idee eines optischen MIDI controllers

hi

n kumpel und ich hatten letzten die idee eines optischen controllers. also ähnlich wie zb für die wii nur das man zb übers tanzen aktiv in die modulation vom sound eingreifen kann.

kennt ihr soetwas schon bzw was haltet ihr von der idee, theoretisch müsste es ja machbar sein.
 
B

btrnm

Guest
Die Idee muss schon etwas detailierter sein um es "Idee" zu nennen.

Interessant wäre eine AI die die Tanzfläche beobachtet und dazu Musik macht.
Aber wie genau?
Was soll wie wodurch beinflusst werden und warum?
 
ne d beam meine ich nicht. zu simpel.
wir dachten an eine erkennung von der hand wo du links zb tonhöhe re cutoff hast und über jeden finger zb reso attak releese what ever hast. das zuvor in ner software einstellbar welche werte du mit welchem körperteil beeinflusst. aber auch eifacher wäre schon toll wenn du auf der xy je eine funktion hast x-y- je ne ander das für jede hand wäre schon fett
 
Es gab von Eowave da mal eine Reihe Module und verschiedene Sensoren.
In der Alesis Vortex Keytar hat die Bewegung des Instruments auch einen Controller ausgegeben.
Also ein paar Ansätze gibt es da schon, aber wenn man was fertiges will, wird das ganz schön teuer glaube ich.
 

pyrolator

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Ich spiele seit mehr als 25 Jahren den Buchla "Lightning". Ist leider nur noch sehr schwer zu bekommen, ich habe schon Angst, dass er mir mal kaputt geht und Joel als mein Ansprechpartner bei Buchla nicht mehr da ist. Kommt meiner Vorstellung der Interaktion mit einem Computer sehr nahe.
Es gibt eine Art Buchla-Skriptsprache (die z.b. auch im Thunder verbaut ist) und die ist schon ziemlich mächtig. in jeder Hand hat man 8 Zonen, die man virtuell ansteuern kann, dort kann man Schalter, Controller aufgrund von Bewegungen festlegen. So eine Programmierung ist recht aufwendig, aber im Endergebnis sehr sensibel spielbar.
Ich kenne nichts vergleichbares. Aus Panik habe ich mir vor ein paar Jahren die Wii zugelegt für die es auch eine Anpassung an Max/Msp gibt, mit der man ähnlich programmieren könnte. Allerdings hat sich herausgestellt, dass die Wii widerum andere Stärken und Schwächen hat: Das virtuelle "Schlagen" in der Luft ist beim Lightning super sensibel, die Wii hat da grosse Probleme - dafür gibt es bei der Wii auch Neigungssensoren, man kann also die Rotation der Hände gut messen.
Grosser Nachteil des Lightnings: Open Air ist nicht. Draussen sind zu viele Infrarot-Störungen, da ist die Senibilität dahin. Ich kann mich noch an einen Auftritt beim "Jazz de Montreal" erinnern, da musste ich bei strahlendem Sonnenschein einer schwarzen Box spielen und es hat immer noch nicht gut funktioniert.
Leap Motion habe ich auch und ist für mich nur für grobe Motorik geeignet - das ist in der Erkennung der Finger einfach nicht stabil und gut genug.

Also mein Tipp: Die Wii mit Max/Msp, da kommt man schon sehr weit.....

Hier ein älteres Stück von mir:
View: https://www.youtube.com/watch?v=kiY9MzCYmbM
 

Niki

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Da gibt es so ein modul für eurorack wo man mit den handbewegungen verschiedene sachen steuert. Komme jetzt nicht drauf wie der heist. Hatte den einmal bei kleinanzeigen gesehen. Ist schon krasses teil, ist aber glaube ich um gut zu performen sehr gewöhnungsbedürftig.

Man könnte ja für den anfang einen theremin nehmen und damit verschiedene cv's steuern. Da gibt es videos in youtube.
 

pyrolator

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Da läuft aber auch irgendwie ein Song in einem Sequencer ab, oder?
Nein, das Stück spiele ich nur mit einem Sampler, da sind nur einzelne Töne und Flächen gesampelt. Ich habe das dann „zum Mitnehmen“ in mehrere Ableton Sampler verfrachtet, da läuft Ableton nicht einmal, ist alles im Lightning selber programmiert.
 
Leap Motion ist nicht schlecht, aber es ist, wie Pyrolator über den Buchla Lightning sagte, nur in kontrollierten Lichtverhältnissen zuverlässig einsetzbar. Und die Programmierung mit der Geco App und das Zuweisen ist schon ziemlich aufwendig. Tip: weniger ist mehr. Besser nur 2,3, oder 4 Parameter steuern anstatt alle 20 (?). Dann ist das Lernen auch einfacher. Ich spiele das Leap Motion hauptsächlich mit der linken Hand, die rechte Hand ist nicht zugewiesen, sodass ich mit rechts Knöpfe drehen und Kabel stecken kann. Es braucht auch einiges an Übung, und es überrascht nicht, dass es in Musikerkreisen selten verwendet wird. Ich würde es vermutlich wieder kaufen, aber empfehlen kann ich es nicht. Es gibt schon ein paar interessante Sachen, die man damit machen kann. Ich erinnere mich an einen Patch, wo ich mit der Distanz, also vorne-hinten, die Geschwindigkeit der Clock steuere, mit dem horizontalen Hand-Winkel den Wavefolder, mit der Höhe die Lautstärke, und mit dem vertikalen Winkel sonst noch etwas. Damit konnte ich zwischen ruhigen wassertropfenartigen Klängen bis zu Maschinengewehrsalven spielend-fliessend wechseln. CV Wandler war das Shuttle Control Modul von Endorphin.es.

Ein weiterer recht guter Einsatzzweck ist mit einem Reaktorensemble, wo man mit der Handbewegung einen virtuellen Bogen streicht. Funktioniert recht gut, aber auch da braucht es viel Übung, um etwas musikalisch Sinnvolles herauszuholen. Ich bin nicht über die Testphase gekommen. Was auch zu bedenken ist, dass eine Session eher kurz sein wird, da das Halten der Hand in der Luft nach ein paar Minuten müde macht.

Eine andere Möglichkeit ist, ein Smartphone an den Arm zu binden mit Schnur oder Klettband. Da gibt es Controllerapps wie Lemur oder AC Sabre, die die drei Achsen per wifi oder Bluetooth übermitteln (MIDI). Vielleicht auch Beschleunigung, ich habe das selber noch nie ausprobiert. Aber da viele Leute ein Smartphone haben ist das wohl eines der einfachsten und billigsten Lösungen.
 

Feinstrom

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Du siehst aber auch mit welchen Schwierigkeiten sie immer wieder kämpft.
Etwas spät, sorry!
Ich war bei dem Konzert in London im Roundhouse, das sie damals in hochschwangerem Zustand absolviert hat und bei dem sie auf unbeschreibliche Weise auf die Nase gefallen ist (und das Ganze auch noch in alle Welt gestreamt hat). Es war herzzerreißend anzuschauen, wie sie direkt danach auf die Bühne genötigt wurde, um als Veranstalterin einen Blumenstrauß in Empfang zu nehmen, und schon tränenüberströmt und halb zusammengebrochen war.
Wenn irgendjemand derartigen Schnickes NICHT braucht, dann ist das Imogen Heap. Die ist am besten, wenn sie am Klavier sitzt.
Ich finde solche MIDI-Body-Controller gut, damit das Publikum nachvollziehen kann, was auf der Bühne gemacht wird. Dafür ist ein D-Beam, ein Accelerator oder eine Keytar schon prima geeignet. Aber wer im Publikum würde einen Handwischer nach rechts oben mit dem gleichzeitigen Ansteigen des Reverb-Levels in kausale Verbindung bringen? Echt jetzt.

Aber jeder wird irgendwie seinen Weg finden...

Schöne Grüße,
Bert
 

Thomasch

MIDISynthianer
Etwas spät, sorry!
Ich war bei dem Konzert in London im Roundhouse, das sie damals in hochschwangerem Zustand absolviert hat und bei dem sie auf unbeschreibliche Weise auf die Nase gefallen ist (und das Ganze auch noch in alle Welt gestreamt hat). Es war herzzerreißend anzuschauen, wie sie direkt danach auf die Bühne genötigt wurde, um als Veranstalterin einen Blumenstrauß in Empfang zu nehmen, und schon tränenüberströmt und halb zusammengebrochen war.
Wenn irgendjemand derartigen Schnickes NICHT braucht, dann ist das Imogen Heap. Die ist am besten, wenn sie am Klavier sitzt.
Ich finde solche MIDI-Body-Controller gut, damit das Publikum nachvollziehen kann, was auf der Bühne gemacht wird. Dafür ist ein D-Beam, ein Accelerator oder eine Keytar schon prima geeignet. Aber wer im Publikum würde einen Handwischer nach rechts oben mit dem gleichzeitigen Ansteigen des Reverb-Levels in kausale Verbindung bringen? Echt jetzt.

Aber jeder wird irgendwie seinen Weg finden...

Schöne Grüße,
Bert
Das würde ich auch so sehen, Ausnahmen sind vielleicht noch Instrumente wie Jean Michel Jarres Laser Harp, die optisch sehr futuristisch ist.
Der spielerische Nutzen ist aber auch da begrenzt im Vergleich zu echten mechanischen Eingabegeräten, wie Keys, Pots oder Fader.
Besorgt euch ein Umhänge Keyboard oder nen Blascontroller, damit kann man dann auch mal bei nem Solo über die Bühne hüpfen.
Von optischen Sensoren jeglicher Art würde ich in Livesituationen die Finger lassen, denn da müssen die Lichtverhältnisse stimmen, sonst gehts ins Auge.
 


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