Modal Electronics - Argon8 Polyphonic Synthesiser

Die Decay- (!) und Release-Zeiten sind in der Tat zu kurz für viele Sounds, für die sich der Argon8 eigentlich anbieten würde. Ich habe das auch in meinem Testbericht beschrieben, der in Ausgabe 79 des SynMag erscheinen wird. Modal ist über das Problem informiert. Laut Auskunft von Tomeso (dem deutschen Vertrieb) arbeiten sie bereits an einer langen Liste von Updates.
Ja genau, bei meinem Hauptsynth habe ich jeweils knapp 90 Sekunden für Attack/ Release , gerade digitale Athmopads mit viel Modulationen oder für etwas Düsteres ein Muss.
 

Horn

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Ja genau, bei meinem Hauptsynth habe ich jeweils knapp 90 Sekunden für Attack/ Release , gerade digitale Athmopads mit viel Modulationen oder für etwas Düsteres ein Muss.
Welcher Hauptsynth ist das denn? Nur der Neugier halber.

Man kann durchaus knackige Attack-, Decay- und Release-Zeiten mit sehr langen Werten (von durchaus 90 Sekunden oder gar mehr) in einem Regler mit 128 Steps unterbringen. Beispiel dafür ist der Q/mQ/Blofeld/Sledge, wo die Hüllkurven eigentlich für alle Anwendungen das sinnvolle Programm liefern, ohne eine Umschaltung von "slow" auf "fast" nötig zu machen.
 
Oasys(Kronos) aber ok ist ein Äpfel/ Birnen Vergleich weil man hier duch die Intel CPU eine höhere Rechenleistung hat . Aber als günstigere Alternative zum Kronos könnte ich eine gebrauchte Korg Z1 empfehlen da sind ja auch digital Klänge aller Art Möglich , der hat ein Resonanz Oscillator -> sehr spannend.
 

Horn

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Oasys(Kronos) aber ok ist ein Äpfel/ Birnen Vergleich weil man hier duch die Intel CPU eine höhere Rechenleistung hat . Aber als günstigere Alternative zum Kronos könnte ich eine gebrauchte Korg Z1 empfehlen da sind ja auch digital Klänge aller Art Möglich , der hat ein Resonanz Oscillator -> sehr spannend.
Man kann mit dem Argon8 durchaus einiges machen, das so mit dem Kronos oder Z1 definitiv NICHT geht.
 

Sulitjelma

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Ich danke auf jeden Fall für die Info mit dem Update bzgl. Release-Zeit - das war für mich der wichtigste Rückgabe-Grund. Vielleicht schaffe ich ja morgen den weiten Weg zu JM und höre nochmal rein. Ist sicher interesssant jetzt wo ich den Hydra in den Ohren habe.
 
Man kann mit dem Argon8 durchaus einiges machen, das so mit dem Kronos oder Z1 definitiv NICHT geht.
Das mag sein, erstmal abwarten wie der sich klanglich macht. Beim Kronos/ Oasys kan man Wavesequencing mit Filter/Drive und den Waveshaper/Ringmod aus der FX Sektion kombinieren, mit der Karmafunktion kann man dazuauch die Klangparameter animieren, ist halt ein anderer Ansatz. Beim MS-20 kann ich mit dem LFO den Wellenformschalter animieren und die Modulation im AMS Mixer glätten lassen so das der Übergang der OSC Waves smooth abläuft , die LFO Welkenform lassen sich shapen und von einer anderen Quellen aus modulieren , man kann aber jetzt nicht direkt die LFO Wellenform von Sinus zu Random direkt morphen oder evtl nur durch ein 2. LFO mit Überblendung arbeiten.
 

Horn

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Das mag sein, erstmal abwarten wie der sich klanglich macht. Beim Kronos/ Oasys kan man Wavesequencing mit Filter/Drive und den Waveshaper/Ringmod aus der FX Sektion kombinieren, mit der Karmafunktion kann man dazuauch die Klangparameter animieren, ist halt ein anderer Ansatz. Beim MS-20 kann ich mit dem LFO den Wellenformschalter animieren und die Modulation im AMS Mixer glätten lassen so das der Übergang der OSC Waves smooth abläuft , die LFO Welkenform lassen sich shapen und von einer anderen Quellen aus modulieren , man kann aber jetzt nicht direkt die LFO Wellenform von Sinus zu Random direkt morphen oder evtl nur durch ein 2. LFO mit Überblendung arbeiten.
Der Argon8 hat demgegenüber einen wirklich feinen polyphonen LFO (LFO2), der der Tonhöhe folgt und in Teilungsverhältnissen zu dieser nicht nur bis in die Audiorange, sondern auch weit über die Frequenz des gespielten Tones hinaus einstellbar ist. Damit ist sehr musikalische FM der OSCs möglich sowie Modulation des Filters und des Amps mit erstaunlichen Ergebnissen. Zudem können sehr viele Effektparameter moduliert werden. Überhaupt ist der Argon8 im Prinzip ein Modulationsmonster, wenn er nur nicht nur so wenige Modulatoren hätte (nur 2 LFOs, nur 3 einfache ADSR-ENVs). Hier ist noch Luft nach oben, aber vielleicht kommen da noch Updates.
 

Sulitjelma

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Als ich ihn hier hatte war mein Eindruck daß man ein paar der Slots schon braucht um Velocity auf Cutoff und Amp zu legen bzw. für Vibrato - hatte ihn aber nur sehr kurz.
 

Horn

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Als ich ihn hier hatte war mein Eindruck daß man ein paar der Slots schon braucht um Velocity auf Cutoff und Amp zu legen bzw. für Vibrato - hatte ihn aber nur sehr kurz.
Ja, da hätten sie noch ein paar mehr intelligente Standard-Verbindungen implementieren können, für die man nicht erst die Mod-Matrix hätte bemühen müssen. Aber man kommt trotzdem zur Not hin, denke ich. Gut wäre natürlich, wenn sie noch nachbessern würden. Ich bin aber auch optimistisch, dass da noch einiges kommt. Es muss eigentlich noch einiges kommen, denn es ist einfach an zu vielen Stellen noch deutlicher Handlungsbedarf.

Mein Eindruck ist - aber das ist Spekulation und daher habe ich im SynMag auch nichts dergleichen geschrieben - dass der Argon8 nach der Ankündigung des Hydrasynth etwas überhastet auf den Markt geworfen wurde, um den Anschluss nicht zu verlieren.
 
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Hi-Tech Music

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Wie würdet ihr den argon gegenüber microwave vergleichen? Ich überlege mir den anzuschaffen. Wie ist die Verarbeitung? Der microfreak und der adx-1 müssen glaube ich daran glauben dass ihre Stunde geschlagen hat.
 

Horn

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Wie würdet ihr den argon gegenüber microwave vergleichen? Ich überlege mir den anzuschaffen. Wie ist die Verarbeitung? Der microfreak und der adx-1 müssen glaube ich daran glauben dass ihre Stunde geschlagen hat.
Ich habe dazu in meinem Artikel für das SynMag Nr. 79, das demnächst erscheint, einiges geschrieben. Dem möchte ich natürlich jetzt nicht vorgreifen. Grundsätzlich ist der Argon8 ganz anders als ein Microwave und kann ihn nicht ersetzen, umgekehrt aber natürlich auch nicht.
 

tompisa

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Ich habe den Argon mit OS 1.2 seit zwei Tagen vor mir stehen. für 600 Euro heftig gut verbaut : Dickes Blech, super Tastatur (halbgewichtete Fatar TP9s) alles funktioniert, und ist vor allen Dingen auch bedientechnisch sehr gut durchdacht. Die dazugehörige Standalone Software und das VST/ AU Plugin haben sich viel Gutes von Elektron abgeguckt und ich finde bis dato nicht viel , was mich stören würde. Eigentlich stört mich gar nichts, schon gar nicht für den verlangten Preis. Richtig gut wie schon erwähnt ist die Tastatur und die Midi Einbindung. Die FX ist ebenfalls gut und sog der Reverb ist brauchbar. Definitv besser als z.B. eine m.E. klangliche FX Beleidung, die in einem P6 oder OB6 zum Zuge kommt. Der Argon klingt sehr sauber, HiFi im guten Sinne. Aber mit einer Portion Distortion, die ebenfalls sehr gut umgesetzt wurde, d.h. musikalisch und nicht digital brizzelig, wie ich es von vielen sog SOftware Distortions kenne, werden die Klänge prima angerauht , ohne dass es übertrieben wirkt. Für mich ist der Argon ein super nettes kleines MIDI Mini Masterkeyboard , mit vielen Knöppen, und einer hervorrangenden Softwareeinbindung , sowie ein sehr gelungener Wavetable Synth, der ohne die gut klingende Distortioneinheit etwas zurückhaltend und immer präzise klingt. Rational betrachtet ist der Argon für 599 Euro (sog. "B Ware" , d.h Versandrückläufer) m.E. jeden Cent wert.
 
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Hi-Tech Music

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Der klingt schon sehr gut. Den hol ich mir auch. Mit dem kann man jedes Genre machen, ob Ambient, Techno, DnB. Da geht alles mit dem. Simmt es dass die Regler etwas wackelig sind?
 

tompisa

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Ich weiß nicht, ob "jedes Genre" mit dem geht, aber das kommt m.E. eh nicht auf den spezifischen Synth an, sondern meist immmer auf die Person, die davor sitzt.
Die Regler bzw Encoder sind in der Tat etwas wacklig, aber nicht instabil oder unpräzise. Möglicherweise nicht mit dem Gehäuse verschraubt. Und die Encoder besitzen auch so gut wie keinen haptischen Widerstand bei Drehen, was ich auch gar nicht mag. Dafür sind sie aber präzise und holen bzw übersetzen die Parameter ohne jede Verzögerung auf das Mini Display. Alles andere ist m.E. tip top und auf sehr hohem Material Verarbeitungsniveau. Der JoyStick z.B. macht mir einen richtig guten Eindruck und auch die DruckTasten und alle Anschlüsse am Gerät sind sehr gut verarbeitet.
Ich habe mich -was ich ansonsten eher verachte- sofort mit der Software angefreundet. Die UI ist für mich nahezu perfekt . Insgesamt merkt man dem Gerät an, dass es von Musikern umgesetzt wurde. Die Bedienlogik stimmt für mich, auch wenn ein paar Dinge eingeübt werden müssen. Z.B. die Presetauswahl, die mir am Anfang umständlich erschien , aber das hatte ich nach 15 Minuten vergessen. Insgesamt finde ich die Bedienung sehr intuitiv, vieles erscheint mir nur logisch und ich benötige -bisher- kein Handbuch. Es ist ein durchgängig einfaches Gerät, obgleich, viele Regler doppelt belegt sind. Aber diesen Umstand hat Modal super gelöst, durch eine einfache Lösung: Die Shifttast rastet ein und wieder aus. D.h. das ich einfach hin und herschalten kann , mit einem eintrastenden Knopf schalte ich auf die andere Funktionsebe um, und wieder zurück. Ich also muss nicht wie z.B. bei Elektron A4 oder Rytm, Digis. oder Octa, immer mit einem Finger die Shift Taste gedrückt halten, um die entsrpechenden Zweit- Funktionen aufzurufen. Ich finde den Argon grundsätzlich richt gut gelungen, hard-wie softwareseitig aus einem Guss, ohne Firlefanz. Und da es im Grunde Hardware Embedded Software ist, gehe ich von vielen Softwareupdates aus , die noch so einige Userwünsche erfüllen werden.
 
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microbug

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Vorgestern im Sequencertalk-Chat berichtete ein Kollege, daß er den kaufen wollte, aber nach ausführlichem Anspielen im Laden nicht tat, weil das Gerät während des Spielens unabhängig vom jeweiligen Patch ständig in der Lautstärke schwankte - kann das jemand nachvollziehen?
 

qwave

KnopfVerDreher
Vorgestern im Sequencertalk-Chat berichtete ein Kollege, daß er den kaufen wollte, aber nach ausführlichem Anspielen im Laden nicht tat, weil das Gerät während des Spielens unabhängig vom jeweiligen Patch ständig in der Lautstärke schwankte - kann das jemand nachvollziehen?
Habe meinen Argon8 seit Mitte Dezember hier. Und habe keine solchen Probleme bemerkt, weder am Kopfhörer-, noch am Verstärkerausgang.

Aber die Kopfhörerbuchse erfordert einiges an Druck um einen Stecker wirklich ganz einzustecken. Habe schon von einigen gehört, dass sie Aussetzer im Kopfhörerausgang hatten. Beim nochmaligem Nachdrücken des Steckers machte es Klack und alles war gut. Vielleicht lag es daran?
 

tompisa

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"nach ausführlichem Spielen im Laden".

Der Arme ist sicherlich dann nach dem "Ausführlichen" endlich auf das eine Preset gestossen, das das Volume auf Velocity / AT gesetzt hat. Und das hat dann so verschreckt ? Geschichten gibts..
 
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microbug

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Aber die Kopfhörerbuchse erfordert einiges an Druck um einen Stecker wirklich ganz einzustecken. Habe schon von einigen gehört, dass sie Aussetzer im Kopfhörerausgang hatten. Beim nochmaligem Nachdrücken des Steckers machte es Klack und alles war gut. Vielleicht lag es daran?
Das wäre durchaus möglich und paßt zu dem, was er erzählte.

Der Arme ist sicherlich dann nach dem "Ausführlichen" endlich auf das eine Preset gestossen, das das Volume auf Velocity / AT gesetzt hat. Und das hat dann so verschreckt ? Geschichten gibts..
DAS kann ich bei ihm ganz sicher ausschließen, weil er kein Preset-Daddler ist, sondern Sounds selbst schraubt, außerdem schrieb ich doch, daß das unabhängig von Presets auftrat.
 

tompisa

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DAS kann ich bei ihm ganz sicher ausschließen, weil er kein Preset-Daddler ist, sondern Sounds selbst schraubt, außerdem schrieb ich doch, daß das unabhängig von Presets auftrat.

Ok, Danke. Ich habe noch einmal nachgeforscht. Es ist tatsächlich so, dass bei Nutzung der internen FX das Ursprungssignal, das durch die FX geführt wird beim Aufdrehen des FX leiser wird. Ich habe Modal mal angeschrieben, die reagieren üblicherweise sehr schnell.
 
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