Wäre ja ein Anfang, wenn man seine Ansichten auch begründen würde.
Der Anfang ist weiter oben zu finden, im Regel bei Post #1.
Dort wird folgende These aufgestellt, die interessanterweise mit einem Fragezeichen endet...
These: Macht uns der ganze Internet- und Smartphonekonsum musikalisch anspruchsloser?
...dann wird eine Behauptung aufgestellt...
Musik unter anderem deshalb immer einfacher wird
...die zu einer weiteren Frage führt:
Könnte es sein, dass Musik unter anderem deshalb immer einfacher wird, weil sich durch unseren Internet- und Smartphonekonsum auch unsere Aufmerksamkeit und unser Arbeitsgedächtnis verändern?
Die zweite ist zweifelfrei richtig: Die bloße Anwesenheit eines Handys beeinträchtigt bereits die Aufmerksamkeit und das Arbeitsgedächtnis, und das kann sich mit den Jahren auch manifestieren und zu einem Absinken des Arbeitsgedächtnisses führen, wenn kein Handy im Raum ist.
Die erste Feststellung hingegen halte ich für falsch.
Insofern ist es mir fast unmöglich zu bewerten ob es zwischen beidem einen Zusammenhang gibt, weil du schon die Rückfrage, wer denn "wir" eigentlich ist, selbst nicht beantworten kannst, geschweige denn, was "einfacher" bedeuten soll.
Ich habe mir mal 2 Zahlen rausgesucht: Taylor Swift (wer ist das eigentlich?) kommt auf 130 Milliarden Streams, Bach nur auf 5 Milliarden (das entspricht in etwa Platz 650 in den Charts).
Bei Youtube wären die beiden ungefähr gleichauf - bei Tonträgern läge Bach vorne. (Dort liegt er circa auf Platz 7)
Nehmen wir das mal als Indiz für deine These, dass Musikkonsum durch das Smartphone, was es ja erst seit 20 Jahren gibt, rein nominal, heute mehr als in den Siebzigern zu "Einfachheit" neigt.
In Bezug auf 1970 bis 2025 ist die Korrelation also nachweisbar.
Und jetzt beweist du mir mal, dass es auch die Kausalität ist.
Danach reden wir dann mal darüber, was die Mehrheit der Menschen auf diesem Planeten vor 500 bis 1 Million Jahren so an Musik gehört haben und wie einfach oder uneinfach die wohl so war.
Und dann reden wir mal über den Unterschied zwischen der bloßen Existenz von Kompositionen und dem, was von Hörern so rezipiert wird (bzw. von Bots angeklickt, damit es so aussieht als ob es jemand gehört hätte.)