HILFE: Midi-Clock auf mehreren Ports ausgeben

Dieses Thema im Forum "SyntheTisch!" wurde erstellt von Möbius, 14. Mai 2009.

  1. Möbius

    Möbius engagiert

    Hallo!
    Ich bin gerade dabei mein Homestudio etwas umzubauen, da mittlerweile schon einige Hardware-Synthesizer zusammengekommen sind. Ich benutze einen Atari 1040 ST mit 4 MB RAM mit Cubase 3.0 (Special Score Edition) und ein Midex+.
    Nun zu meinem Problem:
    Ich möchte nun meine Synthesizer per Midi-Clock über den Atari mit Cubase synchronisieren. In Cubase kann ich zwar einstellen auf welchem Port ich Midi-Clock senden will, aber ich kann immer nur einen Port auswählen. Da ich aber mehere Synthesizer triggern will, bedeutet das, alle Synthesizer an den gleichen Midi-Port zu hängen was zu timing-Problemen führt. Aber ich habe doch ein Midex+ am Atari, dass mehere Ausgangs-Ports hat. Ist es möglich Midi-Clock an mehere Ausgänge gleichzeitig zu senden? Kann ich die Synthesizer per Tempospur synchronisieren? Liegt das an den Treibern? Wie macht ihr das?
    Ein Midisplitter wäre natürlich möglich, aber vier Synthesizer mit nur 16 Kanälen zu betreiben macht irgendwie auch keinen Sinn.

    Vielleicht kennt ihr ja eine Lösung. Ich habe im Internet gesucht, aber nichts finden können. :sad:
     
  2. marv42dp

    marv42dp aktiviert

    Gut möglich, dass das Uralt-Cubase das garnicht kann - die aktuellen Versionen lassen die Auswahl mehrerer MIDI-Ports als Clock-Ziel zu. Was sagt das Cubase-Handbuch?
     
  3. Anonymous

    Anonymous Guest

    ähm,ne einfache midi thru box sollte genügen.. oder sehe ich das falsch?
     
  4. ron

    ron -

    die ollen MOTU midi express interfaces haben die (manchmal auch störende) eigenart, die zuerst ankommende clock auf alle anderen outputs zu spiegeln. rudimentaere midi event filterung und/oder midi patchen inklusive, gibt's fuer appel'n'ei in der bucht, vielleicht ne option?
     
  5. Möbius

    Möbius engagiert

    Ich muss diese Leiche hier noch mal ausgraben, da ich leider immer noch keine Lösung gefunden habe.
    Momentan benutze ich die jeweiligen Thru-Ports, um mehrere Synths synchronisieren zu können, aber bei drei in der Kette ist dann schluss.
    Ich suche also noch nach einer guten Hardwarelösung, die einfach einen Midi-Clock splittet und dann mit den Midi-Kanälen der einzelnen Synths wieder zusammenfügt.
    Ich könnte mir zwar einen Splitter holen, der die Midi-Clock aufspaltet und dann noch pro Synth einen Merger, um dass dann wieder zusammenzuführen, aber vielleicht gibt es da ja auch etwas kompakteres.
    Damals wurden hier die alten MOTUS empfohlen. Hier ist per Zufall gerade eins in der Bucht:

    http://www.ebay.de/itm/Motu-Midi-Ex...str_Audio_MIDI_Interfaces&hash=item3384c35778

    Allerdings habe ich gelesen, dass dieses Gerät die programmierten Einstellungen nur kurz speichern kann und auch nur über einen alten Parallel-Port zu programmieren ist. Wenn man die Software noch irgendwo findet und diese dann auch noch auf mindestens XP läuft....

    Gibt's noch andere hier, die auch mit einem Atari arbeiten? Wie macht ihr das? Benutzt ihr dann nur 16 Kanäle? Oder gibts da vielleicht sogar eine Softwarelösung für den Atari? Eigentlich habe ich ja genug Ports, bekomme die aber nicht synchronisiert.
     
  6. microbug

    microbug |||

    Hö? Warum so einen Umstand? Einfach eine ordentliche MIDI-Patchbay nehmen und gut ist.

    Ich hab das damals am Atari mit einer Akai ME-80P verteilt und heute besitze ich eine MIDITemp PMM-88. Bei den Emagic-Interfaces kann man ebenfalls MIDI Clock verteilen, und das machen die Dinger sehr gut, Treiber gehen allerdings nur bis XP.

    Beim Atari war das eh problemlos, dort bekam man eine stabile Clock raus, heute würde ich dafür ne Hardware nehmen.

    Was Du da so komisch splitten und wieder zusammenfügen willst, verstehe ich nicht. MIDI Clock ist ein System Realtime und hat keinen Kanal, d.h. das kann von jedem Clockfähigem MIDI-Gerät empfangen und auch verarbeitet werden.

    Die MIDI-Patchbay ist die zentrale Instanz des Setups, in dieser laufen alle Fäden zusammen und jedes Gerät ist mit beiden MIDI Ports damit verbunden. Man programmiert sich dann eben verschiedene Verschaltungen, und MIDI Clock habe ich immer auf einem separaten Port ausgegeben, um keinen Datenstau auf den Notenausgabekanälen zu verursachen.

    Wenn die Patchbay pro Port filtern kann, sollte sie so programmiert werden, daß die Clock nur dort hinkommt, wo sie auch hinsoll, denn auch wenn das die Geräte selbst ausfiltern können, kostet dieses Filtern im Gerät Zeit, die bei schlamperter Programmierung schon zu Timingproblemen führen kann.

    Die schon erwähnte MIDITemp PMM-88 ist übrigens in dieser Hinsicht besonders erwähnenswert, da diese eine MIDI-Clock erzeugen und auf beliebige Ausgänge schalten kann, sogar programmierbar.
     
  7. Möbius

    Möbius engagiert

    Danke für Deine Vorschläge!
    Ja, Du hast recht ich brauche eine Patchbay und die soll natürlich auch ohne Computer bedienbar sein.
    Ich wusste nur nicht welche da gut für wäre.
    Aber jetzt habe ich ja ein paar Tipps. Danke dafür!
    Ich werde mich mal nach ner MIDITemp PMM-88 oder ner Akai ME-80P umsehen.
    Sind aber irgendwie schwer zu bekommen die Teile.
     
  8. microbug

    microbug |||

    Sieh zu, daß Du die PMM-88 bekommst, die wird immer mal wieder angeboten, öfter als die Akai. Erstens ist sie vielseitiger und flexibler, und zweitens spart sie Dir den extra Clockgenerator.

    Es gibt 2 Versionen davon: die PMM-88 ist das ältere Modell mit der einfachen Bedieneinheit (LEDs und Siebensegmentdisplay), die PMM-88E das Neuere, deren Bedieneinheit ein großes LCD-Display mit Drehendoder besitzt.

    Vergiß auch ebay bei der Suche nach solchen Teilen. Eher in den Musikerforen, ebay Kleinanzeigen oder Quoka suchen. Bei Manchen liegen solche Teile einfach ungenutzt rum, daher lohnt sich eine Suchanzeige durchaus.

    Die PMM-88 programmiert man am Gerät, Editor gabs auch mal, aber nur für Atari. Lade Dir bei stoffelshome.de die Anleitung runter, dann siehst Du, was das Ding alles kann.

    Es gibt sicher noch andere Modelle, die sowas können, aber die kenne ich nicht im Detail.
     
  9. Möbius

    Möbius engagiert

    Welche ist dann eher zu empfehlen. LEDs klingt jetzt erst mal cooler als LCD-Display, aber kann die "E" wichtige Dinge, die der Vorgänger nicht kann?

    Ja, danke für den Tipp. Das werde ich wohl machen. Was ist denn heute so ein vernüftiger Preis für eine PMM-88(E)?
     
  10. microbug

    microbug |||

    Das E-Modell hat ein neueres OS wg der Bedieneinheit und Basis für die MP88-Modelle, die Details kenne ich da nicht. Müßte man aber im Netz finden können, vor allem auf MIDITemp.nl hat's noch viel alte Bilder und Dokumente.

    Die Anleitung der alten PMM-88 gibt's auf stoffelshome.de, die der E bei MIDITemp selbst:

    http://www.miditemp.de/media/files/down ... eitung.pdf

    Eine Gebrauchte PMM-88 liegt so bei 100-120€, die E-Version drüber.

    Die E-Version ist deutlich komfortabler zu bedienen, siehe Handbuch.
     
  11. recliq

    recliq -

    Die PMM-88 scheint ja nicht sehr häufig angeboten zu werden, dafür findet man relativ viele MP-88...
    ist die MP-88 identisch mit der PMM-88 was die Midipatch Funktionen angeht und hat noch zus. Midi- und Sampleplayer? Oder gibt es da noch mehr unterschiede?
     
  12. Möbius

    Möbius engagiert

    Danke für die Links zu den Anleitungen!
    Trotzdem sind noch ein paar offene Fragen geblieben:

    Die PMM-88 kann ich auch ohne Fernbedienung programmieren, aber für die PMM-88E brauche ich diese aber zwingend, oder?

    Kann ich die Clock, die die PMM-88 erzeugt auch von extern synchronisieren. Ich möchte schon gerne den Atari als Master-Clock behalten, da ja auf dem auch mein Sequenzer läuft. Im Handbuch steht da nur was von für den Squenzer der MP Variante. Klar, ich könnte die Clock auch auf einem extra Port ausgeben und dann zu den jeweiligen anderen Ports dazumischen, aber dann nutze ich nicht den internen Clock-Generator, oder?

    Wie werden die Einstellungen in der PMM-88 gespeichert? Die MP-Geräte haben da ja zumindestens ein Diskettenlaufwerk. Bleiben die Einstellungen dann auch über längere Zeit gespeichert?


    Die PMM-88 scheint wirklich recht schwer zu finden zu sein. Ich habe mich da mal etwas umgesehen.
     
  13. microbug

    microbug |||

    Die PMM-88 braucht die Fernbedienung zwingend, diese ist das Bedienteil, ohne die geht nix.

    MIDITemp schreibt zur MP-88 und PMM-88E folgendes in der Anleitung:

    " Betr.: Bedienungsanleitung PMM88E

    Da die Midi-Funktionen der PMM88E komplett in der MP88 – Serie beinhaltet sind, gibt es für dieses Modell kein separates Handbuch. Einfach die Player/ Sequenzerfunktionen des MP88 ausser acht lassen – und man hat ein Handbuch für den PMM88E vor sich.

    Ihr Miditemp - Team "

    MP88 geht also auch.
     
  14. Anonymous

    Anonymous Guest

    Midiclock.com kann auf mehreren Midi-Ports midi clock ausgeben, ist leider nicht für den Atari ST, sondern für Windows.
     
  15. Möbius

    Möbius engagiert

    Danke! Ich hatte nämlich auch schon eine ohne Fernbedienung in der Bucht gesehen. :lol:

    Den Hinweis für PMM-Benutzer hatte ich auch gelesen. Mir ist halt noch nicht klar, ob der Clock-Generator der PMM-88(E) auch von extern synchronisiert werden kann oder nicht.
    Wie hast Du das damals gemacht? War die PMM die Master-Clock? Oder geht das dann nur über die Matrix?

    Ist aber auf jeden Fall ein schickes Teil.
    Ich werde mal weiter auf die Pirsch gehen....
     
  16. Möbius

    Möbius engagiert

    Cooles Programm! Werde ich mir mal genauer anschauen. Danke!

    Ja, ist schon blöd mit dem alten Cubase 3.1 für den Atari ST.
    Keine Ahnung warum die das so programmiert haben, dass man nur an einen Ausgang einen Haken für die Ausgabe der Midi-Clock machen kann.
    Standardmäßig hat der Atari ja auch nur ein Ausgang, aber mit zusätzlichem Expander, wie in meinem Fall, wäre das schon nett.
    Naja, es gab damals wohl auch noch nicht so viele VAs mit 16 Kanälen, die mal eben so einen Midi-Port komplett abdecken.
     
  17. microbug

    microbug |||

    PMM hat einen Clockgenerator drin, schrieb ich glaubich weiter oben, ist also daher Master. Lies das mal in der Anleitung auf stoffelshome.de, da steht das drin.

    Es gab damals etliche multitimbrale Synths, und da war ich um den UnitorII sehr dankbar, denn schon mein Ensoniq SQ-R konnte 16 Kanäle, der JX-10 und DX7 II je zwei, dann kamen noch zeitweise ein paar Andere dazu, wie Kawai K4 und K5, ebenfalls mit je 16 maximalen Kanälen, die ich aber nie komplett genutzt habe. Eher habe ich die Clock auf einen Extrastrang gelegt und damit die beiden Alesis-Drummies und den Oberheim Cyclone befeuert, als Schaltzentrale diente mir damals eine Akai ME-80P, die PMM-88 war damals auch gebraucht noch sehr teuer.
     
  18. Möbius

    Möbius engagiert

    Danke Dir!
    Ich habe mich mal überwunden und in "Suche" eine Thread erstellt!
     
  19. Möbius

    Möbius engagiert

    Es hat geklappt!
    Ich habe mir in der Bucht die alte Version des MP-88 mit alter Fernbedienung, 4MB RAM und 80MB SCSI-Festplatte für nen Huni geschossen (OS 1.52).
    Ich muss mich da die Tage mal reinfuchsen.
    Hat eigentlich wer ne Bedienungsanleitung für die alte Fernbedienung?
    Ich habe bis jetzt nur Anleitungen für den MP-88 gefunden, die von der neuen Version der Fernbedienung ausgehen.
    Lohnt ein Update auf OS 4.x?
     
  20. microbug

    microbug |||

    Eigentlich kenne ich die MP88 nur mit der MIOC-Fernbedienung. Lese aber gerade, daß es auch Geräte mit der alten Remote gab, und wer damit Probleme hat, der soll sich an den Support von MIDITemp wenden - so stehts auf S10. Würde ich auch mal machen, also Synthax/MIDITemp anschreiben, offenbar haben die ein passendes Dokument.

    Die können Dir auch sagen, ob sich das Update lohnt bzw was es bringt.
     
  21. Möbius

    Möbius engagiert

    Jo, werde ich mal machen.
    Ich danke Dir noch mal vielmals!
     

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