Meinungen zu Mutable Instruments Modulen

also ich weiss ja nicht. 'wirklich schrott' und 'einfach nicht groovy' - das sind so komplett nichtssagend pauschale schmaehkritiken, die bringen niemanden wirklich weiter. vielleicht moechtest du etwas spezifischer beschreiben, was dir an den modulen nicht passt? ich fuerchte, sonst kommt nicht viel mehr rueber als schlechte laune...
 
bartleby schrieb:
also ich weiss ja nicht. 'wirklich schrott' und 'einfach nicht groovy' - das sind so komplett nichtssagend pauschale schmaehkritiken, die bringen niemanden wirklich weiter. vielleicht moechtest du etwas spezifischer beschreiben, was dir an den modulen nicht passt? ich fuerchte, sonst kommt nicht viel mehr rueber als schlechte laune...


gut, versuche ich mal ganz kurz weiter drauf einzugehen.
zum elements bspw.:
ja, jede funktion hat ihren eigenen knopf (abgesehen von der alternativen firmware natürlich) und sogar einen eigenen CV eingang mit abschwächer aber nichtsdestotrotz fühlte sich das modul nicht zuende gedacht an.. es klingt auch nicht schlecht (das ist nicht mein punkt) aber ich brauche einfach keinee preset-schleuder wie ich sie aus logic und ableton schon kenne, mit CV .. das ist für mich komplett am modularen gedanken vorbei .. wenn ich didgeridoo sounds haben möchte, bastel ich mir das mit oscillatoren, filtern, rauschen, vcas..etc
wenn preset, muss ich dafür keine 500€ ausgeben und kann auch den sculpture in logic benutzen ..
okay, vielleicht bin ich da etwas konservativ .. aber ging es nicht beim modular system immer um die eigenentwicklung neuer klänge anstatt dieser preset-module (a la braids, elements..etc) in die man nur ein kabel stecken muss und volle soundspalette bekommt?
 
Ich möchte halt erst mal mit relativ wenigen Modulen eine grosse Bandbreite erreichen. Da bietet sich der Braids wohl an. Mich interessieren hauptsächlich die Folder, Wavetable und FM Modelle. Natürlich hätte ich gerne jeweils einen "Spezialisten" für jede Syntheseart, den E350 hab ich z.B. auf meiner Liste für spätere Anschaffungen.
Zur Grundausstattung stehen mir erst mal so knapp 3 Kiloeuro zur Verfügung. Ein paar Module (Pittsburgh, Doepfer, Roland System 1m) hab ich schon. Jetzt möchte ich erst mal ein solides Gehäuse und dazu einige Module mit welchen ich erst mal viel anfangen kann.

Den Streams streiche ich erst mal aus meiner Einkaufsliste, ich brauch erst mal noch ne handvoll "normale" VCAs.
 
mighty mouse schrieb:
elements bspw.: ... aber ich brauche einfach keinee preset-schleuder ...(...) .. wenn ich didgeridoo sounds haben möchte, bastel ich mir das mit oscillatoren, filtern, rauschen, vcas..etc
wenn preset, muss ich dafür keine 500€ ausgeben und kann auch den sculpture in logic benutzen ..
Ist nicht der richtige Denkansatz. Wir reden von einem Physical Modelling Modul. Das ist nicht subtraktive Synthese, sondern einfach eine andere Synthese,
die durchaus ihre Daseinsberechtigung - gerade innerhalb eines Modularsystem - hat.
... aber ging es nicht beim modular system immer um die eigenentwicklung neuer klänge anstatt dieser preset-module
Innerhalb eines Modularsystems ergeben sich mit Elements, zusammen mit anderen Modulen, durchaus innovative Klänge, die Du so nicht mit analog hinkriegst.
Abgesehen davon: ein z. B. E-Piano kriegst Du mit FM, mit analog, mit Digital, mit Samplern etc. hin. Das spricht dann aber nicht gegen die jeweilige Syntheseart.

"Presets" finde ich keine - Du meintest wohl Modelle (streichen/zupfen/blasen), was eben eine wesentliche Eigenschaft von PhysMod ist.
 
seufz, ja ich weiss auch nicht, woher dieser 'preset'-quatsch in bezug auf elements immer herkommt. ich glaube, es war ein fehler, den exciter und den resonator in ein einziges riesieges modul zu integrieren - jetzt denken viele elements immer nur als ein geschlossenes 'voice'-modul und einige scheinen dann auch noch zu glauben, dass da irgendwelche panfloeten-samples unter der haube stecken oder so.

aus meiner sicht ist das entscheidende, weil wirklich spannende an elements der resonator. durch den kann man beiliebige audio-signale schicken - nicht nur irgendwelche schlag-, anblas- oder zupfgeraeusche, sondern auch das prickeln von mineralwasser oder den wetterbericht des deutschlandfunks. und wie man diesen resonator dann kontinuierlich zwischen unterschiedlichen materialien und geometrien morphen kann, klingt fuer meine ohren einfach genial und unendlich vielfaeltig.

richtig ist aber auf jeden fall, dass elements - wie clouds - eher speziell ist und sicher nicht fuer jeden.

bei braids kann ich den 'preset'-vorwurf schon eher nachvollziehen. das ding bietet extrem viele, teils sehr disparate komplexe modelle in einem kompakten modul. das kann man als grossen vorteil sehen, aber mir als orthodoxem modularisten ist es auch eher unsympathisch. das ganze wirkt auf mich irgendwie beliebig, in der menuebedienung fummelig und halt eher unmodular.

auf grids in seinem hauptmodus scheint mir der vorwurf 'presets' noch am ehesten zuzutreffen - aber wirklich fix sind die voreingestellten rhythmen ja auch hier nicht. man kann immerhin entlang drei dimensionen (x, y, fill) spannungsgesteuert zwischen ihnen rummorphen und -springen, swing dazugeben etc. und dann gibt fuer alle, denen das trotzdem noch zu faul ist, ja noch den euklidischen modus, der dann wirklich nur ganz simpel mathematisch operiert. ziemlich gross ist das modul allerdings in der tat.
 
ExitLaub schrieb:
Ich möchte halt erst mal mit relativ wenigen Modulen eine grosse Bandbreite erreichen. Da bietet sich der Braids wohl an.
das ist sicher ein vorteil von braids - um den preis dessen, was manche als stoerend 'unmodular' oder 'preset-artig' erleben. ich wuerde sagen, probier es einfach aus. manche lieben es, andere werden nie damit warm. falls du zu letzteren gehoeren solltest, wirst du es problemlos auch wieder los.

ein vorteil von braids' vollgestopftheit ist auf jeden fall der meta-mode. in dem kann man spannungsgesteuert zwischen all den voellig unterschiedlichen modellen hin- und herhopsen. damit kann man ziemlich irre sachen erzielen, grosser spass. : )

ExitLaub schrieb:
den E350 hab ich z.B. auf meiner Liste für spätere Anschaffungen.
sicher keine schlechte wahl. aber wenn es soweit ist, wuerde ich als alternative fuer wavetables auch noch tides mit sheep-firmware in betracht ziehen. die motm-module haben bei obertonarmen schwingungsformen teilweise mit recht unappetitlichen aliasing-artefakten zu kaempfen (darum hab ich nach einer weile meinen cloud-generator wieder abgestossen).

ExitLaub schrieb:
Den Streams streiche ich erst mal aus meiner Einkaufsliste, ich brauch erst mal noch ne handvoll "normale" VCAs.
vca kann man nie genug haben.

streams ist sicher eher was fuer spaeter, und in sachen vollgestopftheit auch schon etwas grenzwertig. als seine besondere staerke wuerde ich nicht den lpg-modus sehen (obwohl der gut ist), sondern seine analysefaehigkeiten. der filter-envelope-follower ist genial - sowas gibts meines wissens nirgendwo sonst. faellt aber vielleicht aehnlich wie elements und clouds auch schon unter 'eher speziell' und ist eher was fuer groessere oder hochspezialisierte systeme.

erstmal mit nicht zu vielen, moeglichst vielseitig verwendbaren modulen anzufangen, ist definitiv der richtige ansatz. wobei ich persoenlich bei 'moeglichst vielseitig' weniger zu multifunktional vollgestopft wie braids, und mehr zu moeglichst wenig spezialisierten grundfunktionen wie tides (vco, lfo, eg), function/vcs/a-171-2 (lfo, eg) oder dixie (vco und lfo) etc raten wuerde. aber das ist geschmacks- und ein bisschen wohl auch glaubenssache.
 
Ein bisschen dirty wie beim E350 dars ruhig sein, cleane Sachen hab ich schon genug.

Mit würde ja noch der Verbos Complex Oscillator raushängen, der ist mir aber momentan zu heavy vom Preis her. Der neue Sputnik Dual-Osci sollte ja auch bald verfügbar sein, wird schätzungsweise aber auch in der gleichen Preisrange wie der Verbos liegen.
 
wenn du auf schmutzige wavetables stehst, ist auf jeden fall der fcuk waverider noch einen blick wert!
[werbeeinblendung] ich haette uebrigens einen zu verkaufen. :) [/werbeeinblendung]

das konzept des 'komplexen oszillators' als ein modul hab ich nie so ganz nachvollziehen koennen. wenn ich zwei vco, nen waveshaper und nen ringmodulator will, dann kauf ich mir zwei vco, nen waveshaper und nen ringmodulator, und nicht ein modul, in dem das alles irgendwie vorverdrahtet drin ist.

2x tides (oder 1x tides + 1x dixie, oder 1x tides + 1x doepfer a110-4, oder oder) + 1x doepfer a133 ergeben z.b. einen super 'komplexen oszillator' - und machen ausserdem noch ganz viele andere tolle sachen, die kein komplexes oszillatormodul kann...
 
bartleby schrieb:
auf grids in seinem hauptmodus scheint mir der vorwurf 'presets' noch am ehesten zuzutreffen - aber wirklich fix sind die voreingestellten rhythmen ja auch hier nicht. man kann immerhin entlang drei dimensionen (x, y, fill) spannungsgesteuert zwischen ihnen rummorphen und -springen, swing dazugeben etc. und dann gibt fuer alle, denen das trotzdem noch zu faul ist, ja noch den euklidischen modus, der dann wirklich nur ganz simpel mathematisch operiert. ziemlich gross ist das modul allerdings in der tat.

ach da weiß ich garnihct was ich sagen soll .. hol dir einfach grids und zularic bzw numeric repetitor nebeneinander ins rack und HÖRE ! hin ..
dann erkennt man ganz schnell wie unmusikalisch der grids ist
 
Ich habe zwar "nur" die einfachen Module Shades und Branches, kann aber sagen, dass der Kunden Service von MI überragend ist. Ich hatte die Module direkt bei MI bestellt und eines der beiden Shades hatte einen Defekt an einer Buchse, so dass die Normalisierung nicht funktioniert hat und am nächsten Morgen hatte ich ein Ersatz-Modul ohne irgendwas zurück schicken zu müssen. Das defekte Shades habe ich mittlerweile repariert (wobei das nicht ganz so einfach war, verstehe also warum der Olivier das nicht zurück haben wollte). So habe ich jetzt also drei funktionierende Shades. :supi:

Auf meiner Liste stehen noch zwei Peaks, die ich aber hauptsächlich als Hüllkurve oder Tap Tempo LFO benutzen will und ich hab eh schon Module, bei denen ich regelmäßig in die Anleitung schauen muss: Vor allem Pamela's Workout und Cyclebox II. So schlimm finde ich das jetzt nicht, an nem Patch basteln dauert bei mir ohnehin nicht 5 Minuten, also gar kann ich auch ein paar Minuten ins Handbuch investieren.
 
mighty mouse schrieb:
muss ich dafür keine 500€ ausgeben und kann auch den sculpture in logic benutzen ..
das ist genau der wesentliche punkt all deiner aussagen hier:
du MUSST es NICHT ausgeben !!
..........aber das modul ist da für die leute die es möchten.
ich z.bsp. kann keinen PC mehr nutzen zum musik machen.

elements als schrott zu bezeichnen, mit DER argumentation, ist mehr als nur frech.
presetschleuder ? ......pruust
Das man über Clouds streiten könnte .....? nun ja.
ich bin absolut zufrieden mit der soundquali im 16 bit mode, im 8 bit mode nicht immer.....
ich würde zustimmen wenn jemand sagen würde die module sind nicht perfekt.......
öffnen beide aber neue welten innerhalb des modulars die so bisher nicht zur verfügung standen !
ich kann mit clouds grossartige dinge machen.
Ich erlebte elements manhcmal als etwas leblos im direkten patchen......manchmal auch im gegenteil als extremst inspirierend und lebendig.
......so läufts mit modular
extrahiere ich samples aus den jamms und lade das in den octa lebt das unglaublich auf.
total geile samples


auch deine aussagen zu Grids finde ich ziemlich daneben.
aber ich weiss woher es kommt, das gebe ich zu..........ich erlebe die momente auch wo ich das so empfinde.
........aber dann patche ich etwas kreativ und alles ist anders..............


"könnte" ich mit nem PC Musik machen, wüde ich den wahnsinn auch nicht mitmachen soooooviel geld für soooo module auszulegen......... :peace:
 
Ich habe mich vor einigen Wochen mal auf die Warteliste für Clouds bei Schneiders setzen lassen und habe jetzt die Bestätigung bekommen, dass das Modul lieferbar ist. Ich werde es mir definitiv gönnen, ansehen und testen. Wenn es mir nicht zusagt, dann gehts eben zurück ... aber eigentlich glaub ich, dass das Geld weg ist...
 
siebenachtel schrieb:
Ich erlebte elements manhcmal als etwas leblos im direkten patchen......manchmal auch im gegenteil als extremst inspirierend und lebendig.
das a und o fuer lebendige sounds bei elements ist (wie ueberhaupt im leben) die modulation:

- immer ein ganz bisschen lfo auf fm (vibrato)
- bisschen lfo, s&h o.ae. auf position
- bisschen s&h oder nen sequencer auf damping

alles schoen vorsichtig dosieren (es sei denn, es soll als hoerbarer effekt eingesetzt werden), dann wirds nicht langweilig...
 
Ich bin bei den MI-Modulen mittlerweile auch etwas skeptisch... zumindest bei denen, die ich besitze bzw. besessen habe:
- Peaks: Für mich ein absoluter Fehlkauf und entsprechend schnell war das Modul wieder weg. Insbesondere die LFOs sind so undurchsichtig zu bedienen. Das geht wirklich nur, wenn man die Bedienungsanleitung daneben liegen hat. Für mich auf Dauer ein No Go. Auch die Hüllkurven haben mich nicht ganz überzeugt.
- Braids: Das wurde schon zutreffend hier genannt: ein einziger Sweetspot. Klanglich ganz toll, aber so richtig "modulares" Feeling kommt da bei mir dennoch nicht auf. Es ist aber sehr praktisch und sicher eine Bereicherung im System.
- Clouds: Ich finde, dass Clouds sehr charakteristisch klingt und das nicht nur im guten Sinne. Man muss sich schon Mühe geben, dass aus dem Modul nicht nur der "Clouds"-Einheitsbrei kommt, den man mittlerweile vielfach hört.
- Tides: Das Modul finde ich wirklich sehr gelungen. Insbesondere als Oszilator! Demnächst muss ich mal die Sheeps Firmware testen.

Grundsätzlich ist mein Eindruck, dass um die MI Module einen wahnsinnigen Hype gibt, "Boah, was die alles können!", "Hammer, es gibt die ganzen anderen Firmwares!", " Olivier, was nen Künstler!", "Mega, den Modulen liegen diese kleinen Figürchen bei!", usw. An den Sachen ist natürlich viel Wahres und viel Gutes dran. Es gibt aber auch Schattenseiten, wie komplizierte Bedienung, versteckte Funktionen, teilweise eingeschränkte Audioqualität (Clouds).
 
adam schrieb:
Ich bin bei den MI-Modulen mittlerweile auch etwas skeptisch... zumindest bei denen, die ich besitze bzw. besessen habe:
- Peaks: Für mich ein absoluter Fehlkauf und entsprechend schnell war das Modul wieder weg. Insbesondere die LFOs sind so undurchsichtig zu bedienen. Das geht wirklich nur, wenn man die Bedienungsanleitung daneben liegen hat. Für mich auf Dauer ein No Go. Auch die Hüllkurven haben mich nicht ganz überzeugt.
- Braids: Das wurde schon zutreffend hier genannt: ein einziger Sweetspot. Klanglich ganz toll, aber so richtig "modulares" Feeling kommt da bei mir dennoch nicht auf. Es ist aber sehr praktisch und sicher eine Bereicherung im System.
- Clouds: Ich finde, dass Clouds sehr charakteristisch klingt und das nicht nur im guten Sinne. Man muss sich schon Mühe geben, dass aus dem Modul nicht nur der "Clouds"-Einheitsbrei kommt, den man mittlerweile vielfach hört.
- Tides: Das Modul finde ich wirklich sehr gelungen. Insbesondere als Oszilator! Demnächst muss ich mal die Sheeps Firmware testen.

Grundsätzlich ist mein Eindruck, dass um die MI Module einen wahnsinnigen Hype gibt, "Boah, was die alles können!", "Hammer, es gibt die ganzen anderen Firmwares!", " Olivier, was nen Künstler!", "Mega, den Modulen liegen diese kleinen Figürchen bei!", usw. An den Sachen ist natürlich viel Wahres und viel Gutes dran. Es gibt aber auch Schattenseiten, wie komplizierte Bedienung, versteckte Funktionen, teilweise eingeschränkte Audioqualität (Clouds).

du hast MI auf den Punkt gebracht .. dem ist nichts hinzuzufügen.. danke !
 
adam schrieb:
Ich finde, dass Clouds sehr charakteristisch klingt und das nicht nur im guten Sinne. Man muss sich schon Mühe geben, dass aus dem Modul nicht nur der "Clouds"-Einheitsbrei kommt, den man mittlerweile vielfach hört...
Stimme ich zu: Fluch und Segen zugleich. Aber: daran ist das Modul nicht schuld.
Clouds bringt schnell, ohne große Vorleistung des Musikers, brauchbare Ergebnisse.
Daher auch der von Dir o. e. "Einheitsbrei".

Man sollte Clouds NICHT zum Mittelpunkt seines Werkes (= Selbstzweck) machen.
Im Kontext mit dem restlichen Modularkram aber sicherlich eine Bereicherung.
 
adam schrieb:
Grundsätzlich ist mein Eindruck, dass um die MI Module einen wahnsinnigen Hype gibt
da ist sicher was dran, und davon sollte man sich natuerlich nicht leiten lassen. bei kaufentscheidungen sollte man sich wohl grundsaetzlich moeglichst gegen hype jeder art immunisieren.

m.i. hat halt den markt mit allerlei neuen ansaetzen gleich in mehrerer hinsicht (technik, interface, design, lizenzrecht) ziemlich aufgemischt - da mag der darauffolgende ueberschwang an manchen stellen schon etwas ueberzogen gewesen sein. auf keinen fall sollte man sich dazu verleiten lassen, ausgerechnet sowas spezielles wie clouds unbedingt haben zu wollen, bloss weil es scheinbar gerade alle haben wollen, das waere wirklich bloed. den eindruck hatte ich aber auch bei keinem, der sich hier bisher gemeldet hat...

bei den von dir genannten modulen (braids, clouds, peaks, tides) bin ich ganz bei dir. wie schon erwaehnt ist unter den bisher veroeffentlichten m.i.-modulen tides auch mein lieblingsmodul (gefolgt von traditionelleren, aber auch sehr gut gemachten sachen wie ripples und shades).
 
bartleby schrieb:
auf keinen fall sollte man sich dazu verleiten lassen, ausgerechnet sowas spezielles wie clouds unbedingt haben zu wollen, bloss weil es scheinbar gerade alle haben wollen, das waere wirklich bloed. den eindruck hatte ich aber auch bei keinem, der sich hier bisher gemeldet hat...

Ich fand Clouds nach den ersten Infos und Videos überhaupt nicht interessant. Erst nachdem ich bei Schneiders einfach mal etwas durchgepatcht habe, habe ich mich damit mehr befasst. Ich habe momentan konkrete Vorstellungen, wie und wo ich den Klang einsetzen möchte und wo das Modul mich da ergänzt, wo ich bisher in meinem Case "schwächen" sehe.

bartleby schrieb:
bei den von dir genannten modulen (braids, clouds, peaks, tides) bin ich ganz bei dir. wie schon erwaehnt ist unter den bisher veroeffentlichten m.i.-modulen tides auch mein lieblingsmodul (gefolgt von traditionelleren, aber auch sehr gut gemachten sachen wie ripples und shades).

Ich stimme zu, wobei ich Tides eigentlich fast nur als VCO nutze. Die LFO/Env-Funktionalitäten vernachlässige ich auch hier.

Persönlich finde ich auch Shelves ein super Modul. In seinen Details nicht intuitiv zu nutzen, aber es wert, sich damit zu befassen...

adam schrieb:
Ich finde, dass Clouds sehr charakteristisch klingt und das nicht nur im guten Sinne. Man muss sich schon Mühe geben, dass aus dem Modul nicht nur der "Clouds"-Einheitsbrei kommt, den man mittlerweile vielfach hört...

Das mag sein. Aber das gilt ja für vieles. Mir fällt da sofort die Diskussion ein, dass der "Native Instruments Reaktor"-Sound auch überall rauszuhören ist. Ich denke halt, dass man einfach zunächst "die pure Clouds"-Power ausprobiert und das man dieser mit der Zeit satt wird. Wenn man dann Wege findet, den Klang gezielter, subtiler etc. zu nutzen und weiterzuverarbeiten, dann kann da bestimmt was draus werden.
 
nullpunkt schrieb:
Ich stimme zu, wobei ich Tides eigentlich fast nur als VCO nutze. Die LFO/Env-Funktionalitäten vernachlässige ich auch hier.
tides ist auf jeden fall ein hammer-vco (wobei der eingebaute virtuelle vca ein echt praktischer bonus ist)! ist auch bei mir die hauptanwendung.

aber spiel auch mal ein bisschen mit dem lfo-modus rum, besonders auch mit der sync-moeglichkeit per 'pll'-modus. und dann lass mal zwei mit unterschiedlicher frequenzteilung zum beat synchronisierte tides einander modulieren (am besten mit nem vc polarizer wie doepfer a-133) - da geht schon auch einiges!

als huellkurve nutze ich tides ebenfalls kaum - das koennen andere besser.
 
changeling schrieb:
adam schrieb:
Auch die Hüllkurven haben mich nicht ganz überzeugt.
Was denn genau daran? Die Bedienung oder Klang/Verhalten/Kurve?

Naja, Bedienung fand ich im Falle der Hüllkurve schon eingängig. Ich fand sie nicht sehr knackig. Und die implementierten Features waren mir dann doch wieder zu wenig. Das sind halt wirklich nur zwei Hüllkurven. Nicht loopbar, nicht im Verhalten konfigurierbar. Das ist aus meiner Sicht auch ein Problem bei den "Alleskönner"-Modulen. Man hätte die Funktionen vermutlich noch irgendwie unterbekommen, aber das wäre dann sicher nicht bedienungsfreundlicher geworden. ;-)
 
adam schrieb:
Und die implementierten Features waren mir dann doch wieder zu wenig. Das sind halt wirklich nur zwei Hüllkurven. Nicht loopbar, nicht im Verhalten konfigurierbar. Das ist aus meiner Sicht auch ein Problem bei den "Alleskönner"-Modulen. Man hätte die Funktionen vermutlich noch irgendwie unterbekommen, aber das wäre dann sicher nicht bedienungsfreundlicher geworden. ;-)

Es gab - meines Wissens nach - mal den Plan, ein Breakout-Modul für Peaks zu produzieren. Ich glaube aber auch, dass das Projekt erstmal wieder auf Eis gelegt wurde...

[ UPDATE ]

Habs im MI-Forum gefunden. Es ging um einen CV-Expander für Peaks. Schlussendliche Antwort am 15.05.15

Mutable Instruments schrieb:
Won’t happen guys, sorry!
 
adam schrieb:
Ich fand sie nicht sehr knackig.
Hmm, naja, dann kauf ich mir erstmal einen, um zu schauen wie der so ist, obwohl ich eigentlich zwei einplane. Hauptfunktion soll allerdings Tap Tempo LFO sein und knackige Hüllkurven hab ich schon anderweitig genug.
 
Danke für die Antwort. Ich hatte schon die Befürchtung, dass der Warps nicht in Serie geht.
Ist halt wie so oft: "Patience is the Key".
 
Es gibt sogar schon die Anleitung für Warps: http://mutable-instruments.net/modules/warps/manual Und laut facebook auch schon die fertige Verpackung mit Modul. Dürfte also sehr bald im Laden stehen. ;-)

Das scheint mir sogar vergleichsweise eingängig, da hier nicht 1000 Funktionen unter einen Hut gebracht werden mussten. Man weiß auch immer genau, was man gerade macht (außer bei der Auswahl der Wellenformen beim internen Oszilator, aber das ist nun leicht einprägsam).

Die Frage ist hier eher, wie das Ding denn dann klingt. Aber spannend finde ich das Modul auch allemal.
 


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