Mastern mit vertrauter DAW oder Masteringsoftware

Dieses Thema im Forum "DAW / Komposition" wurde erstellt von Catharsys, 4. November 2015.

  1. Hallo community,
    Habe vor kurzem angefangen mich auch mal mit dem Mastern zu beschäftigen. Dabei bin ich über etliche Artikel gestoßen mit Titeln wie "Mastern in Cubase" "Mastern in Ableton" etc.etc. anscheinend ist jedoch Studio one in dem bereich am meisten verbreitet ^^
    Dazu aber mal meine Frage. Es gibt ja Software die eigentlich speziell zum Mastern ist... Wavelab etwa.
    Gibt es irgendwelche Vor-/Nachteile mit so einem Masteringprogramm oder einer anderen DAW wie ableton, cubase etc. zu Mastern.
    Falls es keine großen Vorteile zugunsten Wavelab gibt, bietet es sich natürlich an das ganze mit seiner vertrauten DAW durch zu führen...
    Vielen dank schonmal,
    cheers
     
  2. ARNTE

    ARNTE Ureinwohner

    wenn du nur mal einen song mastern willst, geht das in einer DAW sicher auch.
    interessant wird es, wenn du ein ganzes album mastern und dann vielleicht sogar ins presswerk geben willst. da bietet wavelab einfach bessere möglichkeiten.
    wavelab hat eine audiomontage wo du komplett deine songs hintereinander rein lädst. hier kannst du mittels markern ein komplettes PQ editing machen. also track länge und pausen einstellen. auch CD text lässt sicher super einfach erstellen. alles wird dann anschließend einfach auf Audio CD gebrannt oder als DDP file gesichert.
    aus der audiomontage kannst du einzelnen trackls einfach in der normalen waveansicht öffnen und hier auch das eigentliche mastern vornehmen. dann einfach speichern und schwupps ist der gemasterte song in deiner audiomontage. hier kann man dann sehr schnell und einfach die songs miteinander vergleichen und so aufeinander abstimmen. achso, fades gehn auch in der audiomontage super einfach zu machen.

    darüberhinaus biete wavelab perfekte analyse werkzeuge. und, ganz wichtig, es gibt ein tool, was einen lautstärkekorrigierten vergleich von original und master zulässt.

    so ganz nebenbei gibt es noch ein ultrageile stapelbearbeitung und eben alles was man so braucht. sehr gute plugins werden auch mitgeliefert.
    es ist eben perfekt genau für diese aufgabe geschaffen.

    die meisten DAWs ermöglichen vieles von dem auch. man muss sich da zur not einfach ein entsprechendes template einrichten - dann kommt man schon auch weit.
    ich persönlich würde auf wavelab aber niemals verzichten wollen.
     
  3. Der Begriff "Mastern" bedeutet ja nicht nur, eine Stereospur entsprechend aufzumöbeln. Zu der Arbeit eines Mastering-Studios gehört neben dem "künstlerischen Mastern" auch das "technische Mastern". Dazu zähle ich auch Dinge wie Label-Code oder ein DDP Master zu erstellen. Die von ARNTE erwähnten Tools wie die Batchbearbeitung oder Songübergreifendes Mastern sind tolle Sachen, die eine "normale" DAW so nicht macht.

    Das was viele als "Mastern" bezeichnen ist für mich eine "Summenbearbeitung".
     
  4. Zolo

    Zolo aktiviert

    Ableton hat den großen Vorteil dass man jede Einstellung im Plugin (und in der DAW sowieso) per Undo Rückgängig machen kann.
    Möchte ich nicht mehr drauf verzichten ;-)
     
  5. Anonymous

    Anonymous Guest

    Geht in Reaper auch ;-)

    Zu Mastern an sich kann ich nichts sagen, das habe ich weder früher noch heute je gemacht.
     
  6. Okay vielen dank :)
    Hatte ich mir fast gedacht. schließlich ist die DAW eben zum schreiben von songs gemacht und wavelab zum mastern... irgendwo muss ja ein vorteil sein, wenn ein programm speziel für eine bestimmte tätigkeit gemacht wurde.
    Vielen dank für die schnellen Antworten :)
     
  7. Zolo

    Zolo aktiviert

    Es gibt noch einen riesen Vorteil in der DAW zu mastern.. Und zwar direkt im Song im Master bereich, denn dann kann man Fehler im Mix gleich ausgleichen !

    Ansonsten stellt man beim Mastern oft fest dass die Kick oder Snare zu laut oder leise ist und muss erstmal neu Rendern. Das nervt.
     
  8. rz70

    rz70 öfters hier

    Da hat dann aber Studio One den perfekten Workflow. Sobald man dort am Song etwas ändert, wird das in der Masterprojekt automatisch neu angeglichen. Das fand ich immer sehr gut gelöst (hab aber schon lange nicht mehr damit gearbeitet.)
    Ansonsten finde ich mastern ausserhalb der DAW angenehmer, weil man sich dann wirklich aufs mastern beschränkt und nicht wieder an tausend Spuren rumdoktert.
     
  9. ARNTE

    ARNTE Ureinwohner

    das kann man für kontrollzwecke machen. kann vor bösen überraschungen schützen. aber zum rendern würde ich trotzdem immer die summenbearbeitung ausschalten und den song "nackich" zum mastern geben bzw. selber mastern. anpassung von mehreren songs zueinander (z.b. für ein album) kann man sonst voll vergessen.
     
  10. Zolo

    Zolo aktiviert

    Höh wieso ? Ich hau meine Vergleichs- und Referenzsongs ins ABleton und geb dort meinen physicalischen Ausgang der Soundkarte anstatt Master. So durchlaufen sie nicht die Plugins auf dem Master.

    Im Ableton mach ich mir dann für jeden Song ein Shortcut auf solo, sodass ich dauernd schnell hin und herschalten kann. Das ist für mich das wichiigste. Geht viel besser als im Wavelab rummzuklicken
     
  11. An den Plugins scheiden sich die Geister.
    Gerade die Kompressoren sind oft kritisiert worden.
    Würdest du bei einer hochwertigen Produktion die Summe durch den Steinberg Kompressor schicken?
     
  12. ARNTE

    ARNTE Ureinwohner

    den multiband kompressor setze ich hin und wieder ein.
    normale kompressoren kommen bei mir im mastering nur selten ins spiel. wenn dann nur, wenn ich einen bestimmten sound will - also zur obertongenerierung. und dafür hab ich in der tat andere werkzeuge...
     
  13. Horn

    Horn ||

    M. E. kann man heutzutage problemlos direkt in der DAW mastern. In den Studios, die ich kenne, wird das auch so gemacht. Generell ist Mastering durch sehr gute adaptive Limiter Plug Ins wie z. B. Waves L1 bis L3 recht einfach geworden.
     
  14. Ja natürlich, die klingen absolut gut!
     
  15. Okay also gibt es keinen KLAREN vorteil für das eine oder andere. Ist wohl wie mit so vielen Sachen einfach mal wieder ein geschmacksding.
    Ich werde wohl mal die Demo von Wavelab ausprobieren und mal gucken wie der workflow so ist... Auch mal ein paar test Masterings mit Ableton machen und einfach mal schauen. Dachte es gibt irgendwelche entscheidende Vorteile die das Endergebnis beeinflussen.
    Trotzdem vielen dank :) :phat:
     
  16. nz

    nz -

    Schlimmes Thema, unglaublich oft missverstanden in der heutigen Zeit der elektronischen Musikproduktion ( insbesondere seit es Ableton gibt- und auch bei vielen DJs... ).. sorry... nicht falsch verstehen... aber in meinen Seminaren sprechen wir immer wieder darüber- es ist echt haarsträubend, was da viele denken.... hat also einen realen Hintergrund...da kann man nen eigenen Thread aufmachen :)

    Mastering ist prinzipiell genauso ein Beruf wie Mixing Engineer. Schaut mal z.b. Sterling Sound rein, u.a. was da an Equipment, perfekter Raumumgebung und Produktionserfahrung steht, dann hat man einen realistischen Eindruck wo man sich gerade selbst bewegt :) Nicht, daß ich hier jemand davon abhalten will, aber: Astronaut wird man auch nicht in einem Jahr.... und wenn man noch niemals erstklassige Mixes produziert hat- ist der Vergleich- sowohl was Zeit, als auch VIEL Talent betrifft, nicht soweit hergeholt...

    Nun die Frage: Selbst Mastern- ja, nein? IMO zu 99%- nein! Warum?

    1. Du mußt ein sehr gutes Gehör haben, und bereits professionelle Mixes seit Jahren machen; das ist mal nur EINE Grundlage. Vergleich deine Mixes mit internationalen Top-Produktionen von namhaften Mixing Engineers; wenn die annäherend gut sind- super! Es gibt ja international schon recht wenig Leute, die extrem gut im Mixing sind, eben weil es auch eine Kunst für sich ist. Mastern erst recht.

    Aber:
    2. Es gibt spezielle Mastering-Software- sorry, aber da können die herkömmlichen DAWs nicht konkurrieren..
    3. Du brauchst die Infrastruktur: Perfekte Studioräume, extrem gute Monitore, Outboard und und und..... viel Geld!!
    4. Tip: Wenn du einen guten Mix hast ( von dir selbst, oder lässt deinen gut arrangierten Song vom Profi Mix Engineer mixen ) dann gib lieber 150-200$ an Sterling Sound für ein Online-Master aus usw.- dann wird dein finaler Song sicher so gut, wie du das vermutlich niemals hinbekommst... Warum lassen die Top-Artists fast immer extern Mastern? U.a. genau aus den genannten Gründen; selbst die besten Mixing Engineers konzentriern sich NUR auf Ihren Mix, und geben das dann zum Mastern weiter..
     
  17. nz

    nz -

    .... nee, sorry: Dann ist der Mix nicht gut genug :) Diese Probleme mußt du im Mix lösen!
     
  18. Zolo

    Zolo aktiviert

    Ist nicht böse gemeint, aber das klingt für mich so, als ob du nicht viel Erfahrung in der Praxis hast.

    Alle deine Punkte kann ich nur wehement widersprechen. Aus meiner eigenen Erfahrung als Kunde großer Mastering-Studios, Anbieter von Mastering und selbstmastering als Artist.

    Und von wegen im Mix regeln. Das greift ja stellenweise ineinander. Bzw. das kann man ausnutzen wenn man die Möglichkeit dazu hat !

    Anfänger denken immer ein Song muss perfekt abgemischt sein. Als obs irgendwo ein Richtig und ganz viele Falschs gibt.

    Tatsächlich werden oft Elemente extra zu laut gemischt wenn du guten Sound haben willst.

    So wollen z.B. viele extra die Kick zu laut mischen weil die ein bischen vom Masteringkompressor und Limiter geschluckt wird..
    Und das macht man am besten schon gleich in die Masteringkette rein.
     
  19. Anonymous

    Anonymous Guest

    Muss ich Zolo Recht geben.
    In der heutigen Elektronischen Musik geschieht die klangliche Optimierung schon beim Song Erstellen.
    Da wird jede Spur schon klanglich angepasst, da das ganze zur Produktion dazugehört.
    Ich zum Beispiel binde in den Master Fader den Sonalksis FreeG Master Fader in den Master Kanal ein um nicht über die Null DB zu kommen.
    Ich achte dabei aber nie drauf, dass die einzelnen Spuren nicht über Null DB kommen, sondern das gehört sogar zum Sound dazu.
    Alle einzelnen Spuren schießen in der Summe locker 3 DB über die 0 DB hinaus, wird aber vom Sonalksis FreeG abgefangen.

    Jeder einzelne Ton wird schon im Sound perfekt angepasst, bevor es mit dem Song weitergeht.

    Das sogenannte Mastering geschieht bei mir am Schluss im Masterkanal.
    Da wird das ganze noch fertig abgerundet. Aber durch die sorgfältige Arbeit im Mix selbst, gibt es da nicht mehr viel zu tun.
    Nur noch etwas Eqing, ein bissl mehr Wärme dazu und das ganze wird mit 3 bis 4 Kompressoren bis an die -6 bis -7 DB RMS gejagt.
     
  20. Zolo

    Zolo aktiviert

    Im Detail:
    1. Deine Fähigkeiten zum Mastern steigen parallel zu deinen Fähigkeiten abzumischen. Wenn du einigermasen Abmischen kannst, hast du schon ein Gehör für guten Sound entwickelt. Fals nicht, wird auch das Mastering nichts retten können. Ich behaupte die Soundauswahl ist schon enorm viel wichtiger und ausschlaggebender als das Mastering.
    2. Eine DAW reicht in den meisten Fällen absolut aus
    3. Perfekter Raum, teure Monitore sind von Vorteil aber nicht 100% nötig. Outboard ist sowieso unnötig.
    4. Meine Erfahrung ist dass viele Top Produzenten IMMER selbst mastern.
     
  21. Anonymous

    Anonymous Guest

    Der Vorteil beim Mastern in der DAW in der man produziert liegt darin, dass man beim Mastern auch nochmal schnell im Mix etwas nachstellen kann, ohne da wie wild immer rumrendern zu müssen.
    Man versucht alles schon im Mix klangtechnisch verschmelzen zu lassen, aber am Schluss kann immer nochmal was nicht passen.
    Kurz geändert und gut ist.
     
  22. Anonymous

    Anonymous Guest

    Den Raum kann man so gut es geht optimieren, aber perfekt wird er eh nie.
    Ein paar gute Abhöre dann noch und gut ist.
    Dann müssen sich einfach deine Ohren an den Raum gewöhnen.
    Das reicht schon.
     
  23. Zolo

    Zolo aktiviert

    Sehe ich auch so. Wo gibts was von dir zu hören K-Pat ? Gerne auch per PM
     
  24. Anonymous

    Anonymous Guest

    Man muss auch nicht zwingend teure Mastering Plugins haben um gut zu mastern.
    Gibt auch günstige Alternativen mit denen man genauso weit kommt.

    Klanghelm, DDMF, Toneboosters ...

    Mit denen bekommt man auch ein gutes Mastering hin.
     
  25. nz

    nz -

    Unsinn. Schaue dir mal internationale Produktionen von z.B. Beyonce, Lady Gaga, Kary Perry an- dann weißt du- wie falsch du liegst :)
     
  26. nz

    nz -

    Hey Leute, sorry- aber mir verschlägt es echt die Sprache... Wenn du das Ernst meinst, dann wäre ich mal gespannt auf eine 1-1 Diskussion mit einem Mastering Engineer von Sterling Sound oder dieses Levels...
    Ist ja fast schon eine Beleidigung dieses Berufsstands :)
     
  27. nz

    nz -

    Nee, allein dieser Satz ist inhaltlich nonsens.... WAS hat "guter Sound" mit LAUTSTÄRKE zu tun...??
     
  28. Zolo

    Zolo aktiviert

    Ahhh ja. Na das sind ja überzeugende Argumente :supi: Ich schätze mal du bist noch relativ jung, oder ?

    Bist schon ein Sterling Sound Fanboy, wa ?

    Ich behaupte egal was du für Musik machst... Ich bekomme hier mit schlechtem Raum, billigen Monitoren und ohne Outboard definitiv einen besseren Sound hinn, als wenn du was machst und es zu deinen heiligen Sterling Sound Freunden schickst.
     
  29. Zolo

    Zolo aktiviert

    Ok danke fürs Gespräch ;-)
     
  30. nz

    nz -

    Direkt gesagt: Die besten Produktionen, international gesehen, kommen aus den USA ( und aus Schweden ). Diese Produktionsteams sind uns hier um Lichtjahre voraus- das muß man neidlos anerkennen. Ich sehe es als Ansporn, zu lernen.. Sterling Sound war lediglich ein Beispiel- aber ein Gutes! Wenn du dir mal die Alben ansiehst, was dort im Bereich Mastering gemacht wurde- dann hast Du ( und kaum ein anderer ) das Recht, das zu kritisieren- denn es ist eines der besten Mastering Studios der Welt! Du wirst stattdessen unfair, und diskreditierst auch noch einen Berufsstand- das zeigt nicht gerade von Professionalität und Weitsicht :)
    Die wirklich guten Leute sind nämlich meistens sehr zurückhaltend, weil Sie wissen, was Sie können..
     

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