Unterschiedliche Latenzen in Ableton bei Aufnahme externer Signale ("Ext in" vs "Audio From")

shiddyunzo
shiddyunzo
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Hi,

folgendes Szenario:

Ich schleife mein Modularsystem über ein Focusrite Scarlett 8i6 auf mein Thinkpad (T420, 8gb, i7, quadcore) in Ableton ein. Im Mixcontrol (Software Mixer von Scarlett) ist eine Latenz von 3 ms eingestellt. Das führt in Ableton zu einer globalen Latenz von 256 samples.

Nun habe ich einen Track der immer das Audiosignal direkt zum Audioausgang schleust (Spureffekte alle off) und einen Track zum loopen des Audio ins.

Nun kann ich das Audio Signal in der Loopspur entweder direkt vom Audio-In abgreifen oder über Spur 1 abgreifen - mit folgenden Ergebnissen:

1.)

"Spur 1" auf "Audio from ext in 1/2"
--> Audiosignal wird leicht verzögert wiedergegeben
&
"Spur 2 (Sample)" auf "Audio from ext in 1/2"
--> Bei Aufnahme und anschließendem Playback wird das Audiosignal sehr tight wiedergegeben

Also: Spur 1 verzögert, Spur 2 tight, untereinander nicht synchron.

2.)
"Spur 1" auf "Audio from ext in 1/2"
--> Audiosignal wird leicht verzögert wiedergegeben
&
"Spur 2 (Sample)" auf "Audio from Spur 1"
--> Bei Aufnahme und anschließendem Playback wird das Audiosignal leicht verzögert wiedergegeben

Also: Spur 1 und Spur 2 beide verzögert, aber synchron.


1.)
ableton 2.JPG

2.)
ableton 1.JPG


FAZIT:
Momentan bevorzuge ich Variante 2, da zumindest der audio in mit der loop spur synchron ist.

Ich denke, es gibt jemanden der mich verstehen lässt, wieso das so ist und evtl eine Lösung hat. Bisher konnte mir zumindest niemand helfen!

Danke schonmal im Voraus!
 

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stefko303
stefko303
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vielleicht is der Focusrite Scarlett dafür verantwortlich. Hab schon mehrmal schlechte reviews von manchen interfaces dieses Herstellers gelesen
 
xenosapien
xenosapien
unbekannt verzogen
Das isses nicht. dann wären es ja auch beide Kanäle.

Und die Focusrite Scarlett sind schon in der 1. Generation für den Preis über jeden Zweifel erhaben gewesen, lange selbst im Einsatz gehabt... da hat nix ne längere Latenz als dein USB-Chip hergab gehabt.
 
xenosapien
xenosapien
unbekannt verzogen
Ich hab eher deine Monitoring Einstellungen im Verdacht, da das der einzig erkennbare Unterschied von deinen Screenshots zwischen den beiden Tracks ist.

Benutze leider kein Ableton, aber wenn ich im Reaper direkt vom Input aufnehme muss ich eben meine Latenz vom Interface von Hand oder über ne automatisierte Action kompensieren, aber wenn ich z.B. im Reaper eine Spur in die andere aufnehme ("printe"), dann greift hier je nach Einstellung z.B. schon die interne Latenz-Kompensation und rückt das nach "vorne" um den berechneten Wert, ohne dass ich das auch nur bestätigen muss.
 
sushiluv
sushiluv
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Ableton Live kann keine Latenz kompensieren wenn du Monitoring auf Input hast. Das ist kein großes Problem wenn du einen externen Mixer hast, wo du das Signal hörst, dann nimmst du in Ableton Live auf und sobald du da auf Play drückst hörst du das aufgenommene file.
 
stefko303
stefko303
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Ableton Live kann keine Latenz kompensieren wenn du Monitoring auf Input hast. Das ist kein großes Problem wenn du einen externen Mixer hast, wo du das Signal hörst, dann nimmst du in Ableton Live auf und sobald du da auf Play drückst hörst du das aufgenommene file.

genau...dann nur wieder synchron zurechschieben die wave. aber ohne warp. oder den start und endpunkt setzen und das file konsolodieren oder wie das heisst
 
sushiluv
sushiluv
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Ableton Live kann keine Latenz kompensieren wenn du Monitoring auf Input hast. Das ist kein großes Problem wenn du einen externen Mixer hast, wo du das Signal hörst, dann nimmst du in Ableton Live auf und sobald du da auf Play drückst hörst du das aufgenommene file.

genau...dann nur wieder synchron zurechschieben die wave. aber ohne warp. oder den start und endpunkt setzen und das file konsolodieren oder wie das heisst
das zurückschieben ersparst du dir wenn du den input auf OFF setzt, statt zurücjschieben kann man auch den warpmarker verschieben, leichter für die sessionview und man erspart sich konsolidieren.
 
stefko303
stefko303
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wenn man die Aufnahme konsolidieren, hat man aber ein quasi fertig geschnittenes wave file, welches man dann überall importieren kann. für manches ist das schon sehr nützlich. wird dann in einem separraten ordner gespeichert.
 
shiddyunzo
shiddyunzo
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@sushiluv naja gut, das kommt aber auch nich ganz hin, hab nen puffer von 256 samples, das entspricht 5 ms verzögerung. bei mir gehts eher um 30 - 40 ms!
 
Green Dino
Green Dino
Less talk, more oscillators!
Es gibt tatsächlich keine Latenzkompensation wenn Monitor On ist.
Was steht bei dir bei den Einstellungen für ein Wert unter Latenz Kompensation "Treiberfehler Kompensation" heisst das glaub ich? Standartmässig steht da doch immer 30ms.

Wenn du das Signal mit "Audio from" abgreifst läuft es "irgendwie durch die Engine" (wird ja von Spur 1 abgegriffen) und das Monitoring verursacht den Versatz. Beide Spuren auf Ext In sind zwei Aufnahmen der selben Quelle.
 
Zuletzt bearbeitet:
shiddyunzo
shiddyunzo
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Ich habe ein bisschen Klarheit schaffen können. Einige von euch haben es schon angerissen, bei mir ist es jetzt auch durchgekommen, ich fass mal zusammen für die, die in Zukunft auf diese Probleme stoßen:

Beim Monitoring einer Spur KANN natürlich keine Latenzkompensation gemacht werden - Signal kommt, wenn es kommt.
Wenn ich einen Clip recorde, geschieht die Latenzkompensation dann, wenn die Aufnahme beendet wurde.

Ich habe 30-40 ms Latenz beim Monitoring, das setzt sich allerdings zusammen aus:
1. midi-Latenz von Ableton zu Modular
2. clock Latenz im Modular (ja tatsächlich sind einige Module nicht tight, bei mir kommen beim durchschleifen der Turing machine 10 ms oben drauf!)
3. normale Audiolatenz beim verarbeiten des Audio

Ich löse das ganze mit einem negativen Midi-Delay in den Preferences - damit kann man dann arbeiten.

Peace
 
maak
maak
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Hab letzte Woche genau das selbe versucht zu verstehen

Dazu das Statement von Ableton

Hi Remute99,

basically there are 2 ways Live handles latency while recording:

- if you record with monitoring switched to "In " or "Auto" Live is recording everything exactly as monitored - including the monitored latency. In this scenario it is of course important to minimize the buffer size to have a low overall latency to start off with.

- if you record with monitor switched to "Off" Live will shift the audio after the recording is finished. When you record this way, you need Direct monitoring to be enabled (you have to be able to listen to the incoming audio source before it is processed in your computer, directly from your soundcard or using an external mixer etc.).
The audio will be shifted by the estimated latency and the Driver Error Compensation value, which you can set in Live´s audio preferences. If you want to completely avoid latency problems, I would recommend to record this way.

Best,
Jörg
https://forum.ableton.com/viewtopic.php?f=2&t=116802

Ich glaube Ableton's Theorie dazu ist, wer grundsätzlich in der DAW monitort, braucht keine Latenzkompensation, weil ja da die Referenz eh fehlt. Also wenn ich den Bass live zum DAW monitor einspiele ist ja alles tacko. Ansonsten muessen um das selbe Timing zu haben alle beteiligten alle ueber den Mixer und dann am besten alle Effekte ebenfalls ueber den Mixer einsteuern. So versteh ich das jedenfalls.
 
 


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