Die Hit Formel

Sticki201

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Find ich albern mich drauf zu fokussieren wie man denn nun ein Hit macht. Entweder kommt bei einem einer Mal in sein Leben oder ebend halt nicht. Da hat finde ich keiner von uns Einfluss drauf. Kann ich noch so lesen und studieren wie man den nun macht. Es gibt keine Formel.Alles Quatsch.
 
Find ich albern mich drauf zu fokussieren wie man denn nun ein Hit macht. Entweder kommt bei einem einer Mal in sein Leben oder ebend halt nicht. Da hat finde ich keiner von uns Einfluss drauf. Kann ich noch so lesen und studieren wie man den nun macht. Es gibt keine Formel.Alles Quatsch.
Es soll nach THE MANUAL tatsächlich funktionieren können.
Die Frage ist, ob man das Beschriebene umsetzen kann.

Aber ich verstehe was Du meinst. Wenn alle Lieder nach Schema F produziert werden, ,ird alles immer ähnlicher, bis es selbst der Happy-Rotation-Crowd aus den Ohren hängt.
 

rauschwerk

pure energy noise
Es gibt schon ein Paar Punkte, die man beachten kann/sollte, um sich zumindest in die Richtung guter Verkaufsabsätze begeben zu können:

- Tracklänge um 3:00 bis 3:30 Min (nicht länger)
- was ist gerade in (dance-scene)? was war noch vor Kurzem in? was könnte als Nächstes folgen?
- 4/4 Beat kommt auf dem Dancefloor i.d.R. besser an, als Breakbeat
- Trackaufbau: z.B.: kurzes Intro -> Überg. -> Strophe 1 -> Überg. -> Chorus -> Überg. -> Strophe 2 -> Überg. -> Chorus -> Überg. -> ggf. Chorus extend (instrumental) -> Chorus -> Outro
- Vocals sind heute für einen HIT sehr wichtig - auch wenn es teils nur sinnlose Sample-Vocals sind (früher nicht so sehr)
- Bei Balladen oder langsamen Songs mit akustischer Instrum.-Begleitung ist der Text-Inhalt der Vocals (sinnvoll) wichtig -> bei Dance/Club fast komplett unwichtig .. muss nur gut klingen

..das sind so die Eckpfeiler. Alles Weitere ist Glück und die momentane Akzeptanz in der Gesellschaft.
Bei Dance/Club-Tracks helfen die DJs da sehr, indem sie die Sachen in bestimmten Locations oft spielen -> gutes Bsp. hierfür ist "Mama Laudaaa" (ein fast sinnloses Schlager-Ding, was den Leuten nach enstpr. viel Intus offenbar sehr viel Laune macht) .. dann verkauft sich sowas auch gut. Gut knallen (bei Dance/Club) muss dat ding nur.
 
Zuletzt bearbeitet:

Sticki201

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Beispiel Trio: Die haben das Casio Ding genommen. Davon das erste preset genommen das als Beat diente. Als nicht Mahl selber erfunden. Dann kam der Gesang dazu: Da di Da usw. Fertig. Das ganze passierte aus Spaß und wurde ein Hit was von denen aber nicht gaplant war und auch damit gerechnet hat keiner von denen. Aber es ist einfach passiert. Zur Länge : im Notfall wenn die großen Bestimmer ne Nummer entdecken wo Sie meinen das wird ein Hit kürzen die das Einfach auf 3.30 für's Radio und so. Soviel Mal dazu das man keinen Einfluss drauf hat.;-)
 

rauschwerk

pure energy noise
Oder einfach Schlager produzieren .. da ist sowieso jeder Track wie der andere ;-)
Ob: "da di dada" - oder - "dada di da" .. ist völlig latte. Etwas billiges "dum_dum_dum" drunter legen und gut iss.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es soll nach THE MANUAL tatsächlich funktionieren können.
Drummond und Cauty haben sogar geschrieben, wenn man sich an das Buch hält und das Ergebnis kein Hit wird, erstatten sie einem den Kaufpreis des Buchs zurück.

Es gibt schon ein Paar Punkte, die man beachten kann/sollte, um sich zumindest in die Richtung guter Verkaufsabsätze begeben zu können:

- Tracklänge um 3:00 bis 3:30 Min (nicht länger)
- was ist gerade in (dance-scene)? was war noch vor Kurzem in? was könnte als Nächstes folgen?
- 4/4 Beat kommt auf dem Dancefloor i.d.R. besser an, als Breakbeat
- Trackaufbau: z.B.: kurzes Intro -> Überg. -> Strophe 1 -> Überg. -> Chorus -> Überg. -> Strophe 2 -> Überg. -> Chorus -> Überg. -> ggf. Chorus extend (instrumental) -> Chorus -> Outro
- Vocals sind heute für einen HIT sehr wichtig - auch wenn es teils nur sinnlose Sample-Vocals sind (früher nicht so sehr)
- Bei Balladen oder langsamen Songs mit akustischer Instrum.-Begleitung ist der Text-Inhalt der Vocals (sinnvoll) wichtig -> bei Dance/Club fast komplett unwichtig .. muss nur gut klingen
Außerdem sind nur drei Akkordfolgen erlaubt:
  1. I – V – vi – IV
  2. vi – IV – I – V alias i – VI♭ – III♭ – VII♭ (bevorzugt)
  3. IV – I – V – vi
Ist eigentlich eine und dieselbe, nur mit verschiedenen Startpunkten. Man kann dann noch wählen, ob jeder Akkord einen halben, einen ganzen oder zwei Takte lang laufen soll. Das war's dann aber auch.
 
Vor allem ist das die Axis-Of-Awesome-Akkordfolge. Und selbst die haben nicht alle Lieder gefunden, die diese Akkordfolge verwenden – unabhängig vom jeweiligen Startakkord. Wie gesagt:

I – V – vi – IVI – V – vi – IVI – V – vi – IVI – V – vi – IV
I – V
vi – IV – I – Vvi – IV – I – Vvi – IV – I – Vvi – IV
I – V – vi
IV – I – V – viIV – I – V – viIV – I – V – viIV

Alles dasselbe. Man fängt nur jeweils auf einem anderen Akkord an, aber die Reihenfolge bleibt gleich.
 

Summa

hate is always foolish…and love, is always wise...
Es gibt schon ein Paar Punkte, die man beachten kann/sollte, um sich zumindest in die Richtung guter Verkaufsabsätze begeben zu können:

- Tracklänge um 3:00 bis 3:30 Min (nicht länger)
Ich glaub da gibts massig Gegenbeispiele.

FGTH Relax 3.53
ABBA the Winner takes it all 4.55
Queen Bohemian Rapsody 5.55
DJ Ötzi Anton aus Tirol 3.42
Nik Kershaw The Riddle 3.54
 
Zuletzt bearbeitet:

hairmetal_81

Mitglied in Capt. Obvious' Lambada-Testlabor
Don McLean - American Pie (Part I & II) 8:37
Guns N' Roses - November Rain 8:55
David Bowie - Blackstar 9:57
Meat Loaf - I’d Do Anything for Love (But I Won’t Do That) 11:59


:hifi:
 
Ich glaub da gibts massig Gegenbeispiele.

FGTH Relax 3.53
ABBA the Winner takes it all 4.55
Queen Bohemian Rapsody 5.55
DJ Ötzi Anton aus Tirol 3.42
Nik Kershaw The Riddle 3.54
Don McLean - American Pie (Part I & II) 8:37
Guns N' Roses - November Rain 8:55
David Bowie - Blackstar 9:57
Meat Loaf - I’d Do Anything for Love (But I Won’t Do That) 11:59


:hifi:
Jetzt ratet mal wie viel davon zeitlich jeweils im mainstream Radiosender gespielt wird. ...ach Radio ist ja auch schon von gestern, sorry. :achso:
 

Summa

hate is always foolish…and love, is always wise...
Jetzt ratet mal wie viel davon zeitlich jeweils im mainstream Radiosender gespielt wird
Mainstream Radio - keine Ahnung, wo finde ich das? Wenn ich mit meiner 68-jährigen Mutter einkaufen fahre läuft Sunshine Live, irgendwelche Mixe von irgendwelchen DJs ;-)
 

Summa

hate is always foolish…and love, is always wise...
Wham! - Last Christmas ist aber schon Mainstream, nervt mich jedes Jahr 4.27 Minuten lang, mehrmals am Tag.
 

hairmetal_81

Mitglied in Capt. Obvious' Lambada-Testlabor
Das doofe ist der Text...
Linndrum und DX-Bells gehen sonst eigentlich das ganze Jahr hindurch (noch habe ich mich nicht satt gehört daran.)
 

Summa

hate is always foolish…and love, is always wise...
Die Sounds sind nicht das Problem, auch nicht der Text, für mich sinds eher die Kindergartenmelodien. Egal, es ist erfolgreich und deutlich länger als 3.30 ;-)
 

tom f

*****
die sachen aus dem klf buch - ich habe das hier stehen und vor 20 jahren gelesen sind heute partiell outdated und bezieghen sich auf das damalige pop genere.
weiters geht es ja auch fast nur um konzeptionelle bereiche und weniger um musikalische.

das buch war selber eher teil der ganzen klf aktionskunst und irgendwie auch eine art parodie mit wahrheitsanspruch - so wie vieles das die gemacht haben.

als reale anleitung für einen hit ist das nicht geeignet - eines finde ich aber super, nämlich dass die genau das gegenteil von dem propagieren was und ständig von der industrie vorgesetzt wird:

man soll nämlich nicht selber gross was erfinden oder auch technik ansammeln sondern eine gute idee aus fremden ideen synthetisieren und das geld in leute investieren die das können was sie tun..


also lieber mit einem miesen demo in ein gutes studio gehen und das dort ausfertigen lassen als sich selber 10 jahre unproduktiv mit hardware zu beschäftigen und einen haufen zeugs zu erwerben.


am ende ist das buch auch total unromatisch - bildet aber pragmatisch ab dass es im business keinen schwanz interessiert wie was zustande kommt.


über ein moog vs. oberheim würde klf wohl nicht mal lachen :)
 
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tom f

*****
3:20 ist einfach ein guter pop mittlewert da man da bei 120 bpm idealerwesie die klassiche arrangementstruktur für popsongs unterbringt.

wer jetzt glaubt dass drummond und cauty das kanonisch gemeint habe der hat sich schon von denen verarschen lassen.


warum ich mich das ein bischen auskenne ? weil ich mal die rechte hand des labelchefs bei einem label war das sich mit dem thema gründlich beschäftigt hat und unter anderem auch klf direkt - aktionistisch - zitiert hat. nicht nur mit diesem release:

https://www.allmusic.com/album/chill-out-sabotage-mw0001023714

der klf kenner weiss dass beim original schafe auf der wiese standen :)


wie die zeit vergeht - 20 jahre ist es her.
 

Sticki201

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Interessant ist bei solchen Dingern immer das Sie beim Hören Länger wirken wie Sie eigentlich gehen. Komisch. Liegt's daran weil die da kürzer mehr Variieren im arrangement?
Also weil da in kurzer Zeit mehr passiert wie bei einer 10 minütigen loop basierten zb. Techno Nummer.? Kommt mir jedenfalls so vor. :D
 
Zuletzt bearbeitet:

tom f

*****
Interessant ist bei solchen Dingern immer das Sie beim Hören Länger wirken wie Sie eigentlich gehen. Komisch. Liegt's daran weil die da kürzer mehr Variieren im arrangement?
Also weil da in kurzer Zeit mehr passiert wie bei einer 10 minütigen loop basierten zb. Techno Nummer.? Kommt mir jedenfalls so vor. :D
wahrscheinlich auch deswegen weil sich die 2 themen - strophe und refrain schnell genung aber so langsam wie notwendig alternieren und der spannugsbogen durch die kurzen bridges erhöht wird... man erwartet ja regelrecht die momente - bei einem guten popsong freut man sich auf den refrain.

im prinzip passt das auch - makroskopisch sozusagen - zu gewissen wahrnehumungsphyisiologischen prozessen.

würden die sozusagen meditativen techno tracks mit langen buildups in ermangelung musikalischer varianz diese nicht klanglich durch fades und filterfahrten etc. kompensieren würde man das eh nicht hören wollen.


mfg
 


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