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These: Macht uns der ganze Internet- und Smartphonekonsum musikalisch anspruchsloser?

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These: Macht uns der ganze Internet- und Smartphonekonsum musikalisch anspruchsloser?

Ich hab da seit einiger Zeit eine Vermutung: Könnte es sein, dass Musik unter anderem deshalb immer einfacher wird, weil sich durch unseren Internet- und Smartphonekonsum auch unsere Aufmerksamkeit und unser Arbeitsgedächtnis verändern?

Ständig neue Reize, kurze Videos, mal eben hier schauen, dort scrollen, ständig irgendwas Neues. Ich könnte mir vorstellen, dass darunter irgendwann die Fähigkeit leidet, längere und komplexere Zusammenhänge im Kopf zu behalten.

Ich merke das inzwischen sogar an mir selbst. Früher konnte ich längere musikalische Passagen problemlos spielen und hatte auch eher eine Vorstellung davon, wie ein kompletter Track aussehen bzw. klingen sollte. Heute fällt mir beides deutlich schwerer. Ich denke viel mehr in einzelnen Abschnitten und verliere schneller den Blick fürs Ganze.

Das war - bei mir zumindest - früher anders. Ich hatte
von Beginn eines Tracks eine sehr präzise Vision und
die hat sich über mehrere Tage halten.
Ich dachte zunächst in Richtung "musikalische Identität".
Klar, möglich auch das, denke aber, dass diese Art von Phänomen vielschichtiger und deutlich weiter verbreitet
ist, als man sich eingestehen mag. Die meisten werden
wohl nicht in der Lage sein, sich so weit zu reflektieren,
aber man kann ja mal drüber sprechen.

Interessant ist, dass es tatsächlich Studien gibt, die eine zunehmende Vereinfachung von Popmelodien feststellen. Und andere Untersuchungen zeigen Zusammenhänge zwischen intensiver digitaler Mediennutzung und Problemen mit Aufmerksamkeit und Arbeitsgedächtnis.

Auch elektronische Musik betrifft es.

Natürlich beweist das noch keinen direkten Zusammenhang. Aber vielleicht wird Musik nicht nur deshalb einfacher, weil die Leute lieber einfache Musik hören, sondern auch, weil es uns zunehmend schwerer fällt, komplexere Musik überhaupt zu entwickeln und gedanklich zu erfassen.

Mich würde interessieren, ob ihr Ähnliches an euch beobachtet. Gerade diejenigen, die schon seit 20 oder 30 Jahren Musik machen. Fällt euch das Komponieren längerer, zusammenhängender Stücke heute schwerer als früher?

Je älter und weniger digital kognitiv verseucht, desto besser - Gut möglich, dass das Problem, sofern es eines ist, eher meine Generation oder jünger betrifft, also unter 45-50 Jahre.

Was meint ihr? Eure 2Cents, Senf oder sonstwas dazu? 😜
 
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M.i.a.u.: gruenerwirdsnich, sospro und sllk
Was man konkret dagegen tun könnte:

1. Shorts, Reels und Doom Scrollen möglichst komplett streichen. Diese ständigen kurzen Reize können auf Dauer kaum gut für die Konzentration sein.
2. Smartphone öfter mal weglegen. Einfach mal 1-2 Stunden nicht draufschauen, auch nicht mal eben zwischendurch. Bin mit meiner Bildschirmzeit zwar deeutlich unter Schnitt ...
3. Wieder mehr Bücher lesen. Erstmal 10-15 Minuten am Stück, später länger. Mir fällt das mittlerweile selbst ziemlich schwer, vergesse die letzte Seite, lese sie nochmal und solche Späße.
4. Musik wieder bewusst hören. Also wirklich hinsetzen, Augen zu und einen Track oder Album komplett durchhören. Nicht nebenbei irgendwas machen.
5. Musik im Kopf komponieren. Ohne Rechner, ohne Instrument. Einfach versuchen, sich einen kompletten Track mit allen Entwicklungen vorzustellen.
6. Längere musikalische Passagen auswendig lernen. Nicht immer nur 4 oder 8 Takte und dann den nächsten Part. Fällt mir etwas schwerer wie früher.
7. Wieder mehr komplexe Musik hören. Progrock, IDM, Klassik oder was auch immer. Hauptsache nicht immer nur kurze, sich ständig wiederholende Patterns.
Mach ich eh. Dafür jetzt bewusster, ohne Ablenkung.
8. Langeweile wieder zulassen. Nicht bei jeder Gelegenheit das Handy rausholen. Einfach mal nichts machen und die Gedanken laufen lassen.
9. Ausreichend schlafen. Bei mir 4 bis max 6 Std. Viel zu wenig!

Ob das tatsächlich hilft, weiss ich nicht. Aber ich werd das mal konsequenter versuchen. Gerade die Fähigkeit, komplexe Musik über längere Zeit im Kopf zu entwickeln, hätte ich schon ganz gerne wieder.
 
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  • Gute Idee
M.i.a.u.: intercorni, sunchylde, Robot City und 2 andere
Genügend Schlaf ist sowieso wichtig ( Gesundheit , ohne geht nichts)
Hast ja vieles schon genant.
Hier noch ein Buchtipp:
Die Känguru Chroniken, Kapitel „die ganze Wahrheit“ (krass)
Ansonsten, mal Handy weg, im Garten was machen , handwerklich was treiben oder alte Freunde besuchen ( falls sie nicht am Handy hocken)
Frei nach Wolfgang Ambros: bin dagegen dass wir unsere Häuser für Roboter bauen, die deppert dann im Fernseher schaun …
 
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M.i.a.u.: D-Joe und sllk
Es ist nicht nur das Smartphone ne Sucht, es kommt noch die KI (künstliche Idioten) Seuche dazu.
Macht schon kein Bock hier auf neue Beiträge zu gucken, KI immer in der Top 10.
Natürlich gibt es noch anspruchsvolle Musik,
aber die geht halt unter, mehr oder weniger
 
Ich hab da seit einiger Zeit eine Vermutung: Könnte es sein, dass Musik unter anderem deshalb immer einfacher wird, weil sich durch unseren Internet- und Smartphonekonsum auch unsere Aufmerksamkeit und unser Arbeitsgedächtnis verändern?
Du lässt als Musiker außer acht, dass wir seit den achtziger Jahren einen massiven Einfluss auf Hörgewohnheiten haben: den DJ. Oder genauer: von DJs beeinflusste oder direkt von ihnen oder mit ihren Mitteln gemachte Musik. Diese Musik war sehr schnell sehr erfolgreich, weil sie den Leuten die Musik lieferte, die sie von der musik-emotional am positivsten besetzten Situation gewohnt sind: die Musik der Diskothek / des Clubs.

Endlich gab es eine Musikrichtung, die das ganze langweilige Bildungs-Gesülze wie Balladen, raffinierte Arrangements und tolle Texte beiseite ließen (ich hoffe Du erkennst die absichtliche Übertreibung), und genau nur die Musik lieferte, die in der menschlich zentralen Situation gespielt wird: "Boy meets Girl in the Club" (um das Billy Wilder Zitat abzuwandeln). Das war gnadelos erfolgreich und den Herstellern von "Bildungs-Gesülze" bliebt letztlich nichts anderes übrig, als das zu adaptieren (wobei sich die Leute sicher oft nicht verbiegen mussten, sondern das einfach auch gut fanden).

Als (ziemlich wichtige) Seitenstrang gehört dann auch HipHop dazu, als komplett neue Art etwas als Musik zu denken, was früher nie und nimmer als Musik bezeichnet worden wäre. HipHop packt eine enorm große Hörerschaft so direkt wie kaum was anderes, und braucht dazu null Melodie, null Tonalität. Ein Rhythmus und die Ansprache eines Menschen genügt, damit sich Hörer mit der Musik und mit dem Gesagten identifizieren.

Und jetzt wichtig: beide Genres, der "moderne Disco-Sound" (aka techno, house, minimal und Co) und HipHop, brauchen keine Komposition im bisherigen Sinn mehr. Beide Genres funktionieren - wenn auch aus unterschiedlichen Ursachen heraus - komplett mit einem ständig repetierten Motiv.

Nicht die Leute sind "dümmer" geworden. Es hat sich herausgestellt, dass die "schlaue" Musik überhaupt nicht nötig oder gewünscht ist (und eventuell es nie wirklich war).


Dein Fehler ist, das aus der Position des Musikers zu bewerten, der sein Selbstwertgefühl daraus zieht, dass er was einzigartiges macht.
Bewerte es aus der Sicht des mit musiktheoretischer Bildung völlig unbeleckten Hörers, dem der Musiker und seine Einzigartigkeit völlig schnurz ist, und dem es nur um das Leben in der Situation geht, in der auch(!!!) Musik läuft, dann verschieben sich Deine ganzen Bewertungen.
 
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M.i.a.u.: Rasenmähermann, Robot City, noise_level_11 und 5 andere
Du lässt als Musiker außer acht, dass wir seit den achtziger Jahren einen massiven Einfluss auf Hörgewohnheiten haben: den DJ. Oder genauer: von DJs beeinflusste oder direkt von ihnen oder mit ihren Mitteln gemachte Musik. Diese Musik war sehr schnell sehr erfolgreich, weil sie den Leuten die Musik lieferte, die sie von der musik-emotional am positivsten besetzten Situation gewohnt sind: die Musik der Diskothek / des Clubs.

Endlich gab es eine Musikrichtung, die das ganze langweilige Bildungs-Gesülze wie Balladen, raffinierte Arrangements und tolle Texte beiseite ließen (ich hoffe Du erkennst die absichtliche Übertreibung), und genau nur die Musik lieferte, die in der menschlich zentralen Situation gespielt wird: "Boy meets Girl in the Club" (um das Billy Wilder Zitat abzuwandeln). Das war gnadelos erfolgreich und den Herstellern von "Bildungs-Gesülze" bliebt letztlich nichts anderes übrig, als das zu adaptieren (wobei sich die Leute sicher oft nicht verbiegen mussten, sondern das einfach auch gut fanden).

Als (ziemlich wichtige) Seitenstrang gehört dann auch HipHop dazu, als komplett neue Art etwas als Musik zu denken, was früher nie und nimmer als Musik bezeichnet worden wäre. HipHop packt eine enorm große Hörerschaft so direkt wie kaum was anderes, und braucht dazu null Melodie, null Tonalität. Ein Rhythmus und die Ansprache eines Menschen genügt, damit sich Hörer mit der Musik und mit dem Gesagten identifizieren.

Und jetzt wichtig: beide Genres, der "moderne Disco-Sound" (aka techno, house, minimal und Co) und HipHop, brauchen keine Komposition im bisherigen Sinn mehr. Beide Genres funktionieren - wenn auch aus unterschiedlichen Ursachen heraus - komplett mit einem ständig repetierten Motiv.

Nicht die Leute sind "dümmer" geworden. Es hat sich herausgestellt, dass die "schlaue" Musik überhaupt nicht nötig oder gewünscht ist (und eventuell es nie wirklich war).


Dein Fehler ist, das aus der Position des Musikers zu bewerten, der sein Selbstwertgefühl daraus zieht, dass er was einzigartiges macht.
Bewerte es aus der Sicht des mit musiktheoretischer Bildung völlig unbeleckten Hörers, dem der Musiker und seine Einzigartigkeit völlig schnurz ist, und dem es nur um das Leben in der Situation geht, in der auch(!!!) Musik läuft, dann verschieben sich Deine ganzen Bewertungen.
Das ist gut zusammen gefasst.
Ich beobachte, auf Arbeit sehr oft, gerade bei einem größeren Teil der jüngeren Generation.
Da muss ein Drop und Riser den nächsten folgen, sonst ist die Tanzfläche leer.

Ansonsten sind Soziale Medien für das Belohnungssystem schlimmer als Koks.
 
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M.i.a.u.: sunchylde
Shorts, Reels und Doom Scrollen möglichst komplett streichen.
Ist das nicht eher ein Phänomen der Gen Z und Alpha? Ich höre gern Podcasts und interviews von 2-3 Stunden Länge - Shorts nerven mich quasi sofort.

Smartphone öfter mal weglegen. Einfach mal 1-2 Stunden nicht draufschauen, auch nicht mal eben zwischendurch.
Das dürfte helfen. Ich nehme es zwar mit, wenn ich aus dem Haus gehe, aber zuhause oder im Büro fasse ich es so gut wie nie an.

Wieder mehr Bücher lesen. Erstmal 10-15 Minuten am Stück, später länger.
Lese jeden Abend ca. 1-2 Stunden vor dem Einschlafen. Allerdings nur Prosa/Romane; fachliches muss ich den ganzen Tag schon beruflich konsumieren.

Musik wieder bewusst hören. Also wirklich hinsetzen, Augen zu und einen Track oder Album komplett durchhören. Nicht nebenbei irgendwas machen.
Eigentlich habe ich Musik immer schon eher nebenher gehört - z.B. beim Lesen, Basteln oder Programmieren. Früher auch schon mal beim Einschlafen, aber sonst nie ausschließlich.

Musik im Kopf komponieren. Ohne Rechner, ohne Instrument. Einfach versuchen, sich einen kompletten Track mit allen Entwicklungen vorzustellen.
Das kann ich nicht - konnte ich allerdings noch nie, auch nicht in jungen Jahren. Melodien unter der Dusche improvisieren zählt ja nicht …

Längere musikalische Passagen auswendig lernen. Nicht immer nur 4 oder 8 Takte und dann den nächsten Part. Fällt mir etwas schwerer wie früher.
Das kann sicher nicht schaden. Früher, als ich noch aktiv Klavier gelernt und in einer Band gespielt hatte, konnte ich das deutlich besser. Aber das Gedächtnis lässt mit den Jahren allgemein nach … da bin ich schon froh über DAW und Sequencer.

Wieder mehr komplexe Musik hören. Progrock, IDM, Klassik oder was auch immer.
Ja, wenn man sonst nur noch Techno, House oder Drone goutiert … ich habe immer schon alles mögliche querbeet gehört, auch ProgRock oder Klassik.

Langeweile wieder zulassen.
Ich kann mich eigentlich nicht erinnern, mich jemals großartig gelangweilt zu haben. Konnte mich immer beschäftigen, entweder kreativ, oder notfalls durch Lesen. Einfach so dasitzen und gar nichts tun, ist allerdings auch nicht mein Ding - etwas Stimulus braucht es, sei es durch Handarbeit, Lektüre oder dem Folgen eines Gesprächs oder Vortrages.

Ausreichend schlafen. Bei mir 4 bis max 6 Std. Viel zu wenig!
Das auf jeden Fall. Ich bevorzuge auch mit über 50 meine 8 Stunden plus. :-)

HipHop packt eine enorm große Hörerschaft so direkt wie kaum was anderes, und braucht dazu null Melodie, null Tonalität. Ein Rhythmus und die Ansprache eines Menschen genügt, damit sich Hörer mit der Musik und mit dem Gesagten identifizieren.
Witzigerweise konnte ich damit nie etwas anfangen. Habe immer schon lieber ein Instrumental gehört als ein Stück, das nur aus Rhythmus und Text besteht. Auch mit reiner Lyrik hatte ich immer schon meine Probleme - gesungenen Text mag ich allerdings, also z.B. auch vertonte Lyrik. Bei HipHop stößt mich wohl am ehesten diese Gangster- oder Outlaw-Attitüde ab, oder das pseudo-flapsig/witzige bei Bands wie den Fanta 4 (was ich aber ab und an noch eher ertrage, z.B. bei Fischmob, Falco, Alligatoah etc.).
 
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M.i.a.u.: Mc und sllk
Wer ist denn immer dieses "wir"? Das ist so ein Steckenpferd von Dir immer ein "wir" zu konstruieren wo gar keins ist.
 
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M.i.a.u.: Synthesilent, sbur, ganje und 4 andere
  • #10
Um das mit dem „Wir“ mal aufzugreifen, wir können uns glücklich schätzen, unter anderen Umständen aufgewachsen zu sein.
 
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M.i.a.u.: Mc
  • #11
ich bin jetzt bei 3:30 und weiß immer noch nicht um was es geht. wann kommt er mal auf den punkt? :)
 
  • #12
boah ist der anstrengend.

ich würde das einfach post-postmoderne nennen, in der wir uns da befinden - aber er erklärt es 10 minuten lang damit, dass zeitachsen ja eigentlich wie wegemarken sind und die musik seit 2005 jetzt nur noch wie ein gothic schriftsatz aussieht. hä?

und wenn "wir" (da ist es wieder, er scheint es auch zu kennen) immer unser smartphone mit uns herumtragen, dann ist das gar kein smartphone, sondern ein portal in den cyberspace.

also ich z.b. habe gar kein smartphone bzw. nur eines zuhause, was ich nur zum fotographieren benutze, denn zum telefonieren brauche ich das nicht und zum musikhören schon mal gar nicht.

ich darf also auch bei herrn fisher zu dessen "wir" nicht dazugehören weil ich mich nicht regelkonform verhalte. (ist das jetzt gut oder schlecht?)
 
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  • #13
Ich habe mir nach dem Editieren, weil mir unterwegs nach einem Joint der Finger am Mixer ausgerutscht war, einen ca. 56 Minütigen Mix den ich gestern aufgenommen habe angehört.

Trotz das die Unterschiede in Lautheit der einzelnen Tracks gelegentlich fordert, ist das im gesamten eine sehr sehr entspannte Geschichte.;)
 
  • #14
Durch das Streaming und dadurch günstig alle Musik zu hören verliert Musik an Wert.
Die meisten genießen Musik nicht mehr.
Als man noch für ein Album oder Song bezahlen musste hatte die Musik noch Wert.
Bei CDs wars noch cooler.
Man überlegte sich gut welchen Track oder Album man kauften.
Das Einlegen der CD war ein Ritual.
Ganz anderer Bezug zu Musik.
Heutzutage nur noch schnelllebiger Mist.
Gibt aber noch Leute die gnießen.
Nicht so viele, aber der Trend steigt aktuell.
Platten und Kassetten werden wieder hergestellt.
Auch das Hifi hören mit guter Anlage zu Hause wird wieder mehr.
Die Leute merken das so langsam auch.
In Zukunft wird gutklingende Musik wieder geschätzt. Gibt gute KI Titel, aber da fehlt die klangliche Seele.
Alles flach und leblos.
 
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M.i.a.u.: gruenerwirdsnich, Robot City und Mc
  • #15
Ich habe mir nach dem Editieren, weil mir unterwegs nach einem Joint der Finger am Mixer ausgerutscht war, einen ca. 56 Minütigen Mix den ich gestern aufgenommen habe angehört.

Trotz das die Unterschiede in Lautheit der einzelnen Tracks gelegentlich fordert, ist das im gesamten eine sehr sehr entspannte Geschichte.;)

Alle Wege führen in einen Raum. :)
 
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M.i.a.u.: sllk
  • #16
Wer es sich leisten kann: Keine Musik mehr veröffentlichen. Bitte mehrmals lesen, überlegen, was ich damit meine – nicht, dass ihr keine Musik mehr machen sollt. Könnt sie auf Halde produzieren, gebt gerne Leuten Zeug von euch zu hören, die sich im gleichen Raum befinden, oder in Kopfhörerreichweite.

Überlasst Leuten das öffentliche Publikum, den Markt der schwindenden Aufmerksamkeit, die auf das Einkommen angewiesen sind. Ich bin froh, dass ich kein Musiker bin.

Produziert auf Halde und bannt eur Œuvre auf Analogmedien in Kleinstauflage, denn es kommt eine Zeit, denn es kommt eine Zeit, wo ihr auf dem Schwarzmarkt alles zu Geld Essen machen müsst, was ihr an Nicht-essbarem habt. Und da kann frische, unerhörte Musik auf Vinyl durchaus Abnehmer finden.

Vielleicht sagt auch der eine oder andere Ohrenstopfern wie Spotify adé und kündigt das Abo. Haben hörtechnisch was von Diktatur – "von dem, was wir meinen, das du's gerne hörst, kriegste zum Erbrechen, sonst gibts nichts". Flieht über die Kopfmauer, werdet schon nicht erschossen.

Macht Ausnahmen für euch nach eurem Ermessen. Völlige Askese, wer hält das schon lange durch. Für meinen Teil erkiese ich manches Battle hierzuboard zur Ausnahme.
 
  • #17
Es ist an der Zeit sich ein Cabrio zu kaufen.
 
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M.i.a.u.: mookie, sllk, Ohrenherz und 2 andere
  • #18
Nicht die Leute sind "dümmer" geworden. Es hat sich herausgestellt, dass die "schlaue" Musik überhaupt nicht nötig oder gewünscht ist (
Sehr schön auf den Punkt gebracht. Es ist gut, wenn es gefällt, so einfach kann die Welt sein!
 
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M.i.a.u.: Golden-Moon und JayBee
  • #19
Macht uns der ganze Internet- und Smartphonekonsum musikalisch anspruchsloser?
Es lohnt sich die einzelnen Begrifflichkeiten auseinander zunehmen.

Macht - Kontrolle über jemanden oder etwas. Dass steht gleich am Anfang des Satzes und stellt den Anspruch da.
uns - Damit sind alle, zusammen, jeder als Individium gemeint.
der ganze - Allumfassend egal was danach steht. Eine weitere Geiselung des Schuldigen
Internet und Smartphonekonsum - Der Schuldige. Wieder wird die Hoheit durch eine Verallgemeinerung beansprucht. Internet, Smartphone, Konsum werden auf eine Stufe gestellt
musikalisch - eine menschliche Fähigkeit, ein Talent, etwas was zu bewahren gilt, ein Pflänzchen, zerbrechlich im Angesichts der Bedrohung der Begrifflichkeiten zuvor.
anspruchloser - Der Vorwurf an ,,uns''. Jetzt wird der Finger direkt gezeigt und soll ,,uns'' entgültig ansprechen, zermürben, zweifeln, verwirren

und jetzt dass wichtigste...

? - Im Grunde ein Ausrufezeichen, den die Entscheidung ist schon gefallen. ,,Offensichtlich'' hat ,,uns`` der Wechsel von Schallplatten auf CD ,,musikalisch'' ,,anspruchsloser'' gemacht.

Am ,,Ende'' läuft ,,alles'' auf die ,,einzig'' ,,wahre'' Frage hinaus?

Hätte ich ein erfolgreicher Musiker werden können, hätte ich dieses Forum nie betreten ?
 
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M.i.a.u.: ModernerPurist
  • #20
Nein, die Masse der Menschen war und ist schon immer "anspruchslos". Die meisten Menschen müssen halt zusehen das sie zurechtkommen.
Durch das Internet wird das eher sichtbarer.

Und Pop Musik/Medien (60er/70er/80er..... und das beste aus Tiktok) war schon immer dumm und verblödet.

Ansonsten ist der Threadtitel auf dem Level von "Die Jugend ist dümmer als (wir) früher)". Mangelnde Selbstreflexion, nervt.
 
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M.i.a.u.: elbonzoseco, intercorni, TommNoise und 2 andere
  • #21
Umfragen und Statistiken gegenüber war ich schon immer eher anzweifelnd eingestellt. Für mich nur brauchbar als eine Informationsquelle von mehreren. Man kann genauso eine Statistik in Auftrag geben, die das genaue Gegenteil "beweist".

Konsum und Berieselung sind nun auch nichts wirklich neues. Hats schon immer gegeben, wirds weiterhin geben.
 
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M.i.a.u.: sllk und JayBee
  • #22
Ein "Höhepunkt" Anfang der 90er war für mich, als ich mal in einen Musikalienladen spazierte und dort ein Desktopklotz von Roland stand. Hatte eine GM-Klangerzeugung, ein Floppy, kleines Display und paar Taster. Dazu noch einen eingebauten Lautsprecher. War einzig und allein dafür gedacht, daß man General MIDI Files von Diskette damit abspielen konnte. Ich ordnete das schon als den Anfang vom Ende ein.

Trotzdem kamen kurz danach Techno, Drum'n'Bass, Aphex Twin ... Es ging also trotzdem weiter.
 
  • #23
These: Macht uns der ganze Internet- und Smartphonekonsum musikalisch anspruchsloser?
Könnte es sein, dass Musik unter anderem deshalb immer einfacher wird, weil sich durch unseren Internet- und Smartphonekonsum auch unsere Aufmerksamkeit und unser Arbeitsgedächtnis verändern?
Ist das wirklich so, dass "Musik" immer einfacher wird? Ich denke nicht, es gibt immer noch die ganze Bandbreite vom Klassiker zum Jazzer bis hin zum Wasauchimmer. Vielleicht liegt es in deiner Wahrnehmung eher daran, dass heutzutage einfach unendlich viel Musik releast wird und davon der größte Teil wohl eher "einfachere" Musik ist?
 
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M.i.a.u.: sllk und electric guillaume
  • #24
Was ich in gewissen Maße einräumen könnte, daß es womöglich immer mehr verlernt wird, mit der angebotenen Information etwas anzufangen, sie für sich positiv zu nutzen und die Flut zu filtern.
 
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M.i.a.u.: ModernerPurist
  • #25
Moin,

ohne jetzt viel von alldem Text gelesen zu haben, geb ich hier meine kurze Meinung dazu.

Wenn ich am Handy rumtue konzentriere ich mich meist nicht auf Musik. Wenn ich allerdings koche oder vielleicht mal ein Puzzle zusammen bastel, etwas male, dann mach ich mir explizit Musik zum Hinhören an. Dann beschäftige ich mich in Gedanken viel mehr mit dem was in diesem Musikstück passiert. Ein Stück mit Gesang, um was geht’s, was könnte der Hintergrund sein. Ein elektronischer Track, was für Klänge wurden verwendet und wie ist die Tiefe des Ganzen. Mein Gehirn taucht mehr in den Hintergrund ein, als wenn ich nur stumpf aufs Handy schaue.

Das dazu. 🙂
 
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M.i.a.u.: treponema, Lumm, K4c38v5kdz7rv-332 und eine weitere Person
  • #26
Was ich in gewissen Maße einräumen könnte, daß es womöglich immer mehr verlernt wird, mit der angebotenen Information etwas anzufangen, sie für sich positiv zu nutzen und die Flut zu filtern.
Ich denke auch, das dies das Thema zukünftiger Generationen sein wird. Im Moment sind für alle berauscht ob diesen vielen Dingen die auf uns einrauschen.
 
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M.i.a.u.: exitLaub
  • #27
Ist das wirklich so, dass "Musik" immer einfacher wird? Ich denke nicht, es gibt immer noch die ganze Bandbreite vom Klassiker zum Jazze

Ich meine schon. Selbst Klassik, Metal, Blues oder Jazz oder auch Ambient, idm, praktisch egal was.
Man blicke nur auf die Liste der einflussreichsten Alben jedes Genres.
Alles hat sich reduziert - Der Musikgeschmack hat sich reduziert, dafür mit
mehr Feuerwerk.

Technisch perfekter, sowohl spielerisch als auch tontechnisch. Aber musikalisch?
Nach Lehrbuch vielleicht. Wer will, kann sehr komplex anmuten. Da gibt es viele Tools
die hohen Anspruch vorgaukeln können, zum großen Teil in der DAW integriert.
Es macht schon einen Unterschied, ob einzelne Phrasen einen hohen Anspruch vorgaukeln
oder ob das Gesamtwerk so großartig ist, dass der regelmäßige Hörer auch nach
40 jahren Neues entdeckt.

Das trifft doch die Frage im Kern, dass "wir", ja ich meine schon "Wir" als Provokation,
also auch "Ihr", wir alle. Auf Anfrage welche Musik denn heute so großartig sei,
da kommt dann meist nichts, sondern, so wie hier auch, die Empörung, dass ich mir
anmaße über andere zu urteilen. Man stört sich am "Wir". Ja, wie kommt denn dieser Hannes dazu
einfach meine Weltsicht oder kognitiven Fähigkeiten zu hinterfragen?

Lassen usnere kognitiven Fähigkeiten nach? Ich denke schon.
Ich kenne Menschen, bei denen es krankheitsbedingt etwas offensichtlicher ist,
das hier hat ja keinen Einfluß auf die Lebensfähigkeit oder so, aber diese Menschen
tun alles dafür, nur um sich nicht ihrer degenerativen Entwicklung öffentlich stellen zu müssen.
Fast wie bei einem Junky, der seine Drogensucht verheimlicht.

Musikgeschmack ist kollektiv. Auch das Machen, die Inspiration, die Beweggründe und allem
was dazugehört ist kollektiv und eine sich selbst beeinflussende große Blase.

Zweifelsohne gibt es heute tolle Musik, die ich gerne höre - Aber "großartiger", weil im
großen Ganzen mehr erzählt, mehr zu entdecken, langfristig geniale Klangwelten entstünden?
Nein - Definitiv nicht. Sehr viel ist toll - für den Moment. Hört man das in 20-30 jahren mit gleicher Begeisterung?
Wahrscheinlich nicht.

Ich denke, dass "digitale Demenz" uns alle betrifft und das zunehmend. Die alten weniger, bei den jüngeren mehr.

Tut natürlich weh - Die Empörung ist bewusst provoziert ;-)
 
  • #28
Fakt ist, dass wir uns angewöhnt haben selbst alltägliche Dinge der Technik zu überlassen.
Und Fakt ist auch, dass das bereits wissenschaftlich untersucht wurde und die Ergebnisse
dahingehend sehr eindeutig sind.

Selbst bei einfachen, alltäglichen Dingen...
Vor einer Autofahrt sich den Weg im Stadtplan herauszusuchen, einzuprägen und nur danach
auch an´s Ziel zu kommen. Macht das heute noch wer? Das übernimmt das Navi/Handy.
Selbst die Parksituation wird vorher über Google Maps gecheckt.

Wir fordern unser Gehirn nicht in dem Maße, in dem wir es fordern sollten.
und dazu gehört mehr, als nur etwas Sport zu treiben und Abends zu lesen.
Das aktiviert nur Teilbereiche des Gehirns und bei den meisten dürften andere
Bereich über Zeit degenerieren.
 
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M.i.a.u.: Master Mix
  • #29
Vor einer Autofahrt sich den Weg im Stadtplan herauszusuchen, einzuprägen und nur danach
auch an´s Ziel zu kommen. Macht das heute noch wer? Das übernimmt das Navi/Handy.
Hast du keine Karte, würdest du dann nach den Sternen navigieren? Macht das noch wer?
 
  • #30
Hast du keine Karte, würdest du dann nach den Sternen navigieren? Macht das noch wer?
Ja, eine Karte kann man z.B. auch verlieren oder kann schon total veraltet sein. Aber jede Technik kann jederzeit ausfallen. Und was dann?

Plan B, sprich alternative Informationsquellen und Werkzeuge zu beherrschen kann mehr als nur ein bisschen hilfreich sein in Situationen. Das ist auch, was mit heute ein bisschen abgehen zu scheint: Vorausschauendes Denken aufgrund von unbedingter Technikhörigkeit.
 
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