Gitarren-Synth ähnlich Electro Harmonix Micro synthesizer

Dieses Thema im Forum "Lötkunst" wurde erstellt von doctormolotov, 7. März 2007.

  1. Hallo allerseits,

    ich möchte in nächster Zeit nen Gitarren-Analog-Synthesizer selbst bauen.
    Ich hab zwar von elektronik einigermaßen, von Synthesizertechnik aber keine Ahnung.

    Stelle mir folgendes vor:
    - E-Gitarre als Eingangssignal, aus dem die Frequenz und Lautstärke gewonnen wird
    - Synthesizer von Moog / 70er Synthie-Sound bis evtl. abgedreht

    Gibts solche Projekte schon? Wo schau ich da am besten nach nem Schaltplan?

    Danke für eure Mithilfe!

    Gruß Bernhard
     
  2. Moogulator

    Moogulator Admin

    Oh, das ist gaaarnicht so einfach, dies sauber zu tracken. Wenn du mal einen MS20 hattest, weist du was ich mein: Da musst du dann schon sehr sauber spielen. Evtl einer der recht neuen Midi-Gitarren? Dann ginge ja was mit nem Nord Modular G2. Ok, das ist kein Moog, du willst ihn steuern und das Filter evtl öffnen, oder? dh: Env Follower, Trigger, Pitch to Voltage Converter sind die Stichworte, was du brauchst, ansich kann man daran alles anschließen, auch einen <a href=http://www.sequencer.de/syns/moog>Moog</a> (V'ger, Little Phatty oder einen älteren..)
     
  3. snowcrash

    snowcrash aktiviert

    analog sauberes tracking ist praktisch ein ding der unmoeglichkeit.

    sehr analog klingen und sogar polyphons tracken kann allerdings der electro harmonix hog. dieses teil ist, wenn es nicht um die midi steuerung externer klangerzeugung, geht allen bisherigen guit-synths weit ueberlegen.

    http://www.ehx.com/ehx2/Default.asp?q=f ... s%2F07_HOG

    ist allerdings nicht so billig...
     
  4. Hmm ... Hatt ich mir schon fast gedacht, daß das mit der Frequenz-Auskopplung nicht so einfach wird.

    Wegen Midi: Hab keine Midi-Gitarre, sowas kommt mir nicht ins Haus!! ;-)
    Also: n ganz normales analoges Tonabnehmer-Signal, analog, n paar 100 mV.

    Filter öffnen: Wäre ne seehr feine Sache, wenn das mit dem Gitarrensignal geht, muß aber nicht sein. Die Soundeinstellungen können alle über Potis laufen. Nur der Eingangslevel sollte von der Gitarre kommen, damit der Synthesizer nicht weitersynthesized, wenn ich das Spielen aufhöre.

    Envelope Follower klingt jedenfalls gut, werd mich mal nach Schaltungen umschaun.

    wie Du vielleicht merkst, ich bin (noch) ein völliger Synthesizeridiot...

    Pitch to Voltage Controller... Komm ich nicht drum rum, oder? Habe Bedenken, dass ich die Spannung dann wieder sauber in dieselbe Frequenz umgewandelt kriege und das Ganze im Vergleich zur direkten Gitarre "verstimmt" klingt...

    Was macht ein "Trigger" genau? "Triggert" der die Frequenz eines Generators auf die eines Steuersignals? Das wärs ja eigentlich...

    Soweit mal... Ich glaub ich meld mich wieder, wenn ich mich noch n bißchen näher damit befaßt habe... Mit deinen Tips komm ich aber schonmal weiter, danke!

    Gruß Bernhard
     
  5. Na ja, genau darum gehts ja, dass die ehx - kisten so teuer sind ;-)

    Aber danke für den Tip mit dem HOG
     
  6. Sauber spielen

    So, nochn Post:

    A propos sauber spielen: Daran solls nicht scheitern... Ist mir sogar recht, wenn man den Ton "festhalten" muß und er gut mit dem Gitarrensignal mitgeht. Kommt einem bei Ziehern usw entgegen.

    Polyphone Erkennung muß nicht sein, ein Ton auf einmal tuts...

    Soweit ... werd mich dann mal wieder in die Recherche stürzen...

    Gruß Bernhard
     
  7. Moogulator

    Moogulator Admin

    Ja, um Env. Follower und Pitch to CV kommste nicht rum..

    Gibts auch einzeln, zB kannst du dir sowas von Doepfer holen, wenn du das nicht selber basteln magst.. und das in sone kleine Kiste packen. a la Jimibox.. Sieht dann so aus:
    [​IMG]


    Trigger und Gate:
    schau mal hier, da hab ichs mal aufgelistet, was das so tut:
    https://www.sequencer.de/synth/index.php ... uersignale
    Triggert die Hüllkurven und damit den beginn eine Note bzw das Ende "Taste loslassen" entspricht dem, eine Gitarre arbeitet ja etwas anders, du hast ja genau genommen 6 unabhängige Dinger, das wird also nicht billig..

    <a href=http://www.sequencer.de/syns/arp>ARP</a> hat mit dem Avatar ja schon so einen Versuch gemacht..
    www.Sequencer.de/syns/arp/Avatar.html
    frag mal die, die einen haben, es gibt Leute die die Gitarrenerkennelektronik nicht brauchen und ihn eher als Modular Odyssey verwenden.. ;-)


    Du brauchst also ein Ding was dir ein Gate erzeugt, bzw eines was Env Follow macht für die Hüllkurven des Synthesizers.. Note an /aus und eben die Tonhöhenerkennung.. quasi sowas:
    [​IMG]


    also, geben tuts das alles, nur ob du damit musikalisch leben kannst ist die Frage..

    Das mit dem stimmen ist hinzukriegen, aber in analog schwerer als digital, das gehr immer besser mit der Zeit.. Oder gaaanz anders: Mit Melodyne aufzeichnen und korrigieren bzw ein Audio to Midi Programm nutzen, was dann Softsynth steuern könnte, so als Alternative..
     
  8. Brother303

    Brother303 aktiviert

    Hallo,

    auf www.tonepad.com gibt es jede Menge Bodentreter-pcbs. Darunter auch Guit-Synth und Env-Follower.

    Check das mal!

    :idea:
     
  9. M.W. gibt es 2 Pitch to Volt-Viecher, die als vergl.weise gut gelten. Einer ist von EMS und einer im MS20. Da Analogue Systems recht gute Kontakte zu einem Ex-EMS-Designer haben, würde ich *vermuten*, dass der neue RS35 External Source Proc. von Analogue Systems ebenfalls vergl.weise gut ist. (Dass es technisch nicht einfach ist, wurde ja schon gesagt.)
    Der RS35 scheint mir 'ne gute Basis für Dein Vorhaben zu sein. Alle andere Funktionsgruppen (Env. Follower, Filter, VCA) kannst Du als "Elektronik Bewanderter" wahrscheinlich DIY aufbauen... ASys läuft mit +/-12V die anderen Funktionsgruppen, wenn Du Schalt. im Netz findest teilw. mit +/- 15V.
     
  10. Anonymous

    Anonymous Guest

  11. also wenn du Hardcorre-Seelbstbauer bist, dann fallen mir 2 Lösungen für monophones Tracking ein, die man ausprobieren kann:

    Wenn Du dich mit einem Oszillator zufrieden gibst, welcher zudem ausschließlich Rechteck-Wellenformen erzeugen kann, dann könntest Du einen Phased Locked Loop (PLL) verwenden (z.B. 4046). Allerdings weiß ich nicht, wie sich das Teil beim Anschlagen der Saite (also bei den Transienten) verhält. Wenn der PLL so eingestellt ist, daß er auch auf hohe Frequeenzen reagiert, dann würden die Transienten vermutlich einen kurzen hohen Ton erzeugen (was eventuell auch abgefahren klingen könnte). Du könntest das Gitarrrensignaal zunächst in ein eeinstellbarres Tiefpass schicken (um das Einschwingverhalten zu justieren), dann in den PLL und anschließend in einen VCF (zum Sweepen). Envelope und VCA währen auch noch interessant, abeer mit OSC und VCF ließe sich erstmal experimentieren.

    Die zweite Lösung wäre ein Micrrocontroller, welcher über einen Analog Komparator verfügt (z.B. AVR). Der Analog Kompator kann zwei Eingangspegel vergleichen. Man legt an einem Eingang des Komparators das Eingangssignal an und vergleicht es mit 0 Volt. Der Komparator teilt mit, ob sich die Signalwellenform im positiven oder negativen Bereich befindet. Sobald sein Ausgang 1 ist, setzen wir eine Variable auf 0 und fragen den Status des Komparators immer wieder aufs neue ab. Bei jeder Abfrage inkrementieren wir die Variable. Wenn der Komparator-Ausgang 0 ist, wird eine weitere Variable von 0 auf 1 gesetzt. Wenn der Ausgang des Komparators 1 ist und die zuletzt erwähnte Variable ebenfalls, dann wird anhand der Zähl-Variblen eine Spannung auf einen DAC ausgegeben (zur VCO-Steuerung), die beiden Variablen werden auf 0 zurückgesetzt und die Schleife beginnt von neuem. Um den Algorithmus gegen Transienten unempfindlich zu machen, kann man noch einen Mindestwert definierbar machen, bis wo der Zähler mindestens laufen muß, damit eine Spannung ausgegeben wird.

    Für die von dir gewünschte Generierung einer VCF-Steuerspannung hätt ich auch 2 Ideen, wenn gewünscht, kann ich es auch noch posten (ist aber etwas kompliziert, rough und trickreich bzw. noch komplizierter und sehr prozessorlastig) ;-)
     
  12. 4046

    servus Alisa,

    Also der 4046 als Ausgangsbasis taugt mir schonmal...
    Was digitales kommt für mich eher nicht in Frage.

    Für erste Experimente werd ich mir was für ein Gate einfallen lassen, dann der PLL und am Ende ein Tiefpaß, damits nicht gar so rechteckig klingt.

    Hab im Datenblatt von nem 4046 auch ne Schaltung gefunden, mit der eine "langsame" (im 100ms-Bereich) anpassung an die Eingangsfrequenz einfach gehen sollte, damit der Ton schön "schmiert" ;-)

    Beim Rest der Klangerzeugung können meine lustigen Bodentreter ja mithelfen (Flanger/Chorus, Delay, EHX Mini Q-Tron (ist ein Envelope Follower, oder?)

    An dieser Stelle mal danke für alle Posts und Tips in diesem Thread! Hab nen guten Überblickbekommen, was alles geht und werd mal schön klein und bescheiden mit dem Basteln anfangen.

    Gruß Bernhard
     
  13. Für ein einfaches Gate scheint mir folgendes geeignet:

    -Eingangssignal mit OpAmp verstärken, mit Diode gleichrichten und mit Kondensator/ RC-Tiefpaß glätten
    -Schmitt-Trigger aus OpAmp für Ein/aus - Hysterese
    -damit nen Analog-Multiplexer schalten (z.B. 4053). Ein Eingang des Mux auf das VCO-Signal, den anderen auf Masse.

    Sehr knochig alles, Und ich versuch auch a bissl, das Rad neu zu erfinden...

    wie auch immer? Könnt das so gehen? Was denkt ihr?
     

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