MIDI-Keyboard für einfaches Hardware-Setup

oldwired
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Hallo zusammen,

in unserem lokalen Hackerspace richten wir ein kleines Studio mit ein paar Synths und so weiter ein. Der Fokus soll auf einfache Bedienung gelegt werden, das heißt am besten ist es, wenn jemand ohne viel Ahnung einfach die Mehrfachsteckdosen und Geräte einschalten und eine Taste am Keyboard drücken kann und dann Klang ertönt.
Unser bisheriges Setup ist mit einem USB-Midi-Keyboard an einem Laptop und von dort aus andere Geräte per Interface+MIDI-Thru angebunden realisiert. Das ist natürlich für Anfänger nicht so einfach.
Deshalb ist mein Gedanke das Setup dahingehend umzubauen, dass von einem Keyboard aus die Synths direkt (ggf. mit zwischengeschaltenem MIDI-Thru) angesprochen werden können. Fortgeschrittene können dann ggf. immer noch Laptop und separate (eigene) Sequencer einsetzen.

Deshalb bin ich nun auf der Suche nach einem Keyboard mit folgenden Features:
  • DIN-MIDI-Out
  • Mindestens 4 Oktaven
  • Channel-Wechsel möglichst einfach
  • Keyboard kann Clock bereitstellen und per Start-Stop-Taste angeschlossene Sequencer (bspw. Electribe) starten (MIDI Transport)
  • Budget < 300€
  • Arpeggiator wäre nett
Das Arturia Keystep (37) kann sowas. Jedoch wünschen wir uns "normal große" Tasten und mindestens 4 Oktaven.

Im Auge habe ich das "Novation Launchkey 49 Mk3", das "Roland A-500 PRO" und das "Arturia KeyLab Essential 49". Aber es gibt bestimmt noch andere. Für Vorschläge bin ich offen.
Das Problem ist, dass ich aus Beschreibungstexten und Handbüchern nicht herauslesen kann, ob der Punkt "Keyboard kann Clock bereitstellen und per Start-Stop-Taste angeschlossene Sequencer starten (MIDI Transport)" abgedeckt wird, oder ob die Transporttasten beispielsweise nur für die DAW sind oder keine Clock bereitgestellt wird.
 
microbug
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MIDI Inquisator
Das Launchkey kann MIDI Clock bereitstellen, die Rolands ebenfalls. Bei den Rolands kann man die Laufwerkstasten frei belegen, beim Launchkey sind diese leider fest mit Ableton verknüpft und nicht Teil des Usermodes, mit dem sich alle Pads und Knobs belegen lassen.
Einfachen Kanalwechsel bieten sie beide. Launchkey hat einen Arpeggiator, das Roland nicht. Dafür kann das Roland Split/Layer und hat einen MIDI In mit Merge, sodaß man entweder eine zweite Tastatur oder einen Controller anschließen kann. Wenn der Splitmode genutzt werden soll, würde ich aber das Edirol Vorgängermodell PCR-500 empfehlen, denn das merkt sich die Kanäle beider Seiten, was das Roland nicht tut.

Es gäbe noch die M-Audio Oxygen Pro Serie, die ebenfalls Clock liefert, aber keinen einfachen Channelwechsel hat, außer man macht das über die Pesets.
 
2bit
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Die meisten, wenn nicht alle, Roland-Keyboards haben eine recht eigenwillige Implementierung des Modwheels/Pitchbends in Form eines rudimentären Joysticks. Die Modulation (hoch-runter) kehrt aufgrund einer eingebauten Feder immer auf Null zurück. Das könnte ein Dealbreaker sein, denn fast jeder andere Hersteller verbaut simple Modwheels, die genau da stehen bleiben, wo man sie eben hin gedreht hat, was in der Welt der Synthesizer durchaus sehr viel Sinn macht.
 
oldwired
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Das Launchkey kann MIDI Clock bereitstellen,(...) Laufwerkstasten (...) beim Launchkey sind diese leider fest mit Ableton verknüpft und nicht Teil des Usermodes, mit dem sich alle Pads und Knobs belegen lassen.
Das heißt, das Launchkey stellt zwar Clock bereit, aber wenn ich auf dem Launchkey "Play" drücke läuft der Sequencer bspw. einer angeschlossenen Electribe nicht los?

Ich skizziere hier auch nochmal vereinfacht das Setup:
1633441116311.png
 
microbug
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MIDI Inquisator
Das Launchkey liefert eine permanente Clock. Ich hab meins leider grad schon eingepackt, sonst könnte ich das nochmal testen mit den Buttons. Laut Handbuch funktionieren die nur mit Daws, die senden daher wohl MMC Befehle statt normalem Start/Stop, und das können die wenigsten Sequenzer empfangen.

Mit dem Roland sollte das gehen, müßte ich nochmal nachschauen.
 
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oldwired
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Hat vielleicht noch jemand eine Idee? Ein Keystep mit mehr und größeren Tasten wäre eigentlich perfekt. Aber sowas gibt es wohl nicht...
 
oldwired
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Danke für eure Tips, aber wir sind noch einmal in uns gegangen und haben uns trotz nur 37 kleiner Tasten für ein Keystep Pro entschieden. Ich denke dieses Gerät hat die für diese Art Setup nötige "unmittelbarkeit".
Wenn wir es ausprobiert haben werde ich ggf. nochmal berichten, ob es passt.
 
 


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