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Warum wird immer alles an den Punkt getrieben, an dem es too much wird?

  • #31
ja das stimmt schon daß man heute vieleicht mehr den Sinn entwickelt hat für perfektion und die eine oder ander Wiederholung
sein lässt und so weiter. Aber das basiert auch auf Erfahrung finde ich. Als junger hatte ich noch viel mehr Ideen und Drang Musik zu machen
und da habe ich mich mit einzelnen Songs nicht Monate lang beschäftigt. Da hab ich die Tracks in einer Nacht gemacht und dann waren die fettich.
Und hatte eine ganz andere Power die ich mir heute noch wünschen würde. Ich hatte mit dem Atari aber auch nicht die Möglichkeit
für einen Track zig Audiospuren aufzunehmen an denen ich in aller Ruhe weiterarbeiten kann. Damals musste vor jedem Take der Summe jedes Gerät in der Midikette angeschaltet sein und stimmig im Sound sein und die Effekte teils mit Skriptanleitung auf Papier hinzugefügt werden. Das ist heute doch sehr viel komfortabeler was nicht bedeuted daß ich keine Action habe beim aufnehmen. Nur halt alles einzeln nach und nach wie wenn man einen Film macht.
Musik machen in den 90ern war wie ein kompletter Live act. Hab ich erlebt, war schön ,ich habe die Bänder noch und es macht mir heute noch Spaß
i die Zeit zurückzureisen mit meiner eigenen Musik.
Das ist genau der Punkt wohin ich mich, wenn man das so sagen möchte zurück entwickelt habe.
Ich bin schon dankbar das ich die Möglichkeit hatte mich auszuprobieren.
Diese ganze Flut lenkt mich nur ab und macht mich verrückt.
Es gibt mir viel mehr einfach etwas in ein paar Stunde hinzurotzen, das gepaart mit der Erfahrung der letzten 30Jahre ergibt meist etwas womit ich leben kann und mir mir Freude beim anhören bereitet.
Ob das nun für den Rest der Welt musikalisch wertvoll ist, keine Ahnung, für mich jedenfalls ist es das. Oftmals, wie auch in den letzten 2 Wochen(Tastatur defekt und zu faul fussläufig eine neue zu kaufen) schalt ich nicht mal den Rechner an um Aufzunehmen.
Gut ich spüle mit dem Grossteil auch nicht das Internet zu, obwohl ich schon seit längerem überlege hier mal etwas davon abzuladen, weil einiges doch ganz ok ist;)

Wie @Bernie schon schrieb, es ist der Zeitgeist.

Der Karren steckt nicht im Dreck fest, er wird bewusst von allen Seiten zugeschaufelt.
 
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M.i.a.u.: Rolo und MartYATARI
  • #32
Dann kauf einfach die Eigenmarke mit dem niedrigsten Grundpreis oder den, der sowieso immer bei Euch daheim im Schrank steht...
Glaube mir der ist nicht immer der richtige….wie ich gerade Mal wieder erleben musste. Ok es ging diesmal nicht um Reis;)
 
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M.i.a.u.: MartYATARI
  • #34
Gut ich spüle mit dem Grossteil auch nicht das Internet zu,
Ich kann Dich hier beruhigen: Es ist nicht möglich, mit ein bischen Musik das Internet “zuzuspülen”. Mit etwas Glück bemerken ein paar Leute unter vielen Milliarden, dass ein Wasserhahn tropft.
 
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M.i.a.u.: sllk
  • #35
Glaube mir der ist nicht immer der richtige….wie ich gerade Mal wieder erleben musste. Ok es ging diesmal nicht um Reis;)
Natürlich nicht, aber wenn er nicht weiß, welchen Reis er mitbringen soll, weil er keine Ahnung hat, welcher bei ihm zu Hause im Küchenschrank steht, dann soll er einfach den billigsten nehmen, seine Frau wird ihm dann beim nächsten Mal schon sagen, welchen Reis sie wirklich möchte... ;-)

Jetzt wird mir auch klar, warum auch noch das hundertste Minimoog Plugin seine Berechtigung hat. ;-)
Das macht nicht satt, der billige Reis, der womöglich ebenfalls von einem bekannten Markenhersteller stammt, aber schon...
 
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M.i.a.u.: sllk
  • #36
wer soll das denn noch konsumieren?
die KI? Schon Douglas Adams hat sich den elektrischen Mönch ausgedacht, der für uns an Dinge glaubt, für die wir keine Zeit haben. Warum nicht eine KI, die für uns die Musik hört, auf die wir keinen Bock haben?

Das ist der allgemeine Zeitgeist und nicht nur auf Musik beschränkt.
ich befürchte allerdings, dass das schon immer so war, und nur durch die Moderne eine sichtbare Beschleunigung erfahren hat. Jedes Pferd wird solange geritten, bis es tot ist, jeder Krug geht solange zum Brunnen, bis er bricht, und jeder Markt wird bedient, bis er gesättigt ist. 🤷‍♂️ Das ist normales Verhalten - wenn nicht menschliches, dann zumindest spieltheoretisches bzw. marktwirtschaftliches.
 
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M.i.a.u.: betadecay, ganje, JanTenner und 2 andere
  • #37
Natürlich nicht, aber wenn er nicht weiß, welchen Reis er mitbringen soll, weil er nicht weiß, welcher bei ihm zu Hause im Küchenschrank steht, dann soll er einfach den billigsten nehmen, seine Frau wird ihm dann beim nächsten Mal schon sagen, welchen Reis sie wirklich möchte... ;-)


Das macht nicht satt, der billige Reis, der womöglich ebenfalls von einem bekannten Markenhersteller stammt, aber schon...
Ich würde den Reis kaufen, dessen Packung mir am plausibelsten ein besseres Leben und Gesundheit verspricht. Bei solchen Beträgen kann man nicht viel falsch machen 😉.
 
  • #38
Du stehst im Supermarkt und liest Dir die ganzen Packungstexte durch...? Wie lange brauchst Du für einen Einkauf? Für mich muss es immer wie auf einer Spezialmission gehen, schnell rein und schnell wieder raus...
 
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M.i.a.u.: Audiohead, D-Joe, micromoog und 2 andere
  • #39
Du stehst im Supermarkt und liest Dir die ganzen Packungstexte durch...? Wie lange brauchst Du für einen Einkauf? Für mich muss es immer wie auf einer Spezialmission gehen, schnell rein und schnell wieder raus...
Ich korrigiere “… die Packung, die mir auf 10m Entfernung erkennbar, schnell und plausibel verspricht, dass sich mein Leben ändern wird, wenn ich diesen Reis kaufe.”
 
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M.i.a.u.: Audiohead und sllk
  • #40
Du stehst im Supermarkt und liest Dir die ganzen Packungstexte durch...? Wie lange brauchst Du für einen Einkauf? Für mich muss es immer wie auf einer Spezialmission gehen, schnell rein und schnell wieder raus...
Mission. Das ist auch immer mein Argument.
 
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M.i.a.u.: micromoog und Randulph
  • #41
Ich sehe das alles eher unkritisch...es sind in meinen Augen absolut paradiesische Zeiten.
Was für eine Evolution in allen Bereichen!
Ok manche Firmen werden Pleite gehen bzw. es wird sich nicht ökonomisch rechnen, aber sie hatten ihre Vorstellung entwickelt/umgesetzt und das ist ja auch cool, so vom Innovations- bzw. Selbstverwirklichungsstandpunkt aus betrachtet. Es war einen Versuch wert!

In naher Zukunft dürfte es nochmal durch KI (denn KI ist nicht per se "böse", siehe z.B. Jordan Rudess mit dem MIT) nen Push geben.
Und später wahrscheinlich noch durch die Möglichkeiten der Robotik.
Wie haben es Kraftwerk gesagt: Es wird immer weitergehen, Musik als Träger von Ideen.
So sehe ich das auch.
Ich freue mich auf die Tracks und Instrumente, die in der Zukunft (man denke nur mal an Zeiträume wie z.B. die nächsten 50-150 Jahre) noch entwickelt werden und vor allem auch dass die nischigsten Ideen umgesetzt werden - das finde ich richtig richtig cool!
Was fand ich es früher immer nervig, wenn mir im Plattenladen (oder im Fahrradladen, eines meiner anderen Hobbies) oft gesagt worden ist, nee das geht nicht, nee das gibts nicht, nee das darf man nicht machen/kombinieren, nee das bestellen wir nicht aus z.B. Japan, kauf doch das, was wir hier haben, blablabla. Nein, ich habe es so sehr gehasst und bin so froh, dass ich mich nicht mehr mit Grenzen dieser Art rumplagen muss!
Früher war eben auch nicht alles besser...

Wichtig dürften auch die (menschlichen oder technischen) "Filter" werden, die Einem/Einer helfen, die für einen selber interessanten Entwicklungen aus der Flut der Veröffentlichungen rauszufischen...

Was die kapitalistischen Vermarktungs- und Verwertungslogiken angeht...
Das kann Einen/Eine beschäftigen, aber es kann Einem/Einer eigentlich auch egal sein.
Ich sehe es eigentlich wie in der Kunst: wenn man etwas machen muss / "etwas zu sagen hat", dann macht man das halt...
egal ob es dafür Kohle gibt oder nicht (Stichwort: intrinsische Motivation).
 
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M.i.a.u.: Rolo und JayBee
  • #42
selbstverständlich begrüße ich es sehr, dass nach dem "Loch in den 90ern" immer mehr Hersteller Instrumente bauen und sich auch Gedanken zu neuen Konzepten machen.
Welches Loch? Viele der Synths die ich aktuell noch als Hardware nutzen würde sind aus den 90ern, nach der Rompler Schwemme Ende der 80er bis Mitte der 90er empfand ich viele der darauffolgenden Mitte/Ende der 90er bis Mitte der 00er Klangerzeuger technisch fast schon als Erleichterung.
Aktuell wird wohl eher der alternden Zielgruppe Rechnung getragen :opa: 🥱 sieht man mal von den Displays die ohne Lesebrille für mich nicht mehr funktionieren würden🕵️‍♂️;-)
Bin auch irgendwo froh dass nix mehr kommt das ich wirklich brauchen oder mich reizen würde.
 
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M.i.a.u.: Rolo
  • #43
Gefühlt gab es in dern 90ern weniger Analog, dafür mehr VA und Rompler/Workstation. Die alten Analogsynths waren natürlich nicht aus der Welt, aber meistens nicht so komfortabel (mit Velocity, Aftertouch, Midi etc.) im Setup nutzbar wie die aktuellen.
 
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M.i.a.u.: MartYATARI
  • #44
Dann kauf einfach die Eigenmarke mit dem niedrigsten Grundpreis oder den, der sowieso immer bei Euch daheim im Schrank steht...

Da fängt das Problem an, könnte mich jetzt natürlich rauswinden und sagen: „Der Schrank ist Top Secret!“. Aber nein, es gibt in der Küche Dinge, die ich selektiv einfach nicht wahrnehme 😁

Bei Nudeln ist das einfacher…
 
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M.i.a.u.: Audiohead und sllk
  • #45
Da fängt das Problem an, könnte mich jetzt natürlich rauswinden und sagen: „Der Schrank ist Top Secret!“. Aber nein, es gibt in der Küche Dinge, die ich selektiv einfach nicht wahrnehme 😁

Bei Nudeln ist das einfacher…
Ich staune auch immer wieder, wieviele PAL-Felder in unserer Wohnung installiert sind…
 
  • HaHa
M.i.a.u.: micromoog
  • #46
Was mich eher beschäftigt ist der Umstand, dass sich die schiere Auswahl an Gear, egal in welchem Preissegment, sich aus meiner Sicht nicht in den Produktionen
, hinsichtlich Kreativität, wieder spiegelt, wenn ich mich durch Sptify Playlists durchhöre ,Boiler Rooms oder hoer live YT Vids anschaue, es langweilt mich größtenteils einfach nur noch .
Spannendes ist eher die Ausnahme , was mich mitnimmt sind nach wie vor Retro Sets aus den 90er oder Anfang 2000er .
 
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  • wunderbar
M.i.a.u.: Solar Chrome und MartYATARI
  • #47
Was mich eher beschäftigt ist der Umstand, dass sich die schiere Auswahl an Gear, egal in welchem Preissegment, sich aus meiner Sicht nicht in den Produktionen
, hinsichtlich Kreativität, wieder spiegelt
sollte denn mehr Gear eine hörbare Auswirkung auf die Produktionsqualität oder Kreativität haben? Wurden nicht viele sehr kreative Produktionen im Gegenteil mit eher begrenztem Gear erstellt?
 
  • wunderbar
M.i.a.u.: MartYATARI
  • #49
sollte denn mehr Gear eine hörbare Auswirkung auf die Produktionsqualität oder Kreativität haben? Wurden nicht viele sehr kreative Produktionen im Gegenteil mit eher begrenztem Gear erstellt?
Nicht mehr Gear aber das Kaufversprechen , dass das nächste Stück Gear mit seinen potentiell tausend mehr Möglichkeiten die Kreativität des Käufers auf eine nächste Stufe hebt.
 
  • wunderbar
M.i.a.u.: MartYATARI
  • #50
ja gut - aber dass solche Kaufversprechen Schall und Rauch sind (Marketing halt ;-) ) sollte sich inzwischen herumgesprochen haben ...

Jede(r) muss (und kann heutzutage auch) selbst entscheiden, welche Geräte dem eigenen Gusto und Workflow am besten entsprechen.
 
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M.i.a.u.: Rolo
  • #51
Ihr habt Probleme ... Ich bin schon überfordert aus 15 verschiedenen Buttersorten zu wählen 😳
 
  • HaHa
M.i.a.u.: Rolo und MartYATARI
  • #53
Ich korrigiere “… die Packung, die mir auf 10m Entfernung erkennbar, schnell und plausibel verspricht, dass sich mein Leben ändern wird, wenn ich diesen Reis kaufe.”

So in etwa?

hazard-warnsymbole-vektorsymbol-flachzeichen-mit-ausrufezeichen-isoliert-auf-wei%C3%9Fem.jpg
 
  • HaHa
M.i.a.u.: sllk, oli, MartYATARI und eine weitere Person
  • #54
Bei Synth Hard- und Software ist bei mir die Sättigung schon länger eingetreten. Das allermeiste langweilt mich eigentlich nur noch, was so die letzten Jahre auf den Markt geworfen wurde.

Wüsste auch nicht warum ich mir noch einen neuen Synth anschaffen sollte. Ich mache auch mit einem neuen Synth wieder genau mein Ding, sprich meinen Sound.

Nö, aus diesem Karussell bin ich einfach ausgestiegen. Hab auch nicht vor wieder aufzuspringen, weil es sich nur im Kreis dreht und immer nur an der gleichen Stelle vorbeikommt.

Ich brauche auch nicht jedes Jahr eine neue Bohrmaschine, nur weil es das neue Modell gibt und meine alte noch einwandfrei funktioniert. Und wenn ich es nicht kann, dann werden die Löcher mit der neuen und der alten Bohrmaschine schief.
Oder eine neue supersäge jedes Jahr?😄
 
  • #55
pff ... irgendwann hat man bei jeder mal abgebissen und weiß, welche schmeckt ;)
Superbooth - 2025 & 26 - Peak Eurorack ist erreicht.
Alle bauen jetzt Desktops (FX und Synths und "Zeug"), weil - jetzt haben sie eben alle schon ihr Mutable und Make Noise und 2 Granular-Sampler. Moden gibt's immer. Auf Konzerten steht immer (IMMER!!) ein Minilogue, meist sogar der alte. Ist das schlimm? Nein.

Aber - einen anderen Ansatz machen ist gut. Wenn zB. das TV 3 Quiz-Shows machen - wieso macht dann nicht einer davon ein GANZ anderes Programm? Das ist so wie Dubtechno und Darktechno gerade, ist schon fast wieder vorbei - weil auf Beatport und Co. sich diese Acts knubbeln und klingen auch vielerlei genau so. Nicht schlecht, aber eben stilfest. Erfolgsrezepte werden so genommen wie sie sind, auch wenn sie keine sind.

Als Hersteller wäre nicht schlecht, die Dinge die interessant sind, auch zu machen.
Ein neuer Waldorf? Muss der Wavetables haben? "Nein, Mann"! Muss'er nich'!
Muss ein Waldorf analoge Filter haben? Sowas von nicht - ich hab immer vorgeschlagen - mach dit' ohne, kostet weniger und klingt auch nicht so viel besser - Hand aufs Hertz™ - wenn Filter, dann halt superdooper, wie Dmno und Co - und ich mag Waldorf, ansich auch Quantum, aber - hier sieht man bisschen, wie man es machen könnte.

Nicht folgen, wagen!!
Love my minilogue 😀 seit 10 Jahren 🎉
 
  • #56
Ganz so stringent sehe ich das nicht. Ich habe da aber durchaus ein eigenwilliges Verständnis, was meinen Klangzirkus erweitern könnte. Den Sound meines Studios sehe ich als großen Klangteppich und wenn ich irgendwo Lücken finde, versuche ich diese aufzufüllen.

Mich wundert beispielsweise, dass der Korg multi/poly ein solches Schattendasein führt. Was ist da los? Das Instrument ist ein Klangmonster. Ich habe leider nur das Plugin, aber dieses Ding ist einer der komplexesten Geräte am Markt ... vielleicht einfach zu kompliziert? Aber hier war man mutig.

Aber vor allem was Analoge angeht, schaue ich mittlerweile genauer hin. Der Supernatural Shift 6 erschien auch erst *gäähn*, aber war mit seinen Multis-Oszillatoren dann doch sehr cool. Oft sind es aber simple analoge Konzepte, die mich nicht aus den Latschen hauen - muss ich halt mal so sagen. Vielleicht können da geübte Analog-Gourmets noch einige tolle Feinheiten erkennen, aber da bin ich halt raus.

Irgendwo muss man es ja praktisch betrachten: Spätestens im Mix hört niemand mehr, ob es ein originaler Juno oder das Model 84 von Softube war. Wäre der Juno nicht so arschteuer, würde ich mir trotzdem einen hinstellen. Hardware macht Spaß und inspiriert - wie der Korg DW-8000 oder der Kawai SX-240.
Ja, ich denke der multipoly wirkt sehr kompliziert aber er kann anscheinend auch sehr viel.
 
  • #57
Ganz so stringent sehe ich das nicht. Ich habe da aber durchaus ein eigenwilliges Verständnis, was meinen Klangzirkus erweitern könnte. Den Sound meines Studios sehe ich als großen Klangteppich und wenn ich irgendwo Lücken finde, versuche ich diese aufzufüllen.

Mich wundert beispielsweise, dass der Korg multi/poly ein solches Schattendasein führt. Was ist da los? Das Instrument ist ein Klangmonster. Ich habe leider nur das Plugin, aber dieses Ding ist einer der komplexesten Geräte am Markt ... vielleicht einfach zu kompliziert? Aber hier war man mutig.

Aber vor allem was Analoge angeht, schaue ich mittlerweile genauer hin. Der Supernatural Shift 6 erschien auch erst *gäähn*, aber war mit seinen Multis-Oszillatoren dann doch sehr cool. Oft sind es aber simple analoge Konzepte, die mich nicht aus den Latschen hauen - muss ich halt mal so sagen. Vielleicht können da geübte Analog-Gourmets noch einige tolle Feinheiten erkennen, aber da bin ich halt raus.

Irgendwo muss man es ja praktisch betrachten: Spätestens im Mix hört niemand mehr, ob es ein originaler Juno oder das Model 84 von Softube war. Wäre der Juno nicht so arschteuer, würde ich mir trotzdem einen hinstellen. Hardware macht Spaß und inspiriert - wie der Korg DW-8000 oder der Kawai SX-240.
Jx3p mit Controller. Taugt mir viel mehr als der Juno 106! Fette reesebässe und anderes mit 2 Oszillatoren! Crossmod! Poly Sequencer!
 
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M.i.a.u.: Feldrauschen, fanwander und Rolo
  • #58
Es gibt soviel Hardware Synthesizer und drumcomputer mittlerweile. Ich finde es spannend, aber es macht mir auch schwierig mich zu entscheiden. Poly Analoge Synthesizer finde ich immer noch spannend. Ob neu oder vintage. Wenn neue analoge synth noch extras mit sich bringen dann ist das cool. Also analoge synth mit Druck und Wärme finde ich immer spannend.
 
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M.i.a.u.: Feldrauschen und MartYATARI
  • #59
Der Musikmarkt wird seither monatlich ungehemmt von Tausenden Releases geschwemmt.

Aktuell sind es circa 125,000 pro Tag, also fast 4 Millionen im Monat.

Und man kann getrost darauf wetten, dass 95% davon weniger als 10 Klicks im Monat bekommen.

Das Verrückte (und auch das Bemerkenswerteste daran) ist, dass daran aber nicht nur der Konsument oder das pöhse Großkapital schuld sind, sondern vor allem die Rechteinhaber, die ja niemand dazu gezwungen hat zu den Streamingplattformen zu rennen, das machen die alle freiwillig.

Würden alle Komponisten und Verleger einfach nur CDs herstellen wollen, gäbe es immer noch genug Presswerke und eine laufende Einzelhandelsstruktur. Und somit auch die Kultur um die Tonträger herum.

Allerdings war auch damals nicht alles Gold was glänzt.
Man war nur selbst noch im Geschäft und hat daher bei sich selbst dann natürlich von der Kapitalismuskritik oder der Kritik an den eigenen privilegierten Startvoraussetzungen Abstand genommen.
Man selbst hat das natürlich alles immer nur durch Leistung und Talent geschafft, und Vitamin B oder ein wohlhabendes Elternhaus haben natürlich überhaupt keine Rolle gespielt. :)
 
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M.i.a.u.: Whych, MartYATARI und sllk
  • #60
Da ich mit Musik kein Geld verdiene, ist es mir eigentlich egal. Jemanden, der als Hobby gerne angelt, fragt doch auch niemand wie er damit umgeht, dass man jederzeit Fisch im Supermarkt kaufen kann. Ein Problem haben letztlich nur die, die mit ihrer Musik Geld verdienen wollen.
Ich sehe das ähnlich. Eine "Sättigung" an immer weiteren, oft ähnlichen Synths & Plugins erkenne ich zwar inhaltlich (es ähnelt sich eben oft), aber nicht ökonomisch. Denn irgendjemand kauft diese ganzen Synths ja, und die Vermutung liegt nahe, dass das stark auf den wachsenden Märkten von Indien und China der Fall ist. Solange Behringer* dort den 100sten Analog-Clone verkaufen kann, werden sie auch den 101sten auf den Markt bringen. ;-)
 
  • Gute Idee
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M.i.a.u.: MartYATARI und Rolo
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