Firefox Browser als letzter Rebell ?

kybernaut_01

kybernaut_01

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Gibt es denn tatsächlich Leute die sich das antun ohne zu surfen ? Wenn man plötzlich merkt mit wieviel extrem aufdringlicher Werbung man überall vollkeotzt wird frage ich ich mich oft was das soll.
Da kannste mal sehen... Ich konnte noch nie verstehen, warum Leute mit Adblock Plus, Minus und Hastenichtgesehen rumhampeln. Habe kein Problem damit das Web so zu sehen wie es ist. Popups gibts ja quasi seit 10-20 Jahren nicht mehr (das war wirklich die Pest) und gelegentlich mal animierte Zappelwerbung halte ich gerade noch aus. Da gibt es aber glaube ich auch so eine Selbstverpflichtung der Branche für „non-obtrusive advertising“ oder so ähnlich.
Am aller Schlimmsten sind aber so Portale wie GMX - diese Mischung aus RTL / Bildzeitung und als Artikel getarnten Spamwerbungen sind eine derartige Verdummung, dass man auch da nur den Kopf schütteln kann.
Da muss ich dir allerdings uneingeschränkt Recht geben, aber auf solche Portale gehe ich auch nicht. Warum sollte man das tun? Zum Mails bearbeiten jedenfalls (erst recht) nicht.
 
G

Gel13985

Guest
ja, komisch... und ich bin der Ansicht dass Google zerschlagen werden muss.. aber friedlich: :peace: (mit Mercedesstern)
Wenn man den Chrome Browser deswegen nicht benutzt, ist das ein valider Standpunkt. Man muss hier aber differenzieren, denn die Chromium-Engine gehört Google nicht, seit dem sie den Code unter einer BSD Lizenz gestellt haben. Google investiert viel Personal in die Weiterentwicklung der Chromium Engine, aber das macht Google auch bei ganz vielen anderen Open Source Projekten, z. B. bei Linux. Man unterstützt Google also nicht, wenn man einen Browser nutzt, der die Chromium Engine verwendet (außer natürlich bei Chrome). Im Gegenteil, man unterstützt so gesehen einen freien, offenen Standard, auf den sich die großen Browserhersteller comittet haben, außer Mozilla. Die implementieren weiterhin die Standards wie sie es für richtig halten.
 
noir

noir

( ͡° ͜ʖ ͡°)
Vor dem Thor Ding hört man ja regelmässig, aber das will ich nicht nutzen, weil man davon ja immer nur hört, dass es für dubioses Unterfangen verwendet wird und Leute sich damit im Darknet tummeln.
Als Anwender hat man nichts zu befürchten. Und es gibt viele gute Gründe dieses Netzwerk ohne kriminelle Absichten zu benutzen und um so mehr Leute TOR benutzen um so besser werden alle geschützt. Allein schon das pure Recht auf Privatsphäre ist Grund genug. Es passt aber politisch gut dieses Netzwerk zu verteufeln und die stattfindende Kriminalität ist halt ein guter Hebel. Bewegt sich auf dem selben Niveau wie die Bestrebungen Kryptographie zu verbieten, abzuschwächen oder zu unterwandern.

Übrigens finde ich es auch immer wieder EXTREM krass wie SCHEISSE das Internet ist sobald man mal vergisst den oder die Adblocker zu reaktiviern.
100% ACK. Ich falle jedes Mal vom Glauben ab wenn ich:

1. Internet ohne Filter benutze,
2. ein Consumer Windows 10 bedienen muss oder
3. mehr als nur ausgewählte Tweets auf Twitter lese.
 
maak

maak

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Ich versteh nicht warum es eigentlich kein EU search engine gibt. DuckDuckGo ist auch US und die nutzten auch nur bing im Hintergrund.


Wegen chromium Kiwi ist zur Zeit der einzige auf der chromium engine der extensions auf Android erlaubt. Warum das nicht schon lange keine Standard im chromium ist kann man sich ja denken.
(yandex vlt noch.... kenn ich aber nicht)
 
Tom Flair

Tom Flair

Moderator
Als Anwender hat man nichts zu befürchten. Und es gibt viele gute Gründe dieses Netzwerk ohne kriminelle Absichten zu benutzen und um so mehr Leute TOR benutzen um so besser werden alle geschützt. Allein schon das pure Recht auf Privatsphäre ist Grund genug. Es passt aber politisch gut dieses Netzwerk zu verteufeln und die stattfindende Kriminalität ist halt ein guter Hebel. Bewegt sich auf dem selben Niveau wie die Bestrebungen Kryptographie zu verbieten, abzuschwächen oder zu unterwandern.
Ja das denke ich auch - aber der Gedanke selber hilft ja nicht gegen die ideologische Tendenz.

Jetzt mal davon abgesehen, dass ich es wirklich als eine zutiefts relevante Ethische Frage finde ob man selber nicht auf gewisse Grade von Freiheit verzichten sollte wenn dadurch Schlimmes verhindert werden kann.

Wenn abstrakt betrachtet auch nur ein krimineller Perverser mehr an seinem Treiben gehindert würde so würde ich das gerne in Kauf nehmen.

So wie ich auch in Kauf nehmen würde mich eventuell zu verletzten um jemandem nach einem Unfall zu helfen - so als Analogie.


Gehen wir davon aus dass - ich nehme immer mal gerne die angeblichen 1 bis 3 % Psychopathen - dass bei den Nutzern von TOR auf Grund der Nortwendigkeit von Verschleierung von Verbrechen überproportional böse Menschen unterwegs sind - ist ja egal ob dann 5% oder 20% oder was auch immer - dann stellt es doch eine ethisches Problem dar - wenn auch im konkreten Fall volkommen friedlich - so eine Struktur mitzunutzen.

Naja - schwer zu erklären - aber ich denke man versteht wie ich das meine.

Ich bin der Meinung dass - sollte es technisch möglich sein durch das Analysieren von Nutzern massives Leid abzuwenden - es egoistisch wäre seine Privatsphäre ohne strafrechtliche Konnotation über Geschehnisse zu stellen die Leib und Leben bedrohen.

Dieser Spagat wirft schwerwiegende Fragen auf und natürlich wäre ich in einer idealen Welt ohne gefährliche Verrückte für eine hohe Privatssphäre.
 
noir

noir

( ͡° ͜ʖ ͡°)
Da kannste mal sehen... Ich konnte noch nie verstehen, warum Leute mit Adblock Plus, Minus und Hastenichtgesehen rumhampeln. Habe kein Problem damit das Web so zu sehen wie es ist. Popups gibts ja quasi seit 10-20 Jahren nicht mehr (das war wirklich die Pest) und gelegentlich mal animierte Zappelwerbung halte ich gerade noch aus. Da gibt es aber glaube ich auch so eine Selbstverpflichtung der Branche für „non-obtrusive advertising“ oder so ähnlich.
Das Blockieren von Werbung ist alleine schon zum technischen Selbstschutz eine sinnvolle Maßnahme. Es ist ein guter Weg um Schadsoftware zu verteilen. Und wenn ich mal ohne Filter auch "seriöse" Webseiten betrachte, sehe ich zum Großteil unseriöse Werbung die stark nach Betrug oder zumindest Täuschungsabsicht aussieht. Ständig irgendwelche angeblichen "Tricks" um reich, jung oder schön zu sein usw. Wenn die Webseitenbetreiber sich damit finanzieren wollen dann sollen sie mal schön sterben gehen.

Aber auch zum geistigen Selbstschutz ist das für mich unverzichtbar. Ich möchte nicht vollgemüllt werden mit Informationen die ich nicht benötige. Der Kampf um den Einfluss auf die Nutzer im Internet ist außerdem schon so groß genug. Wenn ich den Bodensatz davon zumindest schon mal automatisiert wegfiltern kann dann tu ich das auch.

Zuletzt wird mit der Anzeige von Werbung außerdem in den allermeisten Fällen auch ein Profil von mir erstellt. Wann, wo und wie lange/oft ich welche Dinge konsumiere. Es gibt zwar manchmal gewisser Maßen einen Weg um einige gesammelten Rohdaten einzusehen. Es ist aber ein "Geschäftsgeheimnis" was aus diesen Daten abgeleitet wird. Ob es nun sinnvoll ist oder überhaupt stimmt oder nicht ist nicht in meinem Einflussbereich. Genauso ist es nicht nachvollziehbar an wen diese Daten weitergegeben werden. Spoilerwarnung: Es ist in der Branche üblich solche Daten mit sehr vielen Parteien zu teilen. Und auch die Speicherdauer ist nicht absehbar. Die Daten müssen nicht mal gelöscht werden. Es wird ja immer gesagt dass das Internet "kein rechtsfreiher Raum" sein darf. Ich kann Dir versichern das in der Werbe/Tracking Branche auf Deine Rechte geschissen wird... Aber das meinen die Politiker damit natürlich nicht.
 
kybernaut_01

kybernaut_01

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@noir: Mag ja alles sein, lässt mich aber relativ entspannt. Ich bin im übrigen auch kein DAU der vor sich selbst geschützt werden muss ;-)

Und das alles, obwohl ich kein Adblock Gold Premium + benutze.
 
sugo

sugo

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Ja das denke ich auch - aber der Gedanke selber hilft ja nicht gegen die ideologische Tendenz.

Jetzt mal davon abgesehen, dass ich es wirklich als eine zutiefts relevante Ethische Frage finde ob man selber nicht auf gewisse Grade von Freiheit verzichten sollte wenn dadurch Schlimmes verhindert werden kann.

Wenn abstrakt betrachtet auch nur ein krimineller Perverser mehr an seinem Treiben gehindert würde so würde ich das gerne in Kauf nehmen.

So wie ich auch in Kauf nehmen würde mich eventuell zu verletzten um jemandem nach einem Unfall zu helfen - so als Analogie.


Gehen wir davon aus dass - ich nehme immer mal gerne die angeblichen 1 bis 3 % Psychopathen - dass bei den Nutzern von TOR auf Grund der Nortwendigkeit von Verschleierung von Verbrechen überproportional böse Menschen unterwegs sind - ist ja egal ob dann 5% oder 20% oder was auch immer - dann stellt es doch eine ethisches Problem dar - wenn auch im konkreten Fall volkommen friedlich - so eine Struktur mitzunutzen.

Naja - schwer zu erklären - aber ich denke man versteht wie ich das meine.

Ich bin der Meinung dass - sollte es technisch möglich sein durch das Analysieren von Nutzern massives Leid abzuwenden - es egoistisch wäre seine Privatsphäre ohne strafrechtliche Konnotation über Geschehnisse zu stellen die Leib und Leben bedrohen.

Dieser Spagat wirft schwerwiegende Fragen auf und natürlich wäre ich in einer idealen Welt ohne gefährliche Verrückte für eine hohe Privatssphäre.
Aber der Tor-Browser an sich ist doch nichts Böses. Ist doch lediglich eine technische "Methode" die so oder so genutzt werden kann. Nur weil Junkies sich ihr H aufm Löffel heiss machen, ess ich doch nicht die Suppe mit ner Gabel. Ausserdem würde das den Junkie die Bohne interessieren.

Bin auch seit Jahrzehnten auf FF. Hatte immer das Gefühl dass da alles offen ist und ich viel selber einstellen und verstellen kann.
 
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kybernaut_01

kybernaut_01

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Aber der Tor-Browser an sich ist doch nichts Böses. Ist doch lediglich eine technische "Methode" die so oder so genutzt werden kann. Nur weil Junkies sich ihr H aufm Löffel heiss machen, ess ich doch nicht die Suppe mit ner Gabel.
Oder halt Kindervergewaltiger... allerdings werden diese Plattformen immer öfter von V-Männern unterwandert, wie man an den letzten spektakulären Fallaufklärungen in NRW etc. sehen kann. Meine Vermutung wäre mal dass > 80% des Traffics im Darknet auf kriminelle Aktivitäten zurückzuführen sind.

Möchte ich das deswegen alles dicht machen und unter staatliche Kontrolle stellen? Nein! Aber ich finde man sollte sich auch nicht zu sehr von vermeintlich edlen Robin-Hood- und Freiheitskämpfer-Narrativen verblenden lassen.
 
sugo

sugo

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Aber, vielleicht versteh ich da was falsch, wenn man den Tor-Browser nutzt, landet man doch nicht automatisch im Darknet, oder? Ich dachte da gehts nur um die "Verdeckung" der IP, durchs Umwege konstruieren.
 
Tom Flair

Tom Flair

Moderator
Aber der Tor-Browser an sich ist doch nichts Böses. Ist doch lediglich eine technische "Methode" die so oder so genutzt werden kann. Nur weil Junkies sich ihr H aufm Löffel heiss machen, ess ich doch nicht die Suppe mit ner Gabel. Ausserdem würde das den Junkie die Bohne interessieren.

Bin auch seit Jahrzehnten auf FF. Hatte immer das Gefühl dass da alles offen ist und ich viel selber einstellen und verstellen kann.
Das ist mir natürlich klar - dennoch ergibt sich in dem Fall eine ethische Fragestellung andere Art als bei dem Löffel als Werkzeug.

Meine Frage oben zielt auf eine harmlose Privatssphäre ab, aber wenn ich dann genauer drüber nachdenke empfinde ich das ja eigentlich als egoistischen Luxus da es anderen wegen gewisser Methoden vielleicht sehr schlecht geht.

Also will ich doch nichts mit Tor zu tun haben auch wenn 95% der User nett sein sollten und natürlich kein Tornutzer ins Darknet gehen "muss".
 
noir

noir

( ͡° ͜ʖ ͡°)
Jetzt mal davon abgesehen, dass ich es wirklich als eine zutiefts relevante Ethische Frage finde ob man selber nicht auf gewisse Grade von Freiheit verzichten sollte wenn dadurch Schlimmes verhindert werden kann.

Wenn abstrakt betrachtet auch nur ein krimineller Perverser mehr an seinem Treiben gehindert würde so würde ich das gerne in Kauf nehmen.
Mal rein philosophisch betrachtet und bewusst provokant formuliert: Kriminelle Politiker und andere Akteure welche die Bürger und den Staat um zich Milliarden von Euro betrügen sorgen im Endeffekt dafür dass das Vertrauen in die Staatsgewalten zu tiefst gestört ist. Mit den Unsummen an Geld könnte man sehr vielen Menschen eine höhere Lebensqualität ermöglichen. Man könnte der aktuellen, toxischen Spaltung der Gesellschaft entgegenwirken. Man könnte die wirtschaft in diesem Land fördern, sodass wir weniger auf die Ausbeutung so einiger - oder die hohe Macht von so anderen Ländern abhängig sind. Dies wäre schon heute möglich, ohne das ein unschuldiger Bürger seine Freiheiten aufgeben muss. Wiegt das Schicksal der verhältnismäßig wenigen Opfer der kriminellen Perversen mehr als der Wohlstand unserer Nation? Bezüglich dem Schicksal von Kinder- und Zwangsarbeitern im Ausland haben wir diese Entscheidung ja schon getroffen.

Nun aber zurück zu der eigentlichen Theorie "ob man selber nicht auf gewisse Grade von Freiheit verzichten sollte wenn dadurch Schlimmes verhindert werden kann".

Das Problem dabei ist das "Wenn". Es ist technisch trivial über das Internet beliebige Informationen auszutauschen die niemand außer eingeweihte Personen lesen kann. Man kann diese Informationen sogar so gut verstecken das es nicht mal nach Verschlüsselung aussieht. Kriminalität zeichnet sich außerdem bekanntlich dadurch aus Gesetze zu brechen. Warum sollten sich kriminelle genau an die neuen Gesetze halten? Gesetze verhindern erstmal gar nichts. Das muss die Exekutive übernehmen.

Und da haben wir das nächste Problem. Es ist ist bisher nicht mal der Beweis der Notwendigkeit erbracht. Die Kompetenz der Ermittler in vielen, grade auch "digitalen" Behörden ist nicht sehr Atemberaubend. Wobei das schon fies gesagt ist, in vielen Fällen ist es einfach ein Ressourcen-Problem das nicht zulässt allen vorhandenen Hinweisen vernünftig nachzugehen. Es kommt ja schon sehr zuverlässig wenn was größeres passiert das es tatsächlich schon Hinweise gab. Es werden die schon bestehenden Möglichkeiten nicht ausreichend genutzt. Leider häufen sich auch jetzt schon die Fälle des Missbrauchs der schon bestehenden Befugnisse. Da fragen irgendwelche Beamten einfach mal persönliche Daten von Bürgern aus rein privatem Interesse ab. Schon aus diesem Gesichtspunkt ist es illusorisch anzunehmen das diese Macht nicht missbraucht wird. Und wer schützt dann eigentlich die Kinder?
 
G

Gel13985

Guest
Aber, vielleicht versteh ich da was falsch, wenn man den Tor-Browser nutzt, landet man doch nicht automatisch im Darknet, oder? Ich dachte da gehts nur um die "Verdeckung" der IP, durchs Umwege konstruieren.
Ne das hast du richtig verstanden.

Du kannst über TOR auch normale www-Adressen ansprechen. Dein Datenpaket wird dann über mehrere TOR-Server geroutet, so dass am Ende, der Zielserver, von einem TOR-Server angesprochen wird. Die Gegenseite kennt somit nicht deine IP Adresse und somit auch nicht deine Identität.

Im "Darknet" passiert das gleiche nun auch auf der Gegenseite. Sprich nicht nur die Gegenseite kennt deine IP-Adresse nicht, sondern du kennst auch die IP Adresse der Gegenseite nicht. Beide Seiten bauen dann eine Verbindung zueinander mit TOR über einen sogenannten "rendezvous point" auf.

Darknet hört sich immer sehr mysteriös an, aber im Prinzip stecken da einfach stinknormale Webserver hinter, die jeden Traffic mit einer Firewall blockieren, die nicht aus dem TOR-Netzwerk kommen und nicht initial über den rendezvous point aufgebaut wurde. Daher weiß man einfach nicht, wo diese Server alle stehen. Und wenn mal doch so ein Server mit illegalen Dingen hops genommen wurde, dann hat man immer noch das Problem, dass man die Kriminellen nicht identifizieren kann, die mit dem Server kommuniziert haben.


Ich persönliche nutze TOR schon nicht, weil ich meinen Traffic nicht über irgendwelche privat betriebenen Proxy Server schicke. Und natürlich weil das unerträglich langsam ist über x-Proxys zu kommunizieren.
 
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sugo

sugo

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Das heisst, ich könnte also schon über einen Server von einem Kindermissbrauchsring verbunden werden, ohne dass ich und jemand anders es nachvollziehen kann. Kein schöner Gedanke.
 
Tom Flair

Tom Flair

Moderator
Mal rein philosophisch betrachtet und bewusst provokant formuliert: Kriminelle Politiker und andere Akteure welche die Bürger und den Staat um zich Milliarden von Euro betrügen sorgen im Endeffekt dafür dass das Vertrauen in die Staatsgewalten zu tiefst gestört ist. Mit den Unsummen an Geld könnte man sehr vielen Menschen eine höhere Lebensqualität ermöglichen. Man könnte der aktuellen, toxischen Spaltung der Gesellschaft entgegenwirken. Man könnte die wirtschaft in diesem Land fördern, sodass wir weniger auf die Ausbeutung so einiger - oder die hohe Macht von so anderen Ländern abhängig sind. Dies wäre schon heute möglich, ohne das ein unschuldiger Bürger seine Freiheiten aufgeben muss. Wiegt das Schicksal der verhältnismäßig wenigen Opfer der kriminellen Perversen mehr als der Wohlstand unserer Nation? Bezüglich dem Schicksal von Kinder- und Zwangsarbeitern im Ausland haben wir diese Entscheidung ja schon getroffen.

Nun aber zurück zu der eigentlichen Theorie "ob man selber nicht auf gewisse Grade von Freiheit verzichten sollte wenn dadurch Schlimmes verhindert werden kann".

Das Problem dabei ist das "Wenn". Es ist technisch trivial über das Internet beliebige Informationen auszutauschen die niemand außer eingeweihte Personen lesen kann. Man kann diese Informationen sogar so gut verstecken das es nicht mal nach Verschlüsselung aussieht. Kriminalität zeichnet sich außerdem bekanntlich dadurch aus Gesetze zu brechen. Warum sollten sich kriminelle genau an die neuen Gesetze halten? Gesetze verhindern erstmal gar nichts. Das muss die Exekutive übernehmen.

Und da haben wir das nächste Problem. Es ist ist bisher nicht mal der Beweis der Notwendigkeit erbracht. Die Kompetenz der Ermittler in vielen, grade auch "digitalen" Behörden ist nicht sehr Atemberaubend. Wobei das schon fies gesagt ist, in vielen Fällen ist es einfach ein Ressourcen-Problem das nicht zulässt allen vorhandenen Hinweisen vernünftig nachzugehen. Es kommt ja schon sehr zuverlässig wenn was größeres passiert das es tatsächlich schon Hinweise gab. Es werden die schon bestehenden Möglichkeiten nicht ausreichend genutzt. Leider häufen sich auch jetzt schon die Fälle des Missbrauchs der schon bestehenden Befugnisse. Da fragen irgendwelche Beamten einfach mal persönliche Daten von Bürgern aus rein privatem Interesse ab. Schon aus diesem Gesichtspunkt ist es illusorisch anzunehmen das diese Macht nicht missbraucht wird. Und wer schützt dann eigentlich die Kinder?
So gerne ich Dir generell zustimmemuss ich dennoch - für mich - ganz klar sagen, dass ich keine Gewaltvebrechen und Perversionen gegen generellen Wohlstand oder Finanzverbechen aufrechen kann oder können wollte.

Von mir aus sollen die Politiker noch mehr Kohle stehlen, aber die Gesellschaft und besonders die Schwachen darin gehören vor den menschlichen Bestien geschützt - koste es was es wolle. ( Ja klar ist das paradox - wenn dann weniger Geld da ist, aber mir geht es um die Reihung der Wertigkeiten)

Aber, das ist natürlich so ein weitläufiges Thema mit so vielen Punkten wo man ansetzen kann, dass es den Rahmen komplett sprengen würde.

Menschen die Übles vorhaben werden meist einen Weg finden - leider.

Dass das Internet generell aber die Hemmschwellen herabsetzt und die Möglichkeiten multipliziert ist eine Nebenerscheinung einer guten Sache die von einem Minderheit für Ihre Zwecke missbraucht wird.
 
G

Gel13985

Guest
Das heisst, ich könnte also schon über einen Server von einem Kindermissbrauchsring verbunden werden, ohne dass ich und jemand anders es nachvollziehen kann. Kein schöner Gedanke.
Per Zufall kann man trotz TOR auf sowas wohl nicht landen, aber ja, dass beide Seiten anonym sind ist die Problematik an dem ganzen.

Auf Wikipedia ist es finde ich ganz gut beschrieben, wie das Netzwerk an sich aufgebaut ist:

 
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noir

noir

( ͡° ͜ʖ ͡°)
Das heisst, ich könnte also schon über einen Server von einem Kindermissbrauchsring verbunden werden, ohne dass ich und jemand anders es nachvollziehen kann. Kein schöner Gedanke.
Du musst dafür die "Onion" Adresse kennen welche meistens geheim gehalten wird. Diese ist lang, komplett zufällig und dadurch quasi unmöglich zu erraten. TOR ist aber in solchen Kreisen nur eine weitere Schutzschicht. Du wirst selbst mit Kenntnis der Adresse am anderen Ende keine Inhalte vorfinden. Solche Netzwerke basieren auf "Vertrauensbasis". Man muss z. B. jemanden kennen der einen Einlädt um Zugang zu bekommen. Oder man muss "neues Material" vorweisen können.

Die Herausforderung in der Ermittlung dagegen liegt in der Durchdringung der persönlichen Netzwerke. Rein technisch gibt es wenig Chancen, gut geschützte Kommunikation offen zulegen.
 
bohor

bohor

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In diesem und ähnlichen Thread lese ich immer wieder erstaunlich schlichte Vorstellungen über Datenschutz und mögliche Sicherheitsmaßnahmen.

Daher der Hinweis: In dem jetzt erscheinenden Heft 18 der c't (vom 15.8.2020) ist Datenschutz das Schwerpunktthema. Vielleicht will sich da die eine oder andere von uns mal kundig machen.

--bohor
 
khz

khz

D@AU ~/Opportunist/Orwell # ./.cris/pr.run
Ich pass schon etwas auf, z.B. surf ich nicht mit eingeloggtem google Account, ansonsten ist mir das ziemlich egal.
Beim Google Übersetzer stand letztens:
"Google Übersetzer ist bald nur noch mit eingelogtem Google Account nutzbar."
Also das kann sich verändern, warum darf man momentan noch Chrom(ium) ohne eingeloggtem Google Account nutzen?
Gäbe es keine Adblocker würde ich wohl schon längst jegliche Lust am Surfen verloren haben.
Chrome könnte AddOns (Werbeblocker/...), ab ein gewissen Marktanteil, technisch unmöglich machen, verbieten.
Werbung kann bösartige Tracking Software, Spyware, Viren, enthalten.
Internetwerbung lernt was dich Interessiert, ~Lauschangriff, Erstellung eines persönlichen Profils - Vorlieben, ... .
Ich versteh nicht warum es eigentlich kein EU search engine gibt. DuckDuckGo ist auch US und die nutzten auch nur bing im Hintergrund.
2595 AN Den Haag
The Netherlands
Zwar nicht 100% gesamt EU aber ein EU Land und u. a. auf Datenschutz bedacht.

@Tor Genauso wie im RL und im Netz gibt es immer ~gute wie ~schlechte Absichten. (Im RL passieren auch viele KP. Wäre da eine Wohnraumüberwachung nicht auch sinnvoll?)
Journalisten, Anwälte und andere Berufszweige sind evt. froh solche Dienste nutzen zu können da in ihrem System "etwas" verboten ist. Entweder können sie dann nicht mehr kritisch/neutral/... arbeiten oder sie werden verhaftet bzw. ermordet.


Chromium + Windows-10 = transparenter Mensch?
 
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Tom Flair

Tom Flair

Moderator
@Tor Genauso wie im RL und im Netz gibt es immer ~gute wie ~schlechte Absichten. (Im RL passieren auch viele KP. Wäre da eine Wohnraumüberwachung nicht auch sinnvoll?)
Journalisten, Anwälte und andere Berufszweige sind evt. froh solche Dienste nutzen zu können da in ihrem System "etwas" verboten ist. Entweder können sie dann nicht mehr kritisch/neutral/... arbeiten oder sie werden verhaftet bzw. ermordet.
Das ist natürlich krass dystopisch (oder utopisch - je nach Geschmack) aber im Prinzip wäre das etwas das man in verifizierten Einzelfällen sogar machen sollen könnte.

Zum Beispiel bei mehrfach verurteilten Personen die durch häusliche oder sexuelle Gewalt in Evidenz getreten sind oder ähnlich perfide Sachen die oft Jahrzehntelang aus Scham und Angst von Opfern bagatellisiert werden.

Klar ist das super kontrovers und klingt nach Diktatur - aber verprügelte / missbrauchte Frauen - vereinzelt auch Männer - und Kinder leben auch in emotionalen und körperlichen Straflagern - manchmal sogar ein ganzen Leben lang. Im schlimmsten Fall sogar noch über die Generationen.

Und die Sachen gibt es leider SEHR oft - wenn man mal mit Menschen darüber spricht und eine offenes Klima schafft ist es eigentlich erschreckend wie viele Menschen mit dem Themenkomplex in Behrürung kommen - auch wenn viele sehr resilient sind und - falls Einzelepisoden - das abkapslen können.

Oft ist es aber so, dass die Sachen ein Leben lang mitgetragen werden und es ist schon eine Tragik, dass in der Regel jener/e der den Schaden hat auch noch den Spott erleiden muss dass die Täter kaum zu Verantwortung gezgen werden.

Die Vorkommnisse sind Legion - in meinem Umfeld gab es auch mal einen Fall einer Frau die erst als sie Totkrank mit Krebs war ihrer Familie offenbart hat dass Sie von ihrem Vater missbraucht worden ist und - ich sag mal so - ich habe den Verdacht, dass die Familie das der FRAU übelgenommen hat.


Naja - vielleicht weit weg vom Thema Browser - aber da sich diese Gestörten ja heute scheinbar primär im Netzt betätigen ist das ein Thema das ich schon auch stark damit identifiziere.

Dass die berechtigte Privatsssphäre eines anständigen Menschen da mit dem pahologischen Potential von Kriminellen in Konkurrenz steht ist halt leider Fakt, auch wenn mir ebens klar ist, dass jener der so ein Potential hat das wohl viel intensiver plant und organisiert - etwas das ein generelles Problem im Kampf zwischen Gut und Böse ist.

Der Böse ist wegen seiner Natur immer einen Schritt voraus.
 
G

Gel13985

Guest
Chromium + Windows-10 = transparenter Mensch?
Geht. Deutlich mehr Meta Informationen erzeugt man auf seinem Android oder IPhone, was den meisten komischerweise egal ist...

Generell sollte man sich von dem Gedanken verabschieden, dass man mit irgendeiner OS Konstellation besonders sicher wäre. Meta Informationen hinterlässt man beim Ziel auch reichlich, wenn man mit einem Linux und Firefox surft.

Da hilft nur Stecker ziehen.
 
khz

khz

D@AU ~/Opportunist/Orwell # ./.cris/pr.run
Was Chromium anbelangt, ist das jedenfalls falsch. Chromium ist ja quasi Chrome ohne die ganzen Google Dienste. Schau es dir am besten mal selbst an...
Ich kenne nur Chromium, den muss ich ab und an nutzen da einige Anwendungen nur da (oder besser) funktionieren. Chrome ist noch mehr Google Spyware/Virus? Das hatte ich nicht gewusst.
 
khz

khz

D@AU ~/Opportunist/Orwell # ./.cris/pr.run
aber verprügelte / missbrauchte Frauen - vereinzelt auch Männer - und Kinder leben auch in emotionalen und körperlichen Straflagern - manchmal sogar ein ganzen Leben lang.
Die Dunkelziffer ist weit höher als die offizielle Zahlen. Viele Betroffene trauen sich nicht oder schämen sich, werden bedroht oder so. Also wäre eine Flächendeckende RL/Internet Vorüberwachung sinnvoll. Oder bewusst in kauf nehmen, ist man dann nicht Mittäter? IMHO
Generell sollte man sich von dem Gedanken verabschieden, dass man mit irgendeiner OS Konstellation besonders sicher wäre. Meta Informationen hinterlässt man beim Ziel auch reichlich, wenn man mit einem Linux und Firefox surft.
Es gibt wesentliche Unterschiede zwischen den verschiedenen Endgeräten (Smartphone/Computer/Betriebssysteme/Anwendungsprogramme/..) in den Bereich Transparenz und Daten -ausspähen -überwachung. IMHO
Privat ist deine Sache, öffentlich/gewerblich/staatlich ist es Grauzone da, sofern nachweislich persönliche/geschäftliche Daten abgezapft werden, evt. Schäden entstehen können. IMHO


Chrome nur mit angemeldeten Google Account nutzen zu dürfen wäre anstrebenswert.
 
Tom Flair

Tom Flair

Moderator
Die Dunkelziffer ist weit höher als die offizielle Zahlen. Viele Betroffene trauen sich nicht oder schämen sich, werden bedroht oder so. Also wäre eine Flächendeckende RL/Internet Vorüberwachung sinnvoll. Oder bewusst in kauf nehmen, ist man dann nicht Mittäter? IMHO
Wir wissen beide, dass man - wie ich sagte - da nur von Uptopie / Dystopie sprechen kann.

Aber Gesellschaften ändern sich und was heute undenkbar ist kann übermorgen Mode sein.

Die Art des Gedankenganges ist ja weit anwendbar - es geht immer darum was der Einzelne aufgeben könnte / sollte / müsste damit es der Gesellschaft insgesamt besser geht.

Das passiert ja auch ständig und in allen möglichen Bereichen und ist ja sogar Ausgansgpunkt der europäisch humanistuischen Perspektive auf Staat und Gesellschaft.

Das Faktum alleine dass wir als Staatsbürger in einem intellektuellen Gerüst "Rechte und Pflichten" "zugeteilt" bekommen um uns aus der "wilden" Natur der reinen individual Herrschaft zu "heben"

Insofern ist die Skepsis da verständlich aber gar nicht so angebracht - bedenke mal was Du sowieso schon alles machen musst, oder nicht darfst.


Also durchaus wertfrei mal.
 
harry-tuttle

harry-tuttle

..
Also die Welt verbessern durch die Wahl des Browsers? ;-)

die Google Engine hat sich durchgesetzt weil sie einerseits gut ist (performant, Standard-Compliant) und andererseits Apple mit Webkit auf einen technisch verwandten Zweig setzt und eine ziemlich stabile Dominanz im Mobile-Imternet Bereich aufgebaut hat.

An Firefox hat mich immer gestört, dass das Programm vergleichsweise langsam startet und sich auch sonst gelegentlich etwas schwerfällig anfühlt.
Beide, Apple und Google, basieren auf KHTML, dem offenen Standard von KDE. Daran siehtt man, dass OpenSource, wie auch mit vlc, libreoffice, okular (pdf reader) imo einen sinnvollen Zweck erfuellt, um selbst in extremen Marktsituationen noch eine Alternative zu bieten, auf der andere Firmen aufsetzen koennen. Bei chromium sowie aosp ist der quellcode aber soweit von einer company beherrscht, dass die Offenheit des codes an sich nicht mehr reicht, um ihn bedenkenlos als grundlage nehmen zu koennen. Ich sehe dass so aehnlich wie bei bitcoin, wo eine mehrheit einer entitaet von >50% die neutralitaet gefaehrdet. Von daher sollte in dem fall eine jedenfalls vom Ansatz her neutrale organization die entwicklung koordinieren, wie im Fall des Linux kernels. Anders wie im Fall firefox oder vlc ist und bleibt es eine Vetrauenssache.
 
Tom Flair

Tom Flair

Moderator
In diesem und ähnlichen Thread lese ich immer wieder erstaunlich schlichte Vorstellungen über Datenschutz und mögliche Sicherheitsmaßnahmen.

Daher der Hinweis: In dem jetzt erscheinenden Heft 18 der c't (vom 15.8.2020) ist Datenschutz das Schwerpunktthema. Vielleicht will sich da die eine oder andere von uns mal kundig machen.

--bohor
Schlicht ist es maximal einen Spannungsbogen von Themen nicht zulassen zu wollen und zu leugnen dass Werkzeuge in ihrer Nutzung schwere reale Implikationen haben - abseist von der Monokausalität einer Erstprämisse.

Das Theme MEINES Threads hier war gar nicht mal so indirekt Datenschutz - und daraus folgt in einer halbeweg intelligenten Dikssion eventuell auch eine Erörterug der negativen Seiten des Themas Datneschutz und wie die Faktoren - Empathie vorausgesetzt - zueinander abzuwägen sind.

Und da ist es mir egal wie Kundig Du Themenbezogen sein magst wenn der Ausschnit des Themas für mich moralisch nebensächlich ist.

Aber gerne kann man das hier auch diskutieren.
 
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kybernaut_01

kybernaut_01

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Ich kenne nur Chromium, den muss ich ab und an nutzen da einige Anwendungen nur da (oder besser) funktionieren. Chrome ist noch mehr Google Spyware/Virus? Das hatte ich nicht gewusst.
War schon etwas länger her, dass ich mir Chromium genauer angeschaut habe. Dachte deshalb es gäbe dort kein Google Account. Gibt es wohl doch.... allerdings wird wohl mit Open ID nach einer freien Alternative gesucht:

 
 


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