System 700 Kalibrierung

Dieses Thema im Forum "Lötkunst" wurde erstellt von System700, 13. März 2008.

  1. Ich möchte am Wochenende mein System 700 kalibrieren. Gerade die nicht vorhandene oktavreinheit stört mich doch etwas.
    Zum glück ist das alles sehr gut in der vorhandenen Anleitung beschrieben.

    Wollte mal fragen ob Interesse besteht das ich dabei ab und zu mal Fotos von dem Prozess mache ?
     
  2. wer hat schon ein sys 700 :lol:

    nee mach mach! und noch n paar schoene fotos vom system fuer uns, wir wollen sabbern!
     
  3. Unbedingt Fotos machen :)
     
  4. MiK

    MiK Löten&Coden

  5. XCenter

    XCenter Stimmungsmacher

    Die Heineken-Pulle im CS80 ist stylisch... :prost:
     
  6. MiK

    MiK Löten&Coden

    Dat is Becks!

    Is bei mir mittlerweile son running Gag, dass da hin und wieder ne Flasche Becks auftaucht. Häufig sogar ganz zufällig. Und das, wos bei mir Zeiten gibt, wo Wochen kein Bier im Haus ist :)
     
  7. So wollte jetzt anfangen. Was mir jetzt aber erst mal fehlt ist eine EXTENTION CARD.

    :cry:

    Hat jemand von euch zufällig eine?

    Bin schon am überlegen wo ich den Stecker her bekomme und ob ich mir die Platine ätzen lasse.


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  8. MiK

    MiK Löten&Coden

    Ich weiss nicht genau, was dieser Zufall zu bedeuten hat, aber nachdem ich vorhin einige Transistoren für meinen Funktionsgenerator suchte, fiel mir auch noch ein Behälter mit diversen Steckverbindern in die Hand, unter Anderem ist da ein gebrauchter 2x15pin Cardedge-Stecker dabei, wie Du ihn brauchst, glaub ich. Miss mal den Abstand der Pins. Also Mitte Pin 1 bis Mitte Pin 11. Meiner hat da 40mm. Ich glaub, 3,96mm oder sowas wäre ein Standard-Rastermass. Bei Bedarf kann ich das Ding gern noch detailierter ausmessen, und wenn sich nix anderes ergibt, kannst das Ding gegen Porto haben, oder sogar abholen, wenn Du zufällig um Tübingen rum sitzt :)
     
  9. ^^

    scheint zu passen ^^

    1 <----- 55 mm -----> 15

    1 <------40 mm ------> 11

    Alle Angabe mit einem Zollstock gemessen ^^ :oops:
     
  10. MiK

    MiK Löten&Coden

    Gut schauts. Die selben Messungen hab ich hier mit meinem 5m Bandmass :)

    Gib mir mal Adresse per PM, dann gugg ich mal, wie ich das Ding zügig zu Dir krieg, wenn Dus haben magst.
     
  11. super Danke ! :D :D :D
     
  12. MiK

    MiK Löten&Coden

    Dann mach Dir mal die Platine fertig, die Post kann verdammt schnell sein, das könnte morgen schon da sein, habs grad weggebracht :)
     
  13. ui ui ui.

    Dafür muss erst mal ein Freund von mir von der Arbeit kommen. An dem ich dann meine ganzen Überredungskünste anwenden muss damit er mir die macht.
    Solange zerbreche ich mir weiter den Kopf wie ich das System am besten aufstelle. Ich finde das es zur Zeit doch etwas zu tief steht.

    Es steht auf so einem Ikea Regal auf 4 Rollen welches quer liegt.

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    Höhe ca 45 cm.

    Eine Idee wäre noch ein zweites Regal zu kaufen.
     
  14. gerade angekommen ! :shock:
     
  15. MiK

    MiK Löten&Coden

    Na dann mal viel Spass am Werk! Passts?
     
  16. ja ja passt :)

    Jetzt nur noch die Platine machen :roll:
     
  17. Hey super, mach nur weiter mit der Doku.
    Muß auch noch für einen Freund das System 700 kalibrieren , usw.
     
  18. [​IMG]


    Es kann los gehen ! :D
     
  19. MiK

    MiK Löten&Coden

    Na perfekt. Und immer schön weiter Fotos machen, alle Module nackisch und so. Man will ja wissen, wie das von innen aussieht :)
     
  20. Hab mir Gestern Nacht erst mal die neue CD vom Bernie eingelegt und dann ging es los. :)

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    Am einfachsten gehen die Karten mit Hilfe eines Kabels raus.

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    Am 712 A die Spannungen für das Main System einstellen.

    linker Poti +15V
    rechts Poti - 15V

    Pinbelegung

    1
    2
    3
    4
    5
    6-P +15V
    7-R -15V
    8-S ground


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    702 VCO

    oben - ADJ VR - ADJ VR
    die 2 Potis sind zuständig für die Wellenform

    Mitte TUNE VR - WIDTH VR
    links Tune
    rechts - Oktavreinheit

    Unten - RANGE WIDTH VR
    Fußlagen-Schalter

    Kurzanleitung
    C1 drücken und stimmen
    C2 drücken den Wert ablesen (Tuner/Oszilloskop) und den Wert etwas schlechter drehen. (kein Witz!)
    und wieder von vorne bis C2 die doppelte Frequenz von C1 hat.
    Jetzt bei C1 <-> C6 testen und gegebenenfalls nachjustieren.

    Fußlagen-Schalter auf 2´ stellen dann sollte A3 1760 Hz anzeigen und mit dem Fußlagen-Schalter auf 32´sollte dann A3 110 Hz anzeigen.
    Gegebenenfalls nachjustieren.

    Pitch und Semitone in die Mittelstellung bringen, Fußlagen-Schalter auf 8´ und A3 / 440 Hz mit Tune VR justieren.

    Ich hab 1 VCO fast 100% genau gestimmt die anderen dann nur noch 99% genau. Ist ja ein Analog Synthesizer.



    Jetzt habe ich leider noch 2 Probleme.

    1. Mein Keyboard gibt bei drücken der Taste C1 ca 7V aus wobei das 0V seinen sollten. C6 sind dann bei mir etwas über 8V der Sollwert wäre 5V.


    Jemand eine Idee? Anbei der Schaltplan.
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    2. Ein 702E VCO gibt keinen Ton mehr von sich. Bei messen ist mir aufgefallen das da wo eigentlich meine Wellenform rauskommen sollte nur ein Gleichspannung anliegt.

    Sine 6,4V
    TRIANGULAR 10,4V
    usw.
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  21. C0r€

    C0r€ -

    miss mal an den modulen, ob da auch -15, 0 und 15V anliegen. Vielleicht gibt es deshalb die Probleme.
     
  22. MiK

    MiK Löten&Coden

    Also wenn ich da so in den Hintergrund schau - da hast ja nochn paar Minuten mit zu tun :)

    Leider ist auf dem Schaltplan nix zu erkennen, weil das Bild zu klein ist, aber bei dem üblichen Aufbau solcher Keyboard würde ich mal drauf tippen, dass ein Widerstand da eventuell zu hochohmig ist (trifft nur zu, wenn die C1 nicht eh direkt an Masse hängt), ansonsten hat vielleicht die Signalpufferung dahinter nen Hau.

    Diese linke Kette in dem Schaltplan ist wohl die für die CVs. Miss da mal linkes und rechtes Ende, was da für Spannungen liegen. Hintenraus siehts mal nach Unity Gain und Sample&Hold aus, also sollten die Sollspannungen an den Widerständen von C1 und C6 erscheinen (0V und 5V).

    Ansonsten mal hinter den beiden OpAmps messen, der linke sollte die richtige CV immer ausspucken, der rechte ist mit dem Kondensator davor Sample&Hold, der FET dazwischen gated das Ding dann mit dem Gate-Signal, was darunter generiert wird.

    Viel mehr erkenn ich da nicht am Schaltplan, ohne Kopfschmerzen zu kriegen :)

    Typischer Integrator-Aufbau, oben in der Mitte sieht man das Transistorpaar des Exponentialkonverters, rechts daneben nen OpAmp, der mit dem Kondensator den Integrator bildet, rechts neben dem Kondensator ein FET, der eben den Kondensator nach Abschluss der Rampe entladen soll.

    Miss mal den Ausgang des OpAmps und vergleich den Messwert mit dem Sägezahn-Ausgang, dessen Spannungen ich nicht wirklich erkennen kann, die untere könnte 0 sein. Wenns 0 sind, prüfe am Gate des "Entlade-Transistors" mal die Spannung, wenn die >0V ist, hast Du Dauerentladung, dann ist irgendwas mit dem Komparatorkram dahinter malade. Wenn am Op-Ausgang deutlich >0 liegen, wird gar nicht entladen, prüfe auch die Spannung am FET, müsste >0V sein, wenn nicht, Komparator, wenn doch, FET.

    Eventuell auch der Integrator selber, prüfe die Inputs, müssten, unabhängig vom Output, beide 0V sein. Frei nach dem Motto, dass ein OpAmp immer bestrebt ist, seine Inputs gleich zu halten. Wenn Du am - Input (der obere im Schaltplan) ne Spannung <0V hast, am + 0V, und am Output nicht was deutlich >0, und Du nicht nen Dauer-Reset hast (am FET prüfen), ist der OpAmp ziemlich sicher im Eimer.
     
  23. MiK

    MiK Löten&Coden

  24. Am Keyboard scheint der C5 defekt zu sein.
    Hab ihn mal ausgebaut und durch gemessen.

    Muss da dann wieder ein Tantal rein ?

    Hätte gerade nur einen 6,8µF Elko da.
     
  25. MiK

    MiK Löten&Coden

    Der is nur fürn Portamento, da tuts auch ein normaler. 6,8µ verlängert Dir halt den Portamento drastisch gegenüber den 1µ, die da drin waren :)
     
  26. Und da geht der VCO wieder !

    Danke noch mal Mik :D
     
  27. MiK

    MiK Löten&Coden

    *gähn* jederzeit wieder, aber dann nimmer so weit in die Nacht rein :)

    Mal zusammengefasst, dass auch die Offline-Erkenntnisse der Welt zur Verfügung gestellt sind:

    Keyboard - Messungen an der Widerstandskette - 0V/5V - alles Okay. Messung IC1B Pin 7 - CV kommt sauber hin. IC2 Pin 6 - CV geht von 3V bis 5V, also "irgendwie falsch".
    Portamento eingeschaltet und voll aufgedreht, um IC2 Pin 6 weitgehend zu entlasten - korrekte CV nun.
    Kondensator war ja schon getauscht, also kanns nur IC4 sein. Rausgeschmissen und temporär überbrückt (ist eh nur Hochimpedanz-Buffer für Portamento, bei ausgeschaltetem Portamento also unwichtig) - tut. Der war also schuld. Mögliche Ersatztypen: CA3140, TL071 und so.

    VCO - Schwingt nicht und hängt auf "Dauer-Reset". R28 links (Eingang Integrator) 0V, rechts (Ausgang Integrator) 12V. Das sind bei dem 3,3K-Widerstand dazwischen dann also 3,6mA.
    Das ist mit nem 1nF-Kondensator aber mal ne verdammt hohe Frequenz, die da rauskommen würde. Der Fehler kann also hier am IC3 liegen (wieder son LF356, also Vermutung naheliegend, dass die gern sterben), oder das Ding kriegt schon vorn Mist rein.
    Da die Messungen um IC3 rum ansonsten plausibel waren, also der - Input nicht "irgendwo" hing, sondern brav auf 0V, mal um den Transistorofen IC8 gemessen. Basis links -0,8V, Emitter -0,8V, Kollektor links fast Versorgungsspannung.
    Da der Exponentialkonverter in dieser Bauart quasi "umgekehrt" angesteuert wird, also der linke Transistor, der Referenz darstellt, "entlastet" wird, damit der OpAmp den nachregelt, um die Referenz wieder zu erreichen, und damit dem rechten Transistor dank fester Basis ordentlich Zunder gibt, sind die -0,8V links tatsächlich sowas wie maximaler Strom, vor allem, da der Emitter ja auch auf -0,8 hängt, also links quasi gar nix mehr fliesst. IC2 Pin6 war entsrechend auch nahe negativer Versorgung.
    Daher kommt also schon von weiter vorn Mist rein. links den IC1A gemessen: - Input -4,5V, Output -12V. Völlig unplausibel, wenn der - Input negativ ist, muss der Output positiv sein, wenn er nicht von was Anderem runtergezogen wird, und da hängt erstmal ein 15K-Widerstand, der den Strom da so begrenzen würde, dass der Opamp nie so weit runter gezogen werden könnte. Also tauschen, und er war wirklich der Täter. Ersatztypen: z.B. 4558 oder TL072.

    Bei den getauschten OpAmps kann man getrost die modernen Ersatztypen reinpacken, da sie an den Stellen, wo sie sind (CV-Buffer, CV-Summierer, und noch ein CV-Buffer für den Range-Schalter) praktisch keinen Einfluss auf den Sound haben.

    So. Debugging-Anleitung für Vintage-Synths, Part 1 :)

    System700 - sehr krasse Aktion, das. Ich glaub "extreme remote debugging" wär ein Anwärter für die Trendsportart 2008 :)
     
  28. Es gibt Frauenversteher, Pferdeflüsterer, Gurus...etc.

    und MiK ....der ist ein "außerirdischer" Syntheversteher

    ich glaube deshalb haben wir dich alle lieb...hier!!

    weiter so... es ist immer schön was von dir zu lesen..

    PS: vor allem lernt mann noch was ...kann ja nicht schaden
     

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