Neu

Warum wird immer alles an den Punkt getrieben, an dem es too much wird?

  • #181
Das mag vielleicht daran liegen weil jede Spur mit einem Software eq und sterero tolls bearbeitet wurde.
Den Fehler hatte ich auch.
Ich hatte jede Spur mit eq bearbeitet und dachte ich mach damit was gutes.

Noch nicht lange her da sah ich ein Video von Robert babics wo er meinte Leute hört auf mit diesem ganzen eq Plugins und sterero tools.
Eq nur wenn es wirklich notwendig ist.
Tja und nun bin alle meine Nummern noch mal múhsam durch gelaufen und habe eq und die sterero tools von all meinen spuren entfernt weil ich festgestellt hatte das er recht hatte.
Natürlich gab es auch ein paar wenige spuren wo ich das Gefühl hatte da lass ich das eq mal lieber drin aber da war es dann wohl auch wirklich notwendig.

Jedenfalls klingt das alles jetzt nach der ollen arbeit tatsächlich etwas besser und satter.
Von Steve bug las oder hörte ich das auch mal mit dem eq und so lieber weglassen.
Tja obwohl ich ja kein Neuling bin und aus den 90zigern habe auch ich nie ausgelernt.
Daher gut wenn man auch mal einem Tipp annimmt. ;-)
 
  • Zustimmung
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: MartYATARI, C0r€ und ModernerPurist
  • #182
Wenn dich die 2000er geprägt haben, wundert es mich nicht, dass du das anders siehst.
Mir sind die anderen Jahrzehnte nicht fremd, aber 2006 habe ich erst angefangen richtig elektronische Musik zu hören.
Hör dir einfach mal Compilations aus den 90ern an. Ganz egal ob Trance, Techno, IDM oder House.
Ja habe ich. Gerade was den Mix angeht, sind doch Produktionen aus dem Bereich Techno sehr gut zu identifizieren. Und dann gern 909, 808, 606 usw.
´Gerade die sind doch gut zu identifizieren, aus welcher Zeit sie stammen.

Mich verwundert wie sicher du dir bist, zumal deine Behauptungen schwer zu belegen sind. DU argumentierst hier nach Gefühl.
Und ich hab dir Gründe gegeben und da auch nicht wenige, warum du diesen Eindruck fälschlicherweise haben könntest.
Warum gehst du darauf nicht ein.
Du wirst heute auch immer weniger irgendwelche Szenehelden erleben, eben auch durch die ganzen Gründe die ich aufgezählt habe.
Ein Aphex Twin zährt noch von seinem Status, aber neue Künstler haben es erheblich schwerer so einen Status überhaupt zu erreichen.
Die Behauptung, dass damals alle mit denselben Signalketten gearbeitet hätten, halte ich für fragwürdig.
Nein das habe ich nicht gesagt. Hast du gelesen was ich geschrieben habe?
Ich sagte, dass es früher wesentlich wahrscheinlicher war, dass die Leute mit dem Selben Zeug gearbeitet haben als heute.
Das ist Fakt.
In kleinen Studios war eher das Gegenteil der Fall.

Andere Pulte, andere Sampler, andere Hallgeräte, andere Kompressoren, andere Synthesizer.
Ja und was ist heute?
Das alte Zeug wird doch heute immer noch genutzt. Dazu kommt noch die ganze neue Hardware und darauf kommt noch das ganze digitale Zeug.
Was du ansprichst existiert heute in großen Teilen noch, weil die alte Hardware so gehyped ist.
Schon der Wechsel eines einzigen zentralen Gerätes konnte einem Track eine andere klangliche Identität geben.
Naja, dann müsste es doch heute noch mehr der Fall sein.
Die Möglichkeiten der Zusammenstellungen sind doch heute viel größer.
Fast jeder arbeitet in einer DAW mit transparentem Summing. Fast jeder nutzt ähnliche Werkzeuge für EQ, Dynamikbearbeitung,
Resonanzkontrolle, Saturation und Limiting. Ob nun Fabfilter, Kirchhoff, Soothe, Gulfoss oder die jeweiligen Alternativen: Die Ergebnisse liegen oft deutlich näher beieinander
als die Unterschiede zwischen einem alten Mackie-8bus, einem Soundcraft, einem Akai doer emu Sampler oder einem Lexicon oder Alesis Hallgerät.
Dein ganzes Argument ist analog vs. digital? Das halte ich schon für gewagt.
Selbst wenn ich da mitgehen würde, das wird doch heute genauso genutzt. In den 90er hatten wir doch genau die Zeit, wo stark auf digital umgestellt wurde. VA's, Tracker und DAW's.
Aber du vergisst anscheinend, dass genau dieses Zeug heute noch genutzt wird, dazu eben alles was es bis heute gibt, plus daw's.
Vielleicht ist es gar so, weil der Markt gewachsen ist, das heute sogar mehr Leute Hardware only arbeiten als damals. Natürlich hast du zusätzlich noch eine riesige Flut aus Leuten die in the box oder eben hybrid.
Und sag mir nicht es liegt dann alleine an Bandmaschine oder analogen Summierung.
Obwohl es heute ja auch wieder Bandmaschinen neu gibt, wie ich gesehen habe.
Das glaube ich echt nicht. Selbst wenn es so wäre hätte ich darauf keine Lust und würde darauf verzichten.
Du kannst den mix auch gut mit plugins und anderen tools formen. Das wird auch immer wieder gezeigt.
Dazu kommen etablierte Produktionsstandards. Viele Produktionen folgen denselben Lautheitszielen, denselben Mixing-Prinzipien
und denselben ästhetischen Erwartungen.

Das stimmt. Früher musstest du dich da eher alleine Durchwursteln oder hast Kurse genommen. Heute sind Tutorials von Hobby oder semiprofessionellen Produzenten der große Rahmen.
Darauf wollte ich zum Beispiel in dem "Echokammer" Thread hinaus und versuche andere dazu zu ermutigen, eher auszuprobieren, als Influencern oder Tutorials zu folgen. Weil ich nämlich denke, dass wir so noch viel mehr an innovativer Musik hätten. Das ist nur eine These von mir. Aber Nicht nur das "wie" wird angeglichen, sondern auch Vortellungen und Erwartungen. Das ist m.e. der Kreativität gegenläufig.

Deswegen ist meine Einschätzung, dass wir heute genausoviele oder gar mehr innovtive und gute Sachen haben als in den 90ern, aber anteilig am gesamten Künstlerpool eher weniger.
Das kann ich nicht belegen und leite mir das indirekt über soziologische und psychologische Studien her, u.a.
usw usf

Das bedeutet nicht, dass es heute keine guten Ideen mehr gibt. Das habe ich nie behauptet.
DU sagtest es gäbe einige wenige, die gute Ideen haben und sich schnell verbreiten.
Im Mainstream ist das so. Zumindest Ideen, die leicht nachzuahmen sind, werden schnell übernommen. Alles wird schnell gesehen und verbreitet sich dementsprechend. Oder es gibt bald ein bestimmtes Tool, das genau diese Klangeigenschaft erzeugt.
Es deutet zumindest an, dass es deiner Meinung nach heute weniger gute Ideen gibt.
Wenn du nur ein paar wenige Sätze schreibst, hab ich keine Ahnug was du genau meinst. Mach doch mal ein exemplarisches Beispiel.


Die Frage ist doch eher, wo denn die Werke sind,
die sich wirlich inhaltlich und klanglich absetzen?
Überall verstreut. Bandcamp, beatport, junodownload, youtube, soundcloud, spotify. Ich nenne dir diese Plattformen, damit auch klar ist wie groß die Menge an Musikdaten ist.
Nehmen wir jetzt nur mal die professionellen oder relevanten Labels. Da gibt es heute weltweit sicher 100 mal mehr.
Oder so. Wenn du in den 90ern echter Fan von elektronischer Musik warst kanntest du die meisten Lables und Künstler.
Das ist heute nicht mehr möglich. Außerdem verschwimmen die Grenzen immer weiter.
Die Szene war sehr professionell und geschlossen. Ein zirkuläres Ökosystem mit spezifischen sozialen und physikalsichen Barrieren.

Das könntest du ja mal belegen.
Ich kann das machen, wenn du dich darauf einlässt. Da könnten wir einen neuen Thread aufmachen. Ich suche immer neue Musik und versuche Sachen zu finden, die mich überachen und neu klingen.
In den 90ern gabs ja auch nicht ständig irgendwas neues. Dabei darf es nicht um die Frage gehen, ob dir das gefällt oder nicht.
Ich hatte hier mal 2 Tracks von Rustie gepostet aus dem Jahr 2026 und nach dem genre gefragt. Das war fresh. Oder die Releases von Lorn. Seine Klangästhetik hat sich seit 2018 stark verändert. Das ist sehr charakteristisch und gut. Oder auch was Ideen angeht. Sowas wie shinra knives - laced blunt. (2022) Floating Points - rush (Album 2019), Hudson Mohawke - cry sugar (2022). shlohmo - the end (2019) Oder Genies wie Oneohtrix Point Never (Alben 2013 -2023). Der hat seinen Stil erst 2013 richtig entdeckt und das ist sowohl musikalisch, kompositorisch, vom Soundesign und mixing immer wieder sehr innovativ. Sowas hatte ich zuvor noch nie gehört.


Ich bin heute auch nicht mehr so ein Freak wie früher, aber ich kann dir genreübergreifend viele Sachen zeigen und dabei auf Ideen, Soundästhetik, etc. verweisen.
Beweisen kann ich das nur über Gegenbeispiele.
Die könnte man ja mal sammeln.



Die letzten Alben, die mich aufhorchen ließen, war Burial "Untrue", das war mal was Neues, danach vlt noch das was Aphex Twin aus der Mottenkiste kramte.
Das war toll, keine Frage. Da scheinen wir uns aber zumindest etwas einig zu sein, was gute Ideen oder eine eigene Klangästhetik, innovativ so ist.
Alte Hasen haben abgebaut (siehe bspw Leftfield, Underworld, Chem Bros), können es aber noch und was sonst noch kam - und ich höre da wirklich viel, sehr viel, fast täglich 8 Std. und fast immer neue Musik
- war hin und wieder unterhaltsam, aber ohne im Kopf zu bleiben. Gut gemachtes, beliebiges Gedudel. Nicht mehr, nicht weniger, nichts was irgendwie bleibt und man sich in 20 Jahren nochmal anhören würde.
Meiner Erfahrung nach ist das ganz normal. Wenn die Grundpfeiler des eigenen Musikgeschmacks wegbrechen, fühlt man sich verloren. Die laufen ja normalerweise auf dauerrotation und jedes neue Release ist selbstverständlich ein Highlight, bis es irgendwann nicht mehr so ist.
Ob die wirklich schlechter werden oder sich einfach nur verändern, will ich gar nicht bewerten. Aber ich denke es ist normal, dass Künstler einem nicht ewig gefallen können.
Am Anfang ist es neu und aufregend. Je nach Künstler fahren sie ihren Stil und explorieren ihn, bis er irgendwann erschlossen ist. Manche Alben wären am Anfang der Karriere vielleicht genauso gut gewesen, sind es aber heute nicht mehr und wirken nur wie eine Selbstkopie, was auch der Fall sein kann. Oder manche machen es nur wegen dem Geld und haben schon alles gesagt.
NIN ist wohl einer der Bands, die mich am meisten begeistert htten. Da war auch jedes Album anders und innovativ. Aber irgendwann konnte ich damit nicht mehr viel anfangen und dann klang alles gleich und unspektakulär.
Bin ich das oder ist das wirklich so? Ich habe mal Leute in einem NIN Forum gefragt und zuindest dort hat sich gezeigt, dass die Meinungen ziemlich durchwachsen sind.
Vielleicht bin ich einfach raus. Oder bei Aphex Twin, war es ähnlich. Am Anfang war das alles neu und aufregend. Die Sachen auf Syro sind nicht schlecht, aber schlagen nicht mehr so ein wie es Drukqs tat. Obwohl ich sagen muss, dass ich Aphex Twin bis heute gut finde. Einfach weil er immer wieder gute Tracks macht, die aber nicht einfach nur Kopien sind. Neue Sounds, neue Ideen oder anderer Stil. Cheetah, Collapse oder Music from the merch desk. Bin immer noch dafür zu haben.
Wenn ich mir dagegen einen Großteil aktueller elektronischer Musik anhöre, höre ich oft hervorragend produzierte Tracks. Technisch beeindruckend, klanglich perfekt,
aber nur selten was, was wirtklcih nachhaltig festhängt.
Ja aber früher gab es doch auch Standards in den einzelnen Genres. die haben sich verschoben. Wenn du einen Technotrack aus den 90ern hörst, dann hört man dad meistens sehr gut raus.
Das ist dann einfach deine persönliche Präferenz. Ist dann die Frage, ob du dich auf anderes einlassen kannst und wie weit.
Wenn ich deine Kommentare lese, habe ich schon den Eindruck, dass daran festhälst.
Du wirst nicht mehr das Selbe bekommen wie früher. Aber vielleicht kannst du dich auch heute noch für etwas begeistern.
Ich habe zumindest gemerkt, dass ich biased bin und deswegen bestimmte Abweichungen gerne mal abweise. Irgendwelche Sounds, die ich zm Beispiel als billig abgestempelt hatte und den ganze Track nur deswegen abgelehnte.
Weiß ich nicht. Das ist heute auch bei mir nicht mehr wie früher. Aber ich sehe dann oft, das es an mir liegt.
Auch das aktuelle BoC Album - Gut gemacht, komplexer als vorherige, aber es bleibt nicht. Es steht im Schatten dessen, was sie vorher machten.
Hat mir auch nicht so toll gefallen. Nach dem 3. mal aber schon besser. Da gibts schon ein paar Tracks die ich dann doch sehr gut fand. Ich hatte auc etwas anderes erwartet. Geogaddi 2.0- Geogadi in besser.
Das neue BoC Album ist aber vom Mix her schon nice. Du kannst nicht sagen, es sit perfekt und glatt. Finde den Kompromiss aus HIFI und LOFI sehr gut.

Vielleicht liegt das an meinem Alter. Vielleicht an einer Übersättigung durch das heutige Angebot. Vielleicht aber auch daran, dass technische Perfektion inzwischen
deutlich leichter erreichbar ist als eine wirklich unverwechselbare künstlerische Identität.
Je mehr man hört, desto weniger kann einen überraschen. Wenn man viel Musik hört stumpft man mit steigendem Alter sicher auch ab.
Das könnte auch ein Grund sein.
Ich idealisiere auch nicht die 90er, sondern habe sie als Zeitpunkt wahrgenommen, ab dem eine Art Bruch passierte.
Nach der Jahrtausendwende kam nicht mehr so viel und ich verbinde das sehr mit dem Einzug der digitalen Produktion innerhalb
einer DAW und dem Einzug von Plugins.
Und ich finde es ging 2006 richtig los.
Ich bin mir sicher, dass ist ein Effekt den jeder kennt. Ich konnte ja aus dem Vollen schöpfen. Es kamen neue Sachen und gleichzeitig konnte ich in die Vergangenheit. Und ich hatte eine Gemeinschaft, mit Zugang zu neuer Musik.
Wenn man gerade anfängt Musik zu entdecken und es scheinbar unendliche Ressourcen gibt und man ständig auf etwas neues stößt, etwas großes und aufregendes.
Das ist eine einmalige Sache denke ich, so wie viele erste male. Das Erleben des neuen kann man in der Form nicht zurückholen. Der versuch ist sinnlos. Diese Dinge bekommen eine andere Qualität, die man akzeptieren muss.

Es bestätigt doch, dass der Anteil an Wegweisendem abnimmt.

Das meiste 2000-2014, danach wirds dünn
Auch hier: Inwiefern bedeutet es das? In welchem Sinne wegweisend?
Und was meinst du? Musikalisch oder musiktechnisch?
Warum 2000 - 2014?
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #183
Das ist ja nicht das Problem, weil es auf der Musik Streamingplattform ja keine Plätze besetzt oder „blockiert“ und auf YT & Co kann man das gezielt umfahren.


Von daher können sich auch die Bibis dieser Welt soviel Lippenstift draufziehen wie sie wollen, DIE kommen mir ja nicht in die Quere.
Genauso wenig debile Tanzvideos mit der Oma und Enkelin.


Bei Musik bedarf es mittlerweile eines Vorkosters. Von mir aus eine werbefinanzierte Musikkritiker Plattform.
Und wenn man nach kurzer Zeit weiß wie die ticken, kann man das für sich selbst gut einschätzen, in alle Richtungen.
Wenn Albrecht Pilz früher was zerrissen hat, war das für mich ein Grund erst recht reinzuhören.
Es ist doch dieselbe Mentalität.
Jeder muss heute alles irgendwo hochladen und ausstellen. Natürlich findest du dann kaum noch was. Früher gab es Gatekeeper und heute eben nicht. Wie willst du es haben?
Eine Aufteilung in Profi und hobby in diesen ganzen Portalen?
Musikkritiger Plattform kann auch funktionieren.. Ob man sich bei der Menge noch durchsetzen kann?
Und wieviele Videos soll dieser Kritiker machen? Das funktioniert natürlich nur im Kleinen.
Der einzig relvante Musikkritiker auf youtube den ich kenne ist dieser "the Needle Drop" Typ. Sicher auch, weil er alles mögliche macht. Viel HipHop, Gitarrenzeugs und Elektropoppiges.
Ob ein reiner Elektronik-Kanal auf Youtube funktionieren würde?
 
  • #184
Ich tu mir ehrlich gesagt schwer, bei heutiger musik Dinge zu finden die mir gefallen.
Höre fast nur 80s und 90s.
Klar, dass hat mich natürlich besonders geprägt.
Bin ja 1983 geboren.
Manchmal entdecke ich neueres wie "illegal" von Pink Pantheress und komme dann drauf, weil es eine underworld Nummer der 90er Samplet.
Spotify meinte ich bin 58 Weil ich so alte Musik höre. 😁
Für mich ist das sehr interessant zu verstehen, wie es dazu kommt? Offensichtlich ist ja eine starke Leidenschaft in Bezug Musik vorhanden. und scheinbar auch der Wunsch, neues zu finden?
Wir sollten da mal einen Thread machen. Neue Musik, ab 2000, eigensinnig, eigenartig, innovativ, speziell.
 
  • wunderbar
M.i.a.u.: MartYATARI
  • #185
Für mich ist das sehr interessant zu verstehen, wie es dazu kommt? Offensichtlich ist ja eine starke Leidenschaft in Bezug Musik vorhanden. und scheinbar auch der Wunsch, neues zu finden?
Wir sollten da mal einen Thread machen. Neue Musik, ab 2000, eigensinnig, eigenartig, innovativ, speziell.
Ja, blöderweise Vergleiche ich alles mit den alten Sachen und find das alte meistens besser. 😎
 
  • HaHa
M.i.a.u.: sllk und Rasenmähermann
  • #186
Mein Punkt war ein anderer:

Die enorme Vielfalt an verfügbaren Werkzeugen führt aus meiner Sicht nicht automatisch zu einer entsprechend großen Vielfalt der Ergebnisse.

ja, weil deine sicht eingeschränkt ist.

das kann zum einen die eigene kognition sein, und zum anderen der kapitalistische markt.

daraus kann man aber nicht schlussfolgern, dass mehr verschiedene werkzeuge automatisch zu nur noch gleich klingenden ergebnissen führt.

Wenn ich beispielsweise Leftism, Music Has The Right To Children, Richard D. James Album oder Untrue höre, erkenne ich die jeweilige Produktion oft innerhalb weniger Sekunden.

jetzt kommst du wieder nur mit diesen 0.001% dir bekannten produkten an und willst deraus schlüsse für die gesamtheit der musik ziehen. die du dann als "rein hypothetisch" abtust, nur weil du sie nicht kennst bzw. weil man halt irgendwie schwerer zugang dazu hat.

es gibt auf dieser welt schon zahlenmäßig mehr benutzer von supercollider oder altertümlichen südamerikanischen flöten als es überhaupt chart musik gibt.

der fehler ist daher doch, letzterem überhaupt irgendeine bedeutung zuzubilligen.

wen interessiert in einer welt, in der jeden tag 200,000 lieder komponiert werden, von denen aber nur die hälfte überhaupt aufgenommen und verbreitet wird, wovon wiederum nur 10,000 gehört werden, wie die bekanntesten 3 davon klingen?

Falls du das anders siehst, wäre es interessanter, konkrete aktuelle Alben zu nennen, die du für ähnlich stilprägend und klanglich eigenständig hältst, statt über hypothetische Möglichkeiten zu sprechen, die zwar existieren, aber nur von einer sehr kleinen Minderheit tatsächlich genutzt werden.

wozu und wie sollte ich dir dazu "aktuelle alben" benennen, wenn du dich sowieso nur auf chart scheiße beschränkst, die du zufällig gerade kennst.

warum sollte es dich oder mich überhaupt interessieren, was andere so machen? zumal wenn man es doch gar nicht so toll findet?
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: ganje
  • #188
Alle Menschen, die Korrelation mit Kausalität verwechseln, werden sterben.

jetzt hast du mich direkt auf eine idee für ein neues plug-in gebracht.

mal schauen ob waves sich darauf einlässt meinen neuen innovativen kausalitätsmeter zu vertreiben.

mit der implementation bin ich noch unsicher: braucht kausalität k-weighting oder kammfilter?
 
  • HaHa
M.i.a.u.: MartYATARI
  • #189
Kausalität ist dann: Je Kick desto Hihat?
 
  • Gute Idee
  • wunderbar
M.i.a.u.: sllk und MartYATARI
  • #190
Dieser Thread ist Beleg für die eingangs gestellte These.

Stephen
 
  • Zustimmung
  • HaHa
M.i.a.u.: FixedFilter, Synthesilent, sllk und 4 andere
  • #191
Ja, blöderweise Vergleiche ich alles mit den alten Sachen und find das alte meistens besser. 😎

Kommt aber drauf an was genau.

Stinknormale Clubmusik war damal klanglich nicht besser, nur leiser, was allgemein bekömmlicher ist. Meine Meinung!

Aber so Referenzalben klangen damals mMn tatsächlich besser. Besser im Mix, besser im Handwerk, musikalisch besser umgesetzt uswusf.

Aber ich bin seit geraumer Zeit an dem Punkt angelangt,
an dem auch die weniger werden. Vor 10 Jahren hatte
ich aus der Zeit noch mehr "Referenzen" und nun: modernere Lautsprecher, Kopfhörer, Verstärker, Audiosystem usw mach das Eis etwas dünner 😂
Und zwar erschreckend dünn. Titel, die ich damals 20-30 Jahre als besonders edel empfand, klingen auf meinen jetzigen System nicht mehr ganz so toll - Andere hingegen halten sich wacker. Mal sehen wie lange noch 😜

Weiss nun nicht, ob das nun gut oder schlecht ist.

Erfahrungsgemäß muss man ITB sehr genau mischen
und Signale penibel trennen. Rein analog ist da gutmütiger, Matsch dickt den Sound an, ohne jetzt sofort schlecht zu klingen. Das alles hören zu können
ist möglicherweise nicht so gut.

Reflektion die 2.: Früher waren die ns10 sehr vertreten.
Ich halte es für möglich, dass die mitverantwortlich
für die Mixe damals waren: Fokus auf Mitten!
Aber da leider zu wenig Erfahrung. Kenn die Dinger nur als Gast.

Und heute so? Wenn man sich anschaut was möglich ist und mit heutigen System auch hörbar, wundert es mich nicht, dass dann auch so präzise gemischt wird.
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: MartYATARI
  • #192
Aber so Referenzalben klangen damals mMn tatsächlich besser.
Steile These: vielleicht hat man damals - weil alles andere sowieso so teuer war - auch mehr in Personal und Sorgfalt investiert? Heutzutage kann jeder Hans und Franz mit einem Laptop ein Release fertig machen, aber wenn die Top-Produzenten der 80er und 90er an besagtem Laptop säßen (und zwar genauso lange, wie sie damals üblicherweise im Studio gesessen haben), klänge es vielleicht ebenso gut? 🤔
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: sllk und MartYATARI
  • #193
Du meinst man hat das Ganze der Gleichberechtigung wegen zu relativieren? Die sind nur gut, weil sie gut sind? Na dann ... ergibt doch keinen Sinn 😂

Hey, die ersten 2-3 Alben von Massive Attack sind bis heute wegweisend. Kennt und hört scheinbar niemand mehr
 
  • wunderbar
M.i.a.u.: MartYATARI
  • #194
ich denke nur laut nach. :-) Die Idee war, dass es vielleicht eher an den Leuten und ihren Bemühungen als an den Tools liegt. 🤷‍♂️
 
  • HaHa
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: MartYATARI und ModernerPurist
  • #195
Aber: Früher war es mehr üblich, auch bei elektronischer Musik, dass so'n Bedroom Producer vom Label nochmal ins Studio geschickt wurde.

Hört sich zwar toll an, dass Prodigy das erste Slbum im Schlafzimmer produzierte... Aber... Nein!
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: MartYATARI
  • #197
ich denke nur laut nach. :-) Die Idee war, dass es vielleicht eher an den Leuten und ihren Bemühungen als an den Tools liegt. 🤷‍♂️

Uch denke auch zu laut.

Die Fähigkeiten... Natürlich, ist aber auch nur due halbe Miete.
 
  • #199
Kommt aber drauf an was genau.

Stinknormale Clubmusik war damal klanglich nicht besser, nur leiser, was allgemein bekömmlicher ist. Meine Meinung!

Aber so Referenzalben klangen damals mMn tatsächlich besser. Besser im Mix, besser im Handwerk, musikalisch besser umgesetzt uswusf.

Aber ich bin seit geraumer Zeit an dem Punkt angelangt,
an dem auch die weniger werden. Vor 10 Jahren hatte
ich aus der Zeit noch mehr "Referenzen" und nun: modernere Lautsprecher, Kopfhörer, Verstärker, Audiosystem usw mach das Eis etwas dünner 😂
Und zwar erschreckend dünn. Titel, die ich damals 20-30 Jahre als besonders edel empfand, klingen auf meinen jetzigen System nicht mehr ganz so toll - Andere hingegen halten sich wacker. Mal sehen wie lange noch 😜

Weiss nun nicht, ob das nun gut oder schlecht ist.

Erfahrungsgemäß muss man ITB sehr genau mischen
und Signale penibel trennen. Rein analog ist da gutmütiger, Matsch dickt den Sound an, ohne jetzt sofort schlecht zu klingen. Das alles hören zu können
ist möglicherweise nicht so gut.

Reflektion die 2.: Früher waren die ns10 sehr vertreten.
Ich halte es für möglich, dass die mitverantwortlich
für die Mixe damals waren: Fokus auf Mitten!
Aber da leider zu wenig Erfahrung. Kenn die Dinger nur als Gast.

Und heute so? Wenn man sich anschaut was möglich ist und mit heutigen System auch hörbar, wundert es mich nicht, dass dann auch so präzise gemischt wird.
Sogar Kraftwerk hatten die ns10 😜
 
  • #200
ja, weil deine sicht eingeschränkt ist.

das kann zum einen die eigene kognition sein, und zum anderen der kapitalistische markt.

daraus kann man aber nicht schlussfolgern, dass mehr verschiedene werkzeuge automatisch zu nur noch gleich klingenden ergebnissen führt.



jetzt kommst du wieder nur mit diesen 0.001% dir bekannten produkten an und willst deraus schlüsse für die gesamtheit der musik ziehen. die du dann als "rein hypothetisch" abtust, nur weil du sie nicht kennst bzw. weil man halt irgendwie schwerer zugang dazu hat.

es gibt auf dieser welt schon zahlenmäßig mehr benutzer von supercollider oder altertümlichen südamerikanischen flöten als es überhaupt chart musik gibt.

der fehler ist daher doch, letzterem überhaupt irgendeine bedeutung zuzubilligen.

wen interessiert in einer welt, in der jeden tag 200,000 lieder komponiert werden, von denen aber nur die hälfte überhaupt aufgenommen und verbreitet wird, wovon wiederum nur 10,000 gehört werden, wie die bekanntesten 3 davon klingen?



wozu und wie sollte ich dir dazu "aktuelle alben" benennen, wenn du dich sowieso nur auf chart scheiße beschränkst, die du zufällig gerade kennst.

warum sollte es dich oder mich überhaupt interessieren, was andere so machen? zumal wenn man es doch gar nicht so toll findet?

Mir fällt auf, dass von dir inzwischen sehr viele Unterstellungen kommen, aber erstaunlich wenig Konkretes zur eigentlichen Frage.

Nochmal die Frage: Auf welche Werke beziehst du dich konkret? Was ist dein Punkt? Oder geht´s nur um´s Stänkern?

Ich poste bewusst allgemeine und bekannte Referenzwerke, um überhaupt eine gemeinsame Bezugsgröße zu geben.
Das ist für mich der Sinn einer Referenz und sollte jedem, der musikaschaffend oder in der Tontechnik ist eigtl. geläufig sein.
Man kennt sie in und auswendig.
Man kann nachvollziehen, worüber gesprochen wird.
Man kann Unterschiede benennen
Man kann sie jederzeit gegenhören.
Wenn du meine Beobachtung für falsch hältst, dann nenne doch einfach aktuelle Werke, die deiner Meinung nach das Gegenteil zeigen.
Dann können wir über dieselben Alben sprechen, statt über hypothetische Musik, die weder du noch ich vollständig kennen.

Ich bin da völlig offen und unvoreingenommen.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #202
Aber ist doch eigentlich normale Entwicklung mit der dance elektronischen Musik jedenfalls.
Vor 30 Jahren war es noch was neues und heute ist das für jedem bekannt und zugänglich weshalb der output grösser ist und total viel.
Deshalb hatte man ja damals das Gefühl man hört die Musik von Morgen.

Und das manches schon x mal dar war liegt auch daran das manche styles auch so ihre Genre typischen Regeln haben.
Beispiel dub techno.... Ohne reggae dub Samples ist es kein dub techno.
Klar das daß dann so ähnlich klingt wenn du sowas machst.
Funky house nicht ohne funky usw.
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: Groovedigger und MartYATARI
  • #206
Die Reizüberflutung passiert nur dort wo man sie selbst zulässt . Die Verlockung der verschiedenen Angebote sind natürlich riesig , auf allen Ebenen, da damit ja auch eine Menge Geld gemacht wird
Die Sinnhaftigkeit im einzelnen ist nicht immer gegeben und doch ist auch immer wieder gutes und interessantes dabei .
Da für sich persönlich im Kreativen Prozess eine gute Balance zu finden ist nicht so einfach . Bei mir geht da viel über Entschleunigung , Improvisation am Instrument ,try und Error .
Tape zurückspulen lassen , abwarten was lesen und nen Kaffee trinken , da tut auch der nicht native ( besser klingende ) Vss3 bestens was er soll , Win 11 ist irrelevant . Gut so .
Das es aktuell wieder mehr direkt bedienbare, ohne Menu, nicht unbedingt speicherbare analoge u digitale Instrumente, besonders zu supergünstigen Preisen, gibt, ist durchaus eine gute Sache .
Die aktuellen Grooveboxen werden durchdachter , Zugriff besser , bei manchen sogar das Display GRÖSSER , wow, na endlich , - schade nur das man immer wieder versucht das Rad neu zu erfinden anstatt bewährtes ohne Komplikation zu verbessern - aber auch da gibt es an vielen Stellen Umdenken .
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: kernelkid, micromoog und sllk
  • #207
Auch ein schönes Beispiel



Extrem sauber produziert, schöne Klangwelt, .... ABER

Du musst dir aber auch mal vor Augen führen, für welche Zielgruppe der Track produziert wurde.

Ich habe heut morgen einen ganzen Reddit Thread von besagten Künstler durchgelesen, wo er sich zur Veröffentlichung das Soundtracks zu Mirrors Edge und dessen Produktion geäußert hat.
Und eines passt da gerade richtig…es ging so in die Richtung: konzentriere dich nicht auf den Mix kümmere dich lieber um das Arrangieren und die Struktur….
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: micromoog und ModernerPurist
  • #210
Mir fällt auf, dass von dir inzwischen sehr viele Unterstellungen kommen, aber erstaunlich wenig Konkretes zur eigentlichen Frage.

dass du in angesicht von 120,000 titeln pro tag 7 einzelne als argument herbeiziehst um damit was auch immer zu sagen ist keine unterstellung, das kann jeder sehen, dass du das tust.

Nochmal die Frage: Auf welche Werke beziehst du dich konkret?

auf alle.

du sagst ja es würde alles gleich klingen. also reden wir über alle.

kein mensch kennt aber alles, auch du nicht. deswegen kann man über solche aussagen auch nicht sinnvoll diskutieren.

da ich aber offenkundig zu viel zeit habe, mache ich mich halt darüber lustig.

Ich poste bewusst allgemeine und bekannte Referenzwerke, um überhaupt eine gemeinsame Bezugsgröße zu geben.

auch elaborierter code täuscht nicht darüber hinweg, dass die aussagen sinnlos sind.

Das ist für mich der Sinn einer Referenz und sollte jedem, der musikaschaffend oder in der Tontechnik ist eigtl. geläufig sein.

der sinn einer referenz ist, dass sie als referenz dient.

und deswegen führt die warenvielfalt auf dem instrumentenmarkt dazu, dass alles gleich klingt.
[hier beliebiges musikvideo posten]

Wenn du meine Beobachtung für falsch hältst, dann nenne doch einfach aktuelle Werke, die deiner Meinung nach das Gegenteil zeigen.

die anderen 120,000, die nicht so klingen, wie die 7, die du kennst.

Dann können wir über dieselben Alben sprechen, statt über hypothetische Musik, die weder du noch ich vollständig kennen.

mir langt das völlig wenn ich die kenne, such dir doch deine gegenbeispiele selber.

dass du dinge, die du nicht kennst, als nonexistent einstufst ist echt dein problem.

alleine gestern sind circa 100 jazz alben neu rausgekommen und ich gehe jede wette ein, dass die nicht alle mit serum, kontakt und DJ bobos superabletonmasteringchain mit 12 gecracktern masteringclippern aufgenommen wurden oder was ihr hier so für "normal" haltet.


haha, man kann immer alles noch viel weiter treiben als bloß bis too much. :P
 
  • HaHa
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: oli, ganje, Randulph und 3 andere
×
Dir gefällt Sequencer.de? ❤️ Lasse dir unsere neuesten Inhalte in der Google-Suche ganz oben anzeigen!

Zurück
Oben