Studiologic Sledge

Dieses Thema im Forum "Polyphon" wurde erstellt von pD, 19. Januar 2012.

  1. Horn

    Horn |||||

    Nein, ist hart kombiniert, kann man auch im Manual nachlesen. Mir hat sehr gut gefallen, wie das reagiert. Vielleicht probierst Du es einfach mal aus.
     
  2. Hm, eher nicht, in den letzten 23 Jahren wollte ich selten die Lautstärke über Velo gleichzeitig mit dem Filter ändern.
    Du hast in ja zurückgegeben, überlegst Du ihn wieder zu kaufen?
    Wie gesagt, eigentlich ist der genau das was ich suche.
    Sind denn aktuell auch die Wavetables sinnvoll steuerbar oder die Lfo's per Anschlag neu startbar?
     
  3. eisblau

    eisblau ..

    Das geht mir absolut genauso. Ich empfinde Synthesizer Sounds mit verschiedenen Amp-Levels "unrund" bzw. bemüht, vor allem bei Sequenzen kann das nervig sein. Wenn's Filter, Pitch oder andere Modulationen betrifft hab ich damit kein Problem.

    Weiß schon wer wo man dazugekommenen Features der Firmware Updates sehen kann?
     
  4. Hier mal eine Kopie der Software-Release-Notes, klingt absolut eher so als ob die keine Ahnung von Synthesizern und den Features, oder ihren jeweiligen Problemen haben:

    "-------------------------------------------------------------------------------------------------
    SLEDGE OS V 1.4 Release Notes
    -------------------------------------------------------------------------------------------------
    - Emission Date……….25.03.2013
    - Last Update............SLEDGE OS v1.3 -
    - Fixed errors
    1. When Sledge is connected with Usb cable to a Computer or Midi Controller, getting control
    "All Controls reset", now the volume goes to 127 value. In the previous version went to 0
    or to a minimum. Now works correctly.
    2. In the previous version when you turn on the Sledge and receives MIDI data on the MIDI IN socket,
    the machine stops any function and the display shows "11111111". Now works correctly.
    -------------------------------------------------------------------------------------------------
    SLEDGE OS V 1.3 Release Notes
    -------------------------------------------------------------------------------------------------
    - Emission Date……….15.01.2013
    - Last Update............SLEDGE OS v1.1 - The 1.2 Version is not published on the website
    - Fixed errors
    1. Transpose section. In the previous version, to values different from zero
    on high octave the notes remain suspended.
    Now the transpose works fine.
    And, improved internal management between the panel and DSP. Not important for the end user.
    ------------------------------------------------------------------------------------------------
    SLEDGE OS v1.2 Release Notes - Is a temporary version and is not published on the website
    ------------------------------------------------------------------------------------------------
    - Emission Date..........05.12.2012
    - Last Update............SLEDGE OS v1.1
    - Fixed errors
    1. Transpose section. In the previous version, to values different from zero
    on high octave the notes remain suspended.
    Now the transpose works fine.
    ------------------------------------------------------------------------------------------------
    SLEDGE OS v1.1 Release Notes
    ------------------------------------------------------------------------------------------------
    - Emission Date..........28.09.2012
    - Last Update............SLEDGE OS v1.00
    - Fixed errors
    1. Speed of Arpeggiator now recalled at first selection
    - Improvements:
    1. Improved values for knob pots. Eliminate any flickering and more stable now"
     
  5. eisblau

    eisblau ..

    Genau das ist ja des Seltsame, in den Release Notes werden nur Bugfixes gelistet. Von den 8 zusätzlichen Stimmen oder irgendwelchen anderen Features keine Rede.
     
  6. Horn

    Horn |||||

    Ich kann nur noch einmal sagen, dass mir die Velocity-Funktion wirklich sehr gut gefallen hat. Man kann damit für mein Empfinden genau die Expressivität erzeugen, die vielen anderen Synths fehlt - gerade auch in Verbindung mit der für mein Empfinden sehr guten Tastatur.

    Zurückgegeben habe ich den Sledge, weil er einen Bug hatte, der höchstwahrscheinlich kein Software- sondern wirklich ein Hardware-Fehler war. Ich werde ihn mir nicht wieder kaufen. Aber von allen VAs, die ich kenne, gefällt er mir klanglich und von der Bedienung her eindeutig am besten. Lediglich die Bugs, die ich erlebt habe, und das übergroße Gehäuse mit dem sehr unhandlichen Formfaktor schrecken mich ab. Ich habe halt jetzt wieder einen NL 2x - und der hat im Bezug auf VA-Synthese eigentlich alles, was man braucht (auch wenn der Sledge in mancher Beziehung wirklich besser klingt). Einen guten Chorus liefert das TAL-Plugin umsonst ;-) ...
     
  7. eisblau

    eisblau ..

    Wenn in den Release Notes die neuen Features nicht drin stehen, wo soll man sonst schauen? Auf der Studiologic Seite steht nichts von einer Verdoppelung der Polyphonie. Ich wäre fast geneigt anzunehmen, dass es sich um eine Ente handelt.
     
  8. microbug

    microbug |||||

    Es gibt ja etliche Seiten, bei denen ich auch an eine Ente glauben würde, bei Sonicstate dagegen eher nicht, vielleicht bei denen mal nachhaken?
     
  9. Ich interessiere mich auch sehr für den Sledge,und habe daher beim Vertrieb angefragt und um Stellungnahme gebeten.

    Mir wurde gestern gesagt,das lediglich ein Sledge von sehr vielen verkauften Geräten im Service mit einem Hardwareproblem gewesen ist,und sonst eigentlich nur positive Rückmeldungen kamen.
    Also das hört sich nun nicht nach einem Serienfehler an,und daher bleibt der Sledge auch auf meiner Einkaufsliste.Allerdings werde ich dafür erst einige andere Teile aus meinem "Museum" abgeben müssen..... :)
     
  10. PySeq

    PySeq .....

    Eigentlich ist das doch komisch, daß Controller heutzutage so ein Problem sind. Im Prinzip bräuchte man doch nur einmal so einen Controller (im Sonicstate-Video heißt es, glaube ich, man könnte auch gerade den Sledge dafür verwenden, das heißt, um andere anzusteuern, weil er Midi-CC-Daten sendet - stimmt doch, oder?). Dann sollte man eigentlich jeden Klangerzeuger vernünftig ansteuern können, denn Midi-Learn kann man wohl erwarten oder man emuliert Midi-Learn eben über ein Computer-Programm (das heißt, das Programm wandelt die eingehenden Daten so um, daß der Klangerzeuger was damit anfangen kann und sendet sie dann an diesen). Kann doch nicht so schwer sein.
    Wäre ansonsten auch schön, wenn

    http://www.synth-project.de

    mal einen Controller für den Blofeld bauen würde. Obwohl das eigentlich Waldorfs Aufgabe bei der Keyboard-Version gewesen wäre. Na ja, wohl zu teuer, deshalb wohl auch alternativ der Sledge ...

    Edit: Hmm, da gibt's 'nen Controller für den Largo. Ob der auch für den Blofeld geht?
    Man muß ja nun auch nicht alle Funktionen des Blofelds in Knöpfen abbilden, die wichtigsten wären schonmal gut.
    Das versucht der Sledge wohl auch, aber es nervt doch, daß die Klangerzeugung dann nur das kann. Warum nicht die volle Blofeld-Engine mit Knöpfen nur für die wichtigsten Funktionen?
    Was soll das bloß, bei einem 1.000,- EUR-Synth dann noch Funktionen herauszunehmen, die ein Blofeld für 389,- EUR durchaus hat???
     
  11. Hardware Synths können normalerweise kein MIDI-Learn. In der Praxis braucht man also zwischen Controller und (Hardware-)Synth meistens einen MIDI-Prozessor, der CCs mappt oder sonstige Schweinereien macht (z.B. beim ion/micron/MiniAK das Format der NRPN-Werte umrechnet). IN einfachen Fällen kommt man da vielleicht mit sowas wie den Miditemps PMM/MP-88 aus, aber die sind umständlich zu programmieren und wenn's über's bloße Mapping hinausgeht, reichen die auch nicht. D.a. man braucht doch wieder einen Computer und entsprechende Software dazwischen, es sei denn, man ist gewillt, sich mit einem Mikrocontroller (z.B. auf Basis von Arduino oder Midibox) etwas selbst zu basteln.

    Und selbst wenn man einen Controller hätte, bei dem man völlig frei konfigurieren kann, was die einzelnen Regler senden, inklusive CCs in 7 und 14 bit, (N)RPNs, Sysex in allen Spielarten, mit ganzen Patchdumps usw. bleibt immer noch, dass verschiedene Synthengines unterschiedlichen Aufbau und Features haben und deswegen nach einem angepassten Controller-Layout verlangen. Das fängt bei solchen einfachen Dingen wie die Anzahl der Oszillatoren an, geht über Envelopes, die mehr Stages als die üblichen ADSR haben, bis zu unterschiedlichen Konzepten für Modulationsverknüpfungen und Matrizes.

    Was synthproject angeht: der baut Controller nur zu seinem eigenen Vergnügen, selbst wenn der also einen Blofeld-Controller baut, nützt dir das erst mal gar nix.

    Chris
     
  12. microbug

    microbug |||||

    Hinzu kommt, daß bei Sysex außer dem Rahmen und der Vorgabe, nur 7bit Daten nutzen zu dürfen, nichts vorgegeben ist, und das nutzen die Hersteller seit Anbeginn von MIDI sehr kreativ aus.

    Wer's im Detail wissen will, was man da alles beachten und unterstützen muß, der schaue sich das Sounddiver Programming Manual (deepsonic.ch) oder die Programmierdoku des Mackie C4 Commander an.

    Manche der Formate sind so schräg, daß sie nie mit einem Controller zu bedienen sind, außer man baut und programmiert sich selbst einen genau dafür.
     
  13. Horn

    Horn |||||

    So, ich wage noch einmal einen Versuch. Habe mir doch noch einmal einen Sledge zugelegt - diesmal gebraucht. Ich hoffe, dass dieser jetzt bugfrei sein wird.

    Ich befürchte allerdings, dass nicht alle Retouren bei den großen Händlern auch wirklich zurück an den Hersteller gehen. Manches wird vielleicht auch einfach als B-Stock weiterverkauft, bis sich ein Kunde findet, der den Fehler nicht bemerkt. Vielleicht bin ich aber auch zu pessimistisch. Ich bin gespannt, welche Erfahrungen ich jetzt machen werde.
     
  14. Dann haben wir uns gestern gegenseitig hochgeboten :doof: :supi: .
    Falls er Dir nicht zusagt, wäre nett wenn Du an mich denkst :D .
     
  15. Horn

    Horn |||||

    Tja, so was kann passieren ;-) ... Natürlich denke ich an Dich, falls ich den Synth wieder verkaufen wollen sollte.
     
  16. Bodie

    Bodie .....

    Tja, da waren wir dann wohl zu dritt gestern.
     
  17. microbug

    microbug |||||

    Weiß garnicht, ob ich das schon irgendwo schrieb: neulich beim Anspielen des Sledge im Laden stellte ich entsetzt fest, daß die dort verbaute Tastatur TP/9S komplett ohne Gewichte daherkommt und daher fürchterlich klappert. Gruselig.

    Der Witz daran: Fatar bietet eine solche ungewichtete Version garnicht an, die angeblich Ungewichtete, wie sie zB im Blofeld Key steckt, ist sehr wohl gewichtet, aber leichter als die im Kurzweil PC361 und PC3K6. Den Unterschied merkt man sehr deutlich.
    Wenn man diese 3 Tastaturen mal nebeneinander spielt, will man kaum glauben, daß es 3x die Gleiche ist und sich nur durch Gewichte und Federn unterscheidet.

    DSI verbaut beide Varianten, die angeblich Ungewichtete steckt im P12 und Mopho x4, die gewichtete im Poly Evolver und Mopho Keyboard.
     
  18. Horn

    Horn |||||

    Die Tastatur im Sledge hat in der Tat keine unter die Tasten geklebten Gewichte, wohl aber eine sehr straffe Federung. Von "Klappern" merke ich nichts. Im Vergleich zu anderen Synth-Tastaturen einschließlich des Blofeld und Prophet gefällt mir diese Variante ausgesprochen gut. Die Kurzweils kenne ich leider nicht.

    Ich bin wieder völlig hin und weg vom Sound des Sledge. Dieser Synth hat klanglich für meine Ohren definitiv etwas ganz Besonderes.
     
  19. microbug

    microbug |||||

    Der Kurzweil PC361 bzw PC3K6 hat die gleiche Tastatur drin, allerdings gewichtet, und zwar stärker als beim Blofeld (was sich angenehm bemerkbar macht), bei dem die angeblich ungewichtete Version drinsteckt. Wenn man die gewohnt ist erscheint einem eine ungewichtete Tastatur als reichlich klapprig, und genau solche sind für mich sehr gruselig.

    Ich verstehe auch, warum Fatar das so gemacht hat. Es mußte schon die TP/9S sein wg Aftertouch, sonst wäre die aus den Nordleads (außer dem NL3) und Anderen bekannte TP/7BA verbaut worden, und die ist wirklich unschön, wird nur noch von der Tastatur des Korg M50-61 im Gruselfaktor übertroffen. Die haben dann halt einfach komplett die Gewichte weggelassen.

    Ich bin bei Tastaturen ja bekanntermaßen reichlich pingelig :)
     
  20. Horn

    Horn |||||

    Ich weiß nicht, ob es schon jemand anderes geschrieben hat: der Sledge ist definitiv 16stimmig polyphon, nicht 8stimmig. Steht so in der Bedienungsanleitung und ist nachprüfbar auch so.

    Bisher läuft der Sledge, den ich mir vor ein paar Tagen gebraucht zugelegt habe, ohne die Hardware-Probleme, die mein erster Sledge hatte.

    Revidieren muss ich, was ich wiederholt über den Velocity-Parameter gesagt habe: anfänglich war es (jedenfalls nach meiner Erinnerung) so, dass dieser Parameter den Einfluss von Velocity auf beide ENVs gleichzeitig regelte - was ich gut fand. So wurde es auch von einem Studiologic-Mitarbeiter auf der Musikmesse erläutert. Inzwischen wird aber eindeutig nur noch der AMP-ENV beeinflusst. Mein erster Sledge hatte die OS Version 1.0, dieser nun 1.5. Hat sich da etwas geändert oder trügt mich nur einfach mein Gedächtnis?

    Insgesamt halte ich den Sledge für schwer unterbewertet. Trotz einer ganzen Reihe von Kritikpunkten möchte ich betonen, dass der Synth unglaublich gut klingt. Bzgl. der Modulationsmöglichkeiten sind allerdings ein paar Sachen unbefriedigend. Der Klang ist übrigens wirklich und definitiv nicht identisch mit dem Blofeld. Von der Bedienung her, ist der Sledge mit Sicherheit der komfortabelste und intuitivste Synth, den ich kenne.

    Was mir in der Bedienungsanleitung sehr fehlt, ist eine Dokumentation über die Wavetables. Es wäre schon hilfreich, wenn aufgelistet wäre, um welche Wavetables/Waves es sich jeweils handelt. Denn das Anwählen der Wavetables ist eher nicht so prickelnd gut gelöst - und außer einer Nummer wird auch keine nähere Bezeichnung angezeigt.
     
  21. Moogulator

    Moogulator Admin

    einfach alles (weitgehend) wie blofeld nur ohne Modmatrix.
    da die abwesenheit mehr DSP Reserve bringt, gibt …
     
  22. Horn

    Horn |||||

    Nein, Moogulator, wenn ich nicht vollkommen daneben liege, klingt der Sledge wirklich deutlich anders als der Blofeld. Da ist ein ganz deutlicher Unterschied bei den Effekten (ich vermute, dass die Effekt-Algorithmen gar nicht von Waldorf stammen). Außerdem ist im oberen Frequenzspektrum des Grundklangs ein Unterschied zu hören und schließlich ist einfach der Ausgangspegel des Signals, das aus dem Sledge kommt, "lauter" als der des Blofelds.

    Ich sage das allerdings alles aus dem Gedächtnis heraus, da ich keinen Blofeld mehr hier habe. Ich werde mich demnächst aber um einen A-/B-Vergleich bemühen.
     
  23. microbug

    microbug |||||

    Blättere mal zurück. Ich meine, ich hätte hier geschrieben, daß im Sledge ein abgespeckter Blofeld werkelt, den Waldorf selbst angepaßt hat. Aussage von Waldorf selbst, BTW. Die Effekte sind also auch die Gleichen.

    Somit kann man davon ausgehen, daß Prozessor und DSP ebenfalls gleich sind, ein Blick ins Innere schafft da sicher Klarheit.

    Was aber nicht bedeutet, daß der Sledge auch die gleichen Wandler und Ausgangsbeschaltung wie der Blofeld hat, außerdem kann durchaus von Prozessor und DSP die bessere (schnellere) Version verbaut wurden, die müssen ja nur Codekompatibel sein. Allein schon daher können Klangunterschiede herrühren.

    Weggefallen ist neben dem Multimode auch die Modmatrix und die Ansteuerung des Displays, das Bedienfeld wird sicher von einem eigenen Prozessor bedient. Da ist dann einfach mehr Rechenleistung vorhanden.

    Ich stimme Dir völlig zu, der Sledge wird unterbewertet. Dabei ist er rein klanglich ein feines Gerät und die Oberfläche macht auch Spaß, allerdings fehlen mir ein paar wesentliche Dinge.

    Fatar sollte sich vielleicht überlegen, einen Sledge Plus zu bauen: Klappbares oder zumindest geneigtes Bedienfeld, Duotimbral und gewichtete Tastatur. Den würde ich sofort kaufen :)
     
  24. Horn

    Horn |||||

    Irgendwo zu Beginn dieses Threads ist der nette italienische Musiker zu sehen, der den Sledge auf der Muikmesse anspielt, auf der er vorgestellt wurde (2012). Der sagt ziemlich deutlich auf die entsprechende Nachfrage, dass die Effekte nicht von Waldorf sind. Und glaube mir, das ist wirklich so! Reverb und Chorus sind einfach geil und ganz anders als bei Waldorf.

    Das wäre in der Tat eine sehr gute Idee. Dazu müsste es aber LFOs geben, die über Tastenanschlag und/oder Midi-Clock retriggerbar sind, es müsste für die drei LFOs getrennte Kopplungen mit Expressionpedal, Modwheel und Aftertouch geben und Delay- und Chorus-Rate müssten modulierbar und synchronisierbar sein sowohl zu Tap-Tempo als auch zu Midi-Clock.
     
  25. Cord

    Cord ...

    Ich persoenlich bin vom Blofeld nicht sehr angetan. Ich glaube man hat den DSP einfach zuviel zugemutet und es zeigt sich deutlich im Klang. Dieser ganze hokus pokus mit der Stimmenanzahl ist doch jämmerlich, wenn man bei manchen Sounds mal gerade of 2-3 Stimmen kommt. Die Effekte sind einfach schlecht, der Chorus drückt alles in die Mitte und der Hall ist blechern.

    Ich glaube da ist der Sledge einfach der bessere Synth, obgleich ihm ja auch einige wichtige Merkmale fehlen. Velocity sollte auf jede Huellkurve wirken und das ist ein grosser Kritikpunkt den Studiologic sicher nachbessern muss. Es wäre ja auch schon gewesen wenigstens das Wavetablescanning auf eine Huellkurve zu legen aber vielleicht ist dass dann schon zuviel PPG und wir wollen ja nicht, dass die Dinger in grossen Mengen verkauft werden.

    Mit all dem Retro-Zeugs, dass jetzt in den Laeden kommt frage ich mich, wann denn Waldorf endlich einen DSP basierenden PPG auf den Markt bringt. Vielleicht noch mit analoger Filter Option, die hoffentlich keinen sync-bug hat wie der Q+!
     
  26. microbug

    microbug |||||

    Habs mir nochmal angehört: Stimmt, er trifft da eine recht klare Aussage.

    Demnach vermute ich, daß man für die Effekte einen eigenen DSP spendiert hat, sodaß der Synth-DSP mehr Rechenleistung auf die Klangerzeugung anwenden kann, was der Qualität zugute kommt.

    Ob schonmal jemand den Sledge zerlegt hat? Solche Dinger sind ja leider für die entsprechenden Sezierer wie ifixit nicht so interessant, sonst wären die schon drangewesen.

    Daß die Hardware des Blofeld auf Niedrigpreis getrimmt wurde und an der Grenze der Resourcen operiert, hatte ich ja im Blofeld-Thread schon mehrfach geschrieben.

    Würde man den Code des Blofeld auf die Hardware des MicroQ portieren, könnte da was Feines bei rauskommen, wenn auch ohne das grafische Display. Ok, das ließe sich ja problemlos hinzufügen, die Hardware des MicroQ hat reichlich Reserven und der Prozessor verwaltet die Dekodierung der Peripheriebausteine selbst, ist also komplett via Firmware konfigurierbar.
     
  27. Vielleicht hilft dir das hier weiter:

    Waldorf microWAVE Wavetables

    Die Tables sind eigentlich in allen Waldorf Wavtable-Synths die selben, dem Microwave I fehlt die Nr. 65 "True PWM" und der Blofeld hat zusätzlich noch als die ersten beiden Tables diejenigen des microQ (dadurch verschiebt sich die Nummerierung um 2) und die "UpperWaves" Table des PPG (Nr. 6:cool:. Der microQ hat nur die beiden Wabetables "Alt1" und "Alt2" mit 128 Waves.

    Ergänzung:

    Allerdings schreibt Gordon Reid in seinem Review für Soundonsound:

    Die 66 Wavetables sind erklärbar, wenn die "Alt1" und "Alt2" Wavetables fehlen. Wie sich die 100 Einträge pro Wavetable beim Sledge zu den 64 pro Wavetable bei den Waldorfs verhalten, kann ich dir auch nicht sagen.


    Chris
     
  28. Horn

    Horn |||||

    Ein klein wenig kompensieren kann man das mit der "Ramp-Wellenform" der LFOs. Schaltet man die LFOs auf Ramp, funktionieren sie wie eine Einfachst-Hüllkurve.

    Danke für Deine Hilfe. Irgendwie ist das aber noch anders. Sicher bin ich mir, dass z. B. 64 und 65 identisch sind mit 64 und 65 beim Blofeld (Fat Organ und Vibes). Bei den anderen Wavetables bin ich mir nicht so sicher, ob die Nummern identisch mit dem Blofeld sind. Teilweise stimmt die Beschreibung aus dem Manual des Blofeld nicht mit dem überein, was ich da höre. Aber who knows?

    Doof ist auch, dass die Wavetables am Schluss der Skala des "Pulse Width/Wave"-Reglers fast alle in einen Sägezahn auslaufen - mit Ausnahme der Wavetables 1 und 2 allerdings - das könnten also evtl. wirklich die Alt-Wellenformen aus dem MicroQ sein. Ich weiß nicht.
     
  29. Horn

    Horn |||||

    Rolandsound höre ich da nun wirklich auch nicht. Ein wenig "digital" klingt das Filter dann halt doch.

    Und das hat nicht an den Kopfhörern gelegen, mit denen Du das im Laden getestet hast? ;-) ... Sorry, ist nur ins Blaue spekuliert ;-) ...

    Das empfinde ich vollkommen anders. Chorus und Reverb sind für meine Ohren so ziemlich das Beste, was ich an Effekten je in einem Hardware-Synth gehört habe. (Delay, Flanger und Phaser sind eher nicht so toll für meinen Geschmack - aber die brauche ich auch bei einem Synth nicht so oft.) Vielleicht hängt es da auch von persönlichen Vorlieben ab. Beim Chorus finde ich besonders gut, was man bei sehr langsamen Rate-Einstellungen mit Pads und String-Sounds machen kann. Dreht man den Rate-Regler dann höher, klingt der Chorus fast nach Rotary-Emulation - ideal für Transistor-Orgel-Sounds.


    Danke übrigens für diesen Link. Aus meiner Sicht ist das der beste Testbericht zum Sledge, den ich bisher gelesen habe. Ich stimme mit fast allem überein, was Gordon Reid schreibt. Nicht genug betonen kann man, wieviel Spaß der Sledge macht, wie gut er sich für klassische Standard-Synth-Sounds eignet, die man wirklich im Handumdrehen programmiert hat, wie gut Transistor-Orgel-Emulationen auf dem Sledge klingen usw.
     
  30. Etwas OT:

    Dann würden aber "True PWM" und "Upper Waves" wohl fehlen.

    Ich habe mal sämtliche Wavetables meines Microwave XTk aufgenommen. Ich habe dazu ein Programm erstellt, bei dem CC#1 auf OSC1 Wavetable Position gemappt ist und habe ein kleines Python-Script geschrieben, das eine Note spielt und durch alle CC#1-Werte von 0-127 in 2er-Schritten steppt, mit jeweils 0,3 sec Länge.

    src: http://soundcloud.com/spotlightkid/microwave-ii-xt-k-wavetables

    Vielleicht hilft dir der Hörvergleich, um die Wavetables zuzuordnen. Die Aufnahme ist mit dem iPad, der SC-App und einem Tascam iU2 gemacht, also nix tolles.

    Chris