Gotharman AnamonoX

Dieses Thema im Forum "Demos" wurde erstellt von weinglas, 13. November 2016.

  1. weinglas

    weinglas Tube-Noise-Maker

    Ist es ein Minimoog? Nein!
    Ist es ein Prodigy? Nein!
    Ist es der lang ersehnte Nord Modular G3 mit Sampling? Das passt schon eher!

    Der brandneue Gotharman AnamonoX ist tatsächlich ein hybrider modularer (!) Synthesizer mit Sampling und ohne Rechner-Notwendigkeit :phat:

     
  2. weinglas

    weinglas Tube-Noise-Maker

  3. weinglas

    weinglas Tube-Noise-Maker

    Ein Modularschrank in klein und speicherbar :phat:

     
  4. weinglas

    weinglas Tube-Noise-Maker

    Und noch ein Live-Auftritt:

     
  5. ...ich fand Gotharmans Geräte schon immer ziemlich geil, wer ein Modularsystem in Assembler programmiert ist wohl schon ein Freak :mrgreen: .
    Aber einher ging für mich auch immer ein eher schwieriges Nutzerinterface.

    Wie ist das beim AnamonoX gelöst?
    Man kann erkennen das man bequem die einzelnen Module anwählen kann, aber was ist mit der Gesamtübersicht, gibt es so etwas wo man gleich erkennen kann was womit verdrahtet ist?
     
  6. weinglas

    weinglas Tube-Noise-Maker

    Auch wenn es angesichts der Komplexität des AnamonoX keine Gesamtübersicht gibt, ist die Bedienung eigentlich gut gelöst. Das Problem ist letztendlich wirklich, dass wir hier ein mit einem ziemlich großen Eurorackkoffer vergleichbares System haben, so dass auch die Bedienung ähnlich kompliziert wird, wie das bei einem solch großen Modular ebenfalls wäre. Ich kann beim AnamonoX wirklich modular patchen, also auch Audio als Modulation verwenden, Feedbacks mit VCAs und was weiß ich noch dazwischen machen, und so weiter. Selbst die FX sind modular (und klingen dementsprechend manchmal auch gar nicht so, wie sie heißen).

    Letztendlich beginnt man bei einem neuen Patch entweder bei null. Dann ist das wie bei einem System ohne Kabel, also erstmal kein Ton zu hören und keine Note vom Sequencer oder einer Tastatur zu spielen.
    Oder man verändert einen bisherigen Patch. Da hat man den Vorteil der Speicherbarkeit. Aber man muss sich schon durch die Inputs der einzelnen Module durcharbeiten, um komplett zu erfassen, was passiert. Das geht aber glücklicherweise recht flott und übersichtlich.

    ABER: Der AnamonoX ist definitiv kein Synth für Einsteiger (bist Du ja auch nicht) oder für Liebhaber von Presets (die "Werkspresets" sind wenige und fast allesamt unbrauchbar. Sie sind nur manchmal hilfreich, um bestimmte Zusammenhänge/Features nachzuvollziehen. Sonst hätte ich sie schon längst alle gelöscht). Er ist aber ziemlich perfekt für jeden, der keinen Platz für ein großes Modularsystem hat, aber eins haben will. Oder für jemanden, der bereits ein kleines Eurorack besitzt, und dieses um FX, Sampling, Sequencing und viele weitere Module erweitern will. In diesem Zusammenhang ist er dann auch durchaus als "preiswert" zu bewerten.
     
  7. Danke für die umfassende Antwort :supi: !
    Eine Frage hätte ich noch, scheinbar hab ich die Info übersehen, ist das Gerät mono oder polyphon?
     
  8. weinglas

    weinglas Tube-Noise-Maker

    Hehe, sehr gute Frage!

    Das lässt sich aber - wie bei einem Modularsystem auch - nicht so einfach beantworten. Grundsätzlich kann man von zwei Stimmen mit analogen Filtern und zwei weiteren mit digitalen Filtern ausgehen. Mit Tricks lassen sich dann noch ein (z.B. ein Sample) bis drei weitere (Noise als Klangquelle oder selbstoszillierendes Filter) Stimmen einsetzen (5 VCOs, Noise und bis zu 6 Filter). Man kann also ohne Probleme ganze Tracks damit basteln, aber für mehrstimmiges Spielen auf der Klaviatur ist er das falsche Gerät. Da wäre ein Gotharman Fuzion eher geeignet (bis zu 8-stimmig, aber eben nicht modular).

    Übrigens sind alle drei Videos hier ohne Samples direkt aus dem Gerät (nur beim letzten ist ganz zum Schluss etwas externer Hall drauf. Das ließe sich aber auch intern regeln).