Groove Synthesis 3rd Wave Synthesizer

Auf der Superbooth habe ich mit Andrew Silverman von Groove Synthesis über die Sample Engine gesprochen. Als ich ihn gefragt habe warum das Sample Playback so HIFI ausgefallen ist, und sich nicht am PPG oder anderen Geräten der Generation orientiert hat, habe ich ein vielsagendes Lachen zurück bekommen. :) Vielleicht kommt da also noch etwas... Alles andere wäre auch irgendwie nicht konsequent aus meiner Sicht.
Ach komm.. dies ist kein Reissue, sondern ein moderner Synth. Ich wäre da froh über möglichst saubere Wiedergabe der Samples. Aber vielleicht wird man eben durch OS-Update eine Zusatzfunktion nachreichen, welche die Samples ontop in der Wiedergabe „reduziert“- zwecks einer Anpassung der Klangqualität an die damalige Zeit.
 
Aber vielleicht wird man eben durch OS-Update eine Zusatzfunktion nachreichen, welche die Samples ontop in der Wiedergabe „reduziert“- zwecks einer Anpassung der Klangqualität an die damalige Zeit.
Genau das hat der 3rd Wave doch. Wurde ausführlich auf der Superbooth demonstriert und klingt sehr überzeugend. Die dabei entstehenden Aliasse klingen lebendig und angenehm und nicht kratzig wie bei den meisten Bit-Reduktionen. Im ersten Moment hatte ich überhaupt nicht realisiert, dass es sich um Aliasse handelt.
 
Im Firmware Ordner auf der Groove Synthesis Website liegt die neue Firmware schon drin, ist aber nirgendwo verlinkt. Ist auch nicht als Beta gekennzeichnet, kann also nicht mehr lange dauern für den offiziellen Release.
 
Inzwischen ist der Release von 1.8 offiziell, hier die Seite mit Download Links und Erklärungen:
3rd Wave OS 1.8 Sampling Update is Live
Sampling features:
  • Just over 3.3MB of sample memory, which corresponds to 35 seconds of samples at 48KHz, or more time if you use samples at a lower sample rate​
  • Each oscillator can be assigned to play a multi-sample with up to 8 samples spread across the keyboard. The samples run through the same audio processing path as the wavetables and analog waveforms.​
  • Sample looping with 2 types of crossfading for smooth transitions​
  • Sample tuning each multi-sample can be tuned independently​
  • Support for low resolution sample recording with varying bit depth: 16bit, 12bit, and 8bit​
  • Support for varied sample rate playback. Record or import samples at different sample rates and they will be played back at the correct pitch.​
  • Support for FM with samples, can be either carrier or modulator​
3rd Wave OS 1.8 Sampling Update is Live
New in version 1.8:
  • New sampling capabilities: 3rd Wave now supports sample recording, import, and playback. Find out more in our manual or video linked above​
  • Added audio gain control for setting input level for recording directly into the synth, both for samples and also for the wave maker to create wavetables​
  • New global param "MIDI ignore CC param display update" to turn off display updates on midi cc changes​
  • New global param "Encoder acceleration" you can use to turn off the encoder acceleration if you spin the encoder knobs quickly​
  • New global param "Return home if inactive" to return to the main home screen after inactivity​
  • Added MIDI SysEx request to query counts of wavetables loaded on the machine​
  • Bug fix for using sustain pedal of opposite polarity at the same time you use sustain pedal via midi CC​
  • Bug fix for stuck note issue when using a keyboard split where one side of the keyboard has unison legato enabled​
  • Bug fix for setting resonance compensation independently per part when running in multitimbral mode​
  • Bug fix to reset lpf envelope in multitimbral mode so you do not here filter adjust when voice switches to a different part​
  • Bug fix for bulk import on MacOS where it would import the same file multiple times due to MacOs writing data to the drive while the import was in progress.​
  • Bug fix for hold/sustain turning off voices when turned off even when key is pressed, would happen when transpose was set to non zero​
  • Bug fix for mod destination shortcut to set svf env amount, was incorrectly mapped to lpf env amount​
  • Bug fix for unison chord mode to only add notes to the chord if the notes are part of the corresponding patch with unison enabled when you have a keyboard split enabled​
  • Bug fix to turn off sequencer when you hit compare button​
  • Bug fix to map envelope repeat on/off parameter to midi nrpn, was not getting saved if you were using midi sysex to dump the patch​
 
Passend zum Gesamtkonzept :) Die 2 MB RAM im EPS 16+ reize ich aber auch fast nie aus :selfhammer:
Ein wenig mehr bräuchte es wahrscheinlich schon um die komplette Library meiner eigenen 90er Samples unterzubringen, da sind aber auch so ein paar längere Stereo Samples dabei. Aber die dürfte ich auch nicht alle gleichzeitig brauchen...
Der erweiterte S1000 den ich Ende der 80er leihweise nutzen durfte hatte schon 'ne größeren Speicher, ich glaub' der Jingle Produzent hatte ihn auch 8MB erweitern lassen.
Aber welcher 80er Sampler kann FM?
Dazu müsste ich schon was aktuelleres bemühen, am besten was wo ich die Modulatoren TG77 alike vorher noch durch 'nen resonanten modulierbaren Filter schicken kann ;-)
 
Aus der Mail an registrierte 3rd Wave Besitzer:
Sampling features:

  • Support for low resolution sample recording with varying bit depth: 16bit, 12bit, and 8bit
Es gibt also, entgegen der Aussagen am Stand auf der Superbooth, nun doch auch 8 und 12 Bit Sampling für die Liebhaber der alten Sampler a la PPG (wave 2.2 8 Bit Samples via Waveterm A; wave 2.3 12 Bit Wiedergabe der im Waveterm mit 16 gemachten Samples).
 
Es gibt also, entgegen der Aussagen am Stand auf der Superbooth, nun doch auch 8 und 12 Bit Sampling für die Liebhaber der alten Sampler a la PPG
ja, das wird auch schon im oben verlinkten Anleitungsvideo gezeigt.

... ich wundere mich nur gerade, warum ich diese Mail nicht bekommen habe. ;-)
 
Neues Update Version 1.8a:

We present to you OS version 1.8a, which includes a new mode for looping that was requested this week. With this update you can set your sample loops to continue looping in the release stage of the amp envelope, allowing your samples to keep playing as the sound fades out in the release. In this update the sample loop on/off button has been replaced with a loop select button, which selects between 3 different looping modes: off, on when note on, and always on. The “on when note on” mode is the same behavior as in the previous version, where the sample will loop until the note is released and then continue to the end of the sample. The “always on” mode will continue to loop in the release and the sample will fade out with the envelope.

We have also included a few other updates and bug fixes for issues that were reported to us. See list below for more details.
 
ist das ein Bug, oder hab ich es nur nicht gefunden? Beim Multisample-Import über USB kann man anscheinend die Samplerate nicht mehr nachträglich ändern, nur die Bittiefe). Importiert man die Samples einzeln, gibt es ja einen Menüpunkt zum Re-Sampling.
 
Ja, auch beim Preis. Er ist zwar toll, aber ich finde ihn immer noch überteuert.
Vom Klang her finde ich den nicht weniger beeindruckend als prophet oder ob Synthesizer, nur in einer anderen Richtung und in Sachen Stimmanzahl und Möglichkeiten liegen dazwischen Welten.
Auch hier kostet jede Stimme mehr, nur nicht ganz so schlimm, wie bei einem vollanalogen Signalfluss.

Ein Prophet 10 kostet über 4k und ein obx8 genauso viel wie der 3rd wave.

Dazu kommt noch, dass die Firma sehr klein ist, ihr erster Synth. Man kann das vielleicht gut mit UDO vergleichen.
Ich denke der Preis ist für das Gebotene normal und in anbetracht der anderen Punkte ganz normal. So ein schlachtschiff braucht auch viel Entwicklungszeit.

Teuer, aber nicht überteuert, denke ich.
Für das Geld bekommst du einen Polysynth mit tollen analogen Filtern, einer Featureliste die in Q gefilden spielt, eine Stimmzahl weit über dem Durchschnitt (hybrid) und einen wunderschönen eigenständigen Sound.
Mein Gefühl sagt mir in dem Synth steckt viel Liebe und Herzblut. Sicherlich haben die lange rumprobiert um den Klang so hinzubekommen, denn er sticht wirklich heraus und klingt weder wie waldorf noch wie ein ppg oder sonst was.
Find den echt toll.

Und wegen dem samplespeicher:
Naja, ist ein wavetablesynth. Ist doch toll das überhaupt etwas geht oder war das von Anfang an vorgesehen?
 
Ich sehe den 3rd Wave technisch und klanglich auf einem ähnlichen Niveau wie den Summit. Beide klingen sehr gut und eigenständig, beide haben eine nicht zu verachtende Featureliste, beide haben tolle analoge Filter (16/32 analoge Filter bei 16 Stimmen im Summit, 24 analoge Filter bei 24 Stimmen im 3rd Wave). Der 3rd Wave kostet rund das 2,7fache des Summit. Ich habe bei diesem Faktor ein Problem mit dem Preis-Leistungs-Verhältnis.
 
Man kann die Geräte auf diese Weise natürlich vergleichen. Aber die Wavetableengine des 3rd Wave ist weitaus ausgefeilter und flexibler als die des Summit, und der Sound ist insgesamt deutlich markanter als der des Summit. Die Unterschiede machen also mehr als die reine Ausstattung (also Preis pro Stimme/LFO/Envelope) aus.

Ich will den Summit aber keinesfalls schlecht machen (hatte ihn ja selbst auch, und vielleicht schaffe ich mir auch irgendwann wieder einen an), aber der 3rd Wave ist schon deutlich spannender. Allein so Sachen, dass die gesamte Modmatrix mit Audiorate läuft, und dass sich das Smoothing der Wavetables abschalten lässt, machen da viel aus. Aber klar: der Summit ist insgesamt schon preiswerter als der 3rd Wave und wem der Sound und die Wavetablemöglichkeiten reichen, mag damit einen besseren Schnitt machen.
 
Dass der Sound des 3rd Wave markanter ist als der des Summit, finde ich nicht. In meinen Ohren klingen beide auf ihre Art sehr eigenständig. Ich kann auch nicht bestätigen, dass der 3rd Wave wirklich mehr Möglichkeiten hat als der Summit, sie haben eben beide unterschiedliche Features, die bei beiden den Klang und dessen Lebendigkeit tiefgreifend beeinflussen. Ob beim Summit die komplette Modmatrix auf Audiorate läuft, weiß ich nicht, Die Envelopes können das auf jeden Fall.
 
Ich fand den Summit eher hifimäßig und relativ gezähmt - aber es kommt natürlich immer drauf an, wie einem das Konzept liegt. Der 3rd Wave macht es leichter, dreckiges, kantiges und schräges herauszuholen, finde ich. 🤷‍♂️
Beim Summit sind die Oszillatoren in der Modmatrix keine Quelle - FM geht afaik nur über die festen Potis (OSCs untereinander und Filter-FM). Beim 3rd Wave kann ich z.B. auch das Signal eines Oszillators auf den Drift-Parameter eines anderen legen, oder AM etc. machen.
Beim Summit habe ich letztendlich gar nicht so viel mit Wavetables gemacht, weil die dort recht eingeschränkt sind: nur 5 Stützpunkte mit Interpolation, oder?

Die LFOs habe ich beim Summit als nicht sehr schnell in Erinnerung - wie schnell die (geloopten) Envelopes sind, weiß ich ehrlich gesagt nicht.
 
Natürlich klingen beide sehr unterschiedlich. Ich will auch nicht behaupten, ein Summit könne einen 3rd Wave ersetzen oder umgekehrt.
OSC als Modquelle ist tatsächlich ziemlich besonders.
Die Wavetables bestehen aus fünf Waves, wenn Du das meinst. Ich finde das mehr als ausreichend, da ich Veränderungen im Klangverlauf meist eher nuaciert durchführe - für alles gröbere gibt es Vectorsynthese.
Die Geschwindigkeit der LFOs hatte ich leider nicht getestet, wenn ich das nächste Mal Zugriff auf einen Summit habe, werde ich das nachholen. Die geloopten Envelopes gehen weit in den akustischen Bereich.
 
Also, ich hatte den Summit auch mal für eine ganze Weile und war von der Hybriden Seite her sehr enttäuscht. Ja, er klingt ganz gut kann auch einiges aber 95% der Sounds gingen mehr in Richtung Analog. Richtiges Wavetablescanning hat man damit nicht hinbekommen, also alleine von dem Feature her ist der 3rd Wave dem Summit weitaus überlegen.

Die Effekte waren auch mehr Standard mit dem immer offenen Hall der mich schon bei der K-Station genervt hat. Am Ende ging er auch wegen des Knistern im Chorus mit den mehr dunklen Sounds.

Ja, für das Geld ist der Summit vernünftig, für digitale Sachen nicht mein Ding. Ich persönlich habe auch einige Sounds auf meinen Prophet-12 nachgestellt und fand das Endresultat dort auch ergiebiger. Aber das ist mein persönlicher Eindruck.

Ich glaube aber man kennt hier nicht die Stärken der Wavetablesynthese, sonst würde man die beiden gar nicht vergleichen wollen.
 
Richtiges Wavetablescanning hat man damit nicht hinbekommen
Ich schon.

also alleine von dem Feature her ist der 3rd Wave dem Summit weitaus überlegen.
Wir könnten jetzt von beiden Instrumenten eine Featureliste erstellen und dann zählen. Ich konnte am 3rd Wave nicht wirklich mehr entdecken als am Summit. Liegt vielleicht daran, dass beim Summit einige Features im Menü versteckt sind.

Ich glaube aber man kennt hier nicht die Stärken der Wavetablesynthese, sonst würde man die beiden gar nicht vergleichen wollen.
Ich kenne die Wavetablesynthese sehr gut, weshalb ich mir auch wieder einen (im Idealfall reinrassigen) Wavetabler holen will. Von allen Wavetablern, die sich zurzeit am Markt befinden, hat der 3rd Wave IMO das schlechteste Preis-Leistungs-Verhältnis und der Argon8 das beste, der auch "nur" fünf Waves pro Table hat. Ich frage mich, wer in seiner Musik wirklich Wavetablesounds benutzt, die mehr als fünf Wellen durchlaufen, abgesehen von Drone-Sounds.
 
Argon8 hat keine analog Filter, so wie der Waldorf M oder Third Wave...
Auch finde ich die Multitimbralität des 3rd Waves einfach sehr gut...
Und das gute: Es gibt ihn auch als günstigeren Desktop...
 
Also ich hab beide (3rd Wave als Desktop) und finde den Summit sehr gut, aber der 3rd Wave spielt schon in einer anderen Klasse. Alleine das Filter (egal ob Analog oder Digital) ist viel schöner und musikalischer. Und im Bereich Wavetable finde ich den Summit eher enttäuschend. Hab auch den Iridium und M und würde in Sachen Wavetable jeden dem Summit vorziehen. Der Summit hat einfach andere Stärken.
 
Grossartig, vielleicht postest Du mal ein paar Beispiele auf dem Summit Thread.

Wir könnten jetzt von beiden Instrumenten eine Featureliste erstellen und dann zählen. Ich konnte am 3rd Wave nicht wirklich mehr entdecken als am Summit. Liegt vielleicht daran, dass beim Summit einige Features im Menü versteckt sind.
Ich rede hier nicht von einer Featureliste, die der 3rd Wave eh gewinnen wuerde, eher von dem wirklichen Wavetable scanning. Der Summit geht da mehr in Richtung Prophet-12 und verbiegt einen Algorithmus. Wie auch immer, die Resultate davon waren ernüchternd.

Ich kenne die Wavetablesynthese sehr gut, weshalb ich mir auch wieder einen (im Idealfall reinrassigen) Wavetabler holen will. Von allen Wavetablern, die sich zurzeit am Markt befinden, hat der 3rd Wave IMO das schlechteste Preis-Leistungs-Verhältnis und der Argon8 das beste, der auch "nur" fünf Waves pro Table hat. Ich frage mich, wer in seiner Musik wirklich Wavetablesounds benutzt, die mehr als fünf Wellen durchlaufen, abgesehen von Drone-Sounds.

Warum moechtest Du denn einen Wavetable Synth wiederhaben, wenn der Summit die so gut kann? Und übrigens, der Behringer Prophet VS Verschnitt ist noch günstiger als der Argon, wo wir schon mal off Topic sind.
 
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