Dann nimm Streichfett!Ihr habt Probleme ... Ich bin schon überfordert aus 15 verschiedenen Buttersorten zu wählen 😳
Du siehst das ziemlich einseitig.Hallo zusammen,
selbstverständlich begrüße ich es sehr, dass nach dem "Loch in den 90ern" immer mehr Hersteller Instrumente bauen und sich auch Gedanken zu neuen Konzepten machen. Dennoch kann ich die Befürchtung nicht ablegen, dass es bei Synthesizern und Musikgear ähnlich verläuft, wie mit allem anderen, dass kapitalwirtschaftlichen Regeln unterliegt. Irgendwann wird ein Sättigungspunkt erreicht und Beliebigkeit macht sich breit.
Die schmerzlichste Erfahrung war hier, dass mit Aufkommen digitaler Musikplattformen Tonträger völlig an Bedeutung verloren und damit auch eine ganze Kultur unterging. Der Musikmarkt wird seither monatlich ungehemmt von Tausenden Releases geschwemmt. Letztlich geht es gar nicht mehr um die Musik, sondern darum wer die beste Werbung macht. Kommerziell gesehen haben wir einen Peak erreicht, bei dem das Wesen der Musik als Kunstform völlig in die Tonne gewandert ist. Musik ist ein Produkt und es geht einzig darum es zu verkaufen.
Eine ähnliche Entwicklung sehe ich aber auch bei Musikgear und das macht mir irgendwo Angst. Vor allem im Plugin-Bereich ist diese massive Redundanz längst da. Man muss schon sehr überzeugt sein heute noch ein Plugin entwickeln zu wollen. Es gibt irgendwie alles und das in jeder Colour. Aber auch im Hardwarebereich beobachte ich eine Entwicklung, bei der immer wieder Geräte auf den Markt kommen, die nichts neu erfinden, sondern einfach nur da sind, um ein Stück vom Kuchen abzufrühstücken. Auswahl ist schön. Aber wenn alles irgendwann nur noch in Beliebigkeit verschwindet, wäre das schade. Irgendwann tritt eine Sättigung ein und bei mir ist das längst passiert. Es gibt einfach Dinge, von denen ich satt bin.
Wie seht Ihr das?
Stört es Euch nicht?
Was könnten die Gründe sein?
also ich muß noch sagen daß mich Synthesizer und Drumcomputer und das ganz Geschmeiß schon lange nicht mehr inspirieren (außerHardware inspiriert wie der Korg DW-8000 oder der Kawai SX-240.
Ich finde daß jeder das Recht hat Musik zu machen und jeder das Recht hat ein Plug in oder einen Hardwarkasten zu bauen egal
ob es schon 1000 andere gibt
also ich muß noch sagen daß mich Synthesizer und Drumcomputer und das ganz Geschmeiß schon lange nichnt mehr inspirieren
ausser halt mein eigenes Gear, das inspiriert mich immer.Wäre ja möglich, dass es da Zusammenhänge gibt 🤔
Realistisch gabs so ab Mitte/Ende der 90er aber auch so Sachen wie Formant- und Additive Synthese, physical Modelling, Liquid Audio, digitale polyfone Modularsysteme.Gefühlt gab es in dern 90ern weniger Analog, dafür mehr VA und Rompler/Workstation. Die alten Analogsynths waren natürlich nicht aus der Welt, aber meistens nicht so komfortabel (mit Velocity, Aftertouch, Midi etc.) im Setup nutzbar wie die aktuellen.
Realistisch gabs so ab Mitte/Ende der 90er aber auch so Sachen wie Formant- und Additive Synthese, physical Modelling, Liquid Audio, digitale polyfone Modularsysteme.
Es gab noch nie eine bessere Zeit um elektronische Musik zumachen, für alle finanziellen Möglichkeiten gibt es mehr als genug Optionen, ist doch geil.
Ich habe eher ein Problem daß
zu wenig über tun und machen geredet und gezeigt wird
Erst mal nicht.genau das zeigt nur, dass das überangebot dazu führt, dass die produkte von leuten gekauft werden, die sie eigentlich nicht brauchen.
daran ist in vielerlei hinsicht erst mal überhaupt nichts gutes.
Warum? Glaub ich nicht (Erklärung unten).Doch klar. Die beste Zeit war wohl in den 90ern, um elektronische Musik zu machen.
Warum? Glaub ich auch nicht (Erklärung unten).Ich denke eher, dass Musik zu machen in der heutigen Zeit
ziemlich beschissen ist.
Alle, die es schon in den 90ern gab (oder kann man zu Clara Rockmore, JMJ oder Jon Lord heutzutage nicht mehr aufschauen?), und noch Tausende mehr, die danach kamen.- Wenig bis keine Künstler, zu denen man aufsehen kann (Inspiration)
Es wird doch derzeit so viel Musik gehört wie nie zuvor, oder?- Wenig bis gar kein Interesse der Menschen (Motivation)
Gerade elektronische Musik findet doch so gut wie nur in den jeweiligen Bewegungen statt (EBM, Techno mit vielen Unterbewegungen, Industrial, Berliner-Schule, Noise und was weiß ich noch alles).- Keine mit der Musik verbundene Bewegung
Die erfüllte Rahmenbedingung "Hütte voller Synths" ist doch schon mal nicht schlecht, oder?Was nützt es mir die Hütte voller Synths zu haben, wenn
die Rahmenbedingungen nicht vorhanden, irrelevant oder scheisse sind?
Genau das passiert ja auch (sagte der kleine Bert mit glänzenden Augen und vor Aufregung zitternder Stimme).Wenn sich in einem Bereich wirklich Beliebigkeit breit macht, können dann nicht gute Hersteller (und Musikanten) aus diesem stets grauer werdenden Brei leichter herauszustechen? Indem sie den oft dargestellten Zynismus ("Qualität setzt sich nicht durch", "es zählt nur das Marketing", "es zählen nur die Verkaufszahlen", "Menschen lieben Slop") nicht in den eigenen Kopf eindringen lassen?
"Drei Akkorde? KENN ich noch nicht mal!"Aus diesen drei Akkorden bestehen 95% der Pop-Songs"
Alles richtige Überlegungen, und die Antwort ist vermutlich, dass jeden von uns etwas anderes inspiriert.Zweites Argument: Kann auch ein uninspiriertes Gerät hervorragend sein in dem Sinne, dass es ein gut nutzbares Werkzeug für einen Anwendungsfall ist? Das wirft die Frage auf: Ist "Beliebigkeit" zwingend negativ? Oder anders gefragt: Wenn man Synth X mit Synth Y ersetzen kann ohne Geschmacksverlust - sagt das unbedingt etwas Schlechtes aus über X oder Y?
Du bist nur alt! Ich bin auch in den 90ern musikalisch sozialisiert worden und trotzdem der Meinung, dass es sehr gute aktuelle Künstler gibt, zu denen man aufsehen könnte, wenn man das möchte.Doch klar. Die beste Zeit war wohl in den 90ern, um elektronische Musik zu machen.
Ich denke eher, dass Musik zu machen in der heutigen Zeit
ziemlich beschissen ist.
- Wenig bis keine Künstler, zu denen man aufsehen kann (Inspiration)
- Wenig bis gar kein Interesse der Menschen (Motivation)
- Keine mit der Musik verbundene Bewegung
usw usf.
Was nützt es mir die Hütte voller Synths zu haben, wenn
die Rahmenbedingungen nicht vorhanden, irrelevant oder scheisse sind?
Kommt ganz drauf an, was man unter Erfolg versteht.Aber wie erfolgreich sind denn visionäre Instrumente
Erst mal nicht.
Aber dann fängt man an, nachzudenken, und dann fällt einem vielleicht auf, dass es ohne dieses Überangebot (das von den Leuten genährt wird, die Sachen kaufen, die sie teilweise gar nicht brauchen) gar nicht so viel schönes buntes Zeugs zu kaufen gäbe, aus denen wir mega-individualistischen Nerds uns unser ganz persönliches Setup aussuchen können.
Unfall, Unaufmerksamkeit.Wann wird im Verkehr auf einer Schnellstraße oder Autobahn die meiste Energie in kürzester Zeit verschwendet? Und welche Schlussfolgerungen könnte man daraus ziehen?
Alle, die es schon in den 90ern gab (oder kann man zu Clara Rockmore, JMJ oder Jon Lord heutzutage nicht mehr aufschauen?), und noch Tausende mehr, die danach kamen.
Wer sich der Vielfalt verweigert, lernt halt nichts Neues mehr kennen.
Genau das habe ich NICHT geschrieben."Warum gibt es heute keine gute Rockmusik mehr?"
"Wieso? Hör doch einfach Pink Floyd"
Doch, das sollten wir. Ganz dringend. Alles andere wäre anmaßend.Wir sollten nicht annehmen, dass irgendwas von gestern noch heute Relevanz hätte.
Wofür genau brauchst du denn beim Musikmachen eine Bewegung?Überhaupt... Trotz sehr populärer Musik gibt es heute gar keine Bewegung, die irgendwie mit der Hippie-Bewegung
oder dem Techno der 90er vergleichbar wäre.
Genau das habe ich NICHT geschrieben.
Doch, das sollten wir. Ganz dringend. Alles andere wäre anmaßend.
Wofür genau brauchst du denn beim Musikmachen eine Bewegung?
Du bist nur alt! Ich bin auch in den 90ern musikalisch sozialisiert worden und trotzdem der Meinung, dass es sehr gute aktuelle Künstler gibt, zu denen man aufsehen könnte, wenn man das möchte.
ich wäre in den 90ern mit dem Angebot an Synths super zufrieden gewesen
Danke für die Erinnerung - den habe ich auch seit den 90ern nicht mehr gehört.Steve Vai
Danke für die Erinnerung - den habe ich auch seit den 90ern nicht mehr gehört.![]()
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