisten. das zoom scheppert für mich bei einigen emus definitiv nicht, aber klar - in gewissen punkten merkt man den unterschied von 100 zu 500€ natürlich. aber so lange ich das für mich gewünschte ergebnis erreiche, ist alles gut...
     
    Zuletzt bearbeitet: 16. Januar 2018
  24. beppo

    beppo ...

    Hab jetz noch mal reingehört, ein paar Reverbs sind beim Zoom tatsächlich sehr sauber, da scheppert (fast) nix. Dafür kann aber das Eventide auch ganz schon scheppern, wenn man will ;-)

    Mir gefällt als bezahlbares Reverb auch das Digitech Polara recht gut, das kann gut mit Line-Signalen umgehen und hängt bei mir direkt am Stage-Piano, das ist schon älter und die eingebauten Effekte sind nicht so gut. Mit dem Polara bekommt man sehr charaktervolle Pianosounds hin, spiel da gern damit rum.
     
    studio-kiel gefällt das.
  25. beppo

    beppo ...

    Ich hab ein paar von denen: http://www.palmer-germany.com/mi/de/DACCAPO-Re-Amplification-Box-PDACCAPO.htm. Die sind nur mono, ich brauch aber (bisher) auch nix anderes. Praktisch: sie sind rein passiv, brauchern also kein Netzteil.
     
  26. jau, das polara steht auch noch auf der liste - auch das obscura altered delay weiß zu gefallen :) puhh - 90 tacken für "eine" di-box? wow :-/
     
  27. beppo

    beppo ...

    Kann ich nicht sagen, hab das Reampen auch noch nie mit einer DI-Box probiert. Bei einer passiven verkehrt herum angeschlossen sollte das aber gehen. Irgendwer schreibt auch, dass die Fame doch etwas Färben soll, da ist die Palmer sehr gut, die hörst du eigentlich nicht. Bekommst du auch schon um 70-75 EUR, aber trotzdem ein stolzer Preis, vor allem, wenn du mehrere benötigst.

    Wie gesagt, ich kenn nur die Palmer und die funktioniert bei mir sehr gut, sowohl direkt an verschiedenen Synths als auch am Aux-Send vom Mixer.
     
    studio-kiel gefällt das.
  28. hab mal direkt bei musicstore nachgefragt und die antwort war: "das sollte wie gewünscht funktionieren!" - den hinweis, dass ich es jedoch umgedreht benutzen muss um den effekt zu erzielen, gabs jedoch nicht - daher bin ich noch etwas skeptisch, aber für 20€ werde ich es wohl mal testen und zur not zurückschicken.