Wie willst du denn nachweisen ob das, was jemand da in seiner DAW gebaut hat, vorher von einer KI generiert wurde und nur nachgebaut ist?
Das wird nicht gehen. Der Drops ist gelutscht.
Die Beschreibung verfehlt ja auch das eigentliche Problem, denn das von dir beschriebene Problem ist mitnichten das Problem. Ich habe mir auch schon von einer KI einfach mal Codeschnipsel generieren lassen.
Allerdings nicht mit dem Ziel, Code zu generieren, den ich benutzen kann, sondern vielmehr, um mir zum Beispiel einen Überblick "über mögliche Wege (Module, Libraries, neue Sprachfeatures etc.) zu verschaffen. Dafür ist die KI perfekt, wenn (und das ist meiner Meinung nach eines der Problemfelder) man nicht erwartet, dass der Code gut wird oder werden soll.
Die eigentliche Arbeit beginnt dann danach, vor der Tastatur, nicht irgendwo im Rechenzentrum auf einer CPU. Und das ist das Problem. Wenn ich mir GitHub ansehe und den ganzen Müll, der dort herumschwimmt, dann sehe ich eine Flut an qualitativer Scheiße auf uns zukommen.
Das heißt im Umkehrschluss für mich aber unbedingt, dass jemand an der Spitze eines Projektes mit genügend Know-how stehen muss, der rigoros jeglichen Müll als solchen entlarvt und wieder in den Papierkorb wirft, analog zur Verfahrensweise beim Linux-Kernel, wo einer sagt, wo es langgeht, und warum es anderswo nicht langgehen kann. Genau das scheint aber in vielen Software-Projekten komplett zu fehlen, wenn ich mir so manchen Code ansehe.
Ich erspare es mir, hier konkrete Projekte zu benennen, denen ich an entsprechender Stelle schon auf die Füße getreten bin. Denn was solche Leute nur allzu gerne übersehen, ist die Tatsache, dass ein Fehler, den sie reinprogrammieren, immer einen Multiplikator darstellt, der woanders Zeit verschwendet, u. U. eben auch in Projekten.
Analog gilt das für Musik. Es ist vielleicht gar nicht so wichtig, ob eine KI eine Sequenz erstellt hat. Wichtig ist vielmehr, dass danach jemand da ist, der sagt "Ja, das klingt richtig gut.", oder eben "Was für ein Schrott ...". Das erfordert aber wiederum jemanden mit der notwendigen Erfahrung und dem notwendigen Musikgespür. Und da liegt auch wieder die Gefahr. Leute ohne Plan und Gespür überschwemmen das Netz mit Belanglosigkeiten
und schaden so vielleicht sogar der Musik insgesamt .