Für 600 Euro bekommt man nirgendwo mehr für sein Geld. Wenn man ohne Computerarbeiten möchte, dann ist die MPC One quasi ein "must have". Nicht perfekt, aber als Zentrale wirklich brauchbar. Eigentlich ist die Lernkurve recht flach, nur für die Leute, die es genauso wie in Spezialgerät XY wollen und nicht bereit sind umzudenken, für die wirds schwierig. Drumkit laden, Beat trommeln und aufnehmen schafft man in 10 Minuten.
Das würde ich auch so unterschreiben. Ich gehe gerade den Weg weg von der DAW für die ersten Schritte der Track Produktion und hab mir dafür vor ein paar Wochen eine MPC Live II zugelegt. Einfach so zum Jammen ist das wirklich super, mit wenigen Schritten lädt man ein Kit und los gehts. Akku Betrieb und eingebaute Lautsprecher finde ich total befreiend, vorher musste ich mindestens alls irgendwie über mein eher fest verbautes Audio Interface + Monitore Setup betreiben. Wirklich portabel ist das nicht (verglichen mit z.B. einem OP-1), im Haus und Garten aber top. Ich mag auch den Workflow, gerade auch im Vergleich mit
Elektron Geräten wo IMO die Einarbeitungszeit deutlich höher ist.
Wirklich gut ist auch die Flexibilität des Geräts, man kann externe Geräte steuern und sequenzieren über MIDI, CV oder USB (MIDI), externe Audio Interfaces und MIDI controller betreiben... aber man kann halt auch komplett Tracks ausschließlich in der MPC "produzieren". Oder eben ab einem gewissen Punkt das ganze in seine DAW ziehen, die PC/Mac Software nutzen um die Projekte zu laden und VSTs/AUs zu nutzen etc.
Die Bedienung ist eine Kombination aus Tasten, Drehreglern und Touchscreen. Mir gefällt das sehr sehr gut, super Kompromiss. Ich hab hier auch verschiedene iPad Sachen mal gekauft/probiert und bin damit nie warm geworden. Unterschied wie Tag und Nacht. Editieren im Pianoroll mode ist absolut machbar, fand ich übrigens auch intuitiv bedienbar. Auch hier funktioniert die Kombi aus Touchscreen und Drehregler wirklich gut. Die Anzahl der Spezialfunktionen ist allerdings kein
Ableton/Logic/...
Ziel für mich war eine All in One Lösung und eine sinnvolle Reduktion der Möglichkeiten. Man wird auch einfach anders durch die Musik Produktion geführt, zum Beispiel nimmt halt das Sampling einen größeren Fokus ein, ich finde das nach wie vor sehr inspirierend und auch ein wenig back to the roots. Bisher bereue ich die Anschaffung jedenfalls nicht.