Spekulation Techno ist tot?! - Google sagt ja! Umfrage zu 'Genres'

Hat die Eingruppierung in Genre's ausgedient? Und ist Techno wirklich tot?

  • Ja

    Stimmen: 18 22,5%
  • Nein

    Stimmen: 46 57,5%
  • Mitunter

    Stimmen: 10 12,5%
  • Weiß Nicht

    Stimmen: 6 7,5%

  • Umfrageteilnehmer
    80
Nachtrag: Jugendkulturen spalten sich allerdings in den letzten 20 Jahren sowieso immer mehr auf... Subgenres, welche sich wiederum in Subgenres aufspalten (das was früher bspw. komplett unter dem Oberbegriff Techno lief, sind heute verschiedenste Stile) führen unter anderem auch dazu, dass Events/Partys immer spezialisierter werden von der Zielgruppe her und daher von der Teilnehmerzahl tendenziell kleiner, gerade in den Städten, wo die Leute sich gezielt das aussuchen, was zu ihrem Lifestyle am besten passt. Daher ist ja auch die klassische Großraumdisko ein Auslaufmodell... äähh, ich schweife ab ;-)

betr oberbegriff techno
ich fands damals immer super wenn in den clubs verschiedene styles ( techno, acid, hardcore, trance, house bis ambient am morgen), zu hören waren so konnte man vieles neues entdecken. oft gabs auch sonst extra chill out rooms wo dann eben ruhige sachen die ganze nacht liefen.

heute ists leider so das so gut wie die ganze zeit ein genre/style und zudem noch durchweg die gleiche bpm zahl von anfang bis ende laufen, selbst im chill out room (falls es mal ein gibt läuft da sogut wie das selbe wie aufm mainfloor) das ist extrem langweilig bzw. nervig zumal sich so viele trax wirkich gleich anhören (mehr tools als techno).

ich selber hab sogar schon mehrmals erlebt das sich der dj vor mir sogar beschwerte das ich nicht in sein set in the mix eingestiegen bin also weiter den selben scheiss zeuch spiele wie er oder andere vorher und mein set, was 'n anderer style war, mitm spacigen intro begann.
das tolle daran war auch das ich die durchweg frühe 90er sachen spielte wo die newbies nich kennen aber so gern nieder machen aber die party ging viel mehr ab als vorher. :D

(wer mal oldschool brauch auf seine party... gerne pm :huhu:) :floet:
 
Zuletzt bearbeitet:
Techno ist heute leider fast nur noch sowas hier. Zumindest das was kommerziellen Erfolg hat.
Irgendwelche Neuköllner Wannabe Ganster mit Goldketten und Tattoos.. Techno has come a long way....


https://www.youtube.com/watch?v=pSkun1wICSc


gut das du nicht -was der dj hier auflegt- geschrieben hast denn leute die automatisches syncronieren benutzen (und wohl auch dazu noch automatische harmonie angleichung) darf man auch nicht dj nennen!
so kann das jeder anfänger...
das scheint den konsumenten dieser mugge heute aber auch komplett egal zu sein weil sie keine ahnung haben bzw. sich soweit kaum noch dafür interessieren was ein dj wirklich ausmacht.


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Ein Kumpel machte nach eigenen Angaben vor 25 Jahren „Techno“, habe es zwar nie als Techno empfunden, heute hört sich sein Output immer noch so ähnlich an wie früher, heute nennt er es „Electro“.

Als dann muss „Techno“ wohl tot sein ;-)
 
Naja, Wen kann man denn heute noch mit Technologie als dessen Namensgeber begeistern? In den 80ern war Technologie ein breites Gesellschaftsthema, das sich das irgendwann auch musikalisch ausdrück war ja von daher nur konsequent. Was bewegt die Gesellschaft heute? Die Technologie an sich scheint eher in den Hintergrund getreten zu sein, stattdessen treffen die Technologiefolgen in den Vordergrund. Und darüber sollte man mal 'ne Nacht schlafen ;-)
 
Meine Meinung:
Techno ist bereits in den 90ern gestorben. 1989/90 bis 1994 war die Blütezeit. Techno war nie ein Massenprodukt. Es war bloß ein Synonym für alles, was nach schnelle elektronische Tanzmusik anhörte. Trance hat Techno abgelöst und wurde weiterentwicklelt oder, wie ich es sehe, zurückentwickelt.

Unter Techno verstehe ich sowas wie Time of War von Metropolis.


https://www.youtube.com/watch?v=IDLQ5MgtADw

Meine Ja-Abstimmung bezieht sich auf die Frage, ob Techno tot sei. Ob Genres überflüssig geworden sind, kann ich nicht sagen. Für mich sind Genres wichtig.
 
Irgendwie kam mir heute mal die Idee Google-Trends mit ein paar Begriffen der Musikbranche zu füttern. Schon recht interessnt was da so rauskommt.
Der Threadtitel deutet's bereits an, dass als Bsp mal das Genre Techno herangezogen wurde. Google stellt hier die Anzahl der Suchanfragen normalisiert über einen Zeitraum von 17 Jahren dar. So ab 2010 gings doch kontinuierlich bergab und sättigt sich auf ein gewisses Grundrauschen das seit 6 JAhren vor sich hin vegetiert. Aber eigentlich ist der Graph tot.
Selbiges bei Trance. Nun könnte der Electro-Fan vllt. meinen die hören jetzt alle Hip-Hop? Dem Graph nach zu urteilen siehts da noch düsterer aus als beim Techno. EDM? Ganz interessant - ging so 2014 los, erreichte den Höhepunkt Sep/2016 und ist heute nicht mehr weit entfernt von einem Niveau der Anfangszeit. Paul Van Dyk - eines meiner großen Idole scheint heute auch keinen mehr zu interessieren. Da frag ich mich, was denn eigentlich derzeit so die Trends vor allem in der elektronischen Musik so sind? Psy-Trance? Pustekuchen!


Jetzt mal die Diskussionsfrage-Runde an euch. Ist sowas repräsentativ? Findet ihr etwas, das im aufsteigenden Ast begriffen ist? Sagen die Graphen etwas über die tatsächlich konsumierte Musikmenge des jeweiligen Genres aus?
Aufsteigend? Mal Spotify eingeben ...

Dann hab ich heute gelesen, dass Genres eigentlich überhaupt an sich mehr oder weniger ausgedient haben. Und ich kann das für mich als Amateur auch irgendwo bestätigen, da doch viele meiner noch einfachen Produktionen sich Genre-technisch nicht wirklich zuordnen lassen - allenfalls noch sich unter dem Oberbegriff der elektronischen Musik fassen lassen. Geht es weg vom Thema des Genres? Wie erschließt sich denn dann eine mögliche Querverbindung zu weiteren Artist's? Um das ganze abzurunden mal eine kleine Umfrage, ob Genre's euch bereits ausgedient haben oder ihr doch sehr daran hängt.
Nicht so leicht zu beantworten.

Im Prinzip stirbt stirbt alles irgendwann und wird durch etwas ähnliches ersetzt.
Musikevolution, aber manchmal wird in den genres inzeSt betrieben und es kommt zur Fehlgeburt. Da sind dann die Eltern Schuld.


Der Techno mit dem du oder ich aufgrewachsen bist ist tot und begraben. Den wird und kann es so einfach nicht mehr geben.
Ich habe 2005 mit 4 to the floor zeug angefangen und bin komplett auf elektronischer Musik hängen geblieben.
Da hab ich mir auch gerne Sachen von noch 2000 angehört. Sven väth @ u60😄
Ich hab auch super gerne minimal techno gehört, aber das was heute techno oder minimal heißt hat nicht mehr viel mit der damaligen Musik zu tun. Sowas wie damals finde ich heute nicht mehr. Es hat sich verändert und für viele den Reiz verloren.
Daran waren Lebenseinstellungen und Lebensphilosopien gekoppelt. Das hat sich eben alles verändert und ist nicht genau so reproduzierbar. Und so höre ich halt die alten Sachen, weil es sie heute kaum mehr gibt.
Diese Musik ist fest mit einem Lebensabschnitt gekoppelt.
Und so ist es mit jeder Art von Musik.
Was ist aus pop geworden?
Wenn du in der Anfangszeit von House die Musik geliebt hast, so wirst du sie heute nicht mehr finden. Sie ist tot.
Das Wort hat überdauert, ist aber etwas anderes heute.
So ist das!
Deswegen ist das auch nicht representativ, weil der techno den man vielleicht sucht heute so nicht mehr exestiert.
Insofern geb ich der Anzahl nach des gesuchten Wortes keine große Bedeutung.

Elektronische Musik wird es aber immer geben und diese ist in den letzten Jahren ja extrem populär geworden. Nur nicht so wie man es sich vorgestellt hat....

Dazu kommt noch das sich die genres immer mehr in sub genres aufteilen und diese sich wieder aufteilen und so weiter. Ist heute alles unüberschaubar und nicht unbedingt sinnvoll.
Da nehmen natürlich auch die Suchanfragen zu bestimmten genres ab.

Ich selbst bin heute in genres glücklich, die ich früher nicht songehört habe. Ambient. Vapor wave, was oneothrix point never perfektioniert hat. Oft weiß ich auch gar nicht mehr in welche schublade ich etwas stecken soll. Was ja ein gutes Zeichen ist.
 
Meine Meinung:
Techno ist bereits in den 90ern gestorben. 1989/90 bis 1994 war die Blütezeit. Techno war nie ein Massenprodukt. Es war bloß ein Synonym für alles, was nach schnelle elektronische Tanzmusik anhörte. Trance hat Techno abgelöst und wurde weiterentwicklelt oder, wie ich es sehe, zurückentwickelt.

Unter Techno verstehe ich sowas wie Time of War von Metropolis.


https://www.youtube.com/watch?v=IDLQ5MgtADw

Meine Ja-Abstimmung bezieht sich auf die Frage, ob Techno tot sei. Ob Genres überflüssig geworden sind, kann ich nicht sagen. Für mich sind Genres wichtig.

Guck.
Ich hab techno erst 2005 kennen gelernt und für mich sind die sachen ab 2000 die besten.
Mit dem neuen techno kann ich gar nichts mehr anfangen.
Insofern stirbt Techno ständig und verändert sich. Wie du selbst und deine Zellen. Irgendwann ist von der alten Person nichts mehr möglich und trotzdem ist man noch die selbe Person.
 
Den Techno/Trance den wir noch vor 25-30 Jahren abfeierten, ist doch heute die Soundgrundlage vom Schlager.

Da wird jetzt recycelt was wir nicht mehr hören wollen.
 
Wenn Techno tot ist, was ist dann mit Däschnöh?

Hat Guggel in seiner unendlichen Güte und Weisheit daran gedacht?

Stephen
 
mir ging es noch nie nur um Spaß! Techno ist wie eine Formensprache in der Kunst. Mancher läßt sie auf sich wirken, andere haben keinen Zugang dazu. Die Form wird aber nie sterben
 
Mir doch egal was Google sagt….
Egal was, ob Techno, Pop, Rock, Blues, Folk, Rap, ,Metal, Schlager, oder was auch immer…. Nix ist out.
Das eine oder andere gerät halt ab und zu mal in den Hintergrund, kommt aber alles wieder… so what… 😎
 
Mal noch eine technische Ergänzung zum Trend-O-Meter von Google.
Man kann auch die Suche auf Youtube einschränken, indem man oben wo Websuche steht klickt und Youtube auswählt.
Und da wirds dann interessant. Es gab ja den Einwand, dass man nicht auf Google nach Techno sucht - das ist in gewisser Hinsicht auch nachvollziehbar, was den direkten Konsum technoider Musik angeht. Dennnoch ergibt sich auch ein Grundrauschen des Begriffs über indirekte Suchanfragen. Jedenfalls kann man mit der Eingrenzung auf Youtube doch, gerade was medielle Sachen angeht, noch präziser vorgehen. Und da wirds dann wiederum interessant zu sehen, dass pünktlich mit dem beginn der Corona-Welle es einen steilen Schub nach oben gab.

Also tot im Sinne von gesellschaftlich nicht mehr relevant, würde ich so also nicht stehen lassen.
 
Klassische Musik
Rockmusik
Jazz
...
Frank Zappa : Jazz ist nicht tot, er riecht nur etwas komisch
Nun, Techno als tot zu bezeichnen, oder als tot zu erklären macht doch Sinn.
Danach lässt sich gut wieder ein Totentanz zelebrieren.
...
Ich mache die Vorhersage, dass sich aus der jetzigen Untergrundszene (verbotene Partys)
Eine frische Dynamik entwickeln wird. Es war der Kommerz Overkill Ende der 90er
Welcher mit Minimal als Kind (oder Antagonismus) Techno wieder erdete. Dann kam
Ja der Bergheim Dj Superstar . Düster, rauh, drogig. Mit weltweitem Effekt und Herausbildung eines künstlerischem und kommerziellen epizentrum: Berlin.
Da ist nun Essig.
...
Auf was ich rauswill? Na, mir wärs recht wenn Techno sich ständig neu erfinden wird.
Gerne mit starker Betonung der Bassdrum auf 1 5 9 und 13.
Gerne ohne Vocals.
Gerne düster, rauh und drogig.
Trance, minimal, Kommerz, etc. auch gerne. Kann mir da aber auch die alten
Sachen anhören.
...
SAVE THE RAVE
 
Ist Techno tot?
Im Sinne von... Musik der Jugend die dazu abfeiert... Ja natürlich ist Techno tot!
Sollen unsere Kinder zu der Art Musik tanzen, die uns gefallen hat? Und wir können nicht mehr dazu tanzen, so spät weg gehen, da ist ja das ganze Wochenende versaut und außerdem tut uns das Kreuz weh.
 
Leute, es ist nicht Techno, es ist die Musik die tot ist.

Get over it.
 
Berlin vor gestern open air mit Westbam.
30 Jahre Techno oder so.
Die tickets waren ratz fatz ausverkauft. ;-)
 
Endlich!
Ich mag House und Minimal sowieso viel lieber! :dj:

Aber um Konversationen zu vereinfachen behaupte ich nun auch schon seit 30 Jahren, dass ich Techno mache. Das subsummiert für mich sehr gut alle Stile elektronischer Musik, die auf einer FtF-Kick basieren.

Meine Beobachtung nach über 15 Jahren totaler Szeneabstinenz ist, dass es unter jungen Leuten (meine Mitarbeiter sind um 25 und extrem Musik-Begeistert, ich bin 51) eine ziemlich bunte Stilvielfalt gibt, die einen aber nicht mehr auf eine Szene fest nagelt. Heute eine Dark-Techno Party, nächste Woche zum Rock-Festival, zwischendurch zur Jazz-Session. Der eigene Sound von allem inspiriert und auf der Suche nach dem eigenen Stil. So war das bei mir früher auch.

Alte Künstler aus den 90ern spielen fast keine Rolle mehr, produzieren manchmal YouTube-Erklärvideos für den Nachwuchs und pflegen den Kult. Denn interessant ist es für die jüngeren ja schon, wie und womit wir das früher gemacht haben. Stichwort Vintage-Gear!

Wenn ich mal Soundcloud durchstöbere, bin ich immer wieder von den vielen coolen neuen Produktionen geflashed, die dort zu hören sind. Ganz zu schweigen davon, dass der Kram dann auch sofort auf meinem DJ-Controller verfügbar ist.

Dennoch komme ich mir schon vor wie ein echter Techno-Oldie. Als mein Freund Eric D. Clark in den frühen 2000ern direkt gegenüber vom Altersheim in der Pappelallee im Prenzelberg wohnte, hatten wir die Vision, dass wir selbst da mal sitzen würden, und am Nachmittag zum Bingo für die anderen Alten auflegen…
:massen:

Ganz so schlimm wird es wohl nicht, da die Vierviertelmusik offensichtlich eine Evolution mitmacht und auch noch aktuell und wirklich überall im Mainstream zu hören ist. Aber das Altersheim inklusive Oldieshow ruft schon ganz deutlich! Auf den guten Sound! 😀

Schönen Sonntag!
 


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