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Brainstorm Modular-System-Kontext: Gibt es eigentlich Alternativen zu (Wirkung von) Envelopes uä!?

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Wilde Suche nach Themen, Ideen …
  • #31
Erinnerung für mich:
- Metapher einer "orgel" - Mir reicht oft on/off als kontrolle.
- schauen ob man die MI module nicht auch mit dem Cirklon "nachbauen" kann
 
  • #32
Woher kommen eigentlich ursprünglich die Envelopes /ADSR ?
Wo haben diese ihre technischen wurzeln?

VCO VCA FILTER ursprünglich aus der messtechnik und militär - aber ADSR...
 
  • #33
ADSR & Co haben keine technischen Wurzeln sondern bilden (rudimentär) das Verhalten von natürlichen Instrumenten nach; einschwingen, halten, ausschwingen.

Deswegen ist "ADSR" gleichzeitig unverzichtbar und total doof.

Ja, Filter war Campbell. War aber im Prinzip bereits für Audio - und es war kein "VCF" sondern komplett passiv.
 
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M.i.a.u.: claudio
  • #34
ADSR war dann schon speziell für audio und hat keine vorläufer - auch gut.
Danke.
 
  • #35
wobei nur Instrumente, welche konstant erregt werden können, eine echte "S" Phase haben, also z.B. Streicher, Bläser, Orgeln. Zupf- und Schlaginstrumente, auch "klassische" Tasteninstrumente wie ein Klavier, Rhodes, Wurli usw. haben keine echte Sustainphase, sondern gehen von der Decay- direkt in die Releasephase. Trotzdem spricht man vom "Sustain" auch solcher Instrumente, was man zwar versteht, technisch jedoch nicht korrekt ist.
 
  • hilfreich
M.i.a.u.: Formfaktor
  • #36

Die klassische Hüllkurve für Synthesizer und elektronische Soundgestaltung (bekannt als ADSR-Hüllkurve) wurde in den 1960er Jahren von dem amerikanischen Ingenieur und Synthesizer-Pionier Robert Moog erfunden.
Die Idee entstand aus der Praxis: Der Komponist Herbert Deutsch regte damals bei Moog an, dass die Töne eines Synthesizers nicht einfach nur abrupt an- und ausgehen sollten, sondern wie traditionelle Instrumente einen dynamischen Verlauf benötigen. Moog baute daraufhin eine Schaltung aus einem Klingelknopf und einem Kondensator, der die elektrische Spannung speicherte und langsam wieder abgab. Später verfeinerte er dieses System zusammen mit dem Komponisten Vladimir Ussachevsky, woraus die weltbekannten vier Parameter resultierten, die heute in fast jedem Synthesizer und jeder Musiksoftware (DAW) stecken:
• Attack (Einschwingzeit)
• Decay (Abschwellzeit)
• Sustain (Haltepegel)
• Release (Ausklingzeit)
Ein historischer Vorläufer:
Schon vor Moogs Erfindung erkannten Tüftler das Problem starrer Töne. So besaß die berühmte „Lichttonorgel“ von Edwin Welte (1936) konstruktionsbedingt keinerlei Ein- oder Ausschwingphase, was damals stark als unnatürlich kritisiert wurde und die Forschung an künstlichen Hüllkurven überhaupt erst vorantrieb.
 
  • #37
Ich werde eine petition einreichen für die "Abschaffung der ADSR-Hüllkurve"!

Begründung:
-Man sollte jede art von natur - sei sie auch elektronisch- bei sich selber lassen
-Freiheit für elektronische und elektromagnetische felder
-Weg mit dem joch der billigen natur-nachahmung
-Für mehr erfindungsreichtum der techniker: statt natur kopieren; kapieren und parallel zur natur (nach Paul Cezanne) erfinden!

-Für plasmagene und feldDNA
 
  • HaHa
M.i.a.u.: claudio
  • #39
damit würdest Du mich überfordern. Ich muss aber zugeben, dass ich zwar Spass an Synthesizern habe, mich aber hauptsächlich in "klassischen" Instrumenten auskenne.

Von daher - mach' was Du willst ;-)
 
  • #40
Das ganze Gelumpe kann weg. Trommeln und Singen ist viel experimenteller. Vor allem wenn ich das mache. Ich schwör!
 
  • wunderbar
  • HaHa
M.i.a.u.: exitLaub und claudio
  • #41
Trommeln und Singen ist viel experimenteller. Vor allem wenn ich das mache. Ich schwör!
same here. Ich singe zwar gerne, gut ist aber anders. Und Trommeln programmiere ich besser als dass ich sie selber bediene.
 
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M.i.a.u.: TommNoise
  • #42
Natürlich nur Spaß. Aber mal ernsthaft, ich muss gerade an die fast vergessene Kunst des Fader riding denken. Das war ja früher eher normal, dass man den Mix am Mischpult "performt" hat. Bis hin zu 10CC's "I'm not in love", dessen Chöre manuell und dynamisch, aus Einzelnoten zusammengesetzt, per Fader eingeflogen wurden. Performance Mixer bzw. CV fader gibt es ja auch für Eurorack. Oder Joysticks. Ohnehin völlig unterschätzt für interessante Bewegungen im Patch.
 
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  • Gute Idee
M.i.a.u.: Formfaktor, claudio und exitLaub
  • #43
Dabei fällt mir noch ein, wie sehr ich auch das Make Noise Pressure Points mag, um manuell zu modulieren.
 
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M.i.a.u.: Q960 und exitLaub
  • #44
Mir reichen fast immer typische AD und ASR Hüllkurven, vor allem für Lautstärkemodulation. Multistage Hüllkurven stören mich eher, weil sich der gleiche Ablauf immer wiederholt.

Dynamische bzw. Macromodulationen (mehrere Parameter auf einmal) finde ich fast immer gefälliger / lebendiger. Schon ganz einfache Sachen wie mit der Vibratointensität die Geschwindigkeit koppeln oder Lautstärke und Filter zusammen (je leiser desto dumpfer).
 
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M.i.a.u.: TommNoise
  • #45
Dabei fällt mir noch ein, wie sehr ich auch das Make Noise Pressure Points mag, um manuell zu modulieren.
Ich mag dieses Tool für Push. Acht mapbare "Fader", per Velocity in der Geschwindigkeit steuerbar.

1792055980298.webp

Mit den vier linken blende ich Oszillatoren / Samples / Kanäle ein und aus. Mit den vier rechten Macromappings für die entsprechenden Kanäle.
Und eben auch CVs zum Eurorack.
 
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M.i.a.u.: TommNoise
  • #46
Ich werde eine petition einreichen für die "Abschaffung der ADSR-Hüllkurve"!

ADSR und LFO sind die Feinde des guten Geschmacks.

Den Kampf aufzunehmen und zu gewinnen ist aber deine eigene Aufgabe.

Wenn man erst mal ein Konzeptalbum mit Drones, eines mit Gates, und eines ausschließlich mit Crescendi gemacht hat, bekommt man so langsam eine Ahnung davon, dass und wie das geht.

Das zweite Experiment ist mal physical modelling Synthese zu benutzen und sich anzuschauen, wie das dort gemacht wird.
 
  • #47
Ich werde eine petition einreichen für die "Abschaffung der ADSR-Hüllkurve"!

Begründung:
-Man sollte jede art von natur - sei sie auch elektronisch- bei sich selber lassen
-Freiheit für elektronische und elektromagnetische felder
-Weg mit dem joch der billigen natur-nachahmung
-Für mehr erfindungsreichtum der techniker: statt natur kopieren; kapieren und parallel zur natur (nach Paul Cezanne) erfinden!
[...]
Na dann ist ja OSMOSE das Richtige für dich.
 
  • #49
Muss sagen, so ganz kann ich das nicht nachvollziehen. Elektronische Musik und Natur passen doch nicht zusammen. Kommt der Strom dafür aus einem Blitzeinschlag??? Natürlich kann ich mir Naturgeräusche anhören oder Walgesänge, aber wenn ich die verändere ist das alles ja nicht mehr so "Natur"...oder Du modulierst im Panharmonium die Naturgeräusche mit den Walgesängen. Würde das dann gehen?
 
  • #50
Freiheit für elektronische und elektromagnetische felder
Na dann los!
 
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M.i.a.u.: exitLaub
  • #51
... und schon stehen die "vertreter" vor der haustüre... ich höre sie schon lingeln :-)
 
  • HaHa
M.i.a.u.: claudio und TommNoise
  • #52
Ein offenes Patchkabel, das man mit den Fingern "bedient" kann auch durchaus überraschende Ergebnisse bringen. Für Audioinputs und Modulationen.
 
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M.i.a.u.: TommNoise und Formfaktor
  • #53
Seitdem ich ADSR weg lasse, mache ich interessante erfahrungen.
Hätte angenommen man landet schnell bei drones - das ist aber nicht so.
Ich mach zwar kein fader-riding aber es geht erstmal mit poti-riding...

und man arbeitet etwas historie auf - das finde ich bereichernd...

Anhang anzeigen Odessa04.mp3

3x VCOs + 2x LPG + MIxer + Cirklon (in der mitte)

Das ganze wird auch gestischer - man bewegt sich mehr.
 
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M.i.a.u.: claudio und TommNoise
  • #55
Oder vielleicht solche Touch Plates / Controller für manuelle Modulationen. Gibts in allen möglichen Formen und Preislagen, aktiv und passiv.

1792061307765.webp

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1792061411599.webp

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  • #56
Ich hab mir erstmal ein Swich bestellt von Doepfer
Ich mag schalter!

später eventuell mal ne faderfoxbox...
immo mag ich das "poti hopping"
 
  • #57
Oder vielleicht solche Touch Plates / Controller für manuelle Modulationen. Gibts in allen möglichen Formen und Preislagen, aktiv und passiv.

Anhang anzeigen 300451

Anhang anzeigen 300452

Anhang anzeigen 300454

Anhang anzeigen 300455

Anhang anzeigen 300456
Yes - für Makros!
 
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M.i.a.u.: exitLaub
  • #58
Muss sagen, so ganz kann ich das nicht nachvollziehen. Elektronische Musik und Natur passen doch nicht zusammen.

Mit ADSR/Sinus-LFO kontra zu gehen und neue Wege zu suchen hat seine Berechtigung, aber das Zeugs zu benutzen hat (und hatte bei seiner Erfindung) auch seine Berechtigung: Die liegt im Bereich der Kognition. Man nimmt eben naturähnliche Transienten und Ausklingphasen "sehr gerne" wahr, weil man solche gewohnt ist.

Im Zusammenhang mit "E.M." würde ich dir sofort Recht geben, dass man dort Ereignisse und deren Klang und Verlauf per Definitionem frei gestalten soll. (Dort sind nichtmodulare Systeme deswegen auch eine ziemliche Falle.)

Im Zusammenhang mit "Synthesizer" oder genauer gesagt "Synthese" hingegen ist es nicht ganz so eindeutig, da eine "Synthese" ja die These und die Antithese miteinander vereint - und nicht nur aus der Antithese besteht.

Konkret: Wenn man einen Briefumschlag, der einem Klavier ähnelt, auf einen Sägezahn Osci anwendet, dann verbindet man ein Element aus der Natur mit einem anderen, was es dort so nicht gibt. Genau diese hybriden Sounds sind oft recht interessant, und genau das haben mehrere Komponisten seinerzeit von Bob Moog* eingefordert weil sie von dem Orgelscheiß die Nase voll hatten.

Realistisch betrachtet möchte Musik mit Kickdrum, Klavier und Bass Lick insgesamt viel öfter gehört werden als experimentelles Zeugs, was zu 99% krampfhaft alles anders macht als es in der Natur vorkommt.
 
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  • #59
Ein Ribbon, ein Pitchwheel oder ein Fingerpad (oder die von mir oben angeführten Methoden Theremin und Breathcontroller) sind zweifelsfrei besser um "live" die Amplitude einer Stimme zu steuern als ein herkömmlicher Mischpultfader, der dann nach ein paar Monaten davon kaputtgeht.

Und jeder dieser Kandidaten liefert wieder ein bischen andere Verläufe, und man kann sie alle auch gegeneinander mischen und layern...
 
  • HaHa
M.i.a.u.: Formfaktor
  • #60
Nicht falsch verstehen. Natürliche Klänge in EM finde ich gut. Nur ist der Klang eines elektronischen Instruments nicht wirklich natürlich, da ich einen OSC oder Sampler nicht als Bestandteil der "Natur" sehe. Aber ganz ehrlich, ist doch super was es für Möglichkeiten heutzutage gibt alles miteinander zu verbinden. Ob man ADSR oder LFO oder Seq Switch nutzt um Töne zu manipulieren...wahnsinn. Da findet jeder seine Spielwiese.
 
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