DDRM Deckards Dream CS80 clone

Dieses Thema im Forum "Lötkunst" wurde erstellt von LED-man, 10. Oktober 2017.

  1. swissdoc

    swissdoc back on duty

    @LED-man
    Der Deckards Dream ist sicher ein guter Synth, Curtis CEM3340 befeuert ja auch so manches der alten Schlachtschiffe. Nur wie spezifisch klingt er nach CS80? Dort sind die VCOs ja eben keine CEM3340 und beim Deckards Dream fehlt z.B. der Ringmodulator, vom Unterschied Rackmodul zu Keyboard-Synth mit direktem Zugriff auf jede Menge Spielhilfen mal zu schweigen. Konntest Du mit einem echten CS80/CS60/CS50 direkt vergleichen?

    Neben den Vintage-Kisten sollte ein Baloran The River dem DDRM Paroli bieten können, die speziellen Filter ausgenommen.
     
  2. Naja, Effekte. Delay und Reverb darf wegen mir schon verwendet werden. Auch Chorus.
    Hauptsache überhaupt erstmal gut klingende Demos.
    Es geht ja eben genau darum, dass nicht nur die Theorie zählt sondern das, was hinten rauskommt.
    Und da gibts andere Kandidaten, die einfach geiler klingen, auch wenn sie das theoretisch nicht dürften.

    Firechild hat ja selbst auch ein paar Videos mit dem echten CS80 und das klingt in meinen Ohren schon deutlich anders.
    Wärmer, analoger, organischer.

    Alles, was ich vom DDRM gehört habe klingt dagegen eher harsch, statisch, digital.
    (Im vergleich zu den alten analogen) Klingt natürlich trotzdem gut.

    Das kann man ja mögen, aber es ist eben nicht das, wofür ein CS80 steht.

    Ein Direktvergleich – ich weiß gar nicht, ob das nötig ist.
    Einfach mal gute Beispiele mit analogen warmen Sounds, die man von so einem Clone erwarten kann.

    Ich sage das im übrigen nicht, weil ich das Ding irgendwie bashen will – im Gegenteil.
    Ich finde die Idee und die Umsetzung eigentlich toll.

    Ich würde also gerne eines Besseren belehrt. ;-) (ohne mir einen zu kaufen)
     
    Zuletzt bearbeitet: 9. September 2018
  3. Das finde ich sehr schwierig, da es ja kein Replik ist.
    Da gibt es definitiv Unterschiede.
    Einfach mal zu mir kommen und damit spielen wer Interesse hat.
    Hab auch noch andere Geräte hier zum rumspielen.
    Kaffee gibt’s nicht, nur Espresso.
    Gratis Lötworkshop gibt’s auch damit man danach direkt selber einen DDRM bauen kann.
     
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  4. hairmetal_81

    hairmetal_81 Mitglied in Capt. Obvious' Lambada-Testlabor

    Ein CS80-Besitzer auf der Knobcon.


     
  5. ppg360

    ppg360 fummdich-fummdich-ratata

    Zuerst dachte ich noch, okay, das kann man mit einem Rhodes Chroma auch irgendwie so hinbekommen.

    Es sind aber durchaus Klänge dabei, die ganz eindeutig die Handschrift des CS80 tragen, das muß ich sagen (vor allem dann, wenn es so leicht verstimmt vor sich hin eiert). Das Video zeigt aber auch, wie wichtig a) ein brauchbares Keyboard ist (MIDIBoard!), b) wie wichtig der Ribbon Controller ist, c) wie sehr der Ringmodulator hier fehlt und d) wie wichtig das ergonomische Layout des Originals war -- da war alles am rechten Ort, ohne daß man sich hätte verrenken müssen.

    Natürlich klingt über den Computermonitor alles nicht sehr aussagefähig, aber die Marschrichtung ist offensichtlich.

    Stephen

    PS: 11.09.2000 -- ich fuhr ins Elsass, um einen CS80 abzuholen... 18 Jahre. Wo ist die Zeit geblieben?
     
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  6. hairmetal_81

    hairmetal_81 Mitglied in Capt. Obvious' Lambada-Testlabor





    Und das Linnstrument wieder als grosser Ribbon-Controller!


     
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  7. Feinstrom

    Feinstrom |||

    Das aus deinem Munde ist schon fast ein Ritterschlag!

    Die Performance-Möglichkeiten variieren ja von Player zu Player, will man nicht exaktes CS80-Feeling erzeugen, und den Ringmodulator gibt's ja.

    Das ist ganz oft auch mein Eindruck: Sachen wie "untenrum zu schwach" und so bringt ein suboptimaler Speaker natürlich nicht rüber, derlei Dinge biegt aber ein EQ hin, wenn das gute Stück dann da ist (OK, das ist grob und verfälschend vereinfacht, bevor ich von Nordcore an den Ohren gezogen werde). Aber "die grobe Marschrichtung" ist eigenartigerweise auch auf den billigsten Lautsprechertröten (wie z. B. bei mir: 17 Euro, Computerladen) deutlich wahrnehmbar.
    Geht das nur mir so, oder könnte sich da noch wer outen?

    1987, der Tag des Depeche-Mode-/Front242-Konzerts in Hamburg, der kleine Bert schleppt einen Korg Trident ohne Case durch die halbe Stadt. Unvergessen...

    Schöne Grüße,
    der nun etwas größere Bert
     
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  8. ppg360

    ppg360 fummdich-fummdich-ratata

    Dieses Video zeigt zwei Sachen, die in anderen Demos immer sträflich vernachlässigt werden:

    1. Ein Hallraum ist wichtig -- für jedes Instrument, denn trocken klingt so ziemlich jedes Instrument grausig.

    2. Ein CS80 kann nicht nur Vangelis -- es sei denn, der, der dran sitzt, kann, weiß oder will es nicht besser.

    Aber auch nur fast. Ich werde nicht müde zu betonen, daß die Interaktion mit dem Klang, die der CS80 erlaubt neben dem direkten und intuitiv erreichbaren Zugriff auf wichtige Funktionen wie Ringmodulator, Anschlagsdynamik und Aftertouch, das Geheimnis hinter dem Klang ist, nicht die ziemlich biedere und unflexible Klangerzeugung -- das ist Brot und Butter.

    Die Performance-Möglichkeiten des CS80 sind immer dieselben an immer demselben Ort mit immer demselben Umfang -- wenn Du mit Performance-Möglichkeiten die spielerischen und motorischen Fähigkeiten des Bedienenden meinst, ist es sicher hilfreich, ein C von einem D unterscheiden zu können, wenn man dran sitzt, das stimmt.

    Die Leute in obigem Video konnten das ganz offensichtlich, und sie hatten kein Faible für dicke Griechen.

    Stephen
     
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  9. Feinstrom

    Feinstrom |||

    Ich meinte gar nicht "Performance-Möglichkeiten", sondern eher "Performance-Bedürfnisse".
    Ich zum Beispiel bin für polyphonen Aftertouch zu doof, möchte aber gerne mehrere Parameter per Pedal steuern.
    Aber wir verstehen uns schon: Der Ton will herausgekitzelt sein, ob beim CS80 oder beim DD!

    Äh, und D ist der zwischen den beiden schwarzen, und C ist der links daneben, glaub ich. So merk ich mir das jedenfalls.

    Schöne Grüße,
    Bert
     
  10. Lauflicht

    Lauflicht x0x forever

    Klingt doch echt gut!. Endlich mal spielen ohne Gelaber!

    Das klingt sogar eher überraschend gut. Poly-AT und Eventide H8000 zum schön machen. Gutes Hall-Programm mit extras. :) Buzzy und Bass sind da, denke das OB-6 kriegt das so nicht hin... ausprobieren.

    Weil geil wäre es den DDRM mit einer guten Poly-AT Tastatur und einem Ribbon als EINE Einheit zu haben....

    Muss ich mir jetzt doch einen DDRM löten?
     
    Zuletzt bearbeitet: 13. September 2018
  11. Lauflicht

    Lauflicht x0x forever

    Kombi mit Haken Continuum wären nur 2 Einheiten... Das Rackgehäuse finde ich in der Tat auch eher unpraktisch zum Programmieren. Ggfs. als abgewinkeltes Pultgehäuse hinter dem Keyboard. Das Gerät baut halt leider sehr tief.
     
  12. Die von Hairmetal geposteten Videos finde ich auch gut.
     
  13. Lauflicht

    Lauflicht x0x forever

    Die beiden letzten Beispiele finde ich die mit weitem Abstand besten Beispiele bis dato. Warum kommt sowas so spät? Es müsseten doch einige bereits länger im Umlauf sein oder etwa nicht? Ich erinnere mich, dass die frühen Batches alle ziemlich schnell ausverkauft waren. Wie lange müsste ich derzeit auf einen Bausatz (oder einen gebauten) DDRM warten?
     
  14. hairmetal_81

    hairmetal_81 Mitglied in Capt. Obvious' Lambada-Testlabor

    ...ich warte noch darauf, dass ich ähnlich gelungene Demos auch vom Kijimi finde... [​IMG]