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These: Macht uns der ganze Internet- und Smartphonekonsum musikalisch anspruchsloser?

  • Ersteller Ersteller ModernerPurist
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  • #61
Alles hat sich reduziert - Der Musikgeschmack hat sich reduziert, dafür mit
mehr Feuerwerk.
Nein. Du kennst nur nicht reduzierte Musik, die zur Zeit von Bach oder Beethoven oder Bartok von 99,8% der Bevölkerung gehört wurde, weil sie überhaupt nicht tradiert wurde. Und auch die Gassenhauer der 20er bis 50er kennen wir kaum noch, weil sie nicht mehr(!) tradiert wurden. Genauso wie heutzutage die "Heute hau'n wir auf die Pauke"-Musik der 60er jahre schon nur noch aus Obskurantismusgründen tradiert wird, und die wird in 30 Jahren auch verschwunden sein.

Was tagesaktuell konsumiert wird, und was dauerhaft in der gemeinschaftlichen Erinnerung weiter goutiert und gehört wird ist ein riesen Unterschied. War immer schon so, wird immer so sein.

Genauso wie das Alte-Männer-Früher-War-Alles-Besser-Gejammere auch immer schon da war.
 
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M.i.a.u.: notreallydubstep, JayBee und K4c38v5kdz7rv-332
  • #62
@ModernerPurist: Anspruch definiert sich für dich also aus Sicht des Produzenten auf sein Werk?

Okay, kann man machen. Ob das in der Diskussion was bringt ... demnach ist also anspruchslose Musik jene, die gemacht wird, um irgendwas zu machen, damit man nicht das Gefühl hat, Gear umsonst erworben zu haben.
 
  • #63
Nein. Du kennst nur nicht reduzierte Musik, die zur Zeit von Bach oder Beethoven oder Bartok von 99,8% der Bevölkerung gehört wurde, weil sie überhaupt nicht tradiert wurde.

Möglich. Aber auch hier sind z.T. alte, einfache Volkslieder zu nehmen, die, wenn auch nicht jedermannssache, selbst mit wenigen Akkorden mehr Inhalt böten.

Dabei möchte ich auch nochmal auf die Studienlage verweisen.

Wäre auch denkbar, dass man in der Zeit, in der viel Geld mit Musik verdient werden konnte, mehr Inhalte in populärer Musik geboten bekam und wir uns dem Normal wieder annähern? ... Eher unwahrscheinlich.
 
  • #65
Ich würde das gerne etwas näher präzisieren, weil ich glaube, dass wir unterschiedliche Vorstellungen
davon haben, was musikalischer Anspruch überhaupt bedeutet.

Für den einen zeigt sich Anspruch in Komplexität, in Strukturen, die nur wenige verstehen oder technisch umsetzen können.

Für den anderen liegt er darin, wie etwas klingt, welche Emotionen es auslöst und welche Wirkung es hat.

Und dann gibt es noch einen dritten Ansatz, in dem ich mich selbst sehe: Anspruch zeigt sich in der Umsetzung einer künstlerischen Vision als Gesamtwerk.

Diese Vision kann komplex oder einfach sein. Entscheidend ist nicht zwingend, wie viele Ebenen, ungewöhnliche Taktarten
oder komplizierte Rhythmen ein Stück enthält, sondern wie bewusst und stimmig die einzelnen Elemente eines Tracks zu einem Ganzen
zusammengeführt werden.

Sich beispielsweise auf Taktarten wie 4/4 oder 11/8 zu beziehen, greift deshalb aus meiner Sicht zu kurz. Solche Strukturen sind zunächst einmal
musikalische Mittel. Sie zu verstehen, zu spielen und ein Gefühl für ihren Groove zu entwickeln, erfordert Übung und Erfahrung.
Das allein sagt jedoch noch wenig darüber aus, welchen künstlerischen Anspruch ein Werk als Ganzes verfolgt.

Eine komplexe rhythmische Struktur ist noch keine komplexe künstlerische Aussage. Und eine einfache Struktur ist nicht automatisch anspruchslos.

Für mich liegt die eigentliche Herausforderung darin, eine Vision konsequent umzusetzen: musikalische Elemente, Klangästhetik, Arrangement,
Dramaturgie und Storytelling so miteinander zu verbinden, dass sie gemeinsam etwas ausdrücken, das über die Summe ihrer Einzelteile hinausgeht.

Anspruch bemisst sich für mich deshalb nicht allein daran, wie schwierig etwas zu spielen oder zu verstehen ist, sondern daran, wie
überzeugend die künstlerische Idee im Gesamtwerk verwirklicht wird.


Da möchte ich grundsätzlich eine elitäre Denkweise von trennen.
Immerhin :mrgreen:
Aber Du must doch selbst erkennen, dass das alles sehr dehnbar ist.
Wie will man jemandem unterstellen, dass er seine Vision NICHT verwirklichen konnte.
1. kennt man die Vision nicht.
2. verwendet man andere Ausdrucksmittel
3. hat man andere Vorstellungen davon, wie konkrete Ausdrucksmittel wirken

Das ist ungefähr so, als würde man jemandem vorwerfen, er würde sich nicht sachgerecht aufregen, nicht ordnungsgemäß trauern etc. Nonsens.
Oder, anderes Beispiel, jemand verordnet Dir einen bestimmten Lebensstil, bestimmte Verhaltensweisen oder auch einfach nur Anordnungen, weil er für sich in Anspruch nimmt, die absolute Wahrheit zu kennen, weil er zu den Themen angeblich alle Studien gelesen hätte und überhaupt, und deshalb genau wüsste, was richtig für die Anderen und damit auch für Dich ist/wäre. Das ist natürlich Nonsens im Quadrat - ja, ich weiß, wird aber gemacht, ändert aber nichts daran.

Sehr oft ist es auch so, dass ein Künstler, Gott sei Dank, Interpretationsspielräume ganz oder teilweise freilässt. Finde ich persönlich sehr gut. Sehen Andere anders. Alles ok. Dann ist vielleicht die künstlerische Idee nur eine Reise, eine Geschichte, oder nur ein Moment, oder eine Situation, die sich schlecht aushalten lässt ... ohne eigentliche Message, Aussage, paternalistisches Beiwerk.

Es ist oft so, dass wir Menschen uns nicht verstehen. Das liegt jedoch nicht unbedingt am Sender und auch nicht unbedingt am Empfänger.

Oft ist in diesem Bereich ein gewisses Anspruchsdenken an der Tagesordnung. Das liegt aber irgendwie auch an der Natur der Sache, weil es behandelt wird wie ein Produkt, wie z.B. Klopapier. Es wird in den höchsten Tönen beworben, weich wie Watte und widerstandsfähig wie Edelstahl :mrgreen: Und dann kostet es auch noch richtig Geld. Da wachsen automatisch "hohe Ansprüche" heran. Aber Kunst ist kein Produkt. Es ist eine Ausdrucksform. Daraus wurden dann Produkte gemacht. Ist das gut? Ich weiß nicht.
Man kann argumentieren, dass das alles auch bezahlt werden muss. Alles ok. Trotzdem nicht vergessen, dass das im Ursprung doch eine Ausdrucksform ist. Und die versteht man nicht einfach so - wenn sie nicht super plakativ ist. Gefühle kann man doch auch nicht einfach so verbal beschreiben. Das wird immer wieder versucht, aber ist eigentlich nicht möglich.

Nicht wenige Menschen entwickeln dann musikalisch sehr spezielle Ausdrucksformen. Die sind vielleicht kodiert, funktionieren nur innerhalb einer bestimmten Szene und eine andere interpretiert das für sich ganz anders. Alles möglich.
 
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M.i.a.u.: Scenturio und ModernerPurist
  • #66

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Medienberichte


und in deutsch





Und sehr aktuell und nicht nur bezogen auf Hits,
sondern auch Klassik, Jazz


Die Forscher analysierten 21.480 Musikstücke aus sechs übergeordneten Genres, darunter Klassik, Jazz, Pop, Rock, Elektronik und Hip-Hop. Der Untersuchungszeitraum erstreckte sich von 1600 bis 2021.

Ergebnisse:
Klassik: Die gemessene melodisch-harmonische Komplexität nahm im 20. Jahrhundert deutlich ab.
Jazz: Höchste Komplexität in den 1950er- und 1960er-Jahren, danach Rückgang und spätere Stabilisierung.
Rock, Pop, Elektronik und Hip-Hop: Vergleichsweise stabile Komplexitätswerte.
Genreübergreifend: Klassik und Jazz näherten sich bei den untersuchten Strukturmerkmalen den anderen Genres an.

Erschreckend finde ich, dass man sowas belegen muss.
Erschreckend 2 finde ich, dass das schon belegt wurde, teilw dieselben Links
Erschreckend 3 finde ich, dass immer dieselben Leute nach entspr. Belegen fragen.
Erschreckend 4 bestätigt es meine These, dass Menschen scheinbar nicht mehr Aufnahmefähig sind oder der Interessenbereich beteits derart reduziert ist, dass sie im Grunde gar kein Bock auf sowas haben.
Erschreckend 5 ... dass sie dann noch empört darauf reagieren, wenn man es anspricht

😜😉
 
  • #67
Ansonsten sind Soziale Medien für das Belohnungssystem schlimmer als Koks.
Also ich bekomme nur Dopamin wenn ich einen Song oder ein Album fertig habe oder etwas was ich gelernt und geübt habe immer besser kann
oder mich darauf freue zu üben bzw. zu praktizieren. Aber es ist schon klar was du meinst. Du meinst die Bestätigung von extern nach der viele
süchtig sind.
 
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M.i.a.u.: ModernerPurist
  • #69
Also ich bekomme nur Dopamin wenn ich einen Song oder ein Album fertig habe oder etwas was ich gelernt und geübt habe immer besser kann
oder mich darauf freue zu üben bzw. zu praktizieren. Aber es ist schon klar was du meinst. Du meinst die Bestätigung von extern nach der viele
süchtig sind.

Definitiv so - Sofern man selbst zufrieden mit seiner Arbeit ist.

Das ist nicht selbstverständlich und ich beneide jeden dem es so geht.
 
  • #70
Du beschäftigst dich in deinem gesamten Beitrag überwiegend mit Annahmen über meine Person, meine Hörgewohnheiten und meine vermeintlichen Absichten. Interessanterweise wirfst du mir dabei genau das vor, was du selbst tust: Du ziehst Schlussfolgerungen auf Grundlage von Informationen, die du gar nicht hast.

Ich habe dein Ausgangsposting gelesen und mich auch nur damit beschäftigt.

Das Fehlen anderer Informationsquellen sollte kein Problem darstellen.

Meine These ist eine andere: Kann unser verändertes Mediennutzungsverhalten

Du hast es also nicht unterstellt - und jetzt unterstellst du es wieder.

Ich denke wir müssen echt mal klären wer dieses "wir" ist, bevor wir nachschauen, was die so machen.

langfristig unsere Aufmerksamkeit, unser Gedächtnis und damit möglicherweise auch unsere Fähigkeit beeinflussen, komplexe musikalische Strukturen wahrzunehmen und selbst zu entwickeln?

Ich picke mal das Letzte raus weil das noch am meisten mein Thema wäre.

Musikalische Strukturen zu entwickeln ist sehr einfach im Vergleich zu dem, was so manch anderer Wissenschaftler oder Ingenieur entwickeln muss.

Deine Aversion gegen "soziale Medien" teile ich. Wie aber mein Wechsel vom Plattenladenbesucher zum p2p-Leecher meine eigenes kompositorisches Schaffen negativ beeinfusst haben könnte, erschießt sich nicht.

Was das eigene Denken und Schaffen angeht, ist klar, dass Konsum erst mal das Gegenteil von Erschaffen ist. Wer also nur "gedankenlos" konsumiert, der wird meistens dann eher nicht Künstler, Wissenschaftler ober Unternehmsgründer, sondern halt Couch Potato.

Aber ob Plattenladen oder Internet? Ist das nicht egal? Ich persönlich habe mich durch das Internet sehr stark weiterentwickeln können. Aber ich "konsumiere" halt auch eher wenig.

Und was meine zuletzt komponierten Fugen, erfundenen Sequencer oder gelöteten Audioeffekte damit zu tun haben sollen, erschließt sich mir nicht. Seit wann muss man eine bestimmte Leistung erbracht haben, um eine Entwicklung untersuchen oder hinterfragen zu dürfen?

Um die Leistung geht es nicht, sondern um die damit verbundene Erfahrung.

Du selbst willst doch Evidenz darüber, ich sags mal flapsig, dass die Jugend verblödet weil sie nur am Daddeln ist.

Un da muss man einfach sagen, dass die Jugend später mal dümmer sein wird als ihre Eltern, das wäre nun in der Geschichte wirklich das erste Mal. Sie werden ohne Zweifel im Schnitt intelligenter sein wie ihre Vorfahren.

Es gibt ja nicht nur Leute die entweder Nazigrok abonnieren und zum Systemling werden auf der einen Seite - oder Rathäuser anzünden auf der anderen Seite. Es gibt auch immer noch die, die mit 13 Abitur machen und mit 16 ihre ersten Erfindungen vorstellen.

Ich bin manchmal echt platt, wenn ich 18-jährige heute reden höre, was die für ein Fachwissen haben, für ein Bewusstsein, oder wie eloquent sie sind.

Dein elitäres Musikbild ist ein "Problem" von bestimmten Musikern, die ich leider auch schon kennenlernen durfte.

Jetzt wird es interessant:

Musik mit Anspruch ist also "elitär" - und Musik ohne Anspruch könnte deiner Auffassung nach dann aber bereits ein Hinweis dafür sein, dass sich das Gehirn der Menschen zurückentwickelt.

Wann ist Musik denn nicht abzulehnen? Warum darf nicht auch ganz viel oder ganz wenig Anspruch damit verbunden sein? :)

Dafür müsste man sich allerdings zunächst mit der These beschäftigen, statt mit einer selbst konstruierten Vorstellung ihres Verfassers.

Ne, die hast du konstruiert. Du meinstest das bei der Dir selbst beobachtet zu haben, dass du weniger als früher in der Lage bist Musik rein im Kopf zu komponieren, weil sich dein Medienkonsum geändert habe.

Ich denke in Schritt 1 müsste man erst mal klären, ob dieser Zusammenhang so überhaupt wirkllich besteht, und nicht ob das bei allen anderen Menschen auch so ist.
 
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  • #71
Ich denke auch, das dies das Thema zukünftiger Generationen sein wird. Im Moment sind für alle berauscht ob diesen vielen Dingen die auf uns einrauschen.
jeder muß für sich ausmachen wie er für sich nützlich filtert. Am Anfang dazu steht erstmal zu verstehen daß wir mit Information regelrecht
bombadiert werden. Es ist schwierig aber möglich. Man muß cool bleiben. Wenns zu viel wird rausgehen und laufen. Handy lass ich immer in der Tasche.
Ein bißchen jonglieren in der Parkanlage. Also: Filtern, Filtern, Filtern ..und die Essenz dann in Ruhe, mit ner Tasse Tee studieren und nie Dinge parallel
machen (ganz wichtig).
 
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M.i.a.u.: sllk
  • #72
Studien Direktlinks

Ja und dann kommen wir wieder mit den US Charts an.

Denn 11/8 ist ja elitär. Dann hört man lieber ganz gezielt 4/4, weil man sich dann besser darüber beschweren kann, dass alles so anspruchslos sei.

Ne, genau umgekehrt: Die US Charts sind elitär, der Mainstream schließt die Subkulturen, die Traditionen der Naturvölker und die wissenschaftliche und künstlerische Progression einfach aus.
Die "Charts" werden von kinderfickenden Milliardären finanziert, die die Menschheit bewusst verblöden wollen, damit sie noch schneller an ihr Geld kommen können.

Das Einzige, was dagegen hilft, sind Fugen im 11/8 Takt!
 
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M.i.a.u.: sllk
  • #73
Definitiv so - Sofern man selbst zufrieden mit seiner Arbeit ist.

Das ist nicht selbstverständlich und ich beneide jeden dem es so geht.
Also ich muß sagen ich beneide absolut keinen Menschen. Wirklich niemanden. Es gibt welche (einige) die ich interessant und gut finde und
bei denen ich Respekt habe was sie können und sie als absolute Inspiration sehe. Wenn jemand mit seiner Arbeit nicht zufrieden ist finde ich das
allerdings sehr bedauernswert. Das tut mir wirklich Leid. Und da ich mit dem Ergebniss meiner Mühe immer zufrieden war , und selbst wenn es
ein Fail war kenne ich da auch keine Unzufriedenheit. Ich sehe es dann als Lehre. Ich bin allerdings auch alles andere als ein Perfektionist.
Ich kann aber gut absegnen wenn Dinge für mich stimmig sind. Perfektion ist erstrebenswert aber Zufriedenheit ist wichtiger. Das heisst
daß man allein schon mit dem Versuch zufrieden sein kann. Denn nur die immer währenden Versuche bringen einen auch weiter auf der Leiter.
Dieses auf und ab im Lernprozess ist völlig normal. Man denkt es geht nicht weiter und fällt in ein Loch. Dann aber ein Impuls ,ein Licht...und dazu
die Erkenntniss wo man noch vor einem Jahr erst stand. Dann kommt wieder die Motivation weiterzumachen.
Wenn man denkt es geht nicht mehr kommt von irgendwo ein Lichtlein her.
Ich denke viele sind unzufrieden weil sie versuchen exakt so wie Ihre Vorbilder zu sein. Das kann nur frustrieren. Man sollte die Vorbilder
wirklich nur als Inspiration sehen und dann einfach man selbst sein. Dann mancht man alles richtig. Dann verschmelzen viele gute Geister
in einem zu etwas völlig neuem.
 
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M.i.a.u.: sllk
  • #74
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Medienberichte


und in deutsch





Und sehr aktuell und nicht nur bezogen auf Hits,
sondern auch Klassik, Jazz


Die Forscher analysierten 21.480 Musikstücke aus sechs übergeordneten Genres, darunter Klassik, Jazz, Pop, Rock, Elektronik und Hip-Hop. Der Untersuchungszeitraum erstreckte sich von 1600 bis 2021.

Ergebnisse:
Klassik: Die gemessene melodisch-harmonische Komplexität nahm im 20. Jahrhundert deutlich ab.
Jazz: Höchste Komplexität in den 1950er- und 1960er-Jahren, danach Rückgang und spätere Stabilisierung.
Rock, Pop, Elektronik und Hip-Hop: Vergleichsweise stabile Komplexitätswerte.
Genreübergreifend: Klassik und Jazz näherten sich bei den untersuchten Strukturmerkmalen den anderen Genres an.

Erschreckend finde ich, dass man sowas belegen muss.
Erschreckend 2 finde ich, dass das schon belegt wurde, teilw dieselben Links
Erschreckend 3 finde ich, dass immer dieselben Leute nach entspr. Belegen fragen.
Erschreckend 4 bestätigt es meine These, dass Menschen scheinbar nicht mehr Aufnahmefähig sind oder der Interessenbereich beteits derart reduziert ist, dass sie im Grunde gar kein Bock auf sowas haben.
Erschreckend 5 ... dass sie dann noch empört darauf reagieren, wenn man es anspricht

😜😉
Ja, kenne ich.
Das ist wirklich erschreckend alles.
 
  • #75
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Medienberichte


und in deutsch





Und sehr aktuell und nicht nur bezogen auf Hits,
sondern auch Klassik, Jazz


Die Forscher analysierten 21.480 Musikstücke aus sechs übergeordneten Genres, darunter Klassik, Jazz, Pop, Rock, Elektronik und Hip-Hop. Der Untersuchungszeitraum erstreckte sich von 1600 bis 2021.

Ergebnisse:
Klassik: Die gemessene melodisch-harmonische Komplexität nahm im 20. Jahrhundert deutlich ab.
Jazz: Höchste Komplexität in den 1950er- und 1960er-Jahren, danach Rückgang und spätere Stabilisierung.
Rock, Pop, Elektronik und Hip-Hop: Vergleichsweise stabile Komplexitätswerte.
Genreübergreifend: Klassik und Jazz näherten sich bei den untersuchten Strukturmerkmalen den anderen Genres an.

Erschreckend finde ich, dass man sowas belegen muss.
Erschreckend 2 finde ich, dass das schon belegt wurde, teilw dieselben Links
Erschreckend 3 finde ich, dass immer dieselben Leute nach entspr. Belegen fragen.
Erschreckend 4 bestätigt es meine These, dass Menschen scheinbar nicht mehr Aufnahmefähig sind oder der Interessenbereich beteits derart reduziert ist, dass sie im Grunde gar kein Bock auf sowas haben.
Erschreckend 5 ... dass sie dann noch empört darauf reagieren, wenn man es anspricht

😜😉

Die Studien sind durchaus interessant, danke für die Links!
Die Ergebnisse mögen valide sein, erfassen aber nur einen Teil musikalischer Komplexität, nämlich melodisch-harmonische Strukturen. Einen Akai-Sampler kreativ für Sampling und Chopping einzusetzen, Klänge und Abläufe in einer DAW zu gestalten, zu improvisieren oder kontrapunktisch vom Blatt auf einem Bösendorfer-Flügel mit gewichteter Tastatur zu spielen, sind unterschiedliche musikalische Anforderungen und Kompetenzbereiche. Aus einer gemessenen Vereinfachung bestimmter musikalischer Strukturen lässt sich deshalb nicht automatisch auf einen Verlust musikalischer Fähigkeiten oder kognitiver Aufnahmefähigkeit schließen.
 
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M.i.a.u.: notreallydubstep und sllk
  • #76
Handy lass ich immer in der Tasche.
Ein bißchen jonglieren in der Parkanlage. Also: Filtern, Filtern, Filtern ..und die Essenz dann in Ruhe, mit ner Tasse Tee studieren und nie Dinge parallel
machen (ganz wichtig).
Ja, aber wir (du und ich) sind alt. Für uns ist der Wahnsinn immer noch das neue und wir können uns in eine gewohnte andere Welt zurückbewegen.
Alle nach uns aufgewachsene kennen es nicht anders. Deswegen sind die Tips von uns nicht hilfreich.
 
  • #77
Ich bezweifle dass es möglich sei das alles individuell aufzudröseln.

Eigtl ging es ja um die Ursachen und dessen was man selbst tun könnte.

Ich denke nicht, dass die Art wie wir Musik machen,
sofern man KI Plots herausnimmt, sich signivikant negativ auswirken.

Dafür gibt es aber Instrumente, die sich besonders positiv auswirken, wie bspw Klavier, Gitarre.

Das bedienen eines Samplers, einer MPC oder eines Controllers, wohl nicht in dem Maße, den man gern hätte. Fingerdrumming hat hier nicht die gleiche Qualität wie Schlagzeugspielen.
 
  • #79
kommen wir wieder mit den US Charts an.

Nur für dich habe eine Studie gefunden, die auch Jazz behandelt.

Aber schön. Jetzt weiss ich wenigstens, dass du die Beiträge mit ebenso geringer Aufmerksamkeit liest, wie eingangs kritisiert.

Das Thema betrifft dich also auch sehr.
 
  • #80
Ich halte wenig von "früher war alles schön" - es gibt heute gute Musik und es gab vorher auch Musik. Es ist denkbar, dass die Netze heute überwiegend mit politischem Müll und Evangelisten zugeschüttet ist, die Musik hatte dadurch keinen Schaden genommen. Es gibt immer noch Leute, die schlimme Sachen hören, aber an denen orientiere ich mich nicht - das war auch früher keine gute Idee jeden von der Straße um sowas zu bitten.

Durch meine Timeline fliegt eine Menge nicht-schlechte Musik - Mainstream ist davon nichts. Ich habe wohl auch kein passendes Umfeld, Schrott ist es nicht zwingend. Aber es kommt vor, dass es nicht passt.

Also weniger Mimimi - selbst beste Sachen machen und 'rumzeigen, wenn es gut ist bzw. Sachen die gut sind empfehlen - das geht.
Ich gebe aber auch zu, dass ich vergleichsweise wenig auf andere höre - bei Geschmack ohnehin -finde genug - wenn andere gute Tipps haben - gern. Nicht mit Gewalt, die aufgezwungenen Sachen schau ich mir idR nicht an, Werbeblindheit - kann ich empfehlen. Also lieblos hingeworfene Dinge - Das erste was ich in der Timeline eingestellt habe war - erstellen darf nur ich - antworten jeder. Dadurch landen auch keine lieblosen Ambientstückchen mehr dort - schade, aber ist so - Kommentarlose Links ignoriere ich sowieso. Wenn ich von Peter P.Floyd eingeladen werde - weiss - ich Fangruppe - schnell weg - nicht annehmen.

Menschen, die nur Fankram und nur eine Band kennen und hören - da bin ich sofort weg. Auch wenn es Depeche Mode ist, denn ich habe selbst auch zu kaum einer Band Fankitsch beizusteuern. Keine Zeit. Aber Musik gibt es genug.
 
  • Zustimmung
M.i.a.u.: exitLaub
  • #81
Ja, aber wir (du und ich) sind alt. Für uns ist der Wahnsinn immer noch das neue und wir können uns in eine gewohnte andere Welt zurückbewegen.
Alle nach uns aufgewachsene kennen es nicht anders. Deswegen sind die Tips von uns nicht hilfreich.
Naja, mit 80 ist man alt. Mit 50 ist man in den besten Jahren wenn man einigermaßen auf sich geachtet hat bzw. rechtzeitig die Kurve
bekommen hat. Ich würde vorschlagen nicht zwischen Alt und Jung zu polarisieren sondern zwischen fähig und unfähig mit
Dingen umzugehen. Es gibt viel junge Menschen von denen ich mir in meiner Jugend mehr von gewünscht hätte. Ich würde aber
unterm Strich sagen damals gabs Licht und Schatten und heute auch. Und beides, also Licht und Schatten kann wiederum positiv und negativ sein.
Man kann also garnix pauschalisieren auf diesem damn Planet
;-)
 
  • #82
Mit 50 ist man in den besten Jahren
Nein, denn darum geht es nicht.
Die Prägung des Individuum geht so bis 20 - 30. Danach ist alles neue moderner Schnickschnack.

Und das kann sehr wohl pauschalisiert werden.

Und ja, Ausnahmen gibt es. Aber die bestätigen die Regel.
 
  • Gute Idee
M.i.a.u.: notreallydubstep
  • #83
Ja, aber wir (du und ich) sind alt. Für uns ist der Wahnsinn immer noch das neue und wir können uns in eine gewohnte andere Welt zurückbewegen.
mag sein. Ich habe früher oft einfach nur an die Decke geguckt und nachgedacht. Ich kann das.
Alle nach uns aufgewachsene kennen es nicht anders. Deswegen sind die Tips von uns nicht hilfreich.
Ich nehme die Junge Generation nicht so wahr, eher die "meine".
 
  • #84
Die Prägung des Individuum geht so bis 20 - 30. Danach ist alles neue moderner Schnickschnack.
Dann bin ich ja froh daß mich gerade in den letzten 2 Jahren einige völlig neue Impule geprägt haben und mir
Sinn für das weiterleben gaben. Und es handelt sich dabei um keinen modernen Schnick Schnack.:nihao:
 
  • #85
Diese Musik war sehr schnell sehr erfolgreich, weil sie den Leuten die Musik lieferte, die sie von der musik-emotional am positivsten besetzten Situation gewohnt sind: die Musik der Diskothek / des Clubs.
Für die überwiegende Mehrzahl der jungen Leute spielen Diskotheken oder Clubs heute gar keine Rolle mehr. "Boy meets Girl" findet inzwischen komplett woanders statt.
 
  • Zustimmung
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: ModernerPurist und notreallydubstep
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