... entscheidungshilfe midi-sequenzer

Dieses Thema im Forum "mit Sequencer" wurde erstellt von bitHeadz, 15. Dezember 2006.

  1. bitHeadz

    bitHeadz Tach

    hallo,

    mein bedarf nach gebündeltem sachverstand ist gegenwärtig hoch genug, dass ich mich traue, dieses beliebte - aber doch etwas strapazierte - thema auch noch zum 1.000sten mal anzubringen ...

    grundsätzlich bin ich auf der suche nach einem (gebrauchten) hardware midi-Sequenzer, der meinen p3 ergänzt - dieser ist zwar ein interessantes gerät, manchmal fände ich aber weitergehende möglichkeiten zur erstellung komplexerer arrangements hilfreich, da es bei 8 parts je bank schon mal knapp werden kann ...

    die idee wäre eigentlich einen weiteren midi Sequenzer als slave (vielleicht auch als master) einzusetzen. nach einigem forschen habe ich aber kein gerät finden können, was meinen vorstellungen entspricht, was auf den punkt gebracht ein möglichst komfortabel zu bedienender midi-hardware-Sequenzer wäre, der insbesonere folgende features hat:

    - pattern orientiert mit u.a. step programmierung (am besten polyfon auf einer spur)
    - möglichkeiten der verknüpfung von pattern
    - grafisches display
    - controller aufzeichnung und - sendung, zuweisung beliebiger controller
    - echtzeitbearbeitung von pattern oder übergeordneten strukturen incl. abspeicherung
    - bedienungsfreundlich, d.h. logischer aufbau, möglichst flache menüstrukturen, keine kryptischen bezeichnungen, möglichkeiten zur eigenen benennung, reichlich knöpfe/schalter/reger ... usw.
    - reichlich speichermöglichkeit (auf externen datenträgern)
    - master- und slavegeeignet, timingfest
    - guter midi ausbau, d.h. insbesondere mehrere outs

    was noch am besten passen könnte wären einige grooveboxen bzw. production Sequencer, die aber aus meiner sicht den nachteil haben, dass sie eine eigene klangererzeugung besitzen oder sampler sind, was ich eigentlich gar nicht brauche und so auch nur ungern bezahlen würde ...

    da ich allerdings bislang aber keine alternativen dazu sehe (naheliegend wäre vielleicht noch ein schlepptop - so was will ich aber nicht verwenden ...), habe ich mir ein paar potenziell geeignete kisten ausgesucht und wollte nun mal hören (... oder besser lesen) ob mir jemand aus seinen erfahrungen - gerade zu den oben genannten aspekten - dazu hilfreiches berichten kann (zu manchen kisten habe ich bereits verfügbare testberichte und handbücher (zumindest teilweise) gelesen - das hilft bei der beurteilung letztlich aber auch nur begrenzt weiter ...)

    die kanidaten sind:

    Yamaha RS 7000
    Yamaha RM1x
    Yamaha QY 700
    Roland MC-909
    Akai MPC 2000XL/2500
    (Akai MPC 4000 - bedingt, weil eigentlich jenseits der preisschmerzgrenze)
    (Roland MV-8000 - bedingt, weil eigentlich jenseits der preisschmerzgrenze)

    also - macht mich schlauer ... ;-)
    danke & gruesse
     
  2. Moogulator

    Moogulator Admin

    da fehlen noch octopus, <a href=http://www.sequencer.de/syns/radikal>Spectralis</a>, schrittmacher, zeit, <a href=http://www.sequencer.de/syns/korg>Electribe/s</a>
    ok, da sind die meisten rel. teuer.. also im 2fel bleibt noch die tribe..
    grafisch ist das display allerdings nicht, der ostopus hat garkein display.. aber imho ist das nicht wirklich ein echtes kriterium..
     
  3. Tim Taylor

    Tim Taylor Tach

    seq.

    Also ich kenne die meisten Seq. aus deiner Liste nur vom Hörensagen.Besitze aber das RS 7000 und kann echt nur sagen das er den besten Seq. enthält den ich jemals unter meinen Fingern gehabt habe.Alle von dir oben gewünschten Punkte kann sie erfüllen.Allerdings ist sie sehr gross,was mich schon etwas stört.Kannst aber sonst auch noch sehr viel damit anfangen.Und teuer sind se im Moment glaub ich auch nicht mehr so.Ich hatte als Ersatz auch mal den QY ins Auge gefasst.(wegen der Grösse).Würde auch gerne mal ein paar Meinungen dazu hier hören.Ach so,viele werden sagen das die Yamahas umständlich in der Bedienung sind.Mmh,kann nur sagen das wenn mann sich ein wenig reingefuchst hat es eigentlich sehr gut klappt.Bei mir ist die RS Mutter für alles...
    Grüsse...
     
  4. bitHeadz

    bitHeadz Tach

    ... danke für eure hinweise - insbesondere an den korg hatte ich bislang nicht gedacht (und die seite dazu ist wirklich sehr informativ - super). an die anderen schon mal, aber - obwohl aus meiner sicht die konzeptionell interessanteren geräte - leider nicht so ganz das, was ich gegenwärtig suche. wie du ja gesehen hast, sind meine bisherigen kanidaten eher aus dem bereich der produzier- bzw. groovestationen - also kompakte hochintegrierte geräte - und ich hoffe unter diesen ggf. eines zu finden, das ich nebenher sozusagen als praktischen und funktionellen zweitSequencer betreiben kann.

    auch haben eure anregungen geholfen, meine eigenen vorstellungen etwas besser zu sortieren und mir vor allem vor augen geführt, dass selbst die doch eigentlich nicht unerhebliche menge text in meinem posting die fragestellung gerade mal anreisst ... - so ist z.b. die formulierung 'reichlich knöpfe/schalter/reger' etwas unglücklich geraten, weil man schnell an 'für jede funktion einen knopf/regler/schalter' denkt, gemeint war aber eher sowas wie 'eine funktionelle auswahl an bedienelementen' - wo ich dann letztlich wieder bei meiner ausgangsfrage lande: wie stelle ich mir eine aus meiner sicht sinnvolle ergänzung zum p3 vor?

    wie ja schon gesagt, finde ich den p3 ziemlich klasse, aber es stellt auch schon mal eine gewisse herausforderung dar, den überblick - z.b. bei der verteilung der midi-kanäle oder auch controller - zu behalten. so fände ich es beim 'hilfsSequencer' - sozusagen als gegenstück und anders konzipertes gerät - ziemlich praktisch, wenn ich dort auf einem schönen großen display zumindest seine midikanal- bzw. controllerverteilung komplett überblicken könnte, ohne mich dort auch noch durch jeden einzelnen track zu hangeln ... - deshalb haben auch die kompakten kisten mit den großen displays einen gewissen charme für mich ...

    eine andere frage bei der auswahl wäre für mich noch, was man neudeutsch gerne mal als 'usability' bezeichnet - oder anders gesagt: wie viele nerven kostet es bei aller gewünschten kompaktheit, das angestrebte ergebnis zu erreichen. am abstrakten beispiel stände für mich eine frage wie: wie viele schritte/aktionen sind erforderlich, um 'mal eben' über midi kanal w auf track x den controller y mit einem wert von yy über z takte zu senden (und wie oft laufe ich dabei gefahr mich im funktionsmenüjungel zu verlieren, weil die entsprechenden parameter über eine unzahl von untermenüs verteilt sind) ...? ;-)

    ... also wie gesagt: danke nochmal für eure hilfe
    gruesse

    uuups - da fällt mir noch eine ganz praktische frage zum thema ein: beim stöbern durch die verschiedenen handbücher bin ich immer mal wieder auf die 'auflösung per viertelnote' (pulse per quarter - ppq) gestoßen und mir ist die relevanz dieser angabe nicht so ganz klar. bei meinem equipment dreht es sich bislang eher um 24 oder 48 ppq - was ist der 'mehrwert' bei 480 oder 960 ppq? wird durch die erhöhte taktung das timing verbessert bzw. bezieht sich dies nur auf das timing oder werden z.b. auch controllerdaten höher aufgelöst übertragen oder habe ich was ganz falsch verstanden ...? ;-)))
     
  5. Moogulator

    Moogulator Admin

    die auflösung ist schon wichtig für realtime-<a href="https://www.sequencer.de/specials/sequencer.html">Sequencer</a>, denn da hast du quasi die möglichkeit noch feinste verschiebungen zu machen..
    die stepper haben natürlich klar die auflösung des rasters, der schnellste dabei ist zzt wohl der spectralis mit 192teln und auch der octopus bringt das.. die ppqs sind eher für cubase und co und realtime teile wie den mmt8, denn die lösen intern ja auch auf.. und damit kannst du erkennen wie gut..

    funktionell würde ich sagen: <a href=http://www.sequencer.de/syns/korg>Electribe/s</a> , die sind irre intuitiv und kinderleicht zu bedienen, auch zu erwähnen wäre die monomachine ,die ähnlich intuitiv ist und schnell zu benutzen.. da sind die bedienelemente wie sie sein sollten.. tribes: zum Sequenzieren ist nur zu beachten: pitchbending issnich, weil das ansich intern gemacht wird und monophon.. ebenso alle lauflichtertypen , also auch monomachine.. hier würde ich auch die mx bei den tribes nehmen, 5 tracks.. das ist also alles eher eine zugabe, nicht unbedingt ein hi-end Sequencer für jeden zweck.. weil er halt für das interne GEDACHT ist, aber für ext. missbraucht werden kann...

    durch die tonerzeugung hat der speckie da natürlich noch mehr zeugs, der realtimebereich ist noch nicht ganz fertig, aber kommt..
    nur damit du keinen bullshit mitbekommst.. der stepbereich im speckie ist sehr fein.. und ansich sogar intuitiv.. was etwas frickelig ist, ist halt die synthese, weil er schlicht und einfach sauviel kann..
     
  6. bitHeadz

    bitHeadz Tach

    ... gut zu wissen - danke - ich verstehe das dann so, dass man einen (ich nenne es mal) stepper/lister (wie z.b. rs7000) im step-modus in rasterauflösung (gerne mal 16tel) laufen lassen kann, im list-modus dann aber bis zur geräteeigenen maximalauflösung (in dem fall dann 480tel glaube ich) runterrastern kann.

    wie gesagt ist mir die tonerzeugung eigentlich egal bzw. sie wäre verzichtbar, weil ich sie nicht brauche - ich würde sie eigentlich nur notgedrungen mitkaufen, weil ich die kistchen Sequenzerseitig interessant finde.

    tatsächlich gefallen mir die elektribes auch gut. als ich überlegt habe, ob ein electribe in betracht kommt, hätte die sampler variante vielleicht etwas hi-tech in meine samplerlose welt bringen können - dann habe ich allerdings festgestellt, dass die ganze serie (wenn ich es recht verstanden habe) auf 256 takte je song beschränkt ist - das ist für mich deutlich zu wenig und ein ein ausschlusskriterium. sowas konnten diese kleine silbernen kisten vor 20 jahren ja schon ...

    mein derzeitiger favorit ist ein rm1x - wegen der einschränkungen durch das nicht mehr ganz so frische betriebssystem ist er wohl nicht so komfortabel wie ein rs7000, dafür aber auch nicht überfrachtet mit für mich nicht unbedingt notwendigen funktionen und deutlich kleiner/billiger ... - als zweitSequenzer scheint er mir allemal geeignet, zumal er auch Sequenzerseitig konzeptionell keine unterschiede zwischen interner und externer tonerzeugung macht und dieser auch noch polyfon ist. zwar schweigt sich das handbuch über die maximale songlänge in takten aus und gibt lieber die anzahl der noten an (11.000) - vielleicht heißt das ja dann, dass es dann taktmäßig kein limit gibt ...?

    jedenfalls ist es für mich schon mal ein toller fortschritt, einen ernsthaften kanidaten gefunden zu haben und ich bedanke mich für die freundliche beratung. ich werde die idee über die anstehenden stimmungsvollen tage noch ein paar mal abklopfen und wenn sich keine neuen relevanten aspekte ergeben in anschluss mal in die 'bucht' schwimmen ... ;-)
     

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