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MicrowaveXT Encoder mit Werteanzeige

Guten Abend,
Habe wiedermal am XT rumgeschraubt und wie schön wäre es doch, wenn die Encoder beim Programmwechsel die richtigen Werte anzeigen…

Für mein folgendes Gedankenexperiment setze ich voraus, das sich sämtliche Parameterwerte aus dem Speicher auslesen und in einer Form für LED Kränze oder Ähnliches nutzen lassen.

Eine neue Frontplatte, wo um jeden Encoder LEDs eingefrässt sind( wie NordLead3) ist irgendwie utopisch.

Vielleicht eine „Folie“ , die einfach passgenau auf der Frontplatte sitzt und wie ein Display die Werte um jeden Regler als Ring oder Punkt anzeigt.

Oder spezielle Potikappen, die einen Punkt darstellen können. Hier ist die Spannungsversorgung das schwierigste.

Es müsste ein Umbaukit sein, was die Werte ausliest und dann in eine Folie oder Platte übertragen kann.

Wie gesagt, ist nur so eine Spinnerei.
Fûr alte Vintagegeräte passgenaue Frontplatten mit dieser Technik anzufertigen, ist zu aufwändig.
Kann mir nicht vorstellen, dass noch kein Erfinder die Potikappe 2.0 erfunden hat, die mit eingebauter miniknopfzelle einen WINZIGEN LED Punkt speist, die sich die Werte über Funk abholt.

Für den XT braucht man glaub ich 44Stück davon.
Aber eine Erfindung in die Richtung wäre doch eine Bereicherung für viele speicherbare Synths!
 
Wenn es einfach und in einem bezahlbaren Rahmen gehen würde, dann gäbe es das bestimmt öfter.

Encoder mit LED-Ring gibts aber schon lange fix und fertig, z.B.


Die Frage ist aber auch wo ab einer bestimmten Anzahl von solchen Encodern mit Anzeige der tatsächliche Informationswert bleibt oder ob einem da nicht schlicht nur die Augen überlaufen.

Im konkreten Beispiel (MicrowaveXT) müsste man dann aus einem passiven Encoder ein aktives Bauteil mit entsprechendem Feedback und eigenem Speicherbereich machen. Selbst wenn das einer könnte und wollte, der Speicher Microwave 2 ist randvoll bis zum Anschlag. Ich sage da nur [Reorganizing Memory ... ]

Beim Microwave XT ist es ja schon durch einem Kompromiss gelöst, indem der aktuelle Wert des gerade betätigten Encoders im Display mit einstellbarer Dauer eingeblendet wird.
 
  • Zustimmung
M.i.a.u.: subsoniq
Für mein folgendes Gedankenexperiment setze ich voraus, das sich sämtliche Parameterwerte aus dem Speicher auslesen und in einer Form für LED Kränze oder Ähnliches nutzen lassen.
Dann wird es Zeit, das Gedankenexperiment zu überdenken.
Beim XT wird das Panel durch einen kleinen PIC16C73-Microcontroller abgefragt und dessen Werte dann seriell an den Hauptprozessor (68331) gesendet. Theoretisch könntest Du Dich an dieser Stelle entweder einklinken und die Werte abfragen oder den uC durch einen Anderen mit entsprechender Programmierung, die Deine Wünsche erfüllt, ersetzen - was aber erstmal eine Analyse des Codes oder seriellen Protokolls voraussetzt - es sei denn, Waldorf stellt Dir die gewünschten Informationen netterweise zur Verfügung (Versuch wäre es Wert). Andererseits geht Analyse des Maschinencodes aktuell wohl per KI hab ich mir sagen lassen, und da ist ja das serielle Protokoll schon drin.
Es gibt im Netz einen Schaltplan des Frontpanels, welchen ich hier mal anhänge, ebenso ein Bild des uC, der auf der Lötseite der Platine sitzt und zumindest bei meinem Gerät gesockelt war, sodaß man ihn einfach rausziehen und evtl auch auslesen kann.
 

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Also wenn ich den Verfasser richtig verstanden habe, möchte er die jedem Parameter zugeordneten Werte mittels Encoderringe anzeigen lassen. Der PIC im Frontpannel steuert ja lediglich das UI. Die aktuellen Parameterwerte interessieren ihn gar nicht. Er wird der Synth CPU nur mitteilen, welcher Encoder in welche Richtung bewegt wurde und welcher Taster gedrückt wurde. Die Verarbeitung dieser Informationen übernimmt er sicherlich nicht. Also muss man tatsächlich die Werte irgendwo im RAM finden. Dafür muss man entweder den Maschinencode in Assembler zurück verwandeln (mit KI z.B.), oder man emuliert den RAM mittels schneller CPU, macht mehrere Dumps mit vorher definierten Parametern und lässt die KI die entsprechenden Veränderungen finden. Dann kennt man die Speicherplätze der Parameter. Man könnte auch die CIA oder Put1n fragen, die spionieren uns ja ständig aus ;-) (haha)
 
... oder man steckt das ganze Teil einfach an die Midianschlüsse und fragt die Parameterwerte per Sysex ab. Ist natürlich eine Pfuscherlösung im Vergleich zu "RAM auslesen", aber technisch möglicherweise trivialer. ;-)
 
Vielen Dank für Eure Antworten,

Vielleicht liest das ein Waldorf Entwickler und irgendwann gibt es den Microwave3 mit LED Kränzen.
Alle Kränze leuchten Blau und wenn einer editiert wurde, wechselt er auf rot.
Selbstverständlich alles dimmbar.
 
Die Frage ist aber auch wo ab einer bestimmten Anzahl von solchen Encodern mit Anzeige der tatsächliche Informationswert bleibt oder ob einem da nicht schlicht nur die Augen überlaufen.

Von mir aus sollte das bei jeden Synth immer so sein. Und dann bitte auch Endlos-Encoder, Anschlag bei LED-Kränzen ist ja vollkommen sinnlos.

Drehregler und Fader die immer falsch stehen vermiesen mir so ziemlich jede Hardware. Bei jedem Plugin kann ich den aktuell eingestellten Wert direkt sehen und wenn man das so gewohnt ist, fühlt sich jede Hardware, die das nicht kann, falsch an. Motor-Knöpfe wie bei Melbourne Instruments müssen es ja gar nicht sein, weil die sicherlich nicht ganz günstig sind, LED Kränze machen den Job auch. Wenn es bei einem X32 Mischpult geht, warum nicht auch bei jedem Synthesizer mit digitaler Werteabfrage?
 
Drehregler und Fader die immer falsch stehen vermiesen mir so ziemlich jede Hardware.
Ich muß ehrlich gestehen, daß ich vermutlich auch die falsche Adresse bin, wenns um so was geht. Für mich sind Patchspeicher überbewertet. Ich drehe fast immer alles nach Bedarf rein.

Wenn es bei einem X32 Mischpult geht, warum nicht auch bei jedem Synthesizer mit digitaler Werteabfrage?
Ich gehe davon aus, daß der Onkel B. in einer seiner Fabriken die in entsprechenden Mengen selbst produziert, auch damit es entsprechend günstig wird.
Wobei ich über deren Zuverlässigkeit über die Jahre nichts sagen kann. Was dann wieder zum Thema Kosten führt, weil gute Encoder auch dementsprechend teuer sind.
Die originalen ALPS Encoder im Microwave XT funktionieren bei mir nach knapp 30 Jahren immer noch einwandfrei. Die sind auch so gekapselt, daß man die im Bedarfsfall öffnen, säubern und mit ein ganz klein wenig Graphitspray schmieren und wieder flott machen kann. Ist zwar eine Hurenarbeit bei 44 Stück, belohnt aber mit einer 1a zuverlässigen Bedienung über viele weitere Jahre.

Dagegen sind z.B. die originalen Encoder im Yamaha A3000 so richtiger Billigschrott. Die habe ich bei meinem insgesamt viermal getauscht. Zweimal innerhalb von zwei Jahren auf Kulanz von Yamaha mit kompletten Encoderboards, weil die Billigencoder nach meiner Recherche nur für unterste Kategorie zertifiziert waren (10.000 Betätigungen). Zuletzt habe ich kompatible Encoder für den Automotivebereich besorgt mit garantierten 1.000.000 Betätigungen. Kosteten knapp viermal so viel, aber die funktionieren heute noch.

Ohne ausufern zu wollen, ist halt ein gewaltiger Kostenfaktor, vor allem in der heutigen Zeit, wo nichts mehr was kosten darf.

Ein weiteres Problem sehe ich dann auch noch im Platzbedarf, weil man die Encoder mit den LED-Ringen nicht beliebig verkleinern kann. Entsprechend ausladend werden dann die Bedienfelder.
 
  • #10
Ich gehe davon aus, daß der Onkel B. in einer seiner Fabriken die in entsprechenden Mengen selbst produziert, auch damit es entsprechend günstig wird.
Nein. Da wird einfach bei entsprechenden Herstellern, von denen es nicht Wenige gibt, in großen Stückzahlen eingekauft.
 
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