Sidechain-Kompression erzeugt Kopfschmerzen. Bekanntes Phänomen?

Pepe

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Mein Sohn und ich können uns viele aktuelle Stücke nicht anhören. Bei Musik mit starker Sidechain-Kompression empfinden wir physischen Schmerz, der in Kopfschmerzen ausarten kann. Beim Friseur heute lief im örtlichen Radiosender "In My Mind" von Dynoro & Gigi D’Agostino und wir mussten uns streckenweise die Ohren zuhalten, weil es einfach weh tat. Mir ist das das erste Mal passiert, als Eric Prydz' Version von Steve Winwood's "Valerie" in den Charts landete. Das macht so gar keinen Spaß.

Wem geht das noch so, oder wer kennt Leute, denen das ähnlich geht?
 
ich glaube es liegt weniger am Sidechain ansich als mehr dem nachfolgenden Limiter und TransientenShapern, wenn dann noch Kompressionsartefakte dazu kommen, Braindead...
 

tom f

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Mein Sohn und ich können uns viele aktuelle Stücke nicht anhören. Bei Musik mit starker Sidechain-Kompression empfinden wir physischen Schmerz, der in Kopfschmerzen ausarten kann. Beim Friseur heute lief im örtlichen Radiosender "In My Mind" von Dynoro & Gigi D’Agostino und wir mussten uns streckenweise die Ohren zuhalten, weil es einfach weh tat. Mir ist das das erste Mal passiert, als Eric Prydz' Version von Steve Winwood's "Valerie" in den Charts landete. Das macht so gar keinen Spaß.

Wem geht das noch so, oder wer kennt Leute, denen das ähnlich geht?
Vielleicht liegt das eher am jeweiligen Wiedergabesetup - ich finde die besagte Nummer klanglich - hier abgehört - eher auf der angenehmen Seite.

Beim Frisör bekäme ich aber auch Kopfweh - wegen dem Gerede der Leute und dem chemischen Gestank :harhar:;-) ...aber mein Haarwuchs hat das Thema sowieso abgehakt.

Überanstrengungseffekte aus dem Studio kenne ich natürlich schon - aber da sitzt man ja stundenlang konzentriert vor dem Zeug.

PS: Bei einem Frisör gehe ich von viel Glas und Fliesen aus - da kann das dann natürlich extra mühsam klingen wenn man empfindlich ist.
 

Pepe

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Ich erlebe auch über Kopfhörer und Lautsprecher daheim dieselben physischen Schmerzen beim Hören solcher Musik mit relativ abrupten Lautstärkeschwankungen. Mich macht diese Musik wirklich komplett kirre.
 

tom f

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Ich erlebe auch über Kopfhörer und Lautsprecher daheim dieselben physischen Schmerzen beim Hören solcher Musik mit relativ abrupten Lautstärkeschwankungen. Mich macht diese Musik wirklich komplett kirre.
Ich kenne diesen Effekt in einer anderen Form: bei den Audiospuren von TV Werbung - manches finde ich körperlich störend und prinzipiell macht mich das - abseits von Inhalt - regelmässig aggressiv.

Manches drückt da derart unnatürlich und ist so hart equalised, dass ich nach ein paar Sekunden Werbung den Ton abdrehen muss.
 

Green Dino

In an octopus' garden in the shade
Ich erlebe auch über Kopfhörer und Lautsprecher daheim dieselben physischen Schmerzen beim Hören solcher Musik mit relativ abrupten Lautstärkeschwankungen. Mich macht diese Musik wirklich komplett kirre.
Sowas in der Art kenne ich; es fühlt sich an als würde mein Kopf hin und her geworfen und als würde mir schwindelig werden.
 

Pepe

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Der Track geht sogar noch, weil der nie ins quasi-Nichts abdriftet, sondern immer noch ein gewisses Grundlautstärkelevel bleibt.

Ganz niedlich finde ich übrigens den KORG M1 PCM Sound 41 "Rhythm", der immer wieder anklingt. Sag nicht, dass er das nicht ist!
 

Pepe

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Ein klares Nein an dieser Stelle. Es handelt sich eindeutig um ein körperliches Unwohlsein, das komplett unabhängig von höchster Wiedergabequalität ist.
 
Zuletzt bearbeitet:

monoklinke

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Ich kenne das nur von der Phasenumkehr eines Stereokanals.
Sehr unangenehm.

Du kannst das Phänomen also daheim reproduzieren oder hat der gute Coiffeur nur die Kabel vertauscht?
 

einseinsnull

ich weiß eh alles besser.
noch nie gehört. mir ist schon nicht klar, wie jemand überhaupt sidechain kompression irgendwo raushören will, geschweige denn warum das kopfschmerzen machen soll.
 
B

btrnm

Guest
Ganz niedlich finde ich übrigens den KORG M1 PCM Sound 41 "Rhythm", der immer wieder anklingt. Sag nicht, dass er das nicht ist!
Der Track ist nicht von mir, also kA, hab ihn nur gepostet weils ein für mich geschmackvolles Beispiel von heavy side chain Kompressor ist
 

Green Dino

In an octopus' garden in the shade
noch nie gehört. mir ist schon nicht klar, wie jemand überhaupt sidechain kompression irgendwo raushören will, geschweige denn warum das kopfschmerzen machen soll.
Wenn man selbst gerade den Kompressor angeschmissen hat?
Und Kopfschmerzen, warum nicht?
Kann ja auch psychosomatisch sein.


Bei schnellen panning Effekten gibt es auch so einen komischen unangenehmen Effekt, auf Kopfhörern ist das dann noch mal intensiver. Kennt das jemand von euch auch?
 

tichoid

Maschinist
vielleicht ein ähnlicher Effekt, wie wenn man an einem heißen Tag mit dem Auto oder in einem 'normalen' Zug (kein ICE) unterwegs ist und bei schneller Fahrt das Fenster etwas zu weit öffnet, so dass es diese flatternden Luftdruckschwankungen gibt.. das kann schon Unwohlsein auslösen denke ich mir
 

Trylle

ÆLIEN
dann sag mir doch mal, welche spur welche andere bei dem track "In My Mind" beeinflusst, dann reden wir weiter.

ich höre das da nämlich beim besten willen nicht raus.
View: https://youtu.be/W9P_qUnMaFg?t=49

ziemlich klassisch: Bassdrum drückt Bassline

vielleicht ein ähnlicher Effekt, wie wenn man an einem heißen Tag mit dem Auto oder in einem 'normalen' Zug (kein ICE) unterwegs ist und bei schneller Fahrt das Fenster etwas zu weit öffnet, so dass es diese flatternden Luftdruckschwankungen gibt.. das kann schon Unwohlsein auslösen denke ich mir
Ja, das ist sehr unangenehm und wahrscheinlich genau der Effekt der auch bei side-ge-chainter Bassline so unangehm für den TO ist. Ich schätze das es Menschen gibt, die auf bestimmte Frequenzen negativ reagieren. Ich persönlich krieg Gänsehaut (negativ) bei bestimmten Frequenzen die ein Saxophon absondert.
 
Zuletzt bearbeitet:

borg029un03

Elektronisiert
Ich könnte mir bei geschlossenen Kopfhörern vorstellen, dass durch die extreme Anregung der Membran ein leichter Unterdruck erzeugt wird, was durchaus unangenehm ist. Hab von AKG die K182 bei denen finde ich heftiges Pumpen auch eher unangenehm (würde da aber nicht von Schmerz reden, aber jeder empfindet ja anders). Was beim Friseur los war? Who knows? Mieße Anlage? Das sorgt bei mir auch für Schmerzen.
 

Pepe

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Loudness War, ich weiß. Aber es geht in diesem Fall nicht um die Lautstärke per se, sondern um die rapiden Schwankungen der Musik bei lauten Bassdrumklängen. Dieses Gepumpe eben, das seit Jahren angesagt ist.

Und ich wiederhole mich gerne: die Anlage ist nicht Schuld. Im Gegenteil: bei weniger basslastigen oder gut auflösenden Systemen (z.B. Smartphone auf volle Pulle) tritt der Effekt (fast) nicht auf.
 
Mir bereitet das in der Regel Hörvergnügen. Bei vielen Neurofunk-Produktionen ist das ein Stilmittel, wenn intelligent eingesetzt, durchaus interessant und reizvoll im positiven Sinne sein kann.
Wie man da Schmerzen erleiden kann ist mir rätselhaft aber ich kann auch Achterbahn fahren und Schaschlik essen - bin wahrsacheinlich nicht so empfindlich.
 

Pepe

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Dann kann das vielleicht mit einer Überempfindlichkeit des Gleichgewichtsorgans zusammenhängen? Als mir der HNO-Arzt vor Jahren die Ohren kalt durchgepustet hatte, bin ich auf dem Behandlungsstuhl zusammengeklappt.
 

tom f

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Und ich wiederhole mich gerne: die Anlage ist nicht Schuld. Im Gegenteil: bei weniger basslastigen oder gut auflösenden Systemen (z.B. Smartphone auf volle Pulle) tritt der Effekt (fast) nicht auf.
Das ist aber widersprüchlich :)

Übrigens gibt es doch gerade bei echten Instrumenten deutlich krassere Dynamik als bei dem meisten was üblicherweise der Elektronik kommt , Pegeltechnisch beleiben da nicht viel übrig - allerdings nicht im Kontext eines Signals das so Frequenzumfassend ist wie ein Gesamtmix.

Vielleicht stört Dein Gehör die unnatürliche Korrelation von dynamischen Frequenzen bei gleichzeitiger relativer Pegelstarre.
 
Zuletzt bearbeitet:

Miks

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Aber es geht in diesem Fall nicht um die Lautstärke per se, sondern um die rapiden Schwankungen der Musik bei lauten Bassdrumklängen. Dieses Gepumpe eben, das seit Jahren angesagt ist.
Genau - das geht mir auch schon seit Jahren auf den Sack! 'I came for you' von Manni Mann ist so ein Stück, das man als Cover durch diesen 'Effekt (?) völlig verhunzt hat! Geht original los, dann der erste BD-Schlag - Bääm - der Kompressor macht extrem 'zu' - und hin ist ein gutes Stück - bäääh! Wenn ich diese 'Pumperei' schon höre - als wenn Dilettanten ohne Sinn & Verstand anne Knöppe gedreht hätten...

Was ich ebenso wenig mag ist dieser ganze Auto-Tune-Mist - war bei Cher als Effekt noch ganz witzig (Believe), hat sich dann wie'n Virus verbreitet - und nun hat scheinbar jeder Producer 'n Harten in der Hose, wenn er nur diesen Scheiß bei irgendwelchen 'Künstlern' zur Anwendung bringen kann. Werd' ich nie verstehen (zumal Auto-Tune ja ganz anders gedacht war...).
 
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