Synthesizer-Neid

Man kann ja auch in kleinen Schritten voran kommen. Zumindest habe ich das früher immer so gehalten. Ein kleines Ziel vor Augen und lost gehts. Bei mir ist es halt nur so z.Z. das mich ein wenig die Last der Vergangenheit erdrückt. Aber damit muss ich halt zurecht kommen und das schaffe ich auch einigermaßen.
 
Neid muß absolut gar nichts mit Mißgunst zu tun haben !

Ich beneide Oscar Peterson um seine Musikalität ! < Was hat das mit Mißgunst zu tun ?

Ein anderes Beispiel :
Zwei tauschen sich sachlich und rein themenbezogen im Forum darüber aus, ob für deren Anspruch und Vorhaben der Minimoog Reissue oder Voyager besser geeigneter sind.
Schon kommt spätestens als 5. Antwort der völlig sachfremde Beitrag von irgendwem, daß man schließlich auch mit Instrument X/Y gute Musik machen könne.

Hieraus kann ich nichts anderes als (mißgünstigen!) Neid lesen, obwohl das Wort Neid selbst überhaupt nicht gefallen ist.

Anders wieder derjenige, der darauf hinweist, daß evtl. auch Instrument Z gerade die gefragten klanglichen Eigenschaften sehr gut darstellen würde. Das ist dann wieder konstruktiv.

Solche Themen sind schwierig und würden vor allem bedingen, daß man andere Beiträge erst einmal sehr genau liest und versucht zu verstehen, wie sie gemeint sind, bevor darauf
etwas rausgehauen wird . Und daran hapert´s leider in fast jedem Forum...
 
zwischen bewundern und beneiden Z.B. liegen Welten. Derjenige der beneidet sieht sich fälschlicherweise selber imstande das leisten zu können obwohl er eigentlich weiß daß er es nicht kann.
Derjenige der bewundert weiß von vorneherein daß er nicht imstande ist es leisten zu können
und hat einfach nur seinen Spaß an dem was der andere geleistet hat.
 
zwischen bewundern und beneiden Z.B. liegen Welten. Derjenige der beneidet sieht sich fälschlicherweise selber imstande das leisten zu können obwohl er eigentlich weiß daß er es nicht kann.
Derjenige der bewundert weiß von vorneherein daß er nicht imstande ist es leisten zu können
und hat einfach nur seinen Spaß an dem was der andere geleistet hat.

Das ist aber eine sehr unpopuläre Interpretation der Vokabel.
Für die Allgemeinheit ist Neid einfach nur der Wunsch, das gleiche zu erreichen oder zu haben.
 
Neid ist ja an sich nichts schlimmes, das kann auch immer ein Ansporn sein.
Oft ist es aber nur Missgunst und das finde ich eben schade.
Vielen wurde nie etwas geschenkt und haben ihr Leben lang sehr hart für die Erfüllung ihrer Träume gearbeitet.

Das scheint auch ein typisch deutsches Phänomen zu sein.
In Amerika freut man sich gemeinsam darüber, wenn sich der Nachbar ein neues Auto gekauft hat.
 
Zwei tauschen sich sachlich und rein themenbezogen im Forum darüber aus, ob für deren Anspruch und Vorhaben der Minimoog Reissue oder Voyager besser geeigneter sind.
Schon kommt spätestens als 5. Antwort der völlig sachfremde Beitrag von irgendwem, daß man schließlich auch mit Instrument X/Y gute Musik machen könne.

Hieraus kann ich nichts anderes als (mißgünstigen!) Neid lesen, obwohl das Wort Neid selbst überhaupt nicht gefallen ist.
Oder auch dass er den Thread zwar nicht gelesen hat, sein Gesabbel aber irgendwo lassen muss. Auch so eine Unsitte...:opa:
 
Es gibt den schönen Spruch : Besitz verpflichtet. Was nützt einem ein Zimmer voll schönster Geräte, wenn man nicht die Zeit aufbringen kann, diese auch richtig zu benutzen ? Man erwartet sich vielleicht eine Art "Dauerglücksgefühl" aber ich glaube das kann schnell in etwas anderes umschlagen z.B. in eine "Dauerunzufriedenheit" weil einen jeden Tag die Teile anschauen mit einem "mach was mit mir"......
 
zwischen bewundern und beneiden Z.B. liegen Welten. Derjenige der beneidet sieht sich fälschlicherweise selber imstande das leisten zu können obwohl er eigentlich weiß daß er es nicht kann.
Derjenige der bewundert weiß von vorneherein daß er nicht imstande ist es leisten zu können
und hat einfach nur seinen Spaß an dem was der andere geleistet hat.

Da sieht man mal, warum unsere Sprache so schwierig ist, lassen denn viele unserer Worte solchen Interpretationsspielraum zu...

" Ich beneide Oscar Peterson um seine Musikalität ! "

Ich sehe mich NULL selbst im Stande, das leisten zu können, das weis ich !
Aber natürlich würde ich gerne ein solches Piano spielen können.
Riesige Bewunderung ist hier logischerweise eingeschlossen, sonst würde ich es nicht selbst können wollen.
Und obwohl ich es, meiner Unfähigkeit dazu wohl wissend, gerne auch können würde kann ich sein Klavierspiel einfach nur geniessen !

Bewundern tue ich auch eine Eiskunstläuferin : Eine der absolut härtesten Sportarten - ein Leben lang trainieren ; knallhart wie Eis so ist ; auf den Punkt alles darbieten, auf einer Bühne im Rampenlicht,
allein, ohne Chance, ein 0:2 in den letzten 30Minuten auszugleichen ; ein einziger Ritt auf einer vereisten Kanonenkugel !

Aber ich empfinde null Bedürfnis, so Eislaufen zu können !

Ich denke, mangelnde Selbsteinschätzung ist kein Initiator für "Neid"...
 
Es gibt den schönen Spruch : Besitz verpflichtet. Was nützt einem ein Zimmer voll schönster Geräte, wenn man nicht die Zeit aufbringen kann, diese auch richtig zu benutzen ? Man erwartet sich vielleicht eine Art "Dauerglücksgefühl" aber ich glaube das kann schnell in etwas anderes umschlagen z.B. in eine "Dauerunzufriedenheit" weil einen jeden Tag die Teile anschauen mit einem "mach was mit mir"......
Die Gefahr besteht...
 
Es gibt den schönen Spruch : Besitz verpflichtet. Was nützt einem ein Zimmer voll schönster Geräte, wenn man nicht die Zeit aufbringen kann, diese auch richtig zu benutzen ? Man erwartet sich vielleicht eine Art "Dauerglücksgefühl" aber ich glaube das kann schnell in etwas anderes umschlagen z.B. in eine "Dauerunzufriedenheit" weil einen jeden Tag die Teile anschauen mit einem "mach was mit mir"......
Die Gefahr besteht...
Wenn man sich dann nicht eingestehen kann, von der Vielzahl der angehäuften Geräte überfordert zu sein,
bleibt zur vermeintlichen (!) Wahrung der eigenen geistigen Gesundheit nur die folgende Kette aus Selbsttäuschungen:
Man glaubt, zwar schon die richtigen Geräte zu haben (damit rechtfertigt man, keins verkaufen zu können),
weiß aber, dass noch bestimmte Klangnuancen bzw. Funktionsgruppen fehlen (damit rechtfertigt man, weitere Geräte zu kaufen),
um endlich die Musik machen zu können, die man machen möchte (damit rechtfertigt man, mit dem vorhandenen Geraffel keine Musik zu machen).

So baut man sich eine gut eingeseifte Rutsche in den Irrsinn eines Messietums mit Synthesizern.

Been there, done that.
 
Ich würde mal sagen, wenn ich was nicht hinbekomme, dann liegt das an mir, bzw. an dem was ich nicht kann, aber nicht an dem was mir zu Verfügung steht. Ist bei mir zumindest so. Neid hilft mir da auch nicht weiter.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
"Geräteneid" ist mir völlig fremd. Ganz im Gegenteil. Ich freue mich sehr über die Synthesizer-Burgen, die man in den einschlägigen Threads bewundern kann. Neidisch bin ich höchstens auf Leute, die mehr Zeit für die Musik haben als ich. Aber auch damit kann ich leben.
 
Ich würde mal sagen, wenn ich was nicht hinbekomme, dann liegt das an mir, bzw. an dem was ich nicht kann, aber nicht an dem was mir zu Verfügung steht. Ist bei mir zumindest so. Neid hilft mir da auch nicht weiter.

Ich hatte meinen Beitrag so gemeint, daß mir Geräte-Neid eher fremd ist, weil mich so viele (zuviele) Geräte in dem oben beschriebenen Sinne belasten würden. Die Zeit die man in ein Gerät investieren kann, um es gut kennenzulernen, wird ja auch weniger, je mehr da ist.

Trotzdem verlockt es immer wieder, auf vielen Hochzeiten gleichzeitig zu tanzen.

Das mit dem "Zeit-Neid" gab es ja gewissermaßen in einem anderen Thread. Wer das hauptberuflich macht, hat zwar viel Zeit, aber andere Schwierigkeiten.
 
Neidisch bin ich höchstens auf Leute, die mehr Zeit für die Musik haben als ich.
In meinen finstersten (oder hellsten? – Man weiß es nicht!) Momenten ertappe ich mich bei folgendem Gedankengang:
Gut, dass ich so wenig Zeit für die Musik habe,
dann bleibt mir die Enttäuschung erspart, feststellen zu müssen,
dass meine Musik nicht so toll ist wie ich glaube,
dass sie es wäre, hätte ich mehr Zeit für sie.
 
Neidisch bin ich höchstens auf Leute, die mehr Zeit für die Musik haben als ich.
In meinen finstersten (oder hellsten? – Man weiß es nicht!) Momenten ertappe ich mich bei folgendem Gedankengang:
Gut, dass ich so wenig Zeit für die Musik habe,
dann bleibt mir die Enttäuschung erspart, feststellen zu müssen,
dass meine Musik nicht so toll ist wie ich glaube,
dass sie es wäre, hätte ich mehr Zeit für sie.

Das ist a) sehr philosophisch und bei näherer Betrachtung womöglich auch nahe an der Wahrheit, aber b) unter Beachtung dessen, was ich von Dir kenne, eher unwahrscheinlich.

Wahrscheinlich sähen Deine Lebensumstände anders aus, wenn Du mehr Zeit hättest -- Du stündest entweder unter massivem existentiellen Druck und wüßtest nicht, wie Du den Kühlschrank füllen und die nächste Monatsmiete bezahlen solltest, oder Du wärest soweit abgerückt von allem Weltlichen, daß Dich nichts mehr tangieren würde, da das Polster aus Wohlstand und Müßiggang so dick ist, daß Dich die Welt da draußen nicht mehr erreicht. Was wiederum den Druck auf dich ausüben würde, diesen status quo wahren zu müssen.

Wie Du das auch drehst oder wendest, beides ist eher suboptimal für einen kreativen Prozeß.

Stephen
 
Junge Hiphopper sehen die Thematik so... :D
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zwischen bewundern und beneiden Z.B. liegen Welten. Derjenige der beneidet sieht sich fälschlicherweise selber imstande das leisten zu können obwohl er eigentlich weiß daß er es nicht kann.
Derjenige der bewundert weiß von vorneherein daß er nicht imstande ist es leisten zu können
und hat einfach nur seinen Spaß an dem was der andere geleistet hat.
Hier kann man sich aber auch den Mund fusselig reden über völlig banale und allgemein bekannte Dinge. Nimm bitte einfach mal zur Kenntnis, dass Neid nicht nur als mißgünstiger Neid definiert werden kann. Google bzw. Wikipedia hilft hier weiter.
 


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