midi-latenz...

ID_nrebs

ID_nrebs

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sorry, ne unheimlich doofe frage...

hab ketzt mein nordmodular kybd gegen nen micro ersetzt...
muß also den synth jetzt über ne miditastatur spielen und die hat nur usb, also kein midi-out.

das ganze rennt quasi jetzt über ableton live und ich fühle beim spielen eine latenz... denke da kann man nix machen oder???

bitte keine haue :lol:

grüße, Bernd
 
comboy

comboy

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hmmm also sofern dein micro nicht wieder über den audio in der soundkarte zurück in den rechner und dann an die anlage geht, sollte eigentlich keine latenz entstehen.
die bekommt ja eigentlich nur auf das audiosignal.

vielleicht ist deine latenzkompensation an? die sorgt dafür das die midi signale entsprechend verzögert werden wenn ich mich jetzt nich irre ;-)
 
Michael Burman

Michael Burman

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also externe midi-verbindungen verursachen prinzipbedingt schon latenzen, die liegen aber so im bereich von 1 ms pro gespielte note / gesendetes event. hin und zurück sind es entsprechend 2 ms pro event. der rechner sollte midi nicht all zuviel verzögern, braucht aber schon etwas zeit zum verarbeiten bzw. weiterleiten. wenn es allerdings latenzen in mehrstelligen ms-bereichen pro event sind, dann geht der weg wohl übers audio. latenzkompensation ist mir nur bei wiedergabe (abspielen aufgenommener spuren) vom sequencer bekannt. in echtzeit ist sie gar nicht möglich.
 
Wesyndiv

Wesyndiv

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wenn man sie fühlt bzw. hört muss sie ja schon so ca. bei *hüstel* 7 bis 9 ms liegen. oder lieg ich da falsch mit der Annahme?.

Schönen Gruß
Wes
 
Michael Burman

Michael Burman

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nun ja, der angesteuerte externe synthesizer hat ja auch seine verarbeitungslatenzen (midi und audio). also kommen midi-latenzen aus der verbindung keyboard->pc->synthesizer hinzu. außerdem kommt es auf midi-interfaces an. sind ja mindestens drei beteiligt: eins im usb-keyboard, eins im pc und eins im synthesizer.
 
Moogulator

Moogulator

Admin
MIDI hat idR keine solche starke Latenz, es ist oft eher Audio, wo das entsteht.

Ableton sollte das ohne Probleme in Echtzeit weiterleiten, es ist ja nicht so viel anders als eine USB Remote an irgendeiner DAW und dann direkt an MIDI. Das ist also eigentlich kein Problem und sollte keinen Versatz haben, schon weil ja immer mehr Leute so arbeiten.
 
Michael Burman

Michael Burman

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bei mir werden klangerzeuger, ob hard- oder software per midi-tastatur bzw. per sequencer angesteuert. habe zurzeit kein keyboard mit eigebauter klangerzeugung. einmal auf der messe habe ich eine korg-workstation angespielt. war wohl ein kleiner triton oder so was. der sound war so ein harpsi eingestellt. es kam mir vor, der sound würde früher als ich spiele kommen! :) es war keine begleitautomatik oder sonst was aktiviert. gespielt habe also schon ich, in echtzeit. insb. wer analoge synthesizer spielt, müsste den unterschied doch merken...
 
Moogulator

Moogulator

Admin
Analog ohne CV/MIDI Wandlung ist in der Tat schneller. Hier sprichst du aber auch eine Stimmenverzögerung oder andere Dinge bis zum Klang selbst an. Beim Cembalo gibt es auch Sounds, die bewusst nach loslassen erklingen sollen. Wer weiss, was und wie das eingestellt war - Weil du sowas von "eingestellt" schreibst, das klingt so unveränderlich in Stein gemeißelt.

Da muss man schon genauer prüfen.

Hab noch nen MC4 hier, der ist schnell. Aber die Bedienung ist sagen wir mal "so lala".
 
Jörg

Jörg

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MIDI selbst ist unkritisch, so lange man "nur" Noten spielt.
In den 80ern gab es allerdings ein paar Synths die ziemlich langsam auf Midi Messages ansprachen. Insbesondere Roland fiel da manchmal negativ auf.
 
Michael Burman

Michael Burman

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Jörg schrieb:
MIDI selbst ist unkritisch, so lange man "nur" Noten spielt.
Es gibt Interfaces, die bei MIDI größere Verzögerungen verursachen als manche Interfaces bei Audio! Kann man bspw. in Tests und Artikeln in der Zeitschrift KEYS nachlesen. Die messen die Werte tatsächlich und lesen sie nicht einfach nur von Anzeigen in Treibern oder von Datenblättern ab.

Jörg schrieb:
In den 80ern gab es allerdings ein paar Synths die ziemlich langsam auf Midi Messages ansprachen. Insbesondere Roland fiel da manchmal negativ auf.
Es wäre ein Irrtum davon auszugehen, dass aktuelle Geräte alle genügend schnell MIDI verarbeiten können. Siehe paar Zeilen weiter oben bzw. dort erwähnte Quellen.
 
Michael Burman

Michael Burman

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Ein paar Beispiele:

Test zum Audio-/MIDI-Interface Presonus Audiobox USB (KEYS 11/08, S. 75):
Die gemessene MIDI-Latenz liegt mit fast 5 ms in einem vertretbaren Rahmen.
Dabei war nicht die Audio-Latenz gemeint. Die wird im Test extra erwähnt.

Test zum Audio-/MIDI-Interface Edirol FA-66 (KEYS 09/05, S. 69):
Ein deutlich schlechteres Bild lieferte das MIDI-Interface: Von einem am Eingang anliegenden vierstimmigen Akkord kam die letzte Note am Ausgang mit über 10 ms Verzögerung an.
Die PDFs können bei Thomann kostenlos heruntergeladen werden.
 
Jörg

Jörg

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Michael Burman schrieb:
Es gibt Interfaces, die bei MIDI größere Verzögerungen verursachen als manche Interfaces bei Audio!
Ach was. Muss dann wohl eine neuere Entwicklung sein... das einzige PC-Midi-Interface welches ich jemals besaß (Portman) war timingmäßig absolut sattelfest.
Ansonsten arbeite ich sowieso nur noch mit Hardware, da gibt´s keine Probleme. Im übrigen unterstützt das ja nur meine Ansicht dass das Problem nicht MIDI selbst ist.
 
Summa

Summa

hate is always foolish…and love, is always wise...
Liegt wahrscheinlich daran dass MIDI und Audio ueber eine "Leitung" laeuft, bei einigen Controller-Keyboards mit integriertem Audio-Interface laesst sich die Audio/MIDI Prioritaet sogar bestimmen.
 
Michael Burman

Michael Burman

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Jörg schrieb:
Im übrigen unterstützt das ja nur meine Ansicht dass das Problem nicht MIDI selbst ist.
Ja, die Technik drum herum kann, wie man sieht, größere Probleme verursachen, als das MIDI-Protokoll an sich. Protokoll-bedingt, wie ich schon sagte, ca. 1 ms pro Note und Richtung.

Wie sieht es aber im Übrigen mit der menschlichen Motorik aus?... Spielen wir bspw. alle Töne eines vierstimmigen Akkords (die wir eigentlich gleichzeitig anzuschalgen beabsichtigen) auch tatsächlich innerhalb eines Intervalls von sagen wir 1 ms, oder landen unterschiedliche Finger eines Fingersatzes mit der jeweiligen größeren Verzögerung auf den Tasten? Würde ja das "MIDI-Problem" zumindest beim Live-Spiel und performanten Interfaces etwas relativieren.
 
Moogulator

Moogulator

Admin
Jörg schrieb:
Michael Burman schrieb:
Es gibt Interfaces, die bei MIDI größere Verzögerungen verursachen als manche Interfaces bei Audio!
Ach was. Muss dann wohl eine neuere Entwicklung sein... das einzige PC-Midi-Interface welches ich jemals besaß (Portman) war timingmäßig absolut sattelfest.
Ansonsten arbeite ich sowieso nur noch mit Hardware, da gibt´s keine Probleme. Im übrigen unterstützt das ja nur meine Ansicht dass das Problem nicht MIDI selbst ist.

Das finde ich ebenfalls wichtig. MIDI wird gern mal beschimpft als lahm, un"tight" und so. Ist aber einfach seltener ein MIDI Problem. USB wird sicherlich immer mehr MIDI erweitern, ob es das ablösen wird kann man nicht sagen, erstmal nicht..
 
feilritz

feilritz

.
Es kann sein dass das Midi interface ungünstig mit deinem pc-Setting zusammenspielt. Kauf dir ein neues Interface und schicks zurück falls es nicht daran liegt
 
Michael Burman

Michael Burman

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Moogulator schrieb:
Ich meine damit, dass immer mehr Geräte USB haben werden und diese MIDI tunneln oder emulieren werden
Geräte mit USB, die du meinst, haben doch nur ein USB-MIDI-Interface integriert. Da wird nichts getunnelt oder emuliert. Möglicherweise verwechselst du das mit MIDI-über-Ethernet-Lösungen. Da habe ich mich aber nicht näher damit beschäftigt.
 
 


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