Einsteiger - "Welcher Synthesizer"-Tipps

Martin Kraken

Anfänger
Also ich möchte gar kein Hardware-Synth haben. Aber manchmal ist auf Ebay irgendein Synth doch für sehr wenig Geld zu haben. Ich hatte mal vor Urzeiten ein DX7 und das war es dann auch schon mit meiner Hardware Erfahrung, habe mich nie für Hardware (außer Grooveboxen) interessiert. Nun will ich hier aber mithalten und wenigstens einen Hardware-Synth besitzen (gut ich habe schon welche in Grooveboxen), auch weil ich meinem Kind mal anschaulich zeigen will wie sich das so verhält mit den Harmonien der Wellenformen. Ok, das ist vielleicht Alibi, vielleicht will ich mir auch einfach mal was kaufen. Ich interessiere mich vor allem für den didaktischen Wert und wie viel ich für mein Geld bekomme. Ich will nicht den super duper analogen Monosynth, eher Poly aber mit viel Schaltern. Also wir sind hier in der Preiskategorie unter 250 Euro gebraucht.

Das sind so die Synth in der Preiskategorie, die ich bis jetzt so ausgemacht habe:

M-Audio Venom
Alesis Micron
Roland Gi
Roland Gaia
Roland System 1
Microkorg
Waldorf Bloefeld

jetzt würde ich gerne wissen, ab wie viel Euro diese Geräte ein no-brainer sind. Also z.B. Alesis Micron für 200 Euro...lohnt sich? Oder ein Roland Gi für unter 200 Euro oder ein System ein unter 300 Euro? Ich will damit nicht ernsthaft Musik machen, nur halt ein bissel mehr als eine Kombination aus 2-3 Volcas sollte er schon können. Ihr könnt gerne noch weitere Beispiele hinzufügen die in dieser Preisregion liegen.
 
Hab' die aktuellen Gebrauchtpreise nicht im Kopf:
Novation Xiosynth 25, lässt sich recht gut direkt am Gerät programmieren, der von dir erwähnte Micron eher nicht so gut. Ultranova ist auch gut direkt am Gerät zu programmieren, miniNova (selbe Synth Engine) bekommt man mit etwas Glück neu schon für zwischen €280-300 direkt am Gerät geht Sounds anpassen, aber programmieren würde ich Sounds so nicht wollen.
Reface DX kann ich empfehlen, ist vom Zugriff doch ein ganzes Stück was direkter als ein DX7 oder Reface CS ist sehr direkt was den Zugriff auf die Parameter betrifft.
 
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Hab' die aktuellen Gebrauchtpreise nicht im Kopf:
Novation Xiosynth 25, lässt sich recht gut direkt am Gerät programmieren, der von dir erwähnte Micron eher nicht so gut. Ultranova ist auch gut direkt am Gerät zu programmieren, miniNova (selbe Synth Engine) bekommt man mit etwas Glück neu schon für zwischen €280-300 direkt am Gerät geht Sounds anpassen programmieren würde ich Sounds so nicht wollen.
Reface DX kann ich empfehlen, ist vom Zugriff doch ein ganzes Stück was direkter als ein DX7 oder Reface CS ist sehr direkt was den Zugriff auf die Parameter betrifft.

Novation Xiosynth 25 und Reface DX habe ich bei Ebay noch nicht gesehen. FM muss auch nicht unbedingt sein, da reicht mir meine Volca FM und FM finde ich jetzt auch keinen guten Einstieg.
 
Poly mit vielen Knöpfen zum Schrauben, ich befürchte da wird's selbst gebraucht unter 300 eher eng... Mono schon eher wenn auch von Ratiopharm...
 
:denk:


Du wolltest was mit vielen Schaltern und Knoepfen, also faellt der schonmal raus.


Das Teil hier vielleicht? Ist sogar von nem Haendler mit 1 Jahr Gewaehrleistung: https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s...eys-arp-fx-vocoder-gewaehr/1669501999-74-7179
Ok ja, cool, etwas über meine Budget, jetzt brauche ich aber Vergleiche. Z.B. wo ist der Unterschied zu einem Gaia oder einem System 1 die alle unter 300 Euro sind, gebraucht bekomme ich für 330 Euro auch eine Roland Xi, der müsste doch besser sein, da so viel neuer? Gebt mal Vergleiche auf Software Ebene, wo bin ich da mit den Geräte sagen wir mal von Halion, über die Diva bis Massiv. Was ist mit den von mir genannten Geräten, wo sind da die Fehler, dass sie so günstig sind und ab wie viel Euro würdet ihr sie trotzdem in Betracht ziehen für einen Anfänger.

vielleicht ein gebrauchter Virus B oder Nordrack 1, hab aber keine Ahnung wie die aktuell gehandelt werden.

Ich glaube kaum, dass die in dieser Preisregion sind, die sind doch eher "gesucht".
Nicht viele Knöpfe etc. aber ansonsten ein solider Synth, den du vielleicht noch knapp in deinem Preissegment finden könntest.


Ein Schlachtschiff wollte ich eigentlich vermeiden. Aber um da mal nachzuhaken, warum M1 und nicht...sagen wir eine andere Nummer oder eine Wavestation?
 
Also für den angesprochenen didaktischen Wert würde ich aus der genannten Liste den Gaia präferieren, das ist in der Tat (für mich) eine Schnellschraubkiste, recht übersichtlich und durch die drei Soundsektionen + Effekte + Arp mit vielen ArpPhrasen bekommt man schon tolle Sounds hin. Der Gaia hat kein Display, d.h. ein paar Affengriffe muss man sich schon merken oder auf einem Handzettel daneben legen.

Der Blofeld wäre zwar auch günstig und weit mächtiger als der Gaia, jedoch ohne zusätzlichen Controller pures Menü-Diving, wenn auch die Menüs aus meiner Sicht recht logisch aufgebaut sind. Auf den vollmundigen Multimode würde ich bei dem Synth aber verzichten, sonst geht dem irgendwann die Rechenpuste aus.

Die vom Bernie genannten Nordlead(Rack) und Virusse unterscheiden sich schon nochmal gehörig in der Ausstattung, wobei ich den Nordlead als den einfacheren Synthie empfinde (Ich hatte den Nordlead 2 und Virus C, aktuell nun Nordlead A1 und Virus Ti). Der Virus kann schon merklich mehr, hat aber für meinen Geschmack an manchen Stellen eine unglückliche Konzeption zwischen Direkteingaben und Menüpunkten und auch das merkwürdige Speichermanagement, das nur die ersten beiden Bänke direkt beschreibbar sind kann bisweilen nervig sein. Im Grunde sind die beiden aber schon raus, weil du die nicht für 250€ bekommst.

Zu den angefragten Unterschieden, sehr oft unterscheiden sich die Geräte eben in der Ausstattung, also, wieviele OSC (VCO) mit wievielen Wellenformen ggf +Rauschgenerator, ggf + Wavetable, ggf + (eigene) Samples als Wellenformen, wieviele LFO, wieviele Hüllkurven, gibts eine Mod-Matrix und wieviele Ziele kann die, sind ggf noch Effekte mit an Bord, gibts einen odere mehrere Arpeggiatoren u/o Sequencer.
 
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Also für den angesprochenen didaktischen Wert würde ich aus der genannten Liste den Gaia präferieren, das ist in der Tat (für mich) eine Schnellschraubkiste, recht übersichtlich und durch die drei Soundsektionen + Effekte + Arp mit vielen ArpPhrasen bekommt man schon tolle Sounds hin. Der Gaia hat kein Display, d.h. ein paar Affengriffe muss man sich schon merken oder auf einem Handzettel daneben legen.

Der Blofeld wäre zwar auch günstig und weit mächtiger als der Gaia, jedoch ohne zusätzlichen Controller pures Menü-Diving, wenn auch die Menüs aus meiner Sicht recht logisch aufgebaut sind. Auf den vollmundigen Multimode würde ich bei dem Synth aber verzichten, sonst geht dem irgendwann die Rechenpuste aus.

Die vom Bernie genannten Nordlead(Rack) und Virusse unterscheiden sich schon nochmal gehörig in der Ausstattung, wobei ich den Nordlead als den einfacheren Synthie empfinde (Ich hatte den Nordlead 2 und Virus C, aktuell nun Nordlead A1 und Virus Ti). Der Virus kann schon merklich mehr, hat aber für meinen Geschmack an manchen Stellen eine unglückliche Konzeption zwischen Direkteingaben und Menüpunkten und auch das merkwürdige Speichermanagement, das nur die ersten beiden Bänke direkt beschreibbar sind kann bisweilen nervig sein. Im Grunde sind die beiden aber schon raus, weil du die nicht für 250€ bekommst.

Zu den angefragten Unterschieden, sehr oft unterscheiden sich die Geräte eben in der Ausstattung, also, wieviele OSC (VCO) mit wievielen Wellenformen ggf +Rauschgenerator, ggf + Wavetable, ggf + (eigene) Samples als Wellenformen, wieviele LFO, wieviele Hüllkurven, gibts eine Mod-Matrix und wieviele Ziele kann die, sind ggf noch Effekte mit an Bord, gibts einen odere mehrere Arpeggiatoren u/o Sequencer.
Vielen Dank, das war schon mal hilfreich. Also man muss sich das so vorstellen, ich sitze vor meinem Nektar P4 und habe quasi alles gemapped von z.B. Massiv bis Pigments, wie weit runter muss ich meine Ansprüche schrauben? Wo ordnen sich diese Synth bis 300 Euro ein? Ich schwanke gerade zwischen einer Gaia und einem System 1, wahrscheinlich weil ich optisch sehen kann, welche Funktionen es gibt. Eigentlich will ich auch nicht zu viel nachdenken, irgendwo will ich mich auch überraschen lassen. Könntet ihr die Liste mal durchgehen, ab welchem Preis die einzelnen Synth quasi ein no brainer sind und vielleicht die angegebenen Synth für euch ranken. Also z.B. „für 200 Euro würde ich mir auch ne Gaia kaufen“ etc.
 
Vielen Dank, das war schon mal hilfreich. Also man muss sich das so vorstellen, ich sitze vor meinem Nektar P4 und habe quasi alles gemapped von z.B. Massiv bis Pigments, wie weit runter muss ich meine Ansprüche schrauben? Wo ordnen sich diese Synth bis 300 Euro ein? Ich schwanke gerade zwischen einer Gaia und einem System 1, wahrscheinlich weil ich optisch sehen kann, welche Funktionen es gibt. Eigentlich will ich auch nicht zu viel nachdenken, irgendwo will ich mich auch überraschen lassen. Könntet ihr die Liste mal durchgehen, ab welchem Preis die einzelnen Synth quasi ein no brainer sind und vielleicht die angegebenen Synth für euch ranken. Also z.B. „für 200 Euro würde ich mir auch ne Gaia kaufen“ etc.

ein System 1 kann ne Menge , klingt gut .. würd ich wohl kaufen an deiner Stelle


M-Audio Venom - Schrott
Alesis Micron - Schrott
Roland Gi - Schrott
Roland Gaia - naja geht so
Roland System 1 - Super
Microkorg - Schrott
Waldorf Bloefeld - Cool
 
Zuletzt bearbeitet:
WALDORF BLOFELD...ganz klar. Is auch der einzige, den ich aus der Liste besitze!
Aber ich berufe mich da, alibimäßig, auf dein Kind :mrgreen:
Grade bezüglich des wie schon beschrieben, logischen Menudivings. Der Blo is der einzige meiner Synths, bei dem ich die Parameter/-veränderungen grafisch sehe.
Egal, ob's jetzt die ADSR, Bandpass, Tiefpass, Kammfilter, Resonanz, Sinus/Dreieck/LFO usw usw Signalformen sind. Man sieht die Form und die Veränderung sobald man am Regler dreht...GENIAL.
Da packt einen sofort der Spieltrieb...der "Ahhhhso" Effekt dominiert. Als Kind hätte ich meine helle Freude an soner Kiste gehabt, jetzt ist es halt das Kind in mir. Ich weiß nicht wie die anderen Synths auf deiner
Liste grafisch ausgestattet sind. Aber irgendwas ausser LEDs die flackern und an-/ausgehen würde ich mir als Kind schon wünschen :)
Und gutklingen tut er auch und durch die (erweiterbaren) Wavetables ist er auch für tiefgehende Spielereien bestens gerüstet.
 
Ich hab mit dem Teil Sounds gebaut, die ich bislang mit keinem anderen nachbauen konnte.
Die Modmatrix ist nicht ohne.
 
Für Einsteiger würde ich den Minibrute in Betracht ziehen. Alle Funktionen im sofortigen Zugriff. Und der Sound ist unique. Für 190 EUR gebraucht ein superfaires Angebot.
Dazu noch nen Yamaha Reface CS für ca. 220-250 EUR. Super flexibel, sehr guter Sound.
 
Ein Schlachtschiff wollte ich eigentlich vermeiden. Aber um da mal nachzuhaken, warum M1 und nicht...sagen wir eine andere Nummer oder eine Wavestation?

Wavestation geht genauso gut (habe aber den Eindruck, die sind immer etwas teuer als die M1). Und so gross ist die M1 nicht. Wenn du ein polyphones Gerät willst um Harmonik lehren, sind 5 Oktaven meiner Ansicht nach durchaus sinnvoll.
 
Für Einsteiger würde ich den Minibrute in Betracht ziehen. Alle Funktionen im sofortigen Zugriff. Und der Sound ist unique. Für 190 EUR gebraucht ein superfaires Angebot.
Dazu noch nen Yamaha Reface CS für ca. 220-250 EUR. Super flexibel, sehr guter Sound.

Entspricht aber nicht den Anforderungen, die er oben genannt hat.

PS: Sehe gerade, dass seine Anforderungen sich über den Thread verändern....
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
😱

mit 3 Volcas kann man aber schon ne ganze Menge machen ...
Ok, da ich vier Volcas (FM,Bass,Drum und Sample) besitze wäre das also keine großer Unterschied zu den oben genannten? Mal davon abgesehen, dass die Volcas rauschen wie Hölle, wie würde man jetzt die 3 (ohne Sample) im Ranking sehen, z.B. im Vergleich zum ganzen Schrott.
ein System 1 kann ne Menge , klingt gut .. würd ich wohl kaufen an deiner Stelle


M-Audio Venom - Schrott
Alesis Micron - Schrott
Roland Gi - Schrott
Roland Gaia - naja geht so
Roland System 1 - Super
Microkorg - Schrott
Waldorf Bloefeld - Cool

Ok, endlich mal eine hilfreiche Aussage, könntest du noch 2-3 Stichpunkte geben warum die einzelnen Synth gut oder schlecht sind, ab welchem Preispunkt du z.B. eine Gaia noch kaufen würdest und bis wie viel ungefähr ein System 1.
Deswegen baut Korg den auch seit 2002. Liegt seit 19 Jahren wie Blei in den Regalen.

Wo würdest du den einsortieren?
Für Einsteiger würde ich den Minibrute in Betracht ziehen. Alle Funktionen im sofortigen Zugriff. Und der Sound ist unique. Für 190 EUR gebraucht ein superfaires Angebot.
Dazu noch nen Yamaha Reface CS für ca. 220-250 EUR. Super flexibel, sehr guter Sound.

Minibrute ist auf jeden Fall eine Überlegung, aber ein Monosynth, Monosynth ohne irgendwelche Zusatzhardware stelle ich mir ziemlich langweilig vor. Aber für 190 Euro natürlich viel Synth, kommt in die nähere Betrachtung. Wenn ich jetzt Reface und Volca FM sehe, wie viel Unterschied gibt es da? Ist FM wirklich für den Anfang so gut? Der Korg ist gebraucht ziemlich teuer, etwa auf gleichem Niveau wie Gaia und System 1, ist er auch etwa in der gleichen Liga?
Wavestation geht genauso gut (habe aber den Eindruck, die sind immer etwas teuer als die M1). Und so gross ist die M1 nicht. Wenn du ein polyphones Gerät willst um Harmonik lehren, sind 5 Oktaven meiner Ansicht nach durchaus sinnvoll.

Ok, das ist hilfreich, die Dinger sind also nicht komplett veraltet und wenn ich etwas neues kaufe, wie z.B. ein Roland System 1 oder ein Microkorg spiele ich nicht in einer völlig anderen Liga? Ich meine die Dinger sind 30 Jahre alt. Kannst du den M1 und die Wavestation mal so im Ranking einordnen? Mit Harmonien meinte ich jetzt die der Oszillatoren. Ein E-Piano haben wir schon, da will ich eigentlich nicht hin.

WALDORF BLOFELD...ganz klar. Is auch der einzige, den ich aus der Liste besitze!
Aber ich berufe mich da, alibimäßig, auf dein Kind :mrgreen:
Grade bezüglich des wie schon beschrieben, logischen Menudivings. Der Blo is der einzige meiner Synths, bei dem ich die Parameter/-veränderungen grafisch sehe.
Egal, ob's jetzt die ADSR, Bandpass, Tiefpass, Kammfilter, Resonanz, Sinus/Dreieck/LFO usw usw Signalformen sind. Man sieht die Form und die Veränderung sobald man am Regler dreht...GENIAL.
Da packt einen sofort der Spieltrieb...der "Ahhhhso" Effekt dominiert. Als Kind hätte ich meine helle Freude an soner Kiste gehabt, jetzt ist es halt das Kind in mir. Ich weiß nicht wie die anderen Synths auf deiner
Liste grafisch ausgestattet sind. Aber irgendwas ausser LEDs die flackern und an-/ausgehen würde ich mir als Kind schon wünschen :)
Und gutklingen tut er auch und durch die (erweiterbaren) Wavetables ist er auch für tiefgehende Spielereien bestens gerüstet.
Was ich beim Bloefeld noch nicht so ganz verstehe ist der Offline-Reiz. Also für unter 300 Euro bekommt man nur die Desktop-Variante. Wie vergleicht sich das denn z.B. gegen die ganzen Software Synths. Mit Keyboard fände ich das wieder gut, aber da liegt man bei bestimmt 400 Euro. Aber so weit ich das verstehe ist der Bloefeld der Synth mit den meisten Möglichkeiten, aber halt Digital (ok, andere auch, aber die haben wenigstens ein Keyboard),

Ich bräuchte mehr so Rankings und den Vergleich zu Soft-Synth, da kenne ich mich nämlich etwas besser aus.
 
Novation X Station 25 /49/61

hab die 25er für 150 Euro bekommen
Einfach nur Bombe.
Guter Arp
Effekte
direkter Zugriff auf zwei Hüllkurven
 
Deswegen baut Korg den auch seit 2002. Liegt seit 19 Jahren wie Blei in den Regalen.
Ich nutze ihn seitdem - und gern. Für Einsteiger wäre wohl etwas mit klarer Linie einfacher - im Stile Jupiter 8 - oder ähnlich (es gab sowas auch, der MS2000 - aber der ist auch größer - dafür mit Knöpfen - aber ist dasselbe wie Microkorg 1:1 plus Modulations-Sequencer). Dh - in klein oder groß, in teuer oder billig wäre das schon gut - System 1m / 8 - UDO Super 6, solche Synths sind ansich gut zum lernen und anfassen - meist sind diese Art von Synths auch zu teuer - aber nicht alle. Der Microkorg ist beliebt wegen seines Formats und der vollständigen Ausstattung (LFOs und EGs schnell und mit vielen Digital-Extras, die ein Standard-Synth so braucht wie Sync, FM, Ringmod). Deshalb war er lange eine gute Wahl. Der Sound war sogar leicht rauh - aber das war sogar stilprägend - es gibt etliche Stücke und Livebands - da bin ich nicht allein.

Man kann den aber nicht mögen, weil er zwar weich klingen kann aber er eben auch sehr VA ist. In einer Zeit, wo das auch noch eine Rolle spielte.
Das ist schon was anderes heute mit System 1m oder sowas, die heutige VA-Generation klingt schon anders. Nachvollziehbar.

Zum Thema::
ich würde von denen eher das System 1m nehmen und ne Tastatur https://www.thomann.de/de/roland_system_1m.htm (die Sytem 1 ohne "m"- Tastatur ist superschlecht, aber der Synth ist gut)- wieso? Weil du an alles heran kommst mit Knöpfen, die Matrix-Bedienung ist nicht so Einsteiger-freundlich, so nett ein Blofeld zB auch ist - das ist so ein bisschen 90er-Style. Gaia wäre so auch gut, aber der klingt nicht besonders gut und hat Defizite - weil lahme LFOs und ENVs und daher wäre der nicht meine Empfehlung oder erste Wahl - der war der letzte seiner Art der alten VA-Technik vor den Aira-Synths, die erheblich besser klingen. Alle anderen haben eine umständlichere Bedienung, zum lernen ist das nicht ideal. Wer sich etwas aufkennt, fährt mit dem Blofeld nicht schlecht. Microkorg hab ich selbst auch, aber wegen des Formats hab ich den damals gekauft, da gabs solche kleinen Synths noch nicht viel - es gab generell wenig Synths um die 2000er herum.

Noch empfehlen könnte ich den Yamaha Reface CS - der ist einfach, klein und direkt und für Einsteiger auch zugänglich - gute Tastatur.

Ich schreib bewusst keine monophonen Synths auf - da gäbe es noch einige.
 
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Was ich beim Bloefeld noch nicht so ganz verstehe ist der Offline-Reiz. Also für unter 300 Euro bekommt man nur die Desktop-Variante. Wie vergleicht sich das denn z.B. gegen die ganzen Software Synths. Mit Keyboard fände ich das wieder gut, aber da liegt man bei bestimmt 400 Euro. Aber so weit ich das verstehe ist der Bloefeld der Synth mit den meisten Möglichkeiten, aber halt Digital (ok, andere auch, aber die haben wenigstens ein Keyboard),
Offline Reiz habe ich jetzt nicht so ganz verstanden, was du damit meinst.

Blofeld Desktop und Keyboard unterscheiden sich in folgenden Merkmalen: Die Keyboardversion hat bereits die Sample-Option freigeschaltet, bei der Desktopversion muss man diese erst zukaufen. Beim Gebrauchterwerb ist die Chance aber recht hoch, dass dies bereits schon geschehen ist. Im Zweifelsfall nachfragen.
Weiterhin hat die Keyboardversion Midi 5 Pol Din IN und OUT, die Desktopversion hat nur IN. Beide können aber neben Midi 5 Pol auch via USB angesteuert werden und da sie USB class compliant sind auch direkt an einen USB Host eines Midiinterface/Routers, der eben einen Hostport hat (mache ich genau so)

Die Klaviatur der Keyboardversion ist eine gute Fatar, lässt sich wirklich gut spielen. Im Gegensatz zu meinem Nord Lead A1 zum Beispiel, da ist die Klaviatur, auch gemessen am Preis des Gerätes schon eine Frechheit.

Also lese ich heraus, es geht um einen Keyboard-Synthesizer und weniger um Modulversionen? Da wird es bei dem anvisierten Budget immer enger.

Novation Ultranova wäre vllt noch so ein Kandidat für Dich, den kannst Du gebraucht um die 300€ kriegen, hat eine ganz ordentliche Klaviatur, mehrere OSC, mehrere LFO, eine große Mod-Matrix, Arp und auch Effekte an Bord und einen Vocoder gibts on top auch noch dazu. Ist zwar auch eine Menü-Kiste, hat aber genügend Tasten um direkt in die jeweilige Menü-Kategorie einsteigen zu können.
 
Zuletzt bearbeitet:
Der microKorg war auch mein erster richtiger Synthesizer und ich würde auch heute, 2021, jedem Einsteiger zu diesem Gerät raten.

Der Klang ist vielseitig, man kann viel machen.
Das Handbuch ist sehr gut und grad als Einsteiger lernt man da viel. Es gibt Hands-on Beispiele.
Der Arpeggiator ist spitze und mMn unerreicht.
 
Den Reface CS wuerde ich auch vorschlagen, der passt ins Budget und bietet alle noetigen Regler, aber dennoch ist er nicht ueberkompliziert aufgebaut. Daher vielleicht ein idealer Einsteigersynth.

Den MicroKorg wuerde ich allein aufgrund des Interfaces nicht empfehlen. Wenn man einen Einsteigersynth haben moechte, um an den Reglern zu drehen, dann ist ein Synth mit 5 Reglern einfach nicht das richtige aus meiner Sicht.
 
Der microKorg war auch mein erster richtiger Synthesizer und ich würde auch heute, 2021, jedem Einsteiger zu diesem Gerät raten.

Der Klang ist vielseitig, man kann viel machen.
Das Handbuch ist sehr gut und grad als Einsteiger lernt man da viel. Es gibt Hands-on Beispiele.
Der Arpeggiator ist spitze und mMn unerreicht.
Es gibt den ARPer in noch etwas besser mit 16 Steps im Novation Remote SL Mk3 - was ein Masterkeyboard ist. Nur FYI - hier im Thema vermutlich nicht so relevant. Wollt's nur sagen als Tipp - der ist (auch) super.
 
Den Reface CS wuerde ich auch vorschlagen, der passt ins Budget und bietet alle noetigen Regler, aber dennoch ist er nicht ueberkompliziert aufgebaut. Daher vielleicht ein idealer Einsteigersynth.

Den MicroKorg wuerde ich allein aufgrund des Interfaces nicht empfehlen. Wenn man einen Einsteigersynth haben moechte, um an den Reglern zu drehen, dann ist ein Synth mit 5 Reglern einfach nicht das richtige aus meiner Sicht.
wie damals der Evolver - toller Synth, aber die Matrix ist halt was zum suchen - wie ich auch oben empfehlen würde ist so eine klare Übersicht da "besser", so man sich die leisten kann - ist das besser - aber nur, wenn der Sound nicht leidet - daher lieber Microkorg als Gaia - finde ich. Desktop-Synths mit 19" Größe gibt es natürlich viele - wie Rev 2 und so von Sequential - aber das liegt preislich weit außerhalb und ein Prophet 5 oder 6 ebenso, aber sowas ist halt einfach toll zu bedienen und klar und leicht. Jupiter 8 Nachbildung Jp08 wäre auch sowas, daher siehe oben. Es gibt schon noch ein paar günstigere - aber unter 500 bleibt eben nur das System 1m und CS, so es polyphon sein muss - und sonst wäre noch Modals 650€-Euro Ecke und Skulpt. Letzterer ist aber auch etwas seltsam im Layout aber 4stimmig und billig - heißt jetzt Skulpt SE - Kommt in Kürze - Ansonsten sind nur die Desktops gerade so in der 500er Ecke, mit Ächz..

die Modal Synths:

Es bleibt also schwer - der CS ist einfach, hat sogar FM und ein paar Möglichkeiten, ist aber sehr einfach gehalten, daher passt das ggf. auch..
Siehe Link oben und Erklärung. Er hat bewusst eine einfache Oberfläche und eine supergute Tastatur, die beste in der Größe übrigens!
 
Ja ich denke halt, wenn der Thread-Ersteller eigentlich eh keinen will, und jetzt auf einmal doch einen will, einfach nur um offline mal ein bisschen zu schrauben und gleichzeitig dem Nachwuchs etwas erklaeren zu koennen, dann waere der Reface CS eigentlich ideal. Denn er hat ein Keyboard, das glaube ich ist sehr wichtig in dem Kontext, er ist polyphon, und er hat eine ueberschaubare Anzahl Regler, d.h. er erschlaegt einen Neuling nicht gleich. Beim System 1 ist wie Du schon sagtest in der Tat das Keyboard sehr komisch, hat mich selbst gewundert als ich mal eines ausprobiert hatte. Der Sound wird sicherlich super sein, aber vielleicht sind das dann schon wieder zu viele Optionen. Also bei den erwaehnten Anforderungen und dem Budget finde ich fast den Reface die beste Option. Waere doppelt so viel Budget drin, wuerde ich wahrscheinlich einen Minilogue (den originalen oder die XD-Version) nehmen.
 
Wenn ich jetzt Reface und Volca FM sehe, wie viel Unterschied gibt es da? Ist FM wirklich für den Anfang so gut?

Achtung es gibt vier verschiedene Reface von Yamaha.
Zum Einstieg würde ich den CS empfehlen.
Der DX ist dann das Gegenstück zum Volca FM.

(Meinen Reface CP möchte ich auch nicht vermissen, gehört aber wohl nicht ganz in das Thema hier)
 


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