Roland D20 Hilfe zur Editierung/Programmierung

Dieses Thema im Forum "Digital" wurde erstellt von Silencer, 25. September 2011.

  1. Hallo,

    habe die Möglichkeit einen Roland D20 günstig (ca. 100€) zu bekommen. Und möchte gerne erfahren ob sich der Einkauf lohnt. Im Internet habe ich herausgefunden, dass ich zur Editierung und zur Programmierung des Synthies einen Roland PG-10 Programmer brauche. Leider habe ich keine Software zum Editieren gefunden außer für Atari und den habe ich natürlich nicht.

    Gibt es so etwas als Software für PC? Oder sollte ich besser davon Abstand nehmen?
     
  2. microbug

    microbug |||

    D-20 müßte sich per Sounddiver programmieren lassen (Universaleditor), den gibts allerdings nur gebraucht weil eingestellt.

    Es sollte aber auch jeder Editor für D-10 und D-110 gehen, da die Teile die gleiche Soundengine verwenden. Der D-20 hat halt noch einen Sequenzer drin.

    Die Programmer sind selten und auch teuer.

    Am Gerät programmieren macht keinen Spaß bei den Dingern, und soundmäßig würde ich mir das ebenfalls sparen, auch wenn er noch so billig ist wärs mir das Teil nicht Wert. Wenns drum geht, eine MIDI-Tastatur zu haben, würde ich den erst recht nicht nehmen, das ist ein Klapperbrett, da wärst sowohl von Synthese und Tastatur her mit einem Kawai K4 besser bedient.

    Ich hatte lange leihweise einen D-110 hier, bevor ich mir dann einen Ensoniq SQ-R zulegte. Hab diese Kiste nie vermißt, irgendwie nicht Fisch und nicht Fleisch, vom Klang her auch nichts Besonders (im Gegensatz zum SQ-R), sondern ne Digitröte halt. Der D-20 wurde gerne als der D-50 für Preisbewußte gehandelt, aber das kann ich ehrlich gesagt nicht ganz nachvollziehen. Um da was vernünftiges an Sounds rauszuholen, muß man sich schon sehr intensiv damit auseinandersetzen, und das finde ich bei diesem Ding nicht so wirklich lohnenswert.

    Mein Rat: Spar Dir diese Anschaffung, das Geld kannst in was Anderes sinnvoller investieren.
     
  3. mik93

    mik93 -

    im vergleich zu dem D-50 etwas dünn - kommt aber auch darauf an was für einen sound du suchst bzw erwartest ;-)
    und ja... die tastatur ist wiklich nicht gut!

    btw: sounddiver geht beim d-20
     
  4. Ich hatte überlegt, mir den Kawai K4 zu holen. Vieleicht ist das Geld dort wirklich besser investiert. Wenn ich den D20 nicht mal als MIDI-Tastatur gebrauchen kann, dann ist es wirklich fehl am Platz.

    Ich möchte gerne Noise machen. Ich der art, wie Iszoloscope, Mono No Aware oder Synapscape.
     
  5. Summa

    Summa wibbly wobbly timey wimey

    Die Postfilter Ringmod der Teile (D50/10/110/20/MT32) ist schon 'ne feine Sache, wenn man damit umzugehen weiss.
     
  6. Moogulator

    Moogulator Admin

    Für den D50 gibt es auch einen Programmer. SysEx Editoren sind heute leider wirklich für einige Synths etwas Mangelware. Für 100€ ist das aber doch auch nicht so ein großes Risiko. Und unbedienbar ist es nicht, es ist nur nicht mehr so üblich heute.
     
  7. mik93

    mik93 -

    der K4 wäre zum D-20 nach meiner meinung die bessere wahl!
    gerade für den sound denn dir vorschwebt könnte da was gehen.
    besonders wenn du ihn fürs gleiche geld bekommst ;-)

    schau doch mal hier:
    http://www.vintagesynth.com/kawai/kawaik4.php
    https://www.sequencer.de/syns/kawai/K4_K4r.html
     
  8. Ich werde wohl wirklich Abstand von der Kiste nehmen und statt dessen weiter nach einem K4 Ausschau halten.

    Wäre da noch ein Programmen günstig und einfach zu bekommen, dann würde ich noch riskieren. Aber unter diesen Umständen lasse ich doch lieber die Finger vom D20.
     
  9. Jörg

    Jörg |

    Für die Tastaturversionen D5, D10 und D20 ist der Programmer PG10 nicht unbedingt nötig, die lassen sich auch so schon recht gut bedienen, zumal auch der PG10 keinen direkten Parameterzugriff ermöglicht. Für die Rackversion D110 würde ich aber immer zum Programmer raten.
    Den D50 fand ich viel furchtbarer zu bedienen, trotz vorhandenem PG1000. Klar, der D50 klingt viel "teurer", aber ich würde seine kleinen Brüder nicht als völlig nutzlos beurteilen. Für ein paar typische Roland 80er-Sounds (so man sie denn noch hören kann ;-) ) sind die immer noch gut. Ich spiele meinen D10 ganz gerne. Flächen/Synthchöre/Gebimmel kriegt der wohl hin.
     
  10. mik93

    mik93 -


    als nutzlos würde ich die kleinen D's von roland auch auf keinen fall bezeichnen.
    bin da der gleichen Meinung - für chessy 80ziger sound wären die auf jeden fall gut zu gebrauchen :D
     
  11. microbug

    microbug |||

    Cheesy 80s waren ja nicht so im Sinne des TE, da ist er wirklich mit dem K4 besser bedient. Gerade mit den Cyclic-Wellenformen geht da doch einiges. Zusammen mit dem bald ins Haus stehenden EMU E5000 Ultra, der auch gut verbiegen kann, sicher eine nette Kombination :)
     
  12. Jörg

    Jörg |

    Das sehe ich auf jeden Fall genauso.
     
  13. Moogulator

    Moogulator Admin

  14. Ich weiß von dem PG10 Programmer. Leider ist das Gerät ziemlich teuer und schwer zu bekommen. Deshalb fragte ich nach einer Softwarelösung.

    Sollte ich den PG10 günstig und funktionsfähig bekommen, würde ich mir vielleicht noch die Anschaffung eines D20 überlegen.
     
  15. microbug

    microbug |||

    Ich weiß zumindest von einer Softwaresimulation einiger Roland Programmer in RealBasic und C++, das sind aber Simulatoren für die "analogen" PGs.

    Für einen D20 nimmt man wohl am Besten Sounddiver, aber die Anschaffung eines D20 sehe ich bei der angsestrebten Musikrichtung nach wie vor als unsinnig an.
     
  16. Jörg

    Jörg |

    D20 und "Noise" geht meiner Meinung nach gar nicht. K4 würde mir da aber auch nicht unbedingt einfallen. ;-)
     
  17. microbug

    microbug |||

    Wie wärs mit einem K2000? VAST und Noise geht in jedem Fall, ist aber erstmal deutlich komplexer als ein K4. Ein K5 geht übrigens auch nicht, weil nur geradzahlige Harmonische, das kann erst der K5000. Dann wäre da noch FM ... Nur verbietet sich ein DX7 als Masterkeyboard, wenn man alternativ einen K2000 bekommen könnte.

    Mit einem K4 als Masterkeyboard plus Klangerzeugung und dem Emu-Sampler dürfte er trotzdem bestens gerüstet (und auch ausgelastet) sein, der Emu kann ja auch Sachen bis zur Unkenntlichkeit verbiegen, dann kommen noch die Z-Plane Filter dazu.

    Am Anfang neigt man leicht dazu, sich bissl zu verzetteln, gibt ja sooo viele und teils auch billige Geräte. Nicht alles, was billig in der Bucht schwimmt, kann man auch wirklich gebrauchen ...
     
  18. Eines kann ich als Neuling in dieser Sache mit Bestimmtheit sagen.
    Egal wie viele Ratschläge man sich holt, Lehrgeld muss man trotzdem bezahlen. Denn auch die Geräte, die zu einem passen, müssen gefunden werden.
     
  19. Summa

    Summa wibbly wobbly timey wimey

    Fuer EBMisches hab ich den MT32 schon eingesetzt, von daher koennte der D20 das auch koennen.
     
  20. microbug

    microbug |||

    Ein wahres Wort. Suche und Lehrgeld sind übrigens unabhängig vom Neulingstatus ...
     
  21. Guten Abend.

    Wahrscheinlich komme ich dafür in die Synthesizerhölle, aber wenn es wirklich darauf hinaus laufen soll, ist das, was Du brauchst kein D110 (hatte ich selbst mal) und auch kein K4 (kenne ich nur von befreundeten Musikern).

    Am Ende läuft doch alles auf rhytmische, teils hypnotische Loops hinaus, oder?

    Wie wäre es für's Erste mit einem billigen Drumcomputer und irgendwas zum Übersteuern, dazu noch irgendein Hall und/oder Delay, um der Ganzen Sache ein wenig Raum zu geben?

    Mein Vorschlag:

    Ein Mackie 12/02 Mixer voll aufgerissenem Gain macht aus dem Line-Signal eines beliebigen Drumcomputerloops quasi einen neuen alten DIVE Song. Bisschen Hall dabei (billiges Multieffektgerät reicht) und fertig. Nebenbei kann man den Mackie "auch" als Mixer verwenden :)

    Wenn dann irgendwann mal wieder Geld über ist, kann noch ein EPS 16+ dazu, um noch ein paar Lo-Fi Samples dazuzupacken und mit den ungeschlagenen internen Effekten Sounds zu verwursten (Autowah mit Distortion ist Dein Freund).

    Wenn es dann mal Live wird und cool aussehen soll (das übliche Mittwippen und die Hand bewegen auf der Bühne), packst Du den Autowah Effekt auf das Modulationsrad, das ist fast wie resonanz und macht ein extremes "Brummen bis Kreischen". Alternativ oder optional noch was Analoges mit ein paar Alibireglern (Filter auf/zu) und fertig ist das Set.

    Viel Spaß

    André
     
  22. microbug

    microbug |||

    Sampler und Sequenzer hat er doch schon, wozu dann noch einen EPS 16+?
     
  23. Moin,

    das mit dem Sampler wusste ich nicht, hatte sich aus dem Thread irgendwie nicht ergeben, und in der Gearliste im Profil hatte ich auch nur den Emax II in der Kategorier "Wunsch" gesehen und den Emu weiter unten wohl übersehen.

    Nichtsdestotrotz halte ich den 16+ dank Effektgerät für eine kostengünstige Ergänzung, wenn man derartige Sounds machen möchte. :)

    Viele Grüße

    André
     
  24. microbug

    microbug |||

    Stand vor allem in einem anderen Thread, wo es um den Sampler ging, hatte ich aber auch hier schon erwähnt :)

    Einen EPS 16+ empfehle ich nur noch sehr ungern, da die Dinger im Laufe der Zeit immer anfälliger werden - hatte schon genug dieser Sorgenkinder hier. Booten des OS von Diskette oder Platte ist für heutige Verhältnisse halt auch nimmer so toll. Wenn sie funktionieren sind es tolle Kisten, ohne Frage.
     
  25. Mit dem PG-10 hört sich der D20 wirklich gut an. Leider sind die Programmer selten und teuer. Ich werde mal sehen was ich mit dem D20 machen kann, wenn ich eine Destortion und den K1 dahinter schalte.
    Zum Lernen wird das erst mal reichen müssen. Der K4 wird so wie so sofort gekauft, wenn sich die Gelegenheit bietet. Ein paar Bodentretter wie Wah Wah und Noise werden auch noch besorgt.
    Dann wird geübt und gelernt.

    Ein Sorgenkind brauche ich nicht unbedingt. Ich habe schon zwei Kinder und die machen mir schon genug Sorgen... :D
     

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