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Warum wird immer alles an den Punkt getrieben, an dem es too much wird?

  • #151
Es GIBT tolle Acts, man muss sie (wie immer schon) etwas suchen.
Da sind mehr Synths nicht schuld - ich muss sogar sagen, dass ich heute so viele gute Synths nennen könnte, die ich auch inspirativ und gut finde, dass man da echt nicht sagen kann - es läge an "irgendwas", man muss sich nur selbst halbwegs kennen und wählen.

Die Idee ging ja auch weit hinaus, ob und wie sich das auswirkt, aus meiner Sicht - gut, aber einige Sachen sind redundant. Klar. Gibt's das - und auch Zeug, was fast unbedienbar ist oder wo man nur einen Teil nutzt, weil der gut ist und dann noch die Intuition beim Zugang.
Vor einem Jahr hab ich eine sehr interessante Nachricht gehört:
"im ganzen Jahr 1989 kamen gleich viele Songs wie heute am einem tag!"
Und was kam 1989?
Ja, auch Lambada! 😀
Aber ich meine cubase!
Das hat alles verändert!
Plötzlich konnte man mit Atari, akai und nicht viel mehr ein one Hit Wonder werden.
 
  • #152
Plötzlich konnte man mit Atari, akai und nicht viel mehr ein one Hit Wonder werden.
Ein One-Hit-Wonder werden: Ist und war das wirklich der Traum vieler Leute? Oder ein Traum, der einen von der Werbung bis heute von Synthesizer- / DAW- / Plugin-Herstellern eingeflüstert wird?

Ja, klar, der Traum viel Geld und Ruhm zu machen und sich vom Manager von einem Termin und zum anderen lotsen lassen ... kam mir auch hin und wieder. Ließ sich aber immer leicht zu den Ohren rauskehren, indem ich mir gewahr wurde, dass der Verpflichtungsmarathon eines Stars ohne Naseweiß und Vernachlässigung von Sozialkontakten nicht durchzuhalten ist.

Der Star, der eigentlich nur ein One-Hit-Wonder werden wollte, aber dann wurde er von der Musikindustrie "entdeckt", Honig ums Maul geschmiert ... endet dann womöglich einsam und ausgebeutet an der Minibar des Hotelzimmers. Das ist natürlich alles Cliché aus dem vorigen Jarhundert. Diese Vorstellungen machen aber gut immun gegen Werbung.

Wobei ich mir das vielleicht nur leichthin einrede, so als Nichtmusiker, der damit ohnehin nichts anfangen kann.

Liebe Leute (v.a. Hobbymusiker), es ist okay, Musik auf Halde zu produzieren und allenfalls Freunden zu Hören geben, direkt von der eigenen Abhöre, wenn sie da sind, nicht(!) via Dateidownload oder Streamingdienstpräsenz. Überlasst das öffentliche Publikum den professionellen, die mit Musik Geld verdienen müssen, um sich Brötchen zu verdienen.

Musiker mit richtiger, leider oft auch ohne anderweitige Ausbildung haben es schwer vor allem dadurch, dass nicht jeder Taylor Swift sein kann und das Zeug zum One-Hit-Wonder nicht von der Qualität entschieden wird, sondern die richtigen Leute auf die Musik treffen müssen, die sie in die richtigen, GEMA-kostspieligen, entsprechend tantiemenreiche Kanäle lancieren. Diese richtigen Leute sind ganz wenige, die übereifrige Klinkenputzerei bestimmt uncool finden. Womöglich können Frauen auch mit anderen Vorzügen glänzen ...

Ich bin froh, dass ich kein Delta bin, äh Musiker. Bin ein Epsilon, Nerd-Synthimacher und autodidaktischer Grundlagenforscher, und das bleib ich auch. Außer experimentellen Kram zur Demonstration von Softwarefeatures hört man von mir nichts.

Diese Schwemme an immer gleichem hat m.E. viel mit den Persönlichkeitsakzenten vieler Musiker zu tun. Diese Mischung aus wenig Selbstbewusstsein und Geltungssucht (manchen fällt da ein -ismus mit N ein und seriöse Psychologen machen den Facepalm bei öffentlichen Brandmarkungen) treibt sie scharenweise in die "Arme" von Produzenten auf Youtube, die ihre Workflows als das Nonplusultra hinstellen und sich für schamlose Produktwerbung nicht zu schade sind.
 
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M.i.a.u.: Rasenmähermann
  • #153
oh mist, das klingt ja alles gleich.
für meine Ohren klingt das recht unterschiedlich, aber alles mehr oder weniger grässlich (bis auf das letzte, und da reißen es die FX raus). ;-)

... aber meine Ohren sind ja auch kein Maßstab für Qualität
 
  • #154
Ein One-Hit-Wonder werden: Ist und war das wirklich der Traum vieler Leute? Oder ein Traum, der einen von der Werbung bis heute von Synthesizer- / DAW- / Plugin-Herstellern eingeflüstert wird?

Ja, klar, der Traum viel Geld und Ruhm zu machen und sich vom Manager von einem Termin und zum anderen lotsen lassen ... kam mir auch hin und wieder. Ließ sich aber immer leicht zu den Ohren rauskehren, indem ich mir gewahr wurde, dass der Verpflichtungsmarathon eines Stars ohne Naseweiß und Vernachlässigung von Sozialkontakten nicht durchzuhalten ist.

Der Star, der eigentlich nur ein One-Hit-Wonder werden wollte, aber dann wurde er von der Musikindustrie "entdeckt", Honig ums Maul geschmiert ... endet dann womöglich einsam und ausgebeutet an der Minibar des Hotelzimmers. Das ist natürlich alles Cliché aus dem vorigen Jarhundert. Diese Vorstellungen machen aber gut immun gegen Werbung.

Wobei ich mir das vielleicht nur leichthin einrede, so als Nichtmusiker, der damit ohnehin nichts anfangen kann.

Liebe Leute (v.a. Hobbymusiker), es ist okay, Musik auf Halde zu produzieren und allenfalls Freunden zu Hören geben, direkt von der eigenen Abhöre, wenn sie da sind, nicht(!) via Dateidownload oder Streamingdienstpräsenz. Überlasst das öffentliche Publikum den professionellen, die mit Musik Geld verdienen müssen, um sich Brötchen zu verdienen.

Musiker mit richtiger, leider oft auch ohne anderweitige Ausbildung haben es schwer vor allem dadurch, dass nicht jeder Taylor Swift sein kann und das Zeug zum One-Hit-Wonder nicht von der Qualität entschieden wird, sondern die richtigen Leute auf die Musik treffen müssen, die sie in die richtigen, GEMA-kostspieligen, entsprechend tantiemenreiche Kanäle lancieren. Diese richtigen Leute sind ganz wenige, die übereifrige Klinkenputzerei bestimmt uncool finden. Womöglich können Frauen auch mit anderen Vorzügen glänzen ...

Ich bin froh, dass ich kein Delta bin, äh Musiker. Bin ein Epsilon, Nerd-Synthimacher und autodidaktischer Grundlagenforscher, und das bleib ich auch. Außer experimentellen Kram zur Demonstration von Softwarefeatures hört man von mir nichts.

Diese Schwemme an immer gleichem hat m.E. viel mit den Persönlichkeitsakzenten vieler Musiker zu tun. Diese Mischung aus wenig Selbstbewusstsein und Geltungssucht (manchen fällt da ein -ismus mit N ein und seriöse Psychologen machen den Facepalm bei öffentlichen Brandmarkungen) treibt sie scharenweise in die "Arme" von Produzenten auf Youtube, die ihre Workflows als das Nonplusultra hinstellen und sich für schamlose Produktwerbung nicht zu schade sind.
Na ja, man wollte natürlich mehr Erfolg.
Aber manchmal würde man halt "nur" ein one Hit Wonder.
Die KLF Story kennen hier bestimmt einige.
Also nach einer nr1 in Großbritannien mit einer neuen Version des Dr. WHO Themas (doctorin the TARDIS) haben the klf 1988 das "Handbuch zum nr1 hit" geschrieben.
Ein österreichisches Projekt namens "Edelweiß" hatte nach dem Lesen des Buches ebenfalls eine nr1.
Vieles vom Buch ist heute natürlich Schnee von gestern.
Hab sogar das hörbuch!
Gelesen von Bela b!
 
  • #155
Vor einem Jahr hab ich eine sehr interessante Nachricht gehört:
"im ganzen Jahr 1989 kamen gleich viele Songs wie heute am einem tag!"
Und was kam 1989?
Ja, auch Lambada! 😀
Aber ich meine cubase!
Das hat alles verändert!
Plötzlich konnte man mit Atari, akai und nicht viel mehr ein one Hit Wonder werden.
Alle Menschen, die Korrelation mit Kausalität verwechseln, werden sterben.

Schöne Grüße
Bert
 
  • hilfreich
M.i.a.u.: ganje
  • #157
@Solar Chrome fragte:

Warum wird immer alles an den Punkt getrieben, an dem es too much wird?​


Weil der Mensch per se dumm ist! Er bekommt anscheinend nie genug!

Es müssen immer noch mehr PlugIns programmiert werden, weil angeblich ein riesiger Bedarf besteht. Und mehr Module aus dem selben Grund. Immer noch mehr Synths mit noch mehr Features, noch geileren, noch realistischeren Klängen. Heute geil, morgen schon wieder völlig out!

Und es werden immer neue DAW auf einen schon übersättigten (wirklich?) Markt geworfen, da jede Bude meint, sie hat das Tollste vom Tollen im Angebot. Und damit ist der geneigte Kunde (angeblich) dann in der Lage, die Super-Duper-Mukke in Nullkommanix zusammenzuklöppeln.

Andauernd neue Hardware-Effekte, da das Vorhandene (noch) nicht gut genug ist, das Neue noch superer als das Alte. Reicht trotzdem noch nicht...

Und da offenbar viele Kunden sofort auf den neuesten heißen Scheiß anspringen und dafür bereitwillig die Scheinchen zücken, haben die tausenden von Anbietern ja scheinbar Recht...

Da wundert's nicht, daß Leute sich bis an die Halskrause vollsaugen, nur um alsbald festzustellen, daß sie einfach zu viel Zoix haben, welches dann selten oder nie zum Einsatz kommt - entweder kryptische Bedienung, die Ergebnisse entsprechen nicht den Erwartungen, das Gerät 'holt einen nicht ab' etc.

Und so landet vieles wieder in den Verkaufsbörsen...

The story continues...

Just my 2 cent.
 
  • #158










oh mist, das klingt ja alles gleich. :( man kann nichts mehr machen auf diesem planeten. :(


Wenn Hobbyaufnahmen über ein Smartphone aufgenommen deine Referenz ist, wundert mich auch bei dir nichts.

Aktuelles Zeug ab 2020. Könnte vom selben Produzenten kommen.







Und in den 90s?









Grundsätzlich komplett andere Färbung, unabhängig der
musikalischen Inhalte
 
  • #159
Ist der Mensch™ wirklich "dumm", weil es einige Dinge mehrmals in Variationen gibt? Also das Auto wurde fast zeitlich an mehreren Stellen und Ländern erfunden.
Einige Sounds auch.
Synth ebenso - und heute sind wir vernetzt.

Ich finde neue Effekte, zB das neue Chase Bliss Pedal ziemlich gut, gab es auch so noch gar nicht. Es gibt natürlich auch "another 2 OSC Synth mit dem was alle haben". Aber viele haben auch ziemlich eigenständige Sachen gemacht, wo einige eher sagen - puh, das ist aber anders oder speziell.
 
Zuletzt bearbeitet:
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M.i.a.u.: Rasenmähermann
  • #160
Ist der Mensch wirklich dumm, weil es einige Dinge mehrmals in Variationen gibt?

Im Durchschnitt kann man es so sagen, ja.

Sieht man doch in Forendiskussionen, wenn Gefühl über
Realität gestellt wird, eine nüchterne Betrachtung nicht möglich ist, eine Argumentationsgrundlage die Sachebene verlässt.

Hab ja genug sachliche Argumente gebracht, die nachvollziehbar sind. Da damit scheinbar einige so ihre Problemchen haben ... Definitiv, auf Deine Frage bezogen, ja,
aber nicht wegen Varianten/Abstraktion.
 
  • #161
Na, Argumente sind aber ziemlich gut, weil dann kann man was sagen und andere das für sich einsortieren.

Konfrontation neu lernen ohne "genervt" sein ist natürlich auch neu - aber das hier war ja auch eine sehr entspannte Frage, tut keinem weh. Vermute ich jedenfalls.
Aber 6 Seiten zeugen von Interesse und Selbstreflektion. Viele sind ja durchaus noch gut bei Gear und mögen es - ist ja auch nicht schlimm. Mir fällt auch auf jeden Fall mind. ein Synth ein, den ich gut finde - sogar, womit ich schon was machen könnte und womit der Grundsound insgesamt verbessert würde (nicht verwässert, das wäre natürlich auch möglich - des Reimes wegen).

Finde aber ziemlich sympathisch das freiheitlich-offen zu sehen - hey, lass die machen, freuen wir uns, wenn es passt und wenn nicht freut sich jemand anders. Sinngemäß - lass die doch bauen, nichts vorschreiben und so weiter. Bei der X-ten Drone Machine denke ich schon auch - wer soll die alle essen? Aber…

Ich tu mir ehrlich gesagt schwer, bei heutiger musik Dinge zu finden die mir gefallen.
Höre fast nur 80s und 90s.
Klar, dass hat mich natürlich besonders geprägt.
Bin ja 1983 geboren.
Manchmal entdecke ich neueres wie "illegal" von Pink Pantheress und komme dann drauf, weil es eine underworld Nummer der 90er Samplet.
Spotify meinte ich bin 58 Weil ich so alte Musik höre. 😁
Das kommt eher darauf an, wo und "wie" du suchst. Gute Musik von heute gibt es ja nicht wenig, die 80er/90er sind zwar sicher reich - aber heute gibt andere Töne. Ich wollte ja immer die Zukunft. Tauche gern mit dem Alter.
 
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M.i.a.u.: sllk
  • #162
Der Star, der eigentlich nur ein One-Hit-Wonder werden wollte, aber dann wurde er von der Musikindustrie "entdeckt", Honig ums Maul geschmiert ... endet dann womöglich einsam und ausgebeutet an der Minibar des Hotelzimmers. Das ist natürlich alles Cliché aus dem vorigen Jarhundert. Diese Vorstellungen machen aber gut immun gegen Werbung.

Liebe Leute (v.a. Hobbymusiker), es ist okay, Musik auf Halde zu produzieren und allenfalls Freunden zu Hören geben, direkt von der eigenen Abhöre, wenn sie da sind, nicht(!) via Dateidownload oder Streamingdienstpräsenz. Überlasst das öffentliche Publikum den professionellen, die mit Musik Geld verdienen müssen, um sich Brötchen zu verdienen.
Das passt doch absolut in diese Zeit, in der jeder und seine Mutter in den sozialen aktiv ist und ständig irgendeinen Content raushaut. Gibt natürlich Leute, die einfach nur ihr Privatleben in die Öffentlichkeit stellen wollen, aber eben auch sehr viele, die hoffen, dass irgendein lustiger/kreativer/ideotischer Post viral geht und sie ihren Fame bekommen.
Das sind dann die one-hit-wonder von heute - mit ausnahme der verschwindend wenigen, die nachhaltig Erfolg haben.

Vermutlich hoffen viele Hobby-Musikproduzenten mit ihrer Track-Schwemme auf genau dieses Momentum.
 
  • #163
Naja, so wird heute Musik verkauft.

Tolles Beispiel ist der schlechte Clubtrack,
der im Fahrstuhlprank läuft



Davon gibt es haufenweise Videos, immer mit dem selben Track - So werden Klicks generiert, auf mehrschichtige Art und alles komplett abgegriffen.

Oder dieser Track. immer das selbe

 
  • #164
Naja, so wird heute Musik verkauft.
Wer möchte, dass Dinge (Leute besser gesagt) anders laufen, muss vorausgehen in die Richtung, die die eigene Nase ihm weist. Als Mitläufer reißt du das Steuer nicht rum. Klar gibts die Gefahr, dass du verlacht wirst – aber wenn du dir sicher bist, Selbstsicherheit ausstrahlst, perlen Finten an dir ab und das wird Leuten imponieren.
Vermutlich hoffen viele Hobby-Musikproduzenten mit ihrer Track-Schwemme auf genau dieses Momentum.
Die x-te Umsetzung des ewig gleichen wird sich eher unwahrscheinlich vom ewig gleichen hinreichend abheben, so dass ein solches Momentum noch unwahrscheinlicher erreicht wird. Wer mag, kann ja ein bisschen trollen mit dem Youtube-Comment "Sorry, no time to listen to this track, just busy with my next billion to earn. How is it different to the previous one I yawned about?" Nein, Scherz, bitte nicht. Youtube-Abo und -Konto kündigen und alles wird gut. Fühl dich aber nicht angesprochen, wenn du dich nicht wohl damit fühlst. Und zu deiner Sicherheit nicht aus dem Fenster springen.
 
  • Hmm
M.i.a.u.: Archivicious
  • #165
Wer möchte, dass Dinge (Leute besser gesagt) anders laufen, muss vorausgehen in die Richtung, die die eigene Nase ihm weist. Als Mitläufer reißt du das Steuer nicht rum. Klar gibts die Gefahr, dass du verlacht wirst – aber wenn du dir sicher bist, Selbstsicherheit ausstrahlst, perlen Finten an dir ab und das wird Leuten imponieren.
Das ist wirklich schön gesagt. Leider ist es aber gemütlicher unzufrieden im Dreck zu stochern und mit den Finger auf anderen zu zeigen, als selbst den Arsch hochzubekommen.
 
  • HaHa
M.i.a.u.: Ohrenherz und Lumm
  • #166
für meine Ohren klingt das recht unterschiedlich, aber alles mehr oder weniger grässlich (bis auf das letzte, und da reißen es die FX raus). ;-)

es ist jetzt nicht so, dass man nicht auch nur mit effekten musik machen könnte.

ein bischen kabelrauschen, ein haufen filter, fertig ist der spielbare effekt.

oder man isst ein käsebrötchen. geht voll ab, alter. :)
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #168
Wenn Hobbyaufnahmen über ein Smartphone aufgenommen deine Referenz ist, wundert mich auch bei dir nichts.

in diesem thread geht es darum welche auswirkungen das sehr große angebot von werkzeugen hat.

deine botschaft, dass musik doch eh immer gleich klingt, ist nicht nur offtopic, sondern zeigt, dass du schlichtweg nichts anderes kennst als die chart orientierte scheiße, die aber nur 0,0001% des weltrepertoires ausmacht.

jetzt versuchst du meinen hinweis darauf, dass man instrumente auch selbst bauen, 3000 jahre alte instrumente benutzen oder programmersprachen benutzen kann mit dem "argument" zu "widerlegen", dass die videos davon aber nur mit dem handy aufgenommen wurden und postet als beweis dafür ein dutzend videos mit chartscheiße aus den neunzigern, die nicht mit den heutigen geräte (um die es im ausgansposting geht) sondern mit den damaligen (als es ja viel weniger gab) enstanden sind.

am ende bleibt wie nach den meisten deiner beiträge mal wieder nur ein großes fragezeichen darüber übrig, was du eigentlich sagen wolltest und warum.
 
  • hilfreich
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M.i.a.u.: elbonzoseco und Synthesilent
  • #169
Die x-te Umsetzung des ewig gleichen wird sich eher unwahrscheinlich vom ewig gleichen hinreichend abheben, so dass ein solches Momentum noch unwahrscheinlicher erreicht wird.
Natürlich ist das absurd unwahrscheinlich, dürfte aber dennoch für viele Leute der Anreiz sein. Anders kann ich mir nicht erklären, warum man auf Social Media etc. mit soviel Krempel belästigt wird.
Gut, dass ich mich nur seltenst in solche Sphären verirre…
 
  • #170
Semmel! - es heißt ‚Semmel‘!
ich bin zwar genetisch 8tel-Bayer, aber zu lange raus aus dem Game, als dass ich das gelten lassen würde. Hier heißt es auch Frikadelle statt Fleischpflanzerl und Eichhörnchen statt Oachkatzlschwoaf.
(wenn ich mal südlich des Weißwurstäquators unterwegs bin, sage ich dennoch "Grüß Gott" wie es sich gehört ;-) )
 
  • #172
in diesem thread geht es darum welche auswirkungen das sehr große angebot von werkzeugen hat.

deine botschaft, dass musik doch eh immer gleich klingt, ist nicht nur offtopic, sondern zeigt, dass du schlichtweg nichts anderes kennst als die chart orientierte scheiße, die aber nur 0,0001% des weltrepertoires ausmacht.

jetzt versuchst du meinen hinweis darauf, dass man instrumente auch selbst bauen, 3000 jahre alte instrumente benutzen oder programmersprachen benutzen kann mit dem "argument" zu "widerlegen", dass die videos davon aber nur mit dem handy aufgenommen wurden und postet als beweis dafür ein dutzend videos mit chartscheiße aus den neunzigern, die nicht mit den heutigen geräte (um die es im ausgansposting geht) sondern mit den damaligen (als es ja viel weniger gab) enstanden sind.

am ende bleibt wie nach den meisten deiner beiträge mal wieder nur ein großes fragezeichen darüber übrig, was du eigentlich sagen wolltest und warum.

Du scheinst auf einen Punkt zu antworten, den ich gar nicht gemacht habe.

Ich habe weder behauptet, dass heute niemand eigene Instrumente baut, noch dass niemand Programmiersprachen nutzt oder mit ungewöhnlichen Klangquellen arbeitet.

Natürlich gibt es das alles.

Mein Punkt war ein anderer:

Die enorme Vielfalt an verfügbaren Werkzeugen führt aus meiner Sicht nicht automatisch zu einer entsprechend großen Vielfalt der Ergebnisse.

Zwischen der Anzahl möglicher Werkzeuge und der tatsächlichen klanglichen Diversität veröffentlichter Musik besteht kein direkter Zusammenhang.

Dass man heute theoretisch eigene Instrumente bauen, SuperCollider programmieren oder 3000 Jahre alte Instrumente sampeln kann, sagt zunächst nichts darüber aus, wie häufig das tatsächlich geschieht oder welchen Einfluss es auf die veröffentlichte Musik hat.

Deshalb hatte ich konkrete Alben genannt.

Wenn ich beispielsweise Leftism, Music Has The Right To Children, Richard D. James Album oder Untrue höre, erkenne ich die jeweilige Produktion oft innerhalb weniger Sekunden.

Bei vielen aktuellen Produktionen fällt mir das deutlich schwerer. Völlig gleich wie populär sie sind.
Klar, kann man sich Untergrundtitel um die Ohren klatschen,
um noch mehr aneinander vorbeizutreten.

Das muss nicht bedeuten, dass die Musik schlechter ist. Es ist lediglich die Beobachtung, dass die Produktionsästhetiken heute häufig näher beieinander liegen als in früheren Jahrzehnten.

Falls du das anders siehst, wäre es interessanter, konkrete aktuelle Alben zu nennen, die du für ähnlich stilprägend und klanglich eigenständig hältst, statt über hypothetische Möglichkeiten zu sprechen, die zwar existieren, aber nur von einer sehr kleinen Minderheit tatsächlich genutzt werden.

Mal ab davon reden wir aneinander vorbei. Du bist auf
instrumentaler, musikalischer Ebene, bei der es ohne Frage
mehr Diversität gibt - Ich argumentiere aus der Technischen heraus.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #173
Eichhörnchen-Schwanz‘
Stimmt:

IMG_0016.webp

mir hatte das vor X Jahren jemand als das ganze Tier verkauft - kam mir damals schon seltsam vor, aber man ist ja gutgläubig, Himmel Sakrament.

.. so, und wie bekomme ich jetzt wieder die Kurve zu On Topic? Biersorten werden ja eher weniger als mehr (wenn man kurzlebige Craftbiere ignoriert), für die Maß auf der Wiesn werden inzwischen Boutiquepreise aufgerufen und BMW wird vielleicht bald auch nur noch in China produzieren.

… was tut sich denn grade so am Markt? Waldorf bringt die Kyra im Proteingehäuse und Arturia* einen Ensoniq-Klon?
 
  • HaHa
M.i.a.u.: fairplay
  • #174
ist es nicht ein wenig absurd das sich musiker darüber beschweren wie schlecht ihre kollegen sind?
ihr solltet euch freuen ! umso leichter ist es ja dann sich mit eurer genialität durchzusetzen und zu Scheinen.


zumindest läuft das überall so.... handwerker schlecht, der besssere bekommt mehr aufträge.
zahnärzte , rechtsanwälte.......Dönerverkäufer. ich geh da zu denen die es drauf haben.
nur der musiker ist ein opfer , ja gut .

aber denkt dran : der dimant funkelt im haufen scheiße besonders magisch.
,auserdem ist im land der blinden der einäugige ein könig.

wenn die meßlatte wirklich so niedrig ist warum seit ihr nicht berühmt?
achso, wegen dem Schlechten geschmack der anderen.
oder seit ihr nur zuständig dafür aufzupassen das andere die Richtig geile mucke machen?
also Outsourcing im Einmanbetrieb.
ihr hab also die dicksten kartoffeln aber keiner will sie kaufen ?

das ist alles sehr merkwürdig.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • HaHa
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: Kick, sllk und Lumm
  • #175
das sich musiker darüber beschweren wie schlecht ihre kollegen sind?

Wer schreibt hier sowas? Das stand nie zur Debatte und trifft das Problem nicht.

Ich denke eher, dass das Überangebot zu einer Art
Orientierungsproblem führt. Wenn theoretisch alles möglich ist und jederzeit verfügbar, entsteht nicht zwangsläufig mehr Kreativität, sondern häufig Beliebigkeit oder Entscheidungsparalyse.

Das ist etwas anderes als "die anderen sind schlecht"

Ich finde, dass man das selbst bei Bands hört, die ich sehr schätze. Das aktuelle BoC-Album ist für mich ein gutes Beispiel. Technisch ist das alles hervorragend gemacht, komplex und durchdacht. Dennoch ist da was
anders. Es wirkt auf micht nicht auf den Punkt, sondern
irgendwie beliebig.

Vielleicht liegt das auch daran, dass man heute häufiger hört, dass Musik aus modernen Produktionsumgebungen kommt und weniger aus einer Kette von Geräten mit eigenem Charakter. Früher haben Sampler, Wandler, Mischpulte und Effektgeräte oft schon einen hörbaren Fingerabdruck hinterlassen. Heute ist vieles technisch perfekter, aber dadurch für mein Empfinden auch häufiger ähnlich gefärbt.

Die alten Alben klangen nach alten Methoden - Das aktuelle Album wirkt stellenweise ITB produziert.
Das passt nicht zu dieser Musik. Selbiges hörte ich aber
auch bei den neueren Underworld Produktionen oder die neueren Leftfield.
 
  • wunderbar
M.i.a.u.: MartYATARI
  • #178
Vielleicht liegt das auch daran, dass man heute häufiger hört, dass Musik aus modernen Produktionsumgebungen kommt und weniger aus einer Kette von Geräten mit eigenem Charakter.
Die alten Alben klangen nach alten Methoden - Das aktuelle Album wirkt stellenweise ITB produziert.
Ich hatte ja schon mal gefragt was damals anders ist als heute. Ich bitte um Erklärung!

Zb. Mein fast 20 Jahre altes Ensemble(weis der Geier wieviel gute Alben auf einem Schlag damit und Logic Produziert wurden) klingt gerade eben, noch genau so gut wie damals. Nebenbei sei erwähnt, das Teil stellt nach 20Jahren einen Großen Teil „Moderne“ Wandler in den schatten.
Ok ich sehe schon das Argument 2007 ist nicht 90er..ok lasse ich so gelten.

Kette von Geräten mit Charakter, wovon reden wir da? Konsumer wie DBX 160/163x, Alesis inklusive HighEnd Mastering und oder HighEnd mit HighEnd?
Im Budget Bereich gibt es heute FMR Audio etc pp und HighEndiges, da leben wir heute im Schlaraffenland.
Ich kann hier den unterschied für mich jedenfalls nicht ausmachen.
Wenn ich mir manches Lieblings Album von damals, anhöre bekomme ich Krätze…Voll mit Artefakten und furchtbareren Schmutz.

Mit den heutigen Technischen Möglichkeiten ist es doch viel einfacher eine Individuelle Kette von Geräten mit Charakter zusammenzustellen, die Wandler geben das her und das sogar noch preislich adequate.

Also rein von der Technischen Seite her sehe ich nicht den Punkt den du da machst. Bin aber offen für Belehrungen, vielleicht übersehe ich ja etwas?!

Edit: Rein vom mitlesen, betreibst du doch auch einen guten Technischen Aufwand…nun erschleicht sich mir das Gefühl das du es einfach nicht hinbekommst, wo du hin möchtest und die Schuld bei allem anderen suchst, nur nicht bei dir. Bitte verstehe mich nicht falsch, das soll nicht anmaßend erscheinen, ich war auch schon mal an diesem Punkt.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #179
Kette von Geräten mit Charakter, wovon reden wir da? Konsumer wie DBX 160/163x, Alesis inklusive HighEnd Mastering und oder HighEnd mit HighEnd?

Nein, kein high end.

Früher hatten viele Produktionen technische Einschränkungen und Eigenheiten, die heute bewusst vermieden werden.

Heute sind wir sehr gut darin geworden, Probleme zu lösen.

- Resonanzen weg
- Timing perfekt
- Noise weg
- Stereo optimiert
-Lautheit kontrolliert
- Frequenzgang optimiert

Dadurch entsteht häufig ein ähnlicher Qualitätsbegriff.

Mein Aufwand hält sich in Grenzen, weil ich mich um Entscheidungen drücke, um die Annehmlichkeite der Moderne mizunehmen und lande ohne Zweifel im selben Topf den ich kritisiere. Hybrid eben, auch mangels Platz.

Ich schrub ja nicht, dass es heute schlecht klingt, sondern um die vereinheitlichte Klangästhetik. Unter dem Gesichtspunkt war damals die Wualität als solches mehr inkonsistent oder auch interessanter.

Die Fehler, die man damals mangels der Möglichkeiten hinnahm, zwangen zu Entscheidungen, die sich geute gar nichtmal mehr stellen. Bspw mehr Rauschen, bzw geringere Rauschabstände, mehr Verzerrungen und Mehraufwände

Rein objektiv leben wir im Schlarraffenland was Qualität angeht - Aber Diversität in Klangästhetik? Wohl kaum.
 
  • #180
Auch ein schönes Beispiel



Extrem sauber produziert, schöne Klangwelt, .... ABER

- Insgesamt stark in Mitten jeder einzelnen Spur ausgedünnt, sodass Grundtöne jedes Sounds ne Oktave tiefer spielt.
- Transienten Synths und Snare - Gerade die Snare klingt wie ein halbherziger Pfurz.

Wenn ich mir zum Vergleich die ersten beiden Alben
die Väth und Hildenbeutel zusammen gemacht haben anhöre, komplett andere Ästhetik.

Oder FSOL, die fast LowFi dagegen klingen - Nicht besser, aber durchaus anderer Charakter, auch im Vergleich zu Väth/Hildenbeutel

Aber: Ästhetik von Solar Fields trifft heute auf sehr sehr
viele zu, als hätte man verlernt Mitten zu mischen.
Es klingt für mich präzise, glasklar und sauber und dennoch ästhetisch kaputt.
 
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