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Die besten Midigeräte um Latenzen zu vermeiden

Hi, bei mir ist eine MPC one der Masteresequenzer. Und da ich damit sechs oder sieben Geräte steuere, glaube ich das ich ein Midigerät benötige was Latenzen ausmerzt oder minimiert. Als midi Gerät an der mpc benutze ich grade ein miditech 8x8.
 
Ein oder 2 Geräte kann man auch mal an ein Thru hängen.
Und mit dem 8X8 hast du doch eh ausreichend Midi Ins/Outs?!
Hast du denn Probleme mit Latenzen?
 
...wichtiger als die beste Hardware ist das Konzept: sternförmig (an einem MIDI-THRU) anschließen, möglichst nicht sequenziell von einem Gerät zum nächsten...

...es kommt sehr selten vor, dass dann MIDI-Latenzen 'hörbar' werden - meist ist das Problem - wenn es ein Problem gibt - eher ein MIDI-Loop...
 
Hast Du mal eine Mehrspuraufnahme Deiner MPC und der von ihr sequenzierten Geräte gemacht? Dann müsstest Du in Deiner DAW deutlich sehen können, ob Du ein Problem hast und wie groß es ist.
 
  • Gute Idee
M.i.a.u.: mooglich
Was sehr gut funktionieren soll, ist die Multiclock von e-rm. Die verwendet ein Audiosignal zum synchronisieren aller angeschlossenen MIDI-Geräte. Habe ich selbst aber noch nicht ausprobiert. Ist leider nicht ganz billig...
 
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M.i.a.u.: mooglich
Was sehr gut funktionieren soll, ist die Multiclock von e-rm

...naja, die liefert halt eine stabile Clock - das sollte die MPC aber auch leisten können - für Latenzen könnte die E-RM hilfreich sein wenn sie einerseits Master ist (und nicht die MPC) und andererseits nur ihre vier Ausgänge genutzt werden...

...der eigentliche Vorteil der E-RM liegt darin, dass sie sich über ein Audio-Interface und ein Plugin (oder eine dedizierte Audiospur) super von einer DAW steuern läßt - dieser Anwendungsfall liegt hier aber nicht vor...
 
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M.i.a.u.: Hans Olo
  • #10
was in Echtzeit Predelay macht

...naja, mit einer Clock wie der E-RM (habe im Studio noch andere die das können) kann man verschiedene Verzögerungen für die einzelnen Ausgänge einstellen - damit können man 'quasi' den einen Ausgang vor den anderen ziehen...

...einfacher wäre dann aber tatsächlich sowas wie Ableton zu nutzen, welches erlauben würde die Clock für einzelne Tracks/Geräte anzupassen...

...allerdings denke ich das wäre in diesem Fall mit Kanonen auf Spatzen geschossen: deshalb die Fragen

- wie wird die MIDI-verursachte Latenz denn hör-/sicht-bar?
- gibt es ein bestimmtes Gerät ab dem beim Zusammenstecken des MIDI-Netzes die Latenz auftritt?
 
  • #11
...naja, mit einer Clock wie der E-RM (habe im Studio noch andere die das können) kann man verschiedene Verzögerungen für die einzelnen Ausgänge einstellen - damit können man 'quasi' den einen Ausgang vor den anderen ziehen...

Richtig, wenn überhaupt kann man sie kompensieren indem man die anderen Suren verzögert, aber sicher nicht aumerzen.

Ich sehe allerdigns nicht, wie man das dann auch für die MPC selbst machen kann, daher halte ich an meiner dummen Antwort grundsätzlich fest.

- wie wird die MIDI-verursachte Latenz denn hör-/sicht-bar?
- gibt es ein bestimmtes Gerät ab dem beim Zusammenstecken des MIDI-Netzes die Latenz auftritt?

man müsste auch erst mal klären, ob das überhaupt an seiner Verkabelung liegt oder ob nicht die empfangenden Geräte einfach unterschiedlich schnell reagieren. Die haben nämlich Verzögerungen im Bereich von ca 1 - 6 ms.

Das "unechte out=thru" Problem einiger Geräte kommt noch on top.
 
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M.i.a.u.: Scenturio und fairplay
  • #13
Die alten 80/90er HW MIDI-Patchbays/Thru-Boxen sind imho immernoch die Besten.
Klar, nicht jeder will sich heutzutage mehr eine fette 1-2HE 19“ Blechbox in ein „modernes“ Desktop dominiertes Setup stellen.

Mit Miditemp, Waldorf, Akai oder auch Roland-Geräten macht man nichts falsch.

Von dieser Kawai-Gurke würde ich abraten.

Im Zweifel kann man auch günstig ein Emagic Unitor/Amt8 schießen und diese als reine Patchbay/Thrubox konfigurieren.
 
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M.i.a.u.: microbug
  • #14
...wichtiger als die beste Hardware ist das Konzept: sternförmig (an einem MIDI-THRU) anschließen, möglichst nicht sequenziell von einem Gerät zum nächsten...
Und wenn schon dann möglichst auf Soft-Thru verzichten
 
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M.i.a.u.: fairplay
  • #15
Mit der mpc und miditech 8x8, wo jedes Gerät seinen eigenen midiport hat, dürfte es doch keine nennenswerten Latenzen geben oder?
 
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M.i.a.u.: Golden-Moon und fairplay
  • #16
Mit der mpc und miditech 8x8, wo jedes Gerät seinen eigenen midiport hat, dürfte es doch keine nennenswerten Latenzen geben oder?

...eben - deswegen ist ja die Frage

- was stellst Du fest? - woran machst Du ein Fehlverhalten fest?
- (wann) ändert sich etwas wenn Du die Verkabelung ein Gerät nach dem anderen neu aufbaust?
 
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M.i.a.u.: fanwander
  • #17
Mit der mpc und miditech 8x8, wo jedes Gerät seinen eigenen midiport hat, dürfte es doch keine nennenswerten Latenzen geben oder?
die Latenzen werden mit Sicherheit schon von den verwendeten Geräten kommen... während eine Yocto 8080 eher so 3 ms Latenz von Midi zu Audioausgabe hat, kommt eine Machinedrum schon auf 7 ms und ein Cobalt 8 auf 30 ms (evtl wurde es in einem späteren update etwas reduziert .. aber es waren immer noch 10+ ms). Ohne spezielle Hardware und
/oder Konzepte wie man das angleicht, keine Chance das zusammenzubringen. Soweit ich weiß bietet die MPC dafür nix an.
 
  • #18
...eben - deswegen ist ja die Frage

- was stellst Du fest? - woran machst Du ein Fehlverhalten fest?
- (wann) ändert sich etwas wenn Du die Verkabelung ein Gerät nach dem anderen neu aufbaust?

Das war mal so ein Höreindruck. Getestet wie umkabeln, Multirecording etc. hab ich bisher nicht. Ich dachte gleich an ein Midigerät was Latenzen vermeidet, verringert usw. Es gibt ja mittlerweile sehr beachtliche Geräte in der Kategorie.
 
  • #20
Ich habe hier auch eine midi solutions T8. Aber die miditech 8x8 passt gut mit der mpc mit den in/outs Ports.
 
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  • #22
Ich dachte gleich an ein Midigerät was Latenzen vermeidet, verringert usw. Es gibt ja mittlerweile sehr beachtliche Geräte in der Kategorie.
man muss halt verstehen wie die funktionieren. Mutmaßlich meine du eine E-RM (jetzt floatingpoint instruments) Multiclock. Die kann halt die 4 clockstreams vor und zurückschieben und generiert basierend auf nem 24ppq Audiosignal aus der DAW (wahlweise über ein eigenes plugin) eine sehr tighte clock.
Die "MidiLatenz" verändert sie nicht.

Die stabiliere und Latenzanpassbare Clocks nützen dir aber nur was, wenn du die an verschiedene Sequencergetriebene Geräte (oder eben Sequencer) schickst.

Klingt kompliziert? Ist es auch ein bisschen.
 
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M.i.a.u.: mooglich und fanwander
  • #23
und miditech 8x8,
Finger weg von dem Ding, nimm was Anständiges wie das ESI M8U eX, da sind die Ports zudem nicht fest, sondern variabel, so daß Du zB auch mehr Ausgänge statt Eingängen haben kannst. Gibts auch als 4er, heißt dann M4U eX und selbst das kann als reines 8x Out Interface laufen.
Beim ESI weiß ich, daß es funktioniert, beim MIDITech hab ich bisher noch keine Berichte gelesen, daß es an der MPC zuverlässig läuft.

Noch so ein Fingerweg-Ding, weil versorgt sich über MIDI mit Spannung, was nicht zuverlässig überall funktioniert, da MIDI nie dafür entwickelt war, Spannung bereitzustellen.

Im Zweifel kann man auch günstig ein Emagic Unitor/Amt8 schießen und diese als reine Patchbay/Thrubox konfigurieren.

Das muß man nichtmal, dank Linux und eines dort vorhandenen Treibers werden diese Emagics nativ als Interface an der MPC unterstützt (und auch an der Maschine Plus).

die Latenzen werden mit Sicherheit schon von den verwendeten Geräten kommen...
Das ist so, und da gibts teils heftige Ausreißer, ich sag nur Roland D-70 und die damit Verwandten Rhodes Model 660 und 760, die allesamt auf dem U-20 basieren (sowohl Elektronik als auch Firmware).

Das Problem bei großen Interfaces ist die zeitgleiche Ausgabe von Daten, dazu haben damals einige Hersteller wie MOTU, Steinberg und Emagic Timestamping-Techniken entwickelt, die zusammen mit entsprechenden Interfaces die Daten vorher übertrugen und per Zeitstempel dann vom Interface entsprechend ausgegeben wurden. Angeblich soll die Basistechnologie dafür gar von Waldorf stammen, zumimdest hab ich das schon öfter mal irgendwo aufgeschnappt.
 
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M.i.a.u.: micromoog und verstaerker
  • #24
Hi, bei mir ist eine MPC one der Masteresequenzer. Und da ich damit sechs oder sieben Geräte steuere, glaube ich das ich ein Midigerät benötige was Latenzen ausmerzt oder minimiert. Als midi Gerät an der mpc benutze ich grade ein miditech 8x8.

... und das geht vermutlich alles in ein Mischpult?

Zumindest nach meiner Erfahrung wirst Du das Setup nicht tight bekommen - also so, dass alle Geräte auf den Punkt kommen. Ich habe hier recht viel Hardware stehen und jeder Synthesizer hat eine andere Latenz. Da bei mir aber alles via Insert an der DAW Bitwig hängt, kann ich diese Latenzen ausgleichen und die Geräte so synchronisieren. Über ein einfaches Mischpult hast Du diese Möglichkeiten ja nicht.

Möglicherweise bringt das synchronisieren via MIDI-Clock da einen Vorteil. Im Grunde müsstest Du die Geräte, die "zu schnell" sind via Delay verzögern. Ein Feedback-Destroyer kann hier vielleicht nützlich sein, der das Signal um wenige Millisekunden verzögern kann.
 
  • #25
Im Grunde müsstest Du die Geräte, die "zu schnell" sind via Delay verzögern.
gute Idee eigentlich... geht ja mit jedem Digtial Delay... Feedback 0, Wet 100% und dann delayzeit in ms einstellen

ist vom handling natürlich ein bisschen Kacke aber es ginge wohl.

Eigentlich ein bisschen traurig das die MPC keine Latenzanpassung bietet
 
  • #26
Die "MidiLatenz" verändert sie nicht.
Das ist der Kern dieses Threads.
@mooglich : Welches genau sind diese "sechs oder sieben Geräte", die an der MPC hängen. Bitte mach uns eine saubere Auflistung. Dann können wir beurteilen, wo mögliche Ursachen liegen.

Mögliche technische Ursachen für akustisch wahrgenommene Timing-Unterschiede sind
1.) Die "MIDI-Latenz": die meisten MIDI-Events belegen etwa 1 Millisekunden den MIDI-Bus. Das bedeutet: wenn Du einen vierstimmigen Akkord sendest, dann kommt die vierte Note 4 Millisekunden nach der ersten Note. Das nimmt man zwar gerade so noch nicht bewusst wahr, aber für den unbewusst wahrgenommenen "Groove" kann da schon was fehlen. Wenn jetzt Pitchbend-Events und vielleicht noch vier oder fünf ControlChange-Events dazukommen, dann sind wir ganz schnell bei 10 Millisekunden. Und das hört man dann definitiv.
2.) Die Umsetzung des eingehenden MIDI-Befehl in ein Klangereignis im Klangerzeuger. Wenn das MIDI-Event im Mikroprozessor des Klangerzeugers angekommen ist, dann fängt der an zu zu rechnen, und produziert zusammen mit der anderen Elektronik dann irgendwann das Klangereignis. Bei rein analoger Klangerzeugung geht das typischerweise schnell. Bei digitaler Klangerzeugung moderner Synths ist das auch kein Problem, aber bei älteren digitalen Instrumenten (aus den 80ern und frühen 90ern), gibt es durchaus ein wahrnehmbaren Verarbeitungsdauer. Die kann dann schon auch mal bei 3 oder 4 Millisekunden liegen. Diese Verzögerung durch die Signalverarbeitung würde man alleine noch nicht hören, aber zusammen mit der MIDI-Latenz summiert es sich dann zu eindeutig wahrnehmbaren Verzögerungen.

Welche Lösung gibt es?
1.) Man schaut, dass es keinen unnötigen MIDI-Events gibt. Beispiel: Per ControlChange-Events soll die Filterfrequenz geändert werden. Man dreht also am Poti des MIDI-Controllers. Das wirkt einfach und praktisch produziert aber eine wahren Maschinengewehr-Salve an ControlChange-Events, die jedes 1 Millisekunde dauern. Wenn man das im Sequencer aufnimmt, dann geht man im Nachgang her und löscht die ganzen Events während der Drehbewegung des Potis wieder und belässt nur das letzte Event, das den letztlich erwünschten Zustand der Filterfrequenz bestimmt.
2.) Man verschiebt alle nicht timing-relevanten Noten-Events im MIDI-Sequencer einfach um einen Tick nach hinten. Alle klangsteuernden Elemente (=ControlChange-Events) und Pitchbends setzt man einen Tick vor(!) die timing-relevanten Noten-Events. Dadurch macht man den MIDI-Strom zu dem Beat-Zeitpunkt frei für die Note-Events die timing relevante Klangereignisse auslösen sollen. Das erfordert aber intensives Bearbeiten der einzelnen Spuren im Sequencer.

Beides erfordert intensives Nachbearbeiten im Sequencer.


Wenn es Dir um eine letztlich zu veröffentlichende Produktion geht, dann kann die Lösung aber viel einfacher sein: Du nimmst alles auf einzelne Spuren in einer DAW auf, und schiebst entweder die Spuren in der Zeitachse so hin, dass das Timing stimmt. Oder Du setzt in den Insert jeder Spur ein Delay und verzögerst jetzt die früh kommenden Sounds so, dass sie mit den zu spät kommenden Sounds gleichzeitig erklingen.
 
  • #27
Ich werde das mal beobachten wie mehrere Geräte/Sequenzer sich verhalten. Den ersten track mit der mpc hab ich überwiegend mit Samples gemacht, oder loops. Jetzt werde ich nur mit midi arbeiten. Meine Idee ist live jamen, kreativ sein mit den Maschinen, und das ganze aufnehmen. Das mach ich direkt in den Mixer.
 

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