Nord Electro 73 als Masterkeyboard?

Dieses Thema im Forum "Studio" wurde erstellt von chip, 24. Dezember 2010.

  1. chip

    chip -

    Mein kleines Studio wird gerade einer Generalüberholung unterzogen und ich brauche ein geeignetes Masterkeyboard.
    Aktuelles Setup:

    2x Roland JX 8P + 1x PG800
    Roland Juno 60
    Nord Rack 2
    MPC 2500
    EMU Proteus 2000
    Vocoder, Mixer, FX, Micros
    Mac Book Pro + Logic

    Bisher hatte ich ein geliehenes Technics P-30 Digitalpiano (gewichtet) als Masterkeyboard. Ich mochte die Anschlagdynamik und die schweren Tasten, auch wenn ich Basslines etc. eher mit der JX 8P einspiele.

    Jetzt bin ich am überlegen ob ich nicht auf eine 88er Hammermechanik verzichten soll und statt dessen mir ein Nord Electro 73 als Master zulegen soll, vor allem auch weil ich die Rhode-Sounds liebe.
    Die Unsicherheit besteht darin ob mir 73 Tasten reichen (61 sind definitiv zuwenig) und ob 73 Waterfall Tasten für Klavierunterricht geeignet sind (werde im kommenden Jahr endlich Klavierunterricht nehmen :) Preislich macht das ganze natürlich auch einen Unterschied, gebrauchte Nord Electro-Keys kosten vermutlich um die 1000€, ein neues Fatar Studio Logic SL-990 nur etwa 380€.

    Hat jemand von euch Erfahrung mit dem Nord Electro als Masterkeyboard? Wie sieht es mit der Anschlagdynamik aus? Gibt es etwas was unbedingt beachtet werden muss?

    Danke für Tipps! Frohe Weihnachten an euch alle!
     
  2. Zum Nord Electro selbst kann ich nichts sagen. Aber ich finde das CME Masterkeyboard sehr gut da es sehr robust gebaut ist, die Tastatur ist auch sehr gut und das Keyboard lässt sich z.B. mit einem Waldorf Soundmodul, Firewire Interfce oder Plugiator Modul erweitern. Das CME ist ziemlich gross, man wird es warscheinlich auf einem Keyboardständer platzieren wollen und nicht auf dem Desktop zwischen TFT und Tastatur.

    Momentan verwende ich das M Audio Axiom 49. Es ist aus Sicht der Robustheit und Tastatur schlechter, aber vom Grundsatz her ein wenig moderner aufgebaut, ausserdem hast du Triggerpads und eine sehr gute Kompatibilität mit Pro Tools zum Beispiel. Ausserdem ist es ein wenig schlanker wodurch man es bequem auf seinem Schreibtisch platzieren kann. Das CME kann über die Fader 16 Kanäle der DAW kontrollieren, das M Audio nur jeweils immer 8.
     
  3. Für den Klavierunterricht ist das Technics P30 weitaus besser geeignet,finde sogar diese Tastatur etwas zu leichtgängig.
    Aber einen guten harten Rhodes Sound besitzt auch das P30,ist aber nur über die Aktion -Anschalten während die obere letzte Taste gedrückt wird-zu erreichen.
    Aber der Sound ist toll,fast wie ein Wurlitzer Sound.
    Die Tastatur vom Nord kenne ich nicht,aber 73 Tasten sind jedenfalls mehr als ausreichend für den Klavierunterricht in den ersten 2 Jahren.
    Ich würde das P30 versuchen zu behalten,oder abzukaufen,dürfte aber nicht mehr als 300-350 Euro kosten.Der Nachfolger ,SX-P50 ist auch zu empfehlen,viel mehr Sounds und etwas straffere Tastatur,ca. 500 Euro.
     
  4. Horn

    Horn ||

    Das Nord Electro 3 ist vom Sound her toll, aber für Klavierunterricht ist die Tastatur definitiv nicht geeignet. Man sollte das Nord Electro 3 eher als B3-Emulation mit guten Piano- und E-Pianosounds nebst Sample Library als Dreingabe sehen. (Übrigens sind die Sample Library und wirklich gute "echte" Pianoklänge auch erst ab dem Nord Electro 3 verfügbar - also kommst Du mit 1000,- Euro gebraucht ohnehin nicht hin.)

    CME mit gewichteter 88 Tasten-Tastatur (s.o.) ist sicher keine schlechte Empfehlung. Da packst Du dann den Waldorf Nano und das Piano Modul rein und hast eigentlich alle Möglichkeiten:

    https://www.thomann.de/de/cme_uf80_piano_bundle.htm
    https://www.thomann.de/de/waldorf_nano_s ... yboard.htm
     
  5. Mein Klavierlehrer hat ein Nord Electro 3 73 und nimmt dies sehr gerne (natürlich für die Orgelsounds) für die
    E-Pianos, die akustischen Klaviere und Flügel spielt er aber immer für eine gewichtete Hammertastatur, weil das
    einfach besser kommt.

    Das Electro würde ich persönlich nicht als Masterkeyboard empfehlen. Zwar sind die 73 Tasten ausreichend
    und die Waterfall-Tastatur lässt sich sehr schön spielen, hat aber keinen Aftertouch, ist im Orgelbereich splitbar
    (upper/lower manual) - weiss aber nicht genau, ob man da auch auf zwei Midi-Kanälen rauskommt, und hat keine
    Modulationsräder oder ähnliches.

    Ist halt mehr ein Solo-Instrument.
     

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