Minimoog wird neu aufgelegt / BFAM & bald beendet.

Re: Minimoog wird neu aufgelegt / BFAM

Mal blöd gefragt:
Was hat der neue Minimoog D, was der Sub 37 nicht hat ?

Der Sub 37 hat Speicherplätze, Sequencer, Midi etc und kostet nur die Hälfte

Schöne Grüße ans Wespennest ;-)

tr
 
Re: Minimoog wird neu aufgelegt / BFAM

tiefenrausch2 schrieb:
Mal blöd gefragt:
Was hat der neue Minimoog D, was der Sub 37 nicht hat ?

Der Sub 37 hat Speicherplätze, Sequencer, Midi etc und kostet nur die Hälfte

Schöne Grüße ans Wespennest ;-)

tr

Er sieht besser aus, fühlt sich besser an, ist ein Mini Moog und nicht irgendwas vom Mini Moog Inspiriertes Halbgares.

Das ist zumindest meine Theorie. Ich mag mich irren.

Stephen
 
Re: Minimoog wird neu aufgelegt / BFAM

was für eine schuljungendiskussion....... das entscheidende an einem musikinstrument ist immer noch der klang. punkt.

entweder die kiste klingt WIRKLICH wie das original- dann ist alles supi- oder halt nicht. dann kann man sich auch was anderes kaufen. aber WENN das ding klanglich soo überzeugt wie der originale-was will man mehr?

klar: für ein paar hundert euro zukaufbare voiceboards, die das ding polyphon machen, das wär schon mal noch ne feine erweiterung, aber das instrument al solches ist doch nicht ohne grund bis heute die stradivari der synthesizer;-)
 
Re: Minimoog wird neu aufgelegt / BFAM

maffyn schrieb:
[...] das entscheidende an einem musikinstrument ist immer noch der klang. punkt. [...]

Wie bist Du denn drauf?

Jetzt sag noch, die Musik, die man mit einem Instrument macht, sei wichtig, oder die eigene Fingerfertigkeit und die Beherrschung des Instruments.

Dafür spielen die meisten doch Synthesizer.

Stephen


PS: Das war Sarkasmus.
 
Re: Minimoog wird neu aufgelegt / BFAM

tiefenrausch2 schrieb:
Mal blöd gefragt:
Was hat der neue Minimoog D, was der Sub 37 nicht hat ?

Der Sub 37 hat Speicherplätze, Sequencer, Midi etc und kostet nur die Hälfte

Schöne Grüße ans Wespennest ;-)

tr

Ein neuer Fiat mit Navi, Airbag, Klimaanlage, Einparkhilfe, Schiebedach und Servolenkung kostet auch weniger als ein alter Ferrari.
 
Re: Minimoog wird neu aufgelegt / BFAM

Alles Quark. Wichtig sind die Seitenteile!
 
Re: Minimoog wird neu aufgelegt / BFAM

Paul Dither schrieb:
SynthUser0815 schrieb:
Angesichts des Modular-Booms heutzutage macht man bei Moog m. E. schon alles richtig dadurch, dass man mehr in CV-Anbindung als in MIDI-Anbindung investiert hat. Und Patch-Speicher haben zwei Seiten. Einerseits sind sie natürlich praktisch, andererseits hemmen sie Kreativität und wirkliche Beherrschung des Synthesizers mit all seinen Bedienelementen als "echtes Instrument" ...

Inwiefern hemmt Patch-Speicher die Kreativität und hält einen davon ab, einen Synthesizer beherrschen zu lernen? - Das ist doch arg schwarzweiß gemalt.
Warum schwarz-weiß? Ich sage doch, dass ich Patch-Speicher auch klasse finde. Aber wenn es keine gibt, bin ich eben gezwungen, jeden Sound immer neu von Hand einzustellen. Das zwingt mich, das Instrument wirklich beherrschen zu lernen. Die "Fehler", die ich dann gelegentlich beim Einstellen von etwas mache, bringen mich auf neue Ideen und beflügeln die Kreativität. Mir jedenfalls geht das so. Außerdem ist die Gefahr gering, zweimal einen genau identischen Sound zu verwenden, das macht die eigene Musik abwechslungsreicher, finde ich.
 
Re: Minimoog wird neu aufgelegt / BFAM

Wird es einen Editor geben? :mrgreen:
 
Re: Minimoog wird neu aufgelegt / BFAM

Salamanda schrieb:
[]01iRprMewl8[/youtube]

Moogulator schrieb:
[]01iRprMewl8[/youtube]

Wo liegt denn da jetzt der Unterschied?

Gott, wie ich amerikanisches Gequassel furchtbar finde... nach drei Minuten rasende Kopfschmerzen.

Ich, nicht der andere.

Stephen
 
Re: Minimoog wird neu aufgelegt / BFAM

...komisch...mir war so als ob ich irgendwann letztes Jahr schon mal davon gesprochen habe das der Minimoog Modell D wieder aufgelegt wird :) ...da haben alle nur gesagt: nein und bestimmt nicht und viel zu teuer und überhaupt!!! Und jetzt kommt er doch!!! ....Wie GEIL ist das denn?!?! :)
 
Re: Minimoog wird neu aufgelegt / BFAM

ppg360 schrieb:
Gott, wie ich amerikanisches Gequassel furchtbar finde... nach drei Minuten rasende Kopfschmerzen.

Ich, nicht der andere.
Ich finde diesen Kommentar ebenso unsachlich wie überflüssig.

Was er sagt, halte ich inhaltlich für interessant und seine Begeisterung kann ich teilen.
 
Re: Minimoog wird neu aufgelegt / BFAM

Bernie schrieb:
Paul Dither schrieb:
Inwiefern hemmt Patch-Speicher die Kreativität und hält einen davon ab, einen Synthesizer beherrschen zu lernen? - Das ist doch arg schwarzweiß gemalt.
Verführt so ein Speicher nicht dazu, immer nur die drei Lieblingspresets zu verwenden?
Ich habe Leute kennengelernt, die seit Jahren das gleiche Patch auf dem Modularsystem haben.
Da wird auch nichts dran geändert, denn wenn Tante Erna überraschend zu Besuch kommt, möchte man ja was vorzeigen können.

Ja gut, das sind dann Leute, die sich so ein System aus Prestigegründen zulegen oder warum auch immer.

Gleichzeitig muss aber auch die Frage erlaubt sein, was daran schlecht sein soll, ein Patch zu speichern, in das man einige Stunden investiert hat.

Im Übrigen glaube ich nicht, dass Speicherbarkeit automatisch dazu führt, dass Leute nur noch 3 Lieblingspresets verwenden. Natürlich gibt es diese Fälle, aber die beruhen in erster Linie darauf, ob sich jemand in erster Linie als Musiker (im traditionellen Sinn) oder als Synthesizer-Liebhaber begreift. Hinzu kommt noch der Unterschied zwischen ästhetischen Präferenzen: Betont jemand lieber das Prozesshafte oder arbeitet jemand lieber ergebnisorientiert.
 
Re: Minimoog wird neu aufgelegt / BFAM

So ein Reissue ist doch für Vintage Freaks und Sammler eh uninteressant und für Musiker gibt es sicher bessere Alternativen, selbst aus gleichem Hause.

Das Ding wird sich trotzdem gut verkaufen und Moog kann sich freuen. :lol:
 
Re: Minimoog wird neu aufgelegt / BFAM

SynthUser0815 schrieb:
Paul Dither schrieb:
SynthUser0815 schrieb:
Angesichts des Modular-Booms heutzutage macht man bei Moog m. E. schon alles richtig dadurch, dass man mehr in CV-Anbindung als in MIDI-Anbindung investiert hat. Und Patch-Speicher haben zwei Seiten. Einerseits sind sie natürlich praktisch, andererseits hemmen sie Kreativität und wirkliche Beherrschung des Synthesizers mit all seinen Bedienelementen als "echtes Instrument" ...

Inwiefern hemmt Patch-Speicher die Kreativität und hält einen davon ab, einen Synthesizer beherrschen zu lernen? - Das ist doch arg schwarzweiß gemalt.
Warum schwarz-weiß? Ich sage doch, dass ich Patch-Speicher auch klasse finde. Aber wenn es keine gibt, bin ich eben gezwungen, jeden Sound immer neu von Hand einzustellen. Das zwingt mich, das Instrument wirklich beherrschen zu lernen. Die "Fehler", die ich dann gelegentlich beim Einstellen von etwas mache, bringen mich auf neue Ideen und beflügeln die Kreativität. Mir jedenfalls geht das so. Außerdem ist die Gefahr gering, zweimal einen genau identischen Sound zu verwenden, das macht die eigene Musik abwechslungsreicher, finde ich.

Gut, aber das ist eine Herangehensweise unter vielen. Und ein Sound lässt sich nur dann einigermaßen schnell von Hand neu einstellen, wenn das System recht einfach ist, wie z.B. das Model D. D.h. wir reden ausschließlich über Speicherbarkeit für subtraktive Synthese. Ja gut, die sind in vielen Fällen relativ leicht beherrschbar. Aber wie sieht es mit komplexeren Systemen aus? Da hocken dann Leute wochenlang in ihrem Keller nur um an einem Sound zu schrauben. Das funktioniert ja ganz gut als Klanginstallation oder Meditation, hilft aber wenig wenn jemand mal eben von Sound zu Sound hüpfen will (für eine Aufnahme, einen Gig oder was auch immer).

Ein Synthesizer wird ja nicht besser, schöner oder wahrer, wenn er über keine Speicherbarkeit verfügt.
 
Re: Minimoog wird neu aufgelegt / BFAM

Man kann Patch Speicher auch ausbauen, wenn sie stören
oder Gaffaband drüberkleben ... oder einfach so tun, als wäre er gar nicht vorhanden,
kostet aber extreme Willenskraft, Vorsicht!
 
Re: Minimoog wird neu aufgelegt / BFAM

Das mit der fehlenden Speicherbarkeit finde ich auch irgendwie schade und ist in gewisser Weise schon ein Rückschritt im Vergleich zum Voyager (dieses feature hätten sie aus meiner Sicht schon übernehmen können). Auch, dass die Controllerdaten nicht via Midi übertragen werden, finde ich etwas schade, aber letztlich sind beides für mich keine show stopper.

Ansonsten haben sie meiner Meinung nach vieles richtig gemacht - jetzt müssen sie nur noch ausreichend Stück bauen und der Preis sollte nicht zu weit von den 3.5k nach oben hin abweichen (bisher wurde ja weder bestätigt, was der finale Preis sein wird noch, wieviele sie überhaupt bauen werden - wenn das wieder so ´ne 100 Stk limited Nummer wird, dürften wir hier wohl eher in die Röhre schauen).

Interessant wäre aber noch, wieviel der alten Technik tatsächlich in diese Reinkarnation geflossen ist, oder ob hier auch Verbesserungen vorgenommen wurden. Ich meine, der alte klang zwar genial, hatte aber auch ein paar Nachteile, die man heute vielleicht nicht mehr haben müsste (z.B die Stimmstabilität, die bei den alten Kisten ja nicht so der Brüller gewesen sein soll - was man so liest). Der Voyager hatte diese Probleme ja wohl nicht mehr - die Frage ist nur, wieviel der alten Macken machen den sound aus ?
 
Re: Minimoog wird neu aufgelegt / BFAM

Paul Dither schrieb:
Ein Synthesizer wird ja nicht besser, schöner oder wahrer, wenn er über keine Speicherbarkeit verfügt.
Einspruch.

Zum einen ist da die Quantisierung der Klangregler in das speicherbare Format – wenn da der Hersteller bei kritischen Parametern wie der Filter- oder Oszillatorfrequenz eine zu geringe Auflösung wie z.B. 7 Bit (128 Werte) wählt, hört man beim Echtzeitschrauben Stufen, beziehungsweise kann nicht den Wert einstellen, den man gerade benötigt. Klingt doof, ist auch doof.

Zum anderen ist da das Problem der Werteabholung: Ein speicherbarer Synthesizer muss "merken", wann der Mensch an einem Regler schraubt, und dann für diesen Parameter den bisher aktuellen Wert (z.B. den des gerade gewählten Klangprogramms) durch den "neu erdrehten" ersetzen. Gleichzeitig muss der Synthesizer verhindern, dass ein aufgerufenes Klangprogramm unabsichtlich zerstört wird: Nur weil der Keyboarder gerade ordentlich in die Tasten haut und damit Gehäuseerschütterungen auslöst, die wiederum die Reglerpositionen um den Bruchteil eines Winkelgrades verstellen, dürfen diese kleinen, unabsichtlichen & erschütterungsbedingten Reglerverstellungen nicht dazu führen, dass sich z.B. die Filterfrequenz von den abgespeicherten 300 Hz auf die reglerbedingten 8 kHz verstellt. Deshalb haben die Regler von speicherbaren Synthesizer eine "Totzone", die dazu führt, dass erst nach einer gewissen Drehung die entsprechende Klangänderung eintritt. Das führt zu Klangsprüngen: Man stelle z.B. bei einem Minimoog Voyager die Tonhöhe eines Oszillators ein, drehe dann etwas am Filter und versuche dann, ganz langsam die Tonhöhe des Oszillators nur ein bisschen zu verändern. Ergebnis: Es geht nicht, man wird einen Sprung in der Tonhöhe hören.

Schließlich gibt es bei den meisten speicherbaren Synthesizern das Problem, das die Reglerstellung des Bedienpanels und die Parameterwerte des Klangprogramms nicht zueinander passen, man muss beim Echtzeitschrauben also entweder Klangsprünge nach dem Aufruf eines Klangprogramms in Kauf nehmen, oder sich mit Reglerbetriebsarten (z.B. relativ oder abholen) beschäftigen oder auf Motorfader hoffen oder mit Encodern arbeiten (die nun einmal nur ein gänzlich anderes Klangspiel als Potis erlauben).

Deshalb liebe ich nicht-speicherbare ebenso sehr wie speicherbare Synthesizer.
 
Re: Minimoog wird neu aufgelegt / BFAM

V au schrieb:
Man kann Patch Speicher auch ausbauen, wenn sie stören
oder Gaffaband drüberkleben ... oder einfach so tun, als wäre er gar nicht vorhanden,
kostet aber extreme Willenskraft, Vorsicht!
Wenn ich das richtig verstehe, ist es doch so: Wenn Daten für Speicher oder Midi abgegriffen werden, ist die "Steuerung" indirekt, da sie digital verarbeitet werden muss. Wenn Speicher/Midi fehlt, kann die Einstellung eben "echt analog" erfolgen. Absolut stufenlos, direkt und "bei jedem Tick am Knopf" wieder anders.

Natürlich hat das viel mit subjektivem Empfinden zu tun, aber darum geht es doch, wenn ich so viel Geld für etwas ausgebe, was klanglich vielleicht auch anders zu haben ist.
Da ist es doch wie bei einer mechanischen Armbanduhr. Die kostet 1.000,- und mehr und geht weniger genau als eine 5,- Quarzuhr. - Aber um die genaue Zeit geht es den Käufern nicht. Es geht um das Wissen um das handgemachte Innenleben, die kleinen Teile, die in der Summe ein kleines Meisterwerk ausmachen.

Es wird wohl einfach zwei Gründe zum Kauf geben: Einer ist der Klang, der für die Musik gebraucht wird und anders nicht zu haben ist. - Dann muss man mit fehlendem Comfort leben.
Der andere ist der Luxus sich etwas "echtes" analoges, mechanisches, von "Handwerkern" gebautes, "alle Trends überdauerndes", noch in 50 Jahren zu reparierendes und einfach schönes zu gönnen. - Ich will einen!

edit: - Ich hatte irgendwie den letzte Beitrag vor meinem nicht gelesen, da wurde das, was ich meine technisch ja super erklärt ;-) -
 
Re: Minimoog wird neu aufgelegt / BFAM

Ich finde das sehr cool von Moog daß die das machen. :supi: :supi: :supi:
Preis ist überhaupt nicht übertrieben sondern gut finde ich. :nihao:
Wenn ich bedenke daß ich für den Virus1 damals als er brandneu war
ca. 2000 Eier bezahlt habe ist das für einen Minimoog doch ok.
Wer die kein fettes Polster auf der Bank hat soll halt einen Kredit nehmen und
das Ding abbezahlen.Das habe ich damals mit meinem Virus1 auch so gemacht.
Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.
Ich denke für so eine Maschine, die man wahrscheinlich nie wieder hergibt
und produktiv und mit viel Freude einsetzt lohnt es sich.
Also jeder , der über den Preis meckert hat keine Ahnung finde ich. :doof:
 
Re: Minimoog wird neu aufgelegt / BFAM

SynthUser0815 schrieb:
ppg360 schrieb:
Gott, wie ich amerikanisches Gequassel furchtbar finde... nach drei Minuten rasende Kopfschmerzen.

Ich, nicht der andere.
Ich finde diesen Kommentar ebenso unsachlich wie überflüssig.

Was er sagt, halte ich inhaltlich für interessant und seine Begeisterung kann ich teilen.

Ich rede nicht von dem Inhalt, ich rede von diesem unsäglichen Dialekt und diesem nerv- und hirntötenden Tonfall.

Hirntötend. Ich weiß nicht, ob Du damit was anfangen kannst.

*Das* war unsachlich.

Stephen
 
Re: Minimoog wird neu aufgelegt / BFAM

tiefenrausch2 schrieb:
Mal blöd gefragt:
Was hat der neue Minimoog D, was der Sub 37 nicht hat ?

Der Sub 37 hat Speicherplätze, Sequencer, Midi etc und kostet nur die Hälfte

Schöne Grüße ans Wespennest ;-)

tr
klingt deutlich fetter, hat 3 Oscs und ist halt doch eine andere Kategorie ..
hör mal rein in einen Mini, ich finde da kommt ein aktueller kaum mit.

Bin übrigens kein Vintage-Typ oder Sammler und habe auch keine Vergangenheitsliebe, aber ist wahr.
 
Re: Minimoog wird neu aufgelegt / BFAM

ppg360 schrieb:
Ich rede nicht von dem Inhalt, ich rede von diesem unsäglichen Dialekt und diesem nerv- und hirntötenden Tonfall.
Was bitte soll so ein Blödsinn? Viele Amerikaner reden so. Es ist ihr Dialekt/Tonfall/Akzent. Sich darüber aufzuregen, wäre genauso, als würde man sich über Schweizer aufregen, die Deutsch sprechen oder über Friesen. Einfach dämlich.

Paul Dither schrieb:
D.h. wir reden ausschließlich über Speicherbarkeit für subtraktive Synthese. Ja gut, die sind in vielen Fällen relativ leicht beherrschbar.
Darum geht es ja hier. Das Modell D ist ja ein recht überschaubarer Synthesizer. Ein DX7 ohne Speicherbarkeit wäre sicher doof, da hast Du Recht ;-) ...

serge schrieb:
Zum einen ist da die Quantisierung der Klangregler in das speicherbare Format – wenn da der Hersteller bei kritischen Parametern wie der Filter- oder Oszillatorfrequenz eine zu geringe Auflösung wie z.B. 7 Bit (128 Werte) wählt, hört man beim Echtzeitschrauben Stufen, beziehungsweise kann nicht den Wert einstellen, den man gerade benötigt. Klingt doof, ist auch doof.

Zum anderen ist da das Problem der Werteabholung: Ein speicherbarer Synthesizer muss "merken", wann der Mensch an einem Regler schraubt, und dann für diesen Parameter den bisher aktuellen Wert (z.B. den des gerade gewählten Klangprogramms) durch den "neu erdrehten" ersetzen. Gleichzeitig muss der Synthesizer verhindern, dass ein aufgerufenes Klangprogramm unabsichtlich zerstört wird: Nur weil der Keyboarder gerade ordentlich in die Tasten haut und damit Gehäuseerschütterungen auslöst, die wiederum die Reglerpositionen um den Bruchteil eines Winkelgrades verstellen, dürfen diese kleinen, unabsichtlichen & erschütterungsbedingten Reglerverstellungen nicht dazu führen, dass sich z.B. die Filterfrequenz von den abgespeicherten 300 Hz auf die reglerbedingten 8 kHz verstellt. Deshalb haben die Regler von speicherbaren Synthesizer eine "Totzone", die dazu führt, dass erst nach einer gewissen Drehung die entsprechende Klangänderung eintritt. Das führt zu Klangsprüngen: Man stelle z.B. bei einem Minimoog Voyager die Tonhöhe eines Oszillators ein, drehe dann etwas am Filter und versuche dann, ganz langsam die Tonhöhe des Oszillators nur ein bisschen zu verändern. Ergebnis: Es geht nicht, man wird einen Sprung in der Tonhöhe hören.

Schließlich gibt es bei den meisten speicherbaren Synthesizern das Problem, das die Reglerstellung des Bedienpanels und die Parameterwerte des Klangprogramms nicht zueinander passen, man muss beim Echtzeitschrauben also entweder Klangsprünge nach dem Aufruf eines Klangprogramms in Kauf nehmen, oder sich mit Reglerbetriebsarten (z.B. relativ oder abholen) beschäftigen oder auf Motorfader hoffen oder mit Encodern arbeiten (die nun einmal nur ein gänzlich anderes Klangspiel als Potis erlauben).

Deshalb liebe ich nicht-speicherbare ebenso sehr wie speicherbare Synthesizer.
Ich finde das sehr gut zusammengefasst!

Für mich persönlich ist es allerdings so, dass mir gut gefällt, wenn ein Kompromiss möglich ist: ein Synth, der sich im Manual Mode bedienen lässt, bei dem man aber auch mal etwas speichern kann (z. B. Roland Juno 60/106, Roland Boutique-Synths, Moog Voyager etc.). Das beseitigt natürlich nicht alle oben genannten Probleme, stellt für mich aber den besten Mittelweg dar.
 


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