Doepfer A-199 Federhall einbauen

Dieses Thema im Forum "Modular" wurde erstellt von Synthifreak, 11. Februar 2017.

  1. Hallo !
    Ich habe heute dieses A-199 Federhall bekommen. Wie baut man das genau ein,also mit der offenen Seite zur Gehäusewand oder lieber in den freien Raum zeigend ?
    Danke.
     

    Anhänge:

  2. das modul ganz normal ins rack den tank kann man hinlegen oder festschrauben wo man will ..........
    die federn nehmen brummen vom netzteil und auch andere störgeräusche gerne auf ...deswegen möglichst weit weg vom netzteil und andere´n störfaktoren.

    danke . bitte . ihr schonny bremsklotz.
     
  3. Nоrdcore

    Nоrdcore ██████████

    Die Einbaulage ist vom Typ abhängig. Hier ist das horizontal mit der offenen Seite nach unten.
     
  4. Bernie

    Bernie ||||||||||||||||||||||

    hatte sie waagerecht an die Rückseite geschraubt, das funktioniert genauso gut.
     
  5. Bernie

    Bernie ||||||||||||||||||||||

    Werde die Hallspirale aber jetzt nach außen setzen, damit man direkt an den Federn herumspielen kann, so wie beim Moisturizer.
    Befestige ich dann abnehmbar mit Klettband vorne am Gehäuse. Man kann dann auch die Federn gegen andere austauschn, funktioniert nämlich auch mit den größeren Federn vom Moisturizer problemlos und da hab ich auch noch Ersatz rumliegen.
     
  6. Nоrdcore

    Nоrdcore ██████████

    Ähm ... nein. Die Federn der Aufhängung sind für eine Einbaulage optimiert, wenn man dass dann anders einbaut, hängt die Spirale nicht richtig.
    Also: es funktioniert natürlich auch. Aber eben nicht genau so gut. Wobei der Unterschied zugegebenermaßen nicht gigantisch ist...
     
  7. Hallo !
    Danke für die Antworten. Ich habe dazu ein Chinchkabel mit ca.60cm Länge. Wenn ich das nun verbaue wollte ich die Kabellänge von der Bedienplatte bis zum Federhallmodul möglichst kurz halten oder macht das keine Unterschied. Als Platz habe ich mir die Ecke ausgesucht die am weitesten vom Netzteil weg ist.
    Dann noch die Frage,kann ich an das A-199 Frontmodul auch andere Federhallspiralen ankleben kann ,die es ja ab und zu mal im Netz gibt. Denn es wird ja keine Steuerspannung oder so gebraucht sondern nur Audiomaterial via Chinch verwendet.
    Danke.
     
  8. Hat eigentlich schon mal jemand versucht, dem A-199 Cinch-Buchsen auf der Front zu spendieren? Der Platz am unteren Ende könnte ausreichen.
     
  9. Ist ne gute Idee,da kann man immer mal schnell stöpseln.
    Grüße
     
  10. Bernie

    Bernie ||||||||||||||||||||||

    Bin grad dran. Werde mir zwei Chinch-Buchsen einbauen, damit ich von außen Zugang habe und ich an die Federn zum Spielen herankomme.
    Werde dann meine Reservefedern vom Knas Moisturizer verwenden, die ich noch herumliegen habe.
     
  11. Bernie

    Bernie ||||||||||||||||||||||

    Die 4 Federn, mit denen das System frei hängend montiert ist, sind so stark gespannt, das da auch bei senkrechter Montage nichts igendwo anschlagen kann.
    Wie schon geschrieben, es macht tatsächlich keinen Unterschied, habe es ausprobiert.
    Das kann mit längeren Federn vielleicht anders sein, aber nicht mit dem Original Doepfer Federtank des A.199, der ja von Accutronics ist.
     
  12. Es wäre großartig, wenn du das hier posten würdest, sehr gern auch mit Foto. Und: ich meinte natürlich, dass es am oberen Ende der Frontplatte passen müsste. Was ja noch viel passender ist, denn die Hallspirale könnte gut oben auf dem Modularcase liegen.
     
  13. Nоrdcore

    Nоrdcore ██████████

    Du hast den Klirrfaktor über die Aussteuerung gemessen?
    (Es geht dabei ja, wie man bei Accutronics nachlesen kann, um die Lage des Magnetteils in der Antriebs- bzw. Empfängerspule. Das ist halt immer minimal unterschiedlich justiert, ja nachdem wie rum die Kiste nachher hängen soll. )
     
  14. Bernie

    Bernie ||||||||||||||||||||||

    Die Leute erzählen ja viel, wenn der Tag lang ist.

    Habe natürlich nicht gemessen, konnte aber keinen hörbaren Unterschied vernehmen können.
    Die Federn sind relativ straff gespannt und hängen vieleicht maximal 1 mm durch. Das bischen macht doch keinen Unterschied, ob die senkrecht, waagerecht oder kopfüber montiert werden. Das kann vielleicht bei 30cm langen federn was ausmachen, aber die sind doch so kurz ...
    Wo soll eine Beeinflussung denn herkommen?

    Federhall gehört ja jetzt auch nicht so sehr zu den High-End Effekten, das soll ja etwas trashig und LoFi klingen.
     
  15. serge

    serge ||||||||||

    Das erzähle man den Benutzern eines AKG BX-20 oder BX-25… ;-)

    [​IMG]
    [​IMG]
     
  16. Nоrdcore

    Nоrdcore ██████████

    Solche technischen Unterschiede kann man nicht sinnvoll per Gehör beurteilen, das ist Zeitverschwendung.
     
  17. Nоrdcore

    Nоrdcore ██████████

    Das ist aber letztlich kein "richtiger Federhall" mehr. Der Witz am Federhall war doch, das er recht klein und billig war.
    Die AKG sind vom Aufwand und der Größe ja schon fast wie eine Hallplatte.

    Ich bin ja mit Heimorgeln aufgewachsen, insofern stehe ich mit dem Sound, gerade der kleinen/kurzen Spiralen, etwas auf Kriegsfuß. Den Sound habe ich damals halt als billig-schlecht gelernt, und so höre ich ihn heute auch noch.
    Irgendwelches positives Vintage-Low-Fi kann ich dem nur schwer abgewinnen.
     
  18. serge

    serge ||||||||||

    Nicht ganz – das Argument "klein und billig" trifft auf die Entwicklungsrichtung der Federhalleinheiten für Gitarrenverstärker zu, für die Studiofederhallgeräte wie die von AKG, das "Great British Spring Reverb" oder das Roland RV-200 gilt es nicht: Bei diesen wurde versucht, aus dem Konzept "Federhall" das damalige technische Optimum herauszuholen, wodurch sie zwar ungleich größer als ihre Brüder in den Gitarrenverstärkern wurden, aber eben noch deutlich kleiner und günstiger als Hallplatten oder gar echte Hallräume es waren (von digitalen Hallgeräte mal ganz abgesehen).

    Abgefahren – bei uns war auch die Heimorgel vorm Synthesizer im Haus, trotzdem schätze ich den Federhall nach wie vor – sei es den eher schmutzigen in meinem EMS AKS oder den sehr sauberen im Isms.

    Manchmal muss es eben Korn statt Cognac sein.

    Und man bedenke: Alle klassischen Tomita-Alben, also 
    "Snowflakes are dancing" (1974: Debussy),
    "Pictures at an Exhibition" (1975: Mussorgsky),
    "Firebird" (1975: Strawinsky, Debussy, Mussorgsky),
    "The Planets" (1976: Holst),
    "Kosmos" (1977: Williams, Strauss, Wagner, Honegger, Ives, Grieg, Dinicu/Heifetz, Bach, Rodrigo),
    "The Bermuda Triangle" (1978: Prokofiev, Williams, Sibelius ) und
    "Daphnis and Chloe" (1979: Ravel)
    haben ausschließlich Federhall verwendet: AKG BX-20 und Moog 905 Reverberation, später dann noch Roland Space Echo sowie Roland RV-200. Die Klangqualität ist alles andere als trashig oder low-fi.

    Man höre einmal die drei Stücke von der "Bermuda Triangle" ab 15:53 – nur Federhall:
     
  19. starling

    starling Guest

    Ich mag den Sound von wirklich guten Springs und Plattenhall.
    Wenns nicht so umständlich in der Nutzung für mich wäre (und relativ teuer) würde ich mir sowas besorgen,
    wegen des Klangs.
    Ich warte ja noch drauf daß ein gewisser User Zeit findet sein schweizer Spring Reverb mal abzusamplen
    und das File frei zu geben... ;-)
    Die ganzen Models sind auch irgendwie nix, die modeln meistens nur halbherzig nur eine einzelne Feder.
    (Selbst wenn man bei Eventide einen Parameter für die Anzahl der Federn hat, das ist Marketingbeschiß).

    Was ich mich Frage ist ob's einen Unterschied im Sound macht wenn man die hochkant mounted,
    da müsste ja die Gravitation etwas den Nachhall dämpfen -?
     
  20. Bernie

    Bernie ||||||||||||||||||||||

    Irgendwelche theoretischen Messwerte haben mich noch nie besonders interessiert, für mich da zählt nur, wie es am Ende dann klingt.
    Das betrifft doch viele Bereiche und besonders in der Analogtechnik sind es fast immer die unperfekten Dinge und Artefakte, die einen ganz besonderen Sound ausmachen. Ich verlasse mich da nur auf meine Ohren, alles andere ist mir schnurz.
     
  21. serge

    serge ||||||||||

    Hier noch zwei Beispiele für die Klangqualität, die mit einem aufwändig konstruierten Federhall erreicht werden kann – selbst mit perkussiven Signalen: