OT aus The Best DAW Tutorial Award Winner 2011: Cubase

Dieses Thema im Forum "DAW / Komposition" wurde erstellt von mink99, 30. August 2012.

  1. mink99

    mink99 aktiviert

    OK die Diskussion startete in diesem Thread:

    viewtopic.php?f=55&t=71446

    auf das Video des etwas retardierten Cubase Coaches kam mir folgender Gedanke:

    Daraus entspann sich eine Diskussion, welche Features denn für "Leute wie mich" Sinn machen würden.
    Die Umsetzung dieser Anforderungen würde es Steinberg möglich machen, an vielen Stellen an die Konkurrenz auf zu schließen, oder diese sogar zu überholen.Den Vorsprung, den Steinberg lange Zeit innehatte, hat es spätestens seit Version 5 verloren.

    Ein Paar Informationen zu meinem Hintergrund. Ich mache nicht nur seit meinem 17. Lebensjahr Musik, auch sehr stark mit Computerunterstützung, sondern ich bin auch seit 20 Jahren in der IT tätig.Ich benutze Cubase seit der Cubasis VST Version von vor vielen vielen Jahren.

    Fogende Punkte fahren mir wichtig:
    • Neues UI
    • Vst-Browser für vst2 & 3 (hierarchisch)
    • FXB FXP Support auch beim Speichern
    • Synchrone Mediabay
    • Übersichtliche Preferences, die bei nicht- eingeschalteten Geräten nicht gelöscht werden
    • Übersichtliche Installation in weniger als 39 Verzeichnisse
    • Den Control-Panel Editor in einer fertig programmierten Version
    • Integration des Hardware-spezifischen Mixers der Soundkarte
    • CUDA Support

    Phil999 hat auch noch ergänzt:
    • Generic Remote Device
    • OSC-Support

    Wohlgemerkt es geht hier nicht um Features, in denen sich Cubase in der Konkurrenz zu Fuji Loops befindet, sondern um Dinge, wo Cubase mit Logic, Reaper (m.E.) und Pro-Tools befindet. Es geht hier nicht um LE oder Light-Versionen, sondern um die ganz grossen.

    Zu den Punkten im EInzelnen:

    Neues UI

    Jedes Mal, wenn eine neue Version von Cubase angekündigt wird, gibt es im Cubase Forum einen Thread, in dem der Hoffnung Ausdruck gegeben wird, jetzt kommt die neue Benutzeroberfläche. Diese Hoffnung wurde allerdings jedes Mal enttäuscht. Alle größeren Applikationen haben heutzutage nahezu das gleiche Konzept einer Benutzerschnittstelle. Ein SDI Fenster, in dem sich einzelne Arbeits Bereichs Elemente andocken und wieder lösen lassen. Für diese Art, Applikationen zu designen, gibt es komplette Unterstützung in den üblichen plattformübergreifenden C++ Programmierbibliotheken. Steinberg hat es bis heute nicht geschafft, die Programmoberfläche entsprechend zu renovieren.

    Dies wäre ja gar nicht so schlimm, wenn wenigstens die existierende, auf MDI basierende, Oberfläche wenigstens korrekt implementiert wäre. Hier hat es Steinberg nicht für nötig gehalten, die Vorgaben von Microsoft bezüglich Benutzerinteraktion korrekt umzusetzen. Kleine Fehler und Unschönheiten verbergen sich hinter dieser Umsetzung. So werden maximierte Fenster beim Öffnen eines weiteren automatisch wieder in den Normalzustand zurückversetzt. Dies widerspricht dem Microsoft Vorgaben und hemmt auch die Interaktion.

    Einzelne Fenster können aus dem Hauptfenster entfernt werden und unabhängig dargestellt werden, zum Beispiel auf einem zweiten Bildschirm. Allerdings wurde dieses Feature (always on top) genau dort, wo es dringend notwendig wäre, z.B. bei der MediaBay, vergessen.

    Vst-Browser für vst2 & 3 (hierarchisch)

    Vor der Erfindung von VST3 und Mediabay war es sehr einfach, seine Plugins zu organisieren.Man legte eine eigene Verzeichnisstruktur mit Unterverzeichnissen an und sortierte seine Plugins in diese Struktur.Diese Struktur wurde eins zu eins von Cubase übernommen. Mit VST 3 ist dies nicht mehr möglich, da Steinberg spezifiziert hat, dass alle VST 3 Plugins in ein spezielles Verzeichnis installiert werden müssen. Wie jemand im 21. Jahrhundert noch auf solch eine Idee (fest vorgegebene Verzeichnisse) kommen kann, ist mir unbegreiflich. Zusätzlich wurde ein Bug in die VST 2 Verzeichnis-Leseroutinen eingebaut.

    Anstatt hier jetzt ein einfaches Verfahren zu wählen, die ursprüngliche VST 2 Logik auch für VST 2 nutzbar zu machen und den Bug zu entfernen, wird es wohl eine Erweiterung der Mediabay in Version 7 geben. Ist davon auszugehen, dass diese eher weniger allen Anforderungen gerecht wird, sondern nur für eine bestimmte Arbeitsweise, die von Steinnberg vorgeschrieben ist, funktionieren wird.

    FXB FXP Support auch beim Speichern

    Mit der Erfindung von VST3 und Mediabay ist leider das Feature verloren gegangen, Presets (FXB/FXP) zu speichern. Die Speichern-Funktion wurde vorsätzlich entfernt, und trotz massiven Protests User Community nicht wieder eingeführt.

    Synchrone Mediabay

    Eines der großen Probleme der Mediabay ist, dass diese im Hintergrund asynchron aktualisiert wird. Somit gibt es immer wieder Konfliktsituationen. Das Umstellen auf eine synchrone Aktualisierung wäre hier dringend geraten. Auch wenn dies bedeuten würde, dass der Rechner für einen bestimmten Zeitraum blockiert ist.

    Es ist sowieso in letzter Zeit in der Informatik erschreckend festzustellen, dass viele Programmierer lieber mit embedded Datenbanken als mit dem klassischen Filesystem arbeiten. Die Mediabay ist ein typisches Beispiel dafür. Und sie ist auch ein Beispiel für die Probleme, die man sich mit einem solchen Vorgehen einhandeln kann. Eine robuste Programmierung sieht anders aus.

    Übersichtliche Preferences, die bei nicht- eingeschalteten Geräten nicht gelöscht werden

    Preferences gibt es bei Cubase an folgenden Stellen:
    • Datei / Programmeinstellungen
    • Datei / Tastaturbefehle
    • Projekt / Projekteinstellungen
    • Projekt / Autofade-Einstellungen
    • Midi / Drum-Map Einstellungen
    • Midi / CC-Automationseinstellungen
    • Midi / Note Expression / Midi Einstellungen für Note Expression
    • Midi / Expression Map Einstellungen
    • Transport / Metronomeinstellungen
    • Transport / Projekt-Synchronisationseinstellungen
    • Geräte / Midi Geräte-Verwaltung
    • Geräte / Plugin-Informationen
    • Geräte / VST-Verbindungen
    • Geräte / Geräte Konfigurieren
    Es ist nicht immer klar ersichtlich, ob diese Einstellungen Projekt oder Programmbezogen sind. Zudem verheddert Cubase sich häufig in diesem Wust, dass die erste Support-Antwort ist, Preferences löschen, was dann ggf einige Zeit dauert diese wieder neu herzurichten. Und machmal braucht man allerdings gar nicht von Hand zu löschen.Cubase löscht selbstständig alle Geräte, die gerade versehentlich nicht eingeschaltet sind, aus der Systemkonfiguration.

    Dass hier ein Refactoring dringend angesagt ist, ist wohl offensichtlich.

    Übersichtliche Installation in weniger als 39 Verzeichnisse

    Den Control-Panel Editor in einer fertig programmierten Version

    Wenn man (wie ich) echte Hardware Synthesizer benutzt, wünscht man sich, diese auch automatisieren zu können. Dafür hat Steinberg den Contol-Panel Editor vorgesehen. Leider wurde diese nur soweit implementiert, dass es für eine Pressemitteilung gereicht hat. Ansonsten fehlen wichtige Features wie zum Beispiel korrekte Skalierung von Elementen, ein Raster und vieles anderes mehr.Wenn man diese Funktionalität zum Beispiel einmal mit Ctrl vergleicht, oder Synthedit, dann weiß man sehr schnell, was fehlt.

    Integration des Hardware-spezifischen Mixers der Soundkarte

    Jede Soundkarte bringt einen eigenen Mixer mit. Dieser dient der Zuordnung von allen und Ausgängen, Regeln und allgemeinen Routing Aufgaben. Hat man bei einer Aufnahme in der Regel drei Mixer zu betrachten. Den Hardware Mixer oder Channelstrip, den Soundkarten Mixer, und den Cubase Internen. Mindestens einer der beiden im Rechner befindlichen ist überflüssig.Alle diese Aufgaben sollten innerhalb der Applikation möglich sein. Eine Erweiterung des ASIO Standards wäre hier angebracht.

    CUDA Support

    (wikipedia)

    Die Compute Unified Device Architecture (englisch, kurz CUDA genannt) ist eine von Nvidia entwickelte Technik, die es Programmierern erlaubt, Programmteile zu entwickeln, die durch den Grafikprozessor (GPU) auf der Grafikkarte abgearbeitet werden. In Form der GPU wird zusätzliche Rechenkapazität bereitgestellt, wobei die GPU im Allgemeinen bei nicht sequentiellen Programmabläufen signifikant schneller arbeitet als die CPU. CUDA findet bei wissenschaftlichen und technischen Berechnungen ihren Einsatz.

    Als einer der aktuell führenden Hersteller stellt Nvidia mit der Fermi-Generation GPUs bereit, die sowohl 32-Bit-Integer, als auch einfach- und doppelt-genaue Gleitkomma-Datenformate nativ bereitstellen (float/double).

    Ob ich nun Erdbeben berechne oder einen Faltungshall sollte auf der niedrigsten Ebene irrelevant sein. Auf jeden Fall könnte mittels CUDA-Technologie die interne Berechnung der Sound-Engine deutlich effektiver ablaufen als auf einer konventionellen Rechner-CPU Architektur.

    Generic Remote Device

    --> Phil999 its your turn ....

    OSC Support

    --> Phil999 its your turn ....
     

Diese Seite empfehlen