Taschenmusikant- "Tiefseetaucher"

Dieses Thema im Forum "Your Tracks" wurde erstellt von Fluxus Anais, 23. März 2007.

  1. Bitte nicht so viele!
    Einer reicht. :mmoog:
     
  2. MaEasy

    MaEasy aktiviert

    Also. Die Tracks auf myspace klingen ziemlich 'abgenudelt' und langweilig. ;-) Irgendwelche Sounds mit (sorry) banalen 08/15-Harmonien. Für einen Tiefseetauchgang fehlt es leider an Tiefe....



    .
     
  3. axens

    axens -

    Also sehe das nicht so, ich finde die songs haben durchaus einen speziellen Charme. Haben mir auf jeden Fall ein Lächeln bereitet. :)
     
  4. snowcrash

    snowcrash aktiviert

    also ich finde auch gerade das musikschullehrer/alleinunterhaltermaessige und eben die 08/15 harmonien das charmante daran. wuerde das sogar noch viel staerker ausbauen und noch mehr stile (grime, dnb, hiphop) durch den "taschenmusikant-fleischwolf" drehen. origineller als man glauben mag... :D
     
  5. :cry: Schade, vielleicht ist es nicht so dein Musikstil.

    Die Harmonien sind bewusst einfach gehalten, damit die sich ständig verändernen Klänge besser zum Tragen kommen.
    Manchmal ist weniger mehr.
     
  6. Anonymous

    Anonymous Guest

    Habe mir grade nur "five miserabel months" angehört...

    Also, für mich gibt es da ja immer zwei Aspekte - Erstens der Song oder die Komposition und zweitens die Produktion des selben.

    Song finde ich gar nicht übel, macht trotz des Titels irgendwie Laune.

    Die Produktion aber - sorry, nicht hauen - finde ich ziemlich daneben. Die Soundauswahl mal außer acht gelassen, weil das ist Geschmackssache: Das Playback wackelt für mich zu sehr im Timing, die Sounds laufen da teilweise dermassen aus dem Sync, das geht gar nicht...tut mir leid!
     
  7. Meinst du den Hauchsound am Anfang?
    Der ist bewusst zeitversetzt, nämlich um ein Achtel später.
    Weil er lediglich zur Atmo beitragen und nicht im Vordergrund stehen soll.
     
  8. Anonymous

    Anonymous Guest

    Nein, ich meine das insgesamt...das groovt nicht, das wackelt. Ganz schlimm ist da so ein Gate-Sound (Virus?) im mittleren Teil...Vielleicht bin ich zu empfindlich, aber das klingt so einfach nicht mehr zeitgemäß imo.
     
  9. Hmh, hat mir so noch keiner gesagt.
    Die Sequenzen laufen bei mir alle übern Atari.
    Möglivcherweise hats damit zu tun.
     
  10. Anonymous

    Anonymous Guest

    Das erklärt einiges, wenn ich meine alten Produktionen aus den frühen 90er Jahren anhöre, wackelt es ähnlich...das war auch Atari. :)
     
  11. e6o5

    e6o5 -

    Heisst es nicht immer der Atari haette so ein bombenfestes Timing?
     
  12. Jörg

    Jörg |

    *harrharr* :twisted:

    Bei aller Liebe zu Vintage Computern: Das ist eine Urban Legend.
    Man musste beim Atari schon relativ genau wissen was man tut.
    Der Herr micromoog kennt sich da afaik recht gut aus.
     
  13. e6o5

    e6o5 -

    Ich hatte bis heute dran geglaubt ;-)
    Nach ersten Versuchen mit einem 386er und Cubase (bei jeder Mausbewegung ist der Sequencer ins Stottern gekommen) und dem kurz darauf benutzten Atari, war ich von dessen Midi-Ausgabe hoch erfreut.
     
  14. Jörg

    Jörg |

    Verglichen mit Sonar Start auf einem PII war der Atari holpriger.
    C-Lab Creator z.B. arbeitete die Spuren von oben nach unten ab, also Drums sollte man auf Spur 1, 2, 3 usw. haben.
    Es gibt auch einen Unterschied zwischen dem serienmäßigen Midi-Ausgang (der afaik zuerst bedient wird) und Erweiterungen wie ExPort und Unitor.
     
  15. Ich benutze das Midex.
    Meinst du damit, man sollte die rhythmusrelevanten Spuren wie Drum und Bass
    auf den Serien-Midi out legen?
     
  16. Jörg

    Jörg |

    Das hängt - so denke ich - vom Sequencer-Programm ab, in welcher Weise das die verschiedenen Ausgänge bedient. :dunno:
    Ich würd´s jedenfalls mal probieren.

    Es gibt (leider) nicht mehr viele Atari-User, aber vielleicht würde sich da trotzdem ein extra Thread lohnen? :dunno:
     
  17. iconos

    iconos -

    Five miserable months:
    Der Wechsel zu den claps kommt unmotiviert. Aus den rhythmisierten Harmonien (gefällt mir, auch die Wechsel nach links und rechts, die ja keine reinen Delays sind, da kommen ja dann andere Harmonien als Echos, interessant) hätte man mehr machen können. Das hätte irgendwie aufgehen müssen wie die Sonne. Statt dessen kommt dann so ein Schlurps-Sound mit Teletubbies-Ambiente. Der typische Technosound, mit dem du später die Harmonien spielst, ist ein wenig abgegriffen. Das alles wechselt mir zu wenig durchdacht ab. Ist mehr hintereinandergereiht als miteinander mit System und Idee verbunden. Ergebnis: Ich würde ja die rhythmisierten Harmonien, wie sie das erste Mal erscheinen, nehmen und darauf was aufbauen, was eine Entwicklung hat, eine Geschichte.

    The matrix:
    Harmonien unspannend. Auch hier: es fehlt mir die "Durchführung", die Auseinandersetzung mit der musikalischen Idee. Es ist etwas zu sehr hintereinandergereiht. Am Ende weiß man nicht mehr genau, was man eigentlich gehört hat, also zu austauschbar das.

    Touched by brass:
    Der Brass-Sound ist ja überhaupt nicht meins! Aber das ist Geschmackssache. Auch der DX7-Sound wirkt etwas angestaubt, vielleicht etwas durch die Mangel drehen. An der musikalischen Idee würde ich noch ein wenig arbeiten. Das wirkt später dann teilweise noch zu sehr proberaummäßig ausprobierend, teilweise auch uninspiriert. Die Mischung zwischen 80er-Jahre Sound & Style und den 90er Bässen geht keine Verbindung ein, sondern wirkt eher ein bisserl wie mit Gewalt zusammengepresst.

    The Scientist:
    Die Harmonien am Anfang sind ja 2. Stufe Moll, dann 1 Stufe Moll. Es geht nach unten. Warum geht die Melodie auch nach unten? Das ist dann nur ein Blockgeschiebe. Durch Gegenläufigkeit und etwas mehr Raffinesse könnte man den Akkordrutsch nach unten interessanter machen. Später werden die Harmoniefolgen dann etwas reichhaltiger, nicht aber wirklich interesssanter. Warum: Hör mal die drüber gespielte Meldodie an. Hat pro Harmonie immer dieselbe Struktur, setzt immer auf die 2 ein. Da verschenkst du viel. Zu statisch. Spiel doch mal über die Harmonien drüber, anstatt dich von ihnen einkasteln zu lassen. Dann kommt auch mehr Leben in die Bude. Modwheel und Aftertouch sind auch nicht verboten.

    Insgesamt: Ich finde, du könntest erstens wählerischer sein, was die Elemente angeht. Was nach selbstkritischer Anhöre nur mittelmäßig ist: raus damit. Zweitens stimmen die Arrangements nicht. Es ist da nur eine Struktur von draufschichten und rausziehen, aber kein Spannungsbogen. Ich würde auch mehr Wert auf die Originalität der Melodien legen.

    War nur mein unmaßgeblicher Höreindruck. Nicht schlagen.
     
  18. Hallo,
    Danke für die ausführliche Rezension!
    Alle neuen Songs von mir fasse ich in einem Projekt zusammen.
    Während bei den vergangenen Projekten die Harmonien, Texte, Soli oder Stimmungen im Vordergrund standen, waren es diesmal die Sounds.
    Die Changes habe ich sozusagen am Reissbrett entworfen, mit diesem Editor:
    http://www.musicconstructor.de/index.html

    In der Ausarbeitung habe ich mich dann in erster Linie auf den Sound verlassen.
    Tonartwechsel sind mir wichtig, denn sonst spielt man zu sehr auf ausgetretenen Pfaden. Das wirkt andererseits auf Außenstehende befremdlich, gerade wenn man noch nicht die Übung darin hat.
    Neue frische Sounds heute zu finden ist nicht leicht, besonders wenn man sich auf herkömmliche Klangerzeuger verlässt.
     
  19. iconos

    iconos -

    Hi Taschenmusikant,

    Gerade was die Sounds anbelangt, ist ja vieles einfach Geschmackssache. Ich finde ja nicht, dass es einen "falschen" Sound als solchen gibt. Es gibt halt welche, die einem für das, was musikalisch passiert, passender erscheinen, die die Stimmung besser tragen als andere. Das ist aber bis zu einem gewissen Grad auch recht subjektiv.

    In den Stücken sind Unmengen an guten Ideen. Ich fand einfach, dass die Stücke in ihren Stimmungen noch nicht so genau wussten, wo sie hin wollten. Mir geht das oft genauso. Ich lass das dann meine Freundin hören und schau mir unauffällig ihre Reaktion an. Manchmal sagt sie dann, dieses oder jenes da habe ihr gefallen. Dann weiß ich, dass ich noch viel Arbeit vor mir habe. Wenn sie dagegen sagt, das Ganze klinge (z.B) wie eine Begegnung von Freunden nach langer Zeit, dann weiß ich, dass ich was richtig gemacht habe (passiert selten! :?).

    Die Arbeit mit dem editor ist interessant (ich arbeite völlig anders!). Wenn das mit dem Editor auf dem Reißbrett entworfen ist, gehst du dann in ein Seqencer-Programm oder geht das alles mit musicconstructor? Was ich fürs Arrangieren nämlich einfach brauche, das ist so eine Art Sichtbarkeit des Gesamtstücks. Deshalb arbeite ich timelinebasiert, mit Cubase. Da sieht man auf einen Blick, was wann wo passiert.

    Das mit den neuen frischen Sounds kenne ich! Ich bin da ständig auf der Suche nach neuen inspirierenden Sachen. Ein Euronen-Grab ....

    P.S.: Ein Stück zu kritisieren heißt nicht, dass ich es irgendwie besser machen könnte. Kreativität und Analyse sind halt zwei paar Stiefel.
     
  20. Die Changes, die ich im Music Constructor entworfen habe, nehme ich als Midifile mit ins Cubase. Dass ich das so mache, war diesmal ein Novum. In der Regel entwerfe ich alle Songs im Cubase.
    Manchmal, bei Stücken im klassischen Songschema, komponiere ich auch vor auf dem Klavier und schreibe mir ein Leadsheet, auf dem die Akkorde von Intro, Strophe, Refrain, Bridge, Break, Finale etc. festgehalten sind. Sowas dient dann auch der Übersichtlichkeit.

    Manchmal habe ich aber auch schon den gesamten Ablauf eines Tracks im Kopf und brauche kein Hilfsmittel.

    Also, ich finde Kritik an meinen Sachen grundsätzlich gut, denn sie hilft mir ja, mich immer weiter zu verbessern. Ich lasse die Kritik von Freunden und Bekannten auch regelmäßig in neue Projekte einfließen.
    Was ich nicht mache, ist monatelang an einem Stück herumdoktern, um Fehler auszumerzen.
    Meine Erfahrung hat mir gezeigt, dass es stattdessen sinnvoller ist, frisch von vorne anzufangen.
     
  21. iconos

    iconos -

    So mach ichs auch.
     

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