Lest ihr Rezensionen?

Dieses Thema im Forum "Media 2.0" wurde erstellt von ARNTE, 10. März 2013.

  1. ARNTE

    ARNTE Ureinwohner

    juhu,

    wir haben gerade mal wieder ein neues album draußen. da schickt man dann ja auch immer nen haufen promos an diverseste webzines, zeitschriften etc. pp. dort werden zumeist mehr oder minder nette rezis geschrieben ( beispiel ) und als künstler freut man sich da natürlich immer.
    aber davon mal abgesehen: bringt das was? liest von euch irgendjemand rezis von alben die ihr nicht eh schon kennt?
     
  2. Lesen tu ich sowas nie. Wenn ein Cover abgebildet ist was mir gefällt merk ich mir den Künstler und googel später.

    Ich denke den meisten wird es so gehen. Als promo für Gigs oder Remix Aufträge ist es wiederrum gut so was zu haben denk ich.
     
  3. ppg360

    ppg360 fummdich-fummdich-ratata

    Klar lese ich Rezensionen, das füttert mein Ego!

    Ganz im Ernst: Sind Rezensionen positiv, dann freut es mich, daß ich ganz offenbar den Rezensenten mit meiner Arbeit erreicht habe und sie etwas bei ihm ausgelöst hat. Sind die Rezensionen schlecht, dann freut es mich, daß ich ganz offenbar den Rezensenten mit meiner Arbeit erreicht habe und sie etwas bei ihm ausgelöst hat -- im schlimmsten Falle Abscheu und Brechreiz. Eine Reaktion ist eine Reaktion. Das Einzige, das mich nervt, sind endlose Wortschwälle, die nicht auf den Punkt kommen und sagen "geile Platte, weil..." oder "Scheißplatte, weil..." -- das nehme ich dann zwar zur Kenntnis, beschäftige mich aber nicht großartig damit -- ist mir zu zeitaufwendig.

    Im Idealfall triggert eine Rezension auch schon mal einen, zwei Verkäufe, aber die Zeiten sind definitiv vorbei, wo man mit einer guten Besprechung z. B. in der Keyboards (Albrecht Piltz, wer erinnert sich?) noch was reißen konnte -- von meiner zweiten Cassette habe ich durch eine gute Rezi in der Keyboards 1993 noch acht oder zehn Verkäufe generieren können. Heute packe ich sowas nur noch in die Infomappe für die Presse, um zu beweisen, daß ich tatsächlich noch irgendwo anders außerhalb meines eigenen Wohnzimmers gehört werde.

    Was Rezensionen der Werke anderer Musiker angeht: Gelegentlich lese ich sie, aber meist verliere ich nach der Hälfte die Geduld -- oftmals sind Rezensionen ein fantasielos-ausschweifendes Geblubber von Leuten, die nicht schreiben können, gerichtet an Leute, die nicht lesen können, über Dinge, von denen beide Beteiligten keine Ahnung haben.

    Stephen
     
  4. Jörg

    Jörg |

    Re: Aw: Lest ihr Rezensionen?

    Das Problem bei Rezensionen ist, dass man sich nicht auf sie verlassen kann. ;-)

    Ich habe schon sehr positive Rezis über Werke gelesen, die ich persönlich ätzend oder (noch schlimmer) belanglos fand. Deswegen ist es immer gut wenn man den Schreibenden so ein bisschen einschätzen kann.

    Trotzdem: Ja, ich lese gelegentlich Rezensionen.
     
  5. darsho

    darsho verkanntes Genie

    Ich lese nur Rezensionen über unsere eigene Musik, ansonsten nie.

    Dancing about Architecture und so. Macht imo wenig Sinn, Musik mit Worten zu beschreiben.
     
  6. powl

    powl Tach

    Ich schaue mir gelegentlich Rezensionen im Magazin meines Vertrauens an.

    Mittlerweile bin ich mir allerdings nicht mehr sicher, welche Rezensionen im Netz und in den Mags zum Teil nicht sogar "gekauft" wurden.
     
  7. Ermac

    Ermac Tach

    Ich lese keine Rezensionen und kenne auch niemanden, der das tut. Viel wichtiger finde ich es, bei Soundcloud, Youtube oder am besten Bandcamp in das Album reinhören zu können. Ein Rezensent ist auch nur EIN Mensch, warum sollte seine Meinung meine Entscheidung beeinflussen? Wie wie bereits gesagt wurde sind in Printmagazinen die Rezis ohnehin mit Werbeanzeigen gekauft und im Internet steht viel Mist.
     
  8. Ich lese sowas auch nie. Aber für unsere Alben haben wir uns schon etwas mühe gegeben ein ordendliches Beiblatt zu schreiben was den CDs beigelegt wurde für die Djs und Zeitschriften. Zu 90% wurde für die Artikel daraus copiert und somit hatte man eigendlich fast selbst in der Hand was da steht.
    Um so einfacher man denen es macht desto größer die Chance ins Heft zu kommen.
    Bei manchen mußte man mit einer Werbeanzeige zusätzlich etwas nachhelfen.
    Und als der Bericht in der damals recht wichtigen Zillo drin war merkte man das an den CD verkäufen ganz gut.
    Auch wenn man die Rezension nicht liest, den Bandnamen höhrt man mal wieder. So kommt eins zum anderen und der Bekanntheitsgrad steigt.
    Den erst muß man ja mal auf eine Band aufmerksam werden um auf den Gedanken zu kommen sie sich mal anzuhöhren.

    Ich finde neue Sachen meißt über verwante Vorschläge in YT. Bin der Meinung wenn man da eingeblendet wird neben seinen Vorbildern ist das schon gute Werbung die man nicht vernachläsigen sollte.
     
  9. comboy

    comboy Tach

    bei mir sinds halt eher blogs mittlerweile, und da auch weniger ganze rezensionen als einfache tips mit link zu video oder souncloud etc.
    Da hab ich ein paar blogs die ich les wo es öfter mal nette mixe oder hinweise auf künstler gibt.
    und da hör ich dann eher rein wenns interessant aussieht, als das ich viel drüber les.
     
  10. Mal als Konsument gesprochen, ich lese ziemlich viele Rezensionen, hauptsächlich um auf neue, interessante Veröffentlichungen zu stossen.
    Früher habe ich auch noch diverse Szenezeitschriften gelesen, jetzt fast nur noch im Internet, z.B: Intro, Spiegel, Medienkonverter.
     
  11. clipnotic

    clipnotic bin angekommen

    ich les sowas meist schon aber nicht mehr so intensiv wie vor Jahren vielleicht mal. Grund, zu 90% entsprechen sie nicht mehr meiner Meinung. Selbst hab ich mal auf ner Musik Plattform ca. 2000 Song Rezensionen in einem Jahr geschrieben und da war es zu 90% auch eher nutzlos, denn auf Kritik reagierte man oft beleidigt und Tips nahm man nicht an.

    Wahrscheinlich ist wohl die beste Rezension das Kaufverhalten der Fans, das sagt jedem dann die Wahrheit ohne viele Worte! ;-)

    Bei "professionellen" Rezensionen oder Versuchen von sowas, die man immer wieder so findet, nervt mich oft die Sprache, weil manche Autoren dazu neigen, viel zu hochgestochen zu schreiben, um wie ein Experte zu wirken, am schlimmsten ist das oft auch bei Amazon (ohne a ;-) ). Da ist das Problem einfach, dass ein normaler Musik Hörer so oft mal nicht quatscht und auch nicht lesen will. Das ist im klassischen Bereich vielleicht anders aber bei "einfacherer" Musik irgendwie unangebracht. Aber ist natürlich auch ne Geschmacksfrage, jeder denkt und liest anders ...

    Ich hab mir nun auch gerade Dein verlinktes Beispiel von Olaf Krautwurst durchgelesen und finde Rezensionen, die dermaßen andere Musiker kritisieren und das auch noch gleich als Einleitung, schlecht und kontraproduktiv OBWOHL er mit vielem was er sagt durchaus Recht hat und ich genauso über moderne Musik anderer gerne mal herziehe, in Foren zumindest. Bei einer professionellen Produktpräsentation und -rezension hat sowas aber nichts verloren, denn das wirkt überheblich und arrogant AUCH wenn er eigentlich nur sagen will, das man bei diesem Album mal was gutes kriegt. Er steigt aber trotzdem direkt negativ ein und das wirkt auch so.

    Zudem sagt er dadurch im Prinzip das man hier noch ne Art von dieser Musik kriegt, aus der guten alten Zeit sozusagen ... das kann man aber auch so verstehen, dass es altbacken und umodern ist. Man muss immer bedenken, man weiß nie wer sich das durch liest und wie andere über modernere Styles denken, was heißt, man kann mit so nem Gebashe evtl. Interessenten vielleicht auch vertreiben! Und man will doch viele Leute erreichen und nicht nur ein paar alte Hasen aus nem Genre vor 25 Jahren oder? Sowas kann und sollte man also vielleicht anders formulieren!? Bei Musikern kommt sowas vielleicht an, weil uns stinkt ja auch viel, aber bei nem reinen Musik Hörer, der keine Hintergründe kennt sieht das vielleicht anders aus? Weil der will vielleicht nicht hören, dass die letzten 20 Alben die er gekauft hat, Schrott waren und er keinen Geschmack hat, bloß weil es aktuelle Alben waren! Da sprech ich aus Erfahrung und zwar wenn ich an die Reaktionen meiner Frau denke, wenn ich ihr sage, dass ne CD die sie gerade gekauft hat, ich scheiße finde, da ist sie dann schon auch mal sauer obwohl die CD eigentlich wirklich scheiße ist! ;-)

    Negatives und positives sollte sich immer NUR auf das Produkt beziehen, dass man auch rezensiert. Vergleiche sind natürlich super, aber sie sollten halbwegs neutral bleiben, besonders bei negative, wobei man die am besten gleich weglässt. Weil das interessiert da auch keinen, man liest sich das durch weil man was von nem Album wissen will und nicht was der Autor alles scheiße findet ...

    Ich hätte so eine Rezension bei einem Album von mir nicht haben wollen! :mrgreen:

    So, ich habs bewusst so hart formuliert, weil dies der Sinn von ner Rezension ist und wer solche schreibt MUSS selbst auch durch und durch kritikfähig sein! ;-)
     
  12. ppg360

    ppg360 fummdich-fummdich-ratata

    Ich denke, moderne Medien und Kommunikationskanäle wie Fratzenbuch, Soundklau, YouPoop etc. haben in allen Bereichen den traditionellen Printmedien den Rang abgelaufen. Aus diesem Grunde generieren sich Verkäufe auch hauptsächlich auf diesem Weg bzw. über Foren wie dieses hier (danke übrigens an alle, die tatsächlich mal was bei mir bestellt haben ;-) ).

    Nicht alles am Internet ist schlecht.

    Stephen
     
  13. Frank

    Frank Tach

    Ich lese Rezensionen, oft jedoch von mir bereits bekannten Künstlern: Warum? Mich interessiert die Beschreibung aus anderer Sicht. ABER: Selten habe ich durch eine Rezension eines mir unbekannten Künstlers etwas gekauft. Eher was ich vorher schon kannte und ich den Hinweis auf eine Neuerscheinung bekam...
     
  14. ARNTE

    ARNTE Ureinwohner

    ich selbst lese rezensionen eigentlich auch nur von bands die ich kenne und mag. um neue musik zu entdecken nutze ich rezensionen dagegen eigentlich nie.
    wobei, wenn ich da drüber nachdenke ist das eigentlich ganz schön blöde. wenn man einen rezensionisten schon eine weile kennt, kann man irgendwann sicher ziemlich gut einordnen ob die geschmäcker kompatibel sind. und wenn der dann zugang zu musik bekommt die man selbst nicht kennt, wäre das durchaus eine geeignete quelle neue tolle sachen zu entdecken.
    aber wie gesagt, in die praxis haben es diese überlegungen bei mir bislang nicht geschafft.
    und so wie es sich hier ließt, sind rezensionen (mal abgesehen von rezensionen zur eigenen musik) auch eher uninteressant.
    warum ist dann das ganze internet voll damit???


    zur qualität von rezis (beitrag von clipnotic):
    also was kritik an unserer eigenen musik angeht ist prinzipiell erstmal alles erlaubt. ich nehme da erstmal alles an und mache mir auch darüber gedanken. was dann relevanz bekommt steht allerdings auf einem anderen blatt.
    zu deiner (clipnotics) kritik an der von mir verlinkten rezi:
    die war ja nicht mal beauftragt, sondern die hat der einfach so geschrieben. die CD wurde ganz normal gekauft. ich finde die rezi sehr nett und freu mich da sehr drüber. ich fühle mich verstanden, was für mich so ziemlich das tollste ist.
    der negative einstieg ist komischer weise sehr häufig bei rezis unserer musik zu finden. das mag aber wohl tatsächlich daran liegen, dass es im EBM / Industrial bereich seit etlichen jahren eine schwämme von veröffentlichungen gibt die sich alle samt nicht sonderlich unterscheiden und bei vielen hörern vermehrt auf ablehnung stoßen. in diesem konkreten fall ist er ja aber in der negativ wertung sehr allgemein geblieben und hat keine konkreten namen genannt, so dass sich da imo niemand angepieselt fühlen sollte.
    und das mit der musik aus "der guten alten zeit" ist ja durchaus so. da hat er also recht. ob man old school nun mag oder eben nur altbacken und abgedroschen findet ist dann natürlich geschmackssache. das kind beim namen nennen ist aber nichts was ich schlimm finde. er beschreibt objektiv und gibt dann seine persönliche subjektive wertung ab. ich finde die rezi eigentlich ziemlich gut gemacht. hab da schon viel schlimmeres gesehen...
     
  15. Bernie

    Bernie Anfänger

    Re: Aw: Lest ihr Rezensionen?

    Stimmt.
    Es gibt einige Seiten, die ausschließlich positive Rezensionen schreiben, quasi als Dankeschön für die CD, manche wollen sogar Kohle dafür und loben den größten Schrott danach in den höchsten Tönen. Daher sind Rezensionen eigentlich für den Hörer wertlos. Aber der Künstler freut sich, das ist ja auch was.
    :opa:
     
  16. clipnotic

    clipnotic bin angekommen

    Re: Aw: Lest ihr Rezensionen?

    :supi:

    Wahre Worte! Vor ner Weile schon gab es einen interessanten Bericht in welchem festgestellt wurde, dass Rezensionen im großen Stil gefaked werden. Da gibt es richtige Agenturen bei welchen man sich gute Rezis sogar direkt kaufen kann. Eben so wie das auch mit gefällt mir und follows usw. genauso geht. Das ging ein paar Mal auch schön durch die Presse und seitdem weiß im Prinzip jeder, außer vielleicht die RTL Junkies, dass da beschissen wird ohne Ende. Das betrifft Produkt Rezensionen jeglicher Art und auf den verschiedensten Plattformen und natürlich auch Reisen ... so ziemlich alles.

    Von ner Bewertungsplattform hat mir mal ein Redakteur gesagt, dass sie bei negativer Kritik auch "aufpassen" müssen. Genauer ist er nicht drauf eingegangen aber ich denk man hat auch teilweise Schiss vor Klagen oder das man vielleicht die nächste Wunderkiste dann nicht mehr zur Verfügung gestellt kriegt oder vielleicht sogar gar nicht mehr rezensieren darf? Keine Ahnung, das denk ich mir halt nur, weiß es aber nicht, aber warum sonst wird da meist nur gehyped ... solche Gründe nützen dem Leser aber auch nichts, denn lieber liest man nichts anstatt aufgeweichte Lobeshymnen.

    Gibt ein paar schöne Artikel aber ich trau mich nichts mehr zu verlinken seit dem neuen Leistungsschutzrecht, aber man findet einiges wenn man googelt nach "Rezensionen gefaked"

    Und genau deshalb muss in Foren auch fleissig gemosert werden, weil wenn da die Hyperei auch die Oberhand gewinnt, machen auch Foren keinen Sinn mehr ... :mrgreen:


    @ARNTE:

    Jetzt siehst Du wie unterschiedlich Worte wahrgenommen werden können ... bei mir kommt es an manchen Stellen anders an und ich empfinde das als schlechten Stil, aber so ist das eben, jeder liest und interpretiert anders, wählt man die Worte geschickter kann sowas gar nicht erst passieren!
     
  17. Bernie

    Bernie Anfänger

    Re: Aw: Lest ihr Rezensionen?

    Ist nicht die gesamte Werbung ein Fake? Ich glaube jedenfalls nicht daran, das sich Promi-Fußballer morgens meterdick Nutella aus Brötchen schmieren.
    Natürlich gibt es sicherlich auch Rezensionen die ehrlich sind, aber hier ist doch wieder alles vom persönlichen Musikgeschmack des Rezensenten abhängig, also auch nicht wirklich neutral.
     
  18. Jörg

    Jörg |

    Eine der umfangreichsten Rezensions-Seiten dürfte http://www.musikzirkus-magazin.de/ sein, und da findet man auch keine negativen Rezensionen.
    Das heißt aber nicht dass der Macher alles was man ihm schickt total dufte findet, sondern dass er über das, was er nicht gut findet, schweigt.
    Jedenfalls hört er sich die CDs tatsächlich gründlich an. Gefaked ist da nichts, da bin ich mir eigenltich ziemlich sicher.
     
  19. clipnotic

    clipnotic bin angekommen

    Re: Aw: Lest ihr Rezensionen?


    OFF TOPIC AN:

    Einer meiner Ausbilder hat mal gesagt "Werbung darf nicht lügen" ... :mrgreen:

    Und der Trick von Werbung ist eigentlich ganz billig, weil man spricht da meist eigentlich nur die primitivsten Reize und das Unterbewusstsein an und ich vergleich die Wirkung davon gerne mit dem Saufen. Wenn man anfängt und das erste Bier im Leben trinkt, ist man gut besoffen, ein paar Jahre später schafft man schon auch mal 3 Bier oder 5 ... und so ist das mit den Werbe Reizen auch. Die gewöhnen sich dran und die Effekte nutzen sich immer mehr ab. Das ist dann wiederum der Grund warum Marketing Unternehmen so händeringend nach immer neuem suchen und da mittlerweile auch die tiefsten und primitivsten Abgründe ansprechen versuchen, wenn ihnen nichts besseres einfällt "scheiße verkauft sich immer". Aber auch das wird sich abnutzen und tut es auch immer mehr und so verpufft auch da immer mehr und kommt nicht mehr an.

    Und so ist ja im Prinzip auch das weltbekannte Wort "Hype" entstanden und auf der ganzen Welt weiß jeder was damit gemeint ist! Und desto krasser und intensiver man hyped wiederum desto negativer kommt das mittlerweile immer mehr an ... denn man trinkt ne Flasche Schnaps ja auch nicht auf Ex, denn das überfordert den entsprechend Reiz ... man könnte auch Reizüberflutung sagen und das kann einen sogar aggressiv machen! Sprich mal einen auf der Straße an, der so besoffen ist ...

    Und das find ich super, dass das so ist mit unseren Reizen, denn das nimmt dem maßlosen Konsum Stück für Stück die wichtigste Grundlage! Also am besten sich mal ein paar Jahre dem Ganzen hardcore aussetzen, danach ist man so abgehärtet, dass das nicht mehr wirkt und man hat seinen Frieden! Außer natürlich man wird süchtig und schafft den Absprung nicht mehr ... :mrgreen:

    Der Haken an dem Ganzen ist aber natürlich das selbst ehrliche Werbung oder ne ehrliche Rezension kaum noch wirken kann und so gibts eben auch immer weniger davon ... was einen ultimativen Teufelskreis erzeugt, der aber irgendwann logischerweise ein Ende haben wird.

    EDIT:
    Kann man auch mit Filmen vergleich anstatt mit Bier. Wenn man mal zurück denkt wie so ein alter Sci Fi Film aus den 70ern Jahren rein optisch wirkte und wie einer von 2012 wirkt ... gut klar, die Handlung lässt mittlerweile immer mehr nach aber die brauchen heutzutage einfach zig tausend Effekte in der Sekunde, weil sonst fühlt sich der moderne FIlmguck Reiz gelangweilt! Irgendwann müssen einem die Ufos im Kino aus der Leinwand direkt vors Gesicht fliegen und Hallo sagen, sonst guckt sich das keiner mehr an, am besten im 5D Format ... also auch das ist endlich! :mrgreen:

    EDIT:
    Ich denk auch das Marketing und Reißervertrieb das sinnloseste Übel sind das es mittlerweile gibt. Als ich z. B. noch CDs sammelte, kaufte ich die durch Wühlen in CD Läden und was mir DJs an Geheimnissen verraten haben. Seit Musik mittlerweile auch rundum gehyped und immer primitiver "gereißert" wird kauf ich fast gar keine mehr ...

    also irgendwie funzt da irgendwas nicht mehr und so viel Geld haben die Kids nun auch nicht, dass sie als einzigen Markt ausreichen würden ... ;-)

    könnte man endlos fortführen ...

    OFF TOPIC AUS
     
  20. Anonymous

    Anonymous Guest

    rezensionen lesen?
    sind die nicht mit der printpresse ausgestorben? :lol: :twisted:

    rezensionen lesen - hm, wozu noch?
    hörprobe - oder stirb
     
  21. Es so derbe direkt zu sagen, hätte ich mich nicht getraut. Aber das ist ziemlich genau mein Eindruck von Musik/CD-Rezensionen im Allgemeinen.

    Eine Ausnahme davon sind ganz wenige Rezensenten, die ich kenne (und auch deren Geschmack, Kompetenz). Relativ brauchbar fand ich auch manche Stadtmagazine, dort allerdings weniger die eigentlichen Rezensionen, und mehr den Bewertungsteil, und zwar genau dann, wenn gleich 6 oder 7 Redakteure ihre Punkte vergeben. Dann konnte man die Bewertungen der einzelnen Rezensenten vergleichen - und auch gut sehen, wie nah ein Rezensent am eigenen Geschmack liegt - und dann waren die Bewertungen auch tatsächlich hilfreich, sodass ich auf diesem Weg auch mal gute Musik entdeckte, die mir sonst entgangen wäre.

    Sehr viel mehr als "gefällt mir" oder "gefällt mir nicht" über Musik zu schreiben, ist imho ohnehin ziemlich schwierig und letzten Endes Endes oft wenig nutzbringend für die Leser einer Rezension, warum auch immer, bzw. ein Nutzen als Leser einer Rezension ergibt für mich eigentlich nur dann einen Sinn, wenn der Rezensent ähnlich tickt wie ich.

    Aber wie oft kommt das schon vor?

    Rezensionen über Bücher lese ich hingegegn sogar ziemlich gerne (gerne via Perlentaucher, aber sogar die User-Rezensionen bei Amazon), und zwar auch, wenn jemand einen ganz anderen Lese- und Wertungsgeschmack hat wie ich - und zwar ganz im Gegensatz zu Musik-Rezensionen. Ulkig oder? Dazu kommt bei Musikrezensionen mein Eidruck, dass Musik-Rezensionen in Magazinen zumeist irgendwie "gekauft" sind - und in der Aussage i.d.R. völlig belanglos sind, weil sie in der Regel nicht einmal (!) die offene Meinung des Rezensenten wieder geben, sondern im Zweifel vom A & R bzw. dem Label verfasst wurden, sinnfrei aus anderen Rezensionen zusammengemixt wurden oder von irgendeiner damit beauftragten Arschentur verfasst sind. Sogar in Fanzines ist das die Regel. Musik-Rezensionen sind i.d.R. lügenhafter gekaufter Wortdreck (aka "Werbung" bzw. "PR").

    Rezensionen sind die Pest.

    Die allermeisten jedenfalls.
     
  22. Ermac

    Ermac Tach

    Warum wurde die Rezension denn erfunden? Um Menschen einen Eindruck davon zu verschaffen, wie eine Platte klingt. Mittlerweile ist das obsolet, da man sich die Platte im Internet auch anhören kann. Das klingt vielleicht hart und unromantisch, aber so sehe ich das. Die Rezension als eigenständige Kunstform hat sich jedenfalls nicht etabliert.
     
  23. clipnotic

    clipnotic bin angekommen

    also ich find ja, dass bei Amazon, weil das ja wieder genannt wurde, es die übelsten Rezensionen überhaupt gibt. Von 10 Stück werden so im Schnitt 8 von solchen geschrieben:

    - Kiddis die noch nicht mal richtig schreiben können
    - Möchtegern Hochquatsch Wissenschaftler die völlig abheben in ihrem Geschreibsel, das keiner mehr begreift von was die reden
    - Hyper die das schon zu auffällig übertreiben mit dem Lob bei manchen Sachen
    - gnadenlose 1 Sterne Basher, die das bei jedem kleinen Scheiß so machen, da ist Gemoser hier ne rosa Wolke dagegen
    - Möchtegern Experten die manchmal die einfachsten Dinge von nem Thema oder Genre nicht mal wissen aber groß auftexten

    Das ganze ist dann noch so bunt gemischt und Amazon geht ja sogar her und legt Rezensionen von ähnlichen Produkten zusammen! Also wenn z. B. ein Film in mehreren Versionen rauskommt, also einmal uncut, einmal Kino Fassung und einmal Extended oder Blub Cut und einmal DVD und einmal Blue Ray, davon einmal limitiert mit Zubehör und einmal ohne .... dann schieben die alle Rezensionen von allen Einzelprodukten einfach zusammen und bei jedem Produkt stehen dann die gleichen Rezensionen. Und das auch wenn das verschiedene Hersteller sind und es Qualitätsunterschiede gibt. Und so liest man dann bei Amazon eigentlich völlig nutzloses Zeugs bunt gemischt und fast nicht mehr zuordbar! :mrgreen:

    Und das hab ich mal bei nem Produkt, bei dem das genauso ablief direkt mal kritisiert und nachgewiesen und dann gefragt, welche Rezensionen denn nun welche Filmversion betreffen, weil ich nicht mehr durchblicke und nun nicht weiß was ich kaufen soll. Diese Rezension von mir wurde kommentarlos niemals veröffentlicht und ich weiß heute noch nicht wo die abgeblieben ist und ne Antwort hab ich auch nicht gekriegt aber 2 Wochen später ne Werbung die den von mir angefragten Film betraf! :lollo:

    Also wer bei Amazon dem Geschmarri / Geschwätz traut was da so in den Rezensionen steht, der kann auch gleich blind kaufen gehen! Die merken sich sogar die Suche von ihren Kunden etc. .. und die sind mit allen kaufmännischen Tricksereien gewappnet ... :mrgreen:

    Grad an Amazon sieht man wie nutzlos Kundenrezensionen mittlerweile sind, denn da darf jeder noch so unqualifizierte Heini, schreiben was und wie er will ... und bei sowas bräuchte man dann schon gar nicht mehr faken, weil das ist von Grund auf nutz- und informationslos!
     
  24. Jörg

    Jörg |

    Gilt aber nicht für alle.
    Ok, für die meisten. ;-)

    Soundbeispiele muss man aber i.d.R. gezielt suchen, auf Rezensions-Seiten kann man auch schon mal stöbern. Nicht, dass ich das öfter tun würde... ;-)
     
  25. Bernie

    Bernie Anfänger

    Von mir gibt es kaum etwas im Netz zum Hören und wenn, dann ist es meist in armseliger Qualität.
     
  26. Anonymous

    Anonymous Guest

    wenn es einige "fans" im jüngeren alter gibt und damit meine ich u35, dann landet das zeugs irgendwann einmal bei youtube.


    vieles wurde schon gesagt und für so manchen neue(re)n künstler ist so eine rezension oder gechartet werden von bekannteren acts/djs eine gute starthilfe, damit das release überhaupt mal angehört wird und beachtung findet im ganzen release dschungel, der woche für woche rauskommt. dasselbe gilt für interviews etc.
     
  27. Deusi

    Deusi Ja was denn eigentlich?

    Och komm. Es sind nicht alle Kritiker Benjamin Stuckrad-Barre :floet:
     
  28. Bragi Vän

    Bragi Vän Tach

    Eine Rezension zu lesen und auch noch ernst zu nehmen macht nur dann Sinn, wenn man den Rezensenten kennt und schätzt. Es geht ja eigentlich um eine neutrale Besprechung und nicht um den Geschmack des Rezensenten. Gute Rezensionen finde ich eigentlich nur in der "Groove".
     
  29. ppg360

    ppg360 fummdich-fummdich-ratata

    Mir würde schon ein Albrecht Piltz zu seinen Hochzeiten bei der Keyboards Mitte der 1990er reichen: Kurz, bündig, prägnant, bissig, mit spitzer Feder.

    Ansonsten gilt auch für Rezensionen "Alles, was irgendwie nützt". Hauptsache, keine Verbalonanisten.

    Stephen
     
  30. mikesonic

    mikesonic Moderator

    ach ich les gern rezensionen, vorallem wenn ich die band nicht kenne oder wenn
    ich den künstler länger nicht mehr beachtet hatte.
    bei zeitschriften les ich den rezi teil queer und warte auf worthülsen die mir erklären was der
    künstler für musik macht und ob das für mich wichtig ist.
     

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