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Lowpass only?

PWM

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Hi,

Was meint ihr, aus musikalischer Sicht. Ein vernünftiger allrounder Tiefpassfilter in einem Synthesizer ist ausreichend. Ein Standard Hochpassfilter digitaler Natur erst in der DAW ist völlig okay.
 
Das Problem ist schon der vernünftige Tiefpassfilter, das ist imho ein Stück weit auch Geschmacksache. Daher bin ich - wenns nicht gerade ein FM-Synth ist - bei zwei flexibel verschaltbaren Multimode Filtern angekommen. Auf diese Weise bastel ich mir den Charakter zusammen der mir gerade für den jeweiligen Sound passend erscheint.
 
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M.i.a.u.: MvKeinen, Rasenmähermann und Horn
Wenn es maximal flexibel sein soll, gebe ich @Summa recht. Optimal sind zwei flexibel verschaltbare Multimode-Filter wie zum Beispiel im Waldorf Q/mQ/Blofeld. Viele Synths haben aber nur ein Tiefpassfilter. Wenn es gut klingt, können das brauchbare Synths sein, die eben nicht alles können, aber das, was sie können, sehr gut. Bree6, Poly 61 oder Pulse sind bei mir solche Synths. Ein einfaches, statisches Hochpassfilter wertet so etwas aber schon auf, siehe ARP Odyssey oder Roland Juno 6 - gut, das könnte man auch dahinter in der Signalkette platzieren, es ist aber praktischer, wenn man es am Synth direkt anfassen kann.
 
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M.i.a.u.: PWM
Hi,

Was meint ihr, aus musikalischer Sicht. Ein vernünftiger allrounder Tiefpassfilter in einem Synthesizer ist ausreichend. Ein Standard Hochpassfilter digitaler Natur erst in der DAW ist völlig okay.
Wenn du gerade einen planst - dann ist auch nichts gegen ein LPF - HPF Konzept zu sagen, beim MS20 oder CS80 ist das genau so gelöst und beide mit Resonanz und dynamisch. Damit kommt man dann schon recht weit und macht mehr Spaß. Das hat sogar der Prophet 6, das wäre eine gute Minimal-Idee.

Wenn du es noch einfacher machen willst, wäre es gut, einfach 1-2 Pol Varianten anzubieten - 6dB/Okt Filter sind unterschätzt, so das HPF gar keine Chance auf Implementation hätte. ZB beim Moog* Little / Slim Phatty und Nachfolger - das klingt fresh und für einige Sounds ist das deutlich vielfältiger als nur ein 4-Pol / 2-Pol LPF.

Aber ich würde schon gut finden, auch mal HPF und damit BPF zu nutzen, ich mag auch Phase, Allpass und Peaking, ebenso BPFs mit variabler Breite, für Pads sind die sehr gut.
Und die Notch Resonanz klingt bei sehr guten Filtern auch so gut, dass die als Kombination mit einem 1- Pol LPF sehr schön klingen und eben nicht so verstaubt. Das zeigt schon zB der Xpander, dass das super ist, aber eine Frage des Aufwandes, vollkommen klar.

Ja, man kann mit LPF leben, aber mehr ist schon gut, statisch wie bei den alten Rolands - kann man machen, kostet wenig, lieber wäre aber modulierbar, selbst wenn es keine Resonanz gäbe. Digital ist das oft kein Problem - das zweite Filter im M oder Microwave XT (Waldorf) sind da Beispiele. Mir hat's immer geholfen, den Sound interessanter zu machen.
 
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M.i.a.u.: PWM und Scenturio
ich mag die Kombination zweier unterschiedlicher Filter (z.B. Polybrute, UNO Synth Pro, 3rd Wave, "M" ...). Nur ein Lowpass ist natürlich der subtraktiver Klassiker, aber ein zweites Filter (Multimode, SVF oder HP) wertet die Synthese idr. deutlich auf. Es macht auch einen Unterschied, ob das zweite Filter mit Keytracking arbeiten oder auf die Standardspielhilfen reagieren kann. Nachgeschaltet in der DAW ist ja doch meist etwas anderes ...
 
Ich mag es schon sehr, wenn man direkt am Synth einen highpass hat. Auch die Kombi von High und lowpas (wie schon Scenturio im post vor mir sagte) ist sehr ergibig im Sounddesign.
Gehen tut es natürlich auch ohne.
Kommt ja auch immer ein bisschen auf das Einsatzgebiet an. Bei meinem Moog* Minitaur vermisse ich keinen Highpass ;)
 
Einige schnalzige Percussions und Sequenzen kommen manchmal noch besser mit BPF oder HPF.
Ein HPF mit Resonanz und Keytracking kann auch sehr schön den Bassbereich dynamisch andicken.

Sind oft so Sachen, die ich erst vermisse, wenn ich sie bräuchte und dann nicht da sind.
 
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M.i.a.u.: Audiohead und Rasenmähermann
Klar kann man einer Kombination mehrerer Filter oder einem Konzept wie beim Xpander oder SunSy viel Schabernack anstellen. Meine ersten Erfahrungen konnte ich mit dem fantastischen Filter im SID sammeln und etwas später dann mit der HPF/LPF-Kombimation im MS20. Aber ein gutes LPF wie z.B. im Minimoog oder SH-2 bläst all das dann aus dem Wasser. Ist halt ein Clichee-Sound.
 
  • #10
Filter werden ja generell stark überschätzt.... aber wenn es denn sein muss wäre ein flexibler MultimodeFilter a la Mutable Instruments Blades schon schön. In Analog wird das PCB für 8 Stimmen halt so gross wie ein Golfplatz. 18 Loch. Digital brauchts nur Rechenleistung und davon hats ja heutzutage weitgehend genug. Was ich wirklich meisten vermisse sind die Comb Filter Modelle a la Waldorf und bitte immer (nicht nur digital) ein möglichst neutraler Klang. Ein Lob hier an Yamaha, bei meinem Neuzugang "klingen" die Filter nach nix und machen exakt das was sie sollen: Filtern. Um die Frage des OP zu beantworten: No.
 
  • #11
aber wenn es denn sein muss wäre ein flexibler MultimodeFilter a la Mutable Instruments Blades schon schön.
ich finde zwei Filter, die sich wahlweise parellel oder seriell verschalten lassen, meistens flexiber als ein Multimodefilter. Besser natürlich, wenn eines dieser Filter auch Multimode ist. ;-)

Was ich wirklich meisten vermisse sind die Comb Filter Modelle a la Waldorf
ja, das kann ich unterschreiben. Findet man leider viel zu selten.
 
  • #12
Ich persönlich halte zwei Filter, wenn sie nur filtern (also nicht resonieren), für ein bisschen viel. Klar ist das nett, aber meine Erfahrung mit subtraktiver Synthese sagt mir, dass im musikalischen Kontext dann keine Sau den Unterschied bei den diversen Filterfeinheiten raushört. Ein statischer Hochpass in der Nachbearbeitung genügt da vollauf.

Was ganz anderes sind zwei resonierende Filter. Da geht wirklich eine komplett neue Klangwelt auf, und damit meine ich nicht nur die dann gerne angeführten Vokalisiserungs-Klänge. Wenn man ein resonierendes Hochpassfilter mit Keyboard-Tracking auf der Grundfrequenz des gespielten Tons hat, dann ist das an "Fettheit" kaum zu überbieten. Von daher: bitte zwei Filter, bitte mit separater Resonanz, bitte eines als Multimode und das andere als Tiefpass.
 
  • #14
Vielen Dank für eure Einschätzungen. Die haben mir wirklich gute Ansätze gegeben die ich zukünftig bei Konfigurationen berücksichtige.
Ich lasse auf jeden Fall was von mir hören. Dann geht die Diskussion in die nächste Runde :)
 
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M.i.a.u.: Moogulator
  • #15
Wenn nur ein Filter, dann Lowpass. Ansonten will ich heute auch mehr. Am besten shaper, folding, sync, fm, ringmod, flexible modulatoren.
2 bandpässe oder 3 sind toll. lowpass bandpass ist toll. Stereo lowpass.
@fanwander hat das gut auf den Punkt gebracht.
Da geht enorm viel und auch Combfilter sind super.Filter sind nicht gleich filter. Auch bei Letzteren gibts große Unterschiede, wie die klingen. Muss man mögen.

Highpass am Ende ist dann kein Problem, wenn die Cutofffrequenz bei allen Stimmen gleich ist.
Wenn poly lfos oder tracking ins Spiel kommt, geht das natürlich nicht mehr.
Oder wenn das Highpassfilter, nochmal durch das Lowpass filter geht, zum Beispiel mit Resonanz oder so.
Highpass direkt am Synth wie beim Roland juno 6 ist handy, aber genau dieser Verwendungszweckt, kannst du auch am Ende nachholen. Eigentlich eher ein eq.
 
  • #16
suchen wir jetzt nach ausreden warum es toll sein kann wenn features fehlen? :)

eines ist klar, für drastische klangformungen sind LP und BP wohl viel wichtiger, aber ein HP kann schon auch sinnvoll sein, sei es statisch, sei es mit keytracking.
 
  • HaHa
M.i.a.u.: PWM
  • #18
Du meinst es gibt Leute die Konzentrationsschwierigkeiten bekommen wenn sie an 2 Filtern gleichzeitig drehen und/oder sich zwischen verschiedenen entscheiden müssen?

Aber es soll ja sogar State Variable Module geben die nur einen Lowpass Ausgang haben. Spart halt 30 Cents bei der Produktion. :)

Richtig schwierig wird es, wenn alle Geräte in Reichweiter nur einen Lowpass haben.
 
  • #19
Wenn ein zweiter Filter da ist, wollen alle an beiden drehen, obgleich es für 90% der Sounds besser wäre einen von beiden wegzulassen.
 
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M.i.a.u.: PWM
  • #21
Ich bin dann fertig mit dem Editieren. :)

Na, wenn Du gar keinen hast und aber einen brauchst... dann ist halt doof wenn keiner da ist.

Wenigstens eine Option zum Umschalten ist doch fast überall machbar, selbst bei Ladder (Moog* Mother oder so.)
 
  • #22
Es spart 'ne Menge Zeit wenn ich bei einem Job nur einen LP Filter habe, keine Macros und kein Parameter Morphing, nur hätte ich mittlerweile für die Sounds selbst auch keine Verwendung mehr. Es gibt halt auch 'ne Menge spannende und auch musikalisch nutzbare Sounds jenseits des 90% Mainstreams, aber wer braucht die schon, wenn die passende Vorlage fehlt.:dunno:
 
  • Zustimmung
M.i.a.u.: einseinsnull
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